A New Years Night Concert, Teil V (Constanze) – Die Kraft eines wundervollen Gedankens

Constanze hatte nicht den Hauch einer Ahnung, ob Matt das ernst gemeint hatte. Aber so, wie sie ihn einschätzte, machte er keine Scherze, wenn er sie so ansah. Sie schwitzte auf einmal, hatte das Gefühl, ihr Gesicht brannte, leuchtete rot auf vor Erregung. Ihr Herz begann, zu klopfen. Das waren alles Zeichen dafür, dass Matt sie wirklich getroffen hatte. Sie nahm das wirklich ernst, was Matt ihr da gerade eröffnet hatte. Nach dem Inneren eines Sterns wollte Matt nun ganz offensichtlich in ihr eigenes Innerstes blicken, und das mit dem gleichen, fast studierenden Blick. Nein, dachte sie sofort, er hatte den Stern nicht nur studiert, er hatte sich auch völlig auf ihn eingelassen, sich gefühlsmäßig in ihm eingefunden. Und er wollte ihre Gefühle genauso erleben, wie er das gestern Nacht auch schon getan hatte. Constanze schluckte, kam aber kaum zum Nachdenken, denn eine der anderen Türen öffnete sich, und eine schlanke, sehr elegant in ein enges, schwarzes Kleid gekleidete Frau kam herein. Sie war ungefähr in ihrem Alter, schätzte Constanze, hatte schwarze, kinnlang  geschnittene Haare, dunkle, lebhafte Augen und ein symmetrisches, apart geschnittenes Gesicht. Sie lächelte Constanze sofort freundlich an.

„Hallo Constanze! Ich bin Nina“, stellte sie sich vor, und Constanze hatte nicht den Hauch eines Eindrucks, als wäre Nina nicht aufrichtig erfreut über ihre Anwesenheit hier.

Nina ließ sich auch durch ihr sprachloses Staunen nicht beirren. Sie war ganz offensichtlich zu Hause hier. Sie trug bequeme, schwarze Pumps, und auch das schwarze Kleid, so exklusiv es auch aussah, wirkte auf Constanze sehr bequem. Phantastisch wurde es eigentlich erst durch seine Trägerin, der es auf den Leib geschneidert zu sein schien, ohne dabei unbequem zu werden. Es besaß keinerlei Applikationen, bestach aber optisch sofort durch einen sehr guten, klassisch einfachen Schnitt und ein entsprechendes Material. Dazu trug Nina ein passendes weinrotes Bolerojäckchen, auf das dieselben Attribute zu trafen. Wer immer hier die Kleidung aussuchte, hatte ein gutes Auge und nutzte Kleidung, um die Trägerin hervorzuheben, nicht das Kleid. Constanze kannte sich mit teurer Mode aus, sie übersah das mit einem einzigen Blick und registrierte es lediglich. Nina selbst war es, die ihre Aufmerksamkeit sofort auf sich zog.

„Ich habe mir gerade sagen lassen, du wärst im Moment ein wenig erbost“, sagte sie freundlich lächelnd und setzte sich zu ihr an den Bettrand.

„Ja, das kann man so sagen“, antwortete Constanze ihr spontan. Sie mochte die andere Frau sofort, auf der Stelle. Nina war freundlich, aber nicht nur das, sie war es wirklich ehrlich, sie begegnete ihr mit weiblicher Sympathie. Sie schien Constanze ebenfalls spontan sofort zu mögen. Constanze reagierte auf sie herzlich und mit einem sicheren Gespür für die andere, ihre weibliche Intuition sagte ihr das. Frauen hatten einfach einen anderen Zugang zueinander, wenn sie sich sympathisch waren. Und dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit und des besonderen Verständnisses füreinander brachte für Constanze ein tiefes Gefühl der Sicherheit mit sich. Begründen hätte sie das auch nicht weiter können, aber sie hatte den Eindruck, als hätte sie von Nina nichts zu befürchten. Ausgerechnet von Matts eigener Sklavin.

„Ich bin noch gar nicht so ganz fit“, bekannte sie der Fremden.

„Oh, soll ich dich noch ein wenig alleine lassen?“ Nina reagierte sofort mit ehrlicher Anteilnahme und etwas erschrocken. Constanze konnte es nicht glauben, aber die Entwicklung der Situation überrannte sie in diesem Moment völlig.

„Nein, nein“, beruhigte sie die andere deswegen ehrlich. „Bleib nur hier. Aber er ist ein Monster!!“, brach es aus Constanze heraus. Nina grinste, ihre Augen funkelten, aber immer noch freundlich und lebhaft. Es gab auch keinen noch so winzigen Augenblick, in dem nicht sofort klar gewesen wäre, auf wen Constanze sich da bezog.

„Ja, das ist er“, antwortete Nina sofort. „Aber womit hat er dich denn so aus der Fassung gebracht? Ich bin neugierig!“

„Ich habe eigentlich gedacht, ich könnte mich gut zur Wehr setzen, aber er hat einfach die besseren Karten. Er will, dass ich mich völlig fallen lasse. Und er hat mir auch beschrieben, wie er das anstellen will. Und das hat mir glasklar dabei gezeigt, dass er genau weiß, was er da sagt.“ Constanzes Tonfall war unwillkürlich empört, sie erklärte im Affekt auch nicht, worauf sie sich im Einzelnen genau bezog, aber Nina verstand sie dennoch sofort.

„Oh, was hat er denn genau mit dir vor?“, fragte sie sofort nach und lächelte noch freundlicher, richtig strahlend, und immer noch war ihr Verhalten glaubhaft sympathisch Constanze zugewandt und voller weiblicher Anteilnahme.

„Er weiß genau, wie er das angehen muss“, stotterte Constanze weiter. „Und ihm ist jedes Mittel Recht, auch solche, die er sonst nicht anzuwenden pflegt.“

„Zur Not ja“, nickte Nina. „Da hast du völlig Recht.“

„Er will mir Lust bereiten, hier auf dem Bett und in deiner Gegenwart. Ich hab ihn gefragt, ja und dann?, was passiert dann?, ich konnte mir das gar nicht vorstellen!“ Es platzte so aus Constanze heraus, sie war völlig verwirrt, fast verstört.

„Ah, ok!“, meinte Nina, „und ?“

„Na ja, jetzt kann ich es mir vorstellen!“ Constanze hatte sich nicht im Griff. „Er schätzt meine Emotionen dabei sehr treffend ein, und als er mir die Situation schilderte, konnte ich von da aus selber weiter. Das wird ein Kampf für mich, ein echter Kampf bis aufs Blut!“

„Das heißt?“ Nina sah Constanze aufmerksam an und hörte ihr einfach nur gut zu. Und Constanze, die die fremde Frau ja eigentlich noch weniger kannte als Matt, fühlte sich zu ihr hingezogen, einfach, weil Nina Matt ja viel besser als sie selbst kannte und ihr trotzdem in allem bisher Recht gegeben hatte. Nina schien unabhängig zu denken, obwohl sie sich als Matts Sklavin bezeichnete. Und diese offensichtliche Unvoreingenommenheit, die Nina da an den Tag legte, machte sie für Constanze in diesem Moment zu der richtigen Gesprächspartnerin. Sie war ebenfalls eine Frau, sie konnte Constanze verstehen.

„Na ja, erst habe ich mich geschämt bei diesem Gedanken, wollte mich verbergen, hatte Angst davor.“ Constanze wurde Nina gegenüber immer offener, denn Ninas ruhige, lebhafte Augen zeigten ihr sowohl Mitgefühl wie auch Verständnis, eine Kenntnis dieser Sachlage, der Gefühle, die gerade in ihr tobten. „Dann kam aber Lust dazu, und das hat mich wütend gemacht, richtig und echt aggressiv ihm gegenüber. Wie kann er sich so etwas mir gegenüber herausnehmen?? Und an dieser Stelle hat er mich daran erinnert, dass er mich in dieser Nacht in den Käfig gesteckt hat. Er ist sehr wohl in der Lage, auch das mit mir tun!“

Nina musterte sie mitfühlend. „Du warst heute Nacht im Käfig? Bei diesen Temperaturen? Was hast du denn nur angestellt? So etwas macht mein Herr normalerweise nicht im Winter.“ Ihre klare Stimme war nun so distinguiert, dass Constanze klar wurde, diese Frau hatte einmal im Geschäftsleben gestanden oder tat das noch, sie war weder dumm noch ungebildet, ganz im Gegenteil. Sie fing an, ihr Gegenüber wirklich zu mögen. Sie senkte die Augen.

„Ich wollte mich von der alten Brücke in den Fluss stürzen, zur Neujahrsstunde. Dein Herr hat das verhindert.“

„Ah, ok,  ich verstehe“, antwortete Nina nur mit ruhiger Stimme, so, als wären ihr solche Gefühle nicht fremd. Constanze sah die fremde Frau wieder an und begegnete ihren tiefbraunen Augen. Tatsächlich musterte Nina sie jetzt eindeutig mitfühlend, aber nicht mitleidig. Constanze fühlte sich von ihr verstanden und ermutigt, weiter zu sprechen.

„Er hat mit mir einen Handel gemacht. Ich sollte ihm eine Nacht und einen Tag schenken, danach würde er mir bei allem helfen, was ich dann zu tun gedenken würde. Nur den Tod würde er mir nicht bringen. Und daran hat er mich eben erinnert.  Ich komme aus dieser Geschichte nicht heraus, wir zwei haben ein Abkommen!“

Nina legte ihre Hände beide in den Schoß und übereinander, streckte ihre Arme und ihren Rücken grazil durch, sah kurz von Constanze weg und schloss aufatmend die Augen, eine entspannte und friedliche Haltung. Sie sah überaus reizend aus für Constanze, wie sie da schlank und elegant neben ihr auf dem Bett saß. Dann richtete sie ihren Blick wieder auf Constanze. „Stimmt!“, antwortete sie nur und lächelte sie an.

„Also, ich komme aus dieser Geschichte nicht heraus, er will mir hier auf dem Bett die Beine öffnen und mir Lust bereiten. So, wie ich ihn kennen gelernt habe, werde ich mich dagegen nicht wehren können. Also werde ich mich zurückziehen, meinen Körper instrumentalisieren. Ich werde meinen Körper als reine Rüstung einsetzen, wie einen Schild. Dann ist es völlig egal, ob ich nackt bin. Aber dann ist da ja halt immer noch die Lust.“

„Oh, wie gemein!“, stimmte Nina ihr zu und sah sie weiter offen an.

„Und was macht er dann? Er nimmt dich, und führt mir mit dir vor, was ich bekommen könnte, wenn ich nachgebe…“

„Oh, der Schuft!“, stimmte Nina ihr sofort zu.

„Und an der Stelle hab ich zu ihm gesagt, du Ungeheuer, ehrlich, Nina, wenn er das schafft, dann ist er entweder ein echter Löwenbändiger …“

„Ah, deswegen kratzbürstig!“, warf Nina lachend ein.

„Oder ich bringe ihn danach irgendwann um….“, vollendete Constanze ihren letzten Satz. „Ja, genau“, stimmte sie Nina dann zu, „ich wollte ihm ans Leder! Ich hab zu ihm gesagt, mein Geist ist wie ein Raubtier im Käfig, ich habe Übung mit so einer Situation, ich gehe an den Gitterstäben hin und her, ohne Ruhe, so lange, wie es eben dauert, bis ich einen Weg hinaus aus diesem Käfig finden kann…“

„Dann hättest du aber gleich uns alle drei auf dem Gewissen …..“, eröffnete Nina ihr immer noch mit ihrer klaren, ruhigen Stimme, „denn dann werfe ich mich dazwischen.“ Sie nahm Constanzes Äußerung schlicht und ergreifend ernst und antwortete ihr auch so, was Constanze nicht wenig beeindruckte.

Constanze musste lächeln. Nina hatte tatsächlich ihren Körperbau und ungefähr auch ihr Gewicht, aber nicht ihren Zorn in diesem Moment. Und Constanze wusste, wenn sie wirklich zornig war, konnte sie Berge versetzen. „Hm, dich verschone ich dann“, grinste sie die andere humorvoll an. „Dich räume ich dann aus dem Weg…“

Nina musterte sie weiter und lächelte nicht zurück, sondern blieb ernst. „Ja, das mag sein, dass du das tun willst, Constanze, aber ich werde meinen Herren und Partner schützen.“

„Hm, ja,….“, antwortete Constanze nachdenklich. Das war natürlich irgendwie auch völlig klar und eindeutig Ninas Recht. Sie sah, Nina meinte das ernst, auch wenn sie sie weiter anlächelte. „Bring mich nicht auf Ideen, Nina…“

„Was denn für welche?“ Nina legte den Kopf leicht schräg, als sie Constanze neugierig in die Augen sah.

Constanze lachte auf. „Du, überlasse das lieber Matt!“, empfahl sie ihr wieder herausfordernd grinsend, „ich meine, du wirst schließlich nicht immer dabei sein!  Er muss sich schon selber wehren können!“

Ninas Lächeln vertiefte sich. „Ach, du, ich kann auch gut mit Frauen umgehen, also …..“

„Wie bitte?“ Constanze sah der anderen in die Augen, und sie vermerkte wieder für sich ihr freundliches Lächeln und ihre zugewandte, zuvorkommende Haltung ihr gegenüber. Nina reagierte in fast jedem ihrer Sätze anders, als Constanze das erwartet hätte, auch jetzt wieder. Sie machte sie nicht darauf aufmerksam, dass Matt sich sehr gut alleine verteidigen konnte, sie reagierte tatsächlich ohne jede sichtbare Abwehr auf sie und nahm sie einfach ernst. Das konnte sie unmöglich spielen. Sie ging auch nicht auf Constanzes aggressiven Tonfall ein, soviel war ihr sofort klar, als sie ihr ins Gesicht sah. Nina schien sie eher zu mögen, und ihr Plan sah wohl eher so aus, dass sie vor hatte, Constanze durch ihre Liebe, ihre Zuneigung, die sie ihr entgegen brachte, von einem Attentat auf Matt abzuhalten. Nina schien überhaupt nicht eifersüchtig zu sein, und tatsächlich war Constanze das auch nicht auf sie. Hier herrschte definitiv keine Konkurrenzsituation um Matt, so viel war Constanze auch sofort klar. Das war schon vorstellbar, unter diesen Umständen, dass Nina gut mit anderen Frauen hier im Haus umgehen konnte, denn wie konnte man einem anderen Menschen besser begegnen als mit ehrlich empfundener Liebe? Wenn Nina nicht eifersüchtig war, dann war sie unter Umständen erfreut über weibliche Gesellschaft in diesem Haus, das Constanze ja doch recht groß zu sein schien. Matt hatte sicher nicht sie selbst als erste hierher gebracht. Wenn er das mit anderen Frauen auch schon getan hatte, dann war Nina diese Situation vertraut, und genau so reagierte sie ja auch. Souverän und unerschrocken. Nina war definitiv keine schwache Frau.

Constanze lachte wieder. „Ach ja, das hab ich ganz vergessen, ach du Schreck…“, stimmte sie ihr zu und signalisierte ihr gleichzeitig damit das Ergebnis ihrer Überlegungen. „Stimmt…“ Ihr wurde leicht schwindelig, diese komplett andere Denkweise von Nina, in die sie sich gerade erfolgreich hinein versetzte, war keinesfalls unsinnig, aber der ihren so fremd, dass sie sich fühlte, als würde sie plötzlich Doppelbilder sehen. Zwei völlig verschiedene Sehweisen ein und derselben Situation.

„Siehst du?“ Ninas Augen funkelten, ihr ganzes Gesicht strahlte, als würde ihr diese Situation eher Freude bereiten und keinerlei Stress. So, als wäre diese ganze Sache ein kniffeliges Spiel, dass es zu lösen galt.

„Hmm….“ Constanze musste nachdenken. Diese Situation hier wurde für sie immer schlechter überschaubar und auch immer erstaunlicher, fremder. Es kam ihr so vor, als würden in diesem Haus ganz andere Maßstäbe für zwischenmenschliche Beziehungen herrschen. „Also, ehrlich gesagt kann ich da im Moment nicht weiter, weil ich echte Zuneigung auch so beantworte, immer. Das ist wirklich eine starke Waffe von dir, deine Liebe, daran habe ich gar nicht gedacht! Damit hätte ich auch niemals gerechnet, nicht im Entferntesten! Was für eine Konstellation….“

„Tja!“, meinte Nina nur, und ihre Augen funkelten jetzt eindeutig belustigt. „Ich sage dir doch, du musst erst an mir vorbei!“

„So langsam bekomme ich Manschetten…“, murmelte Constanze, und das war die reine Wahrheit. So war diese Konstellation für sie fast nicht mehr überwindbar.

„Und da Matt mir ja eh sagt, was er will, setzt er mich dann eben auch gegen oder für dich ein“, schickte Nina nach.

„Die hatte ich gestern schon zeitweilig“, murmelte Constanze weiter. Sie meinte die Angst, die Matt ihr zu machen begann, und dachte an die Situation auf der Brücke. Ihr Blick irrte jetzt ab. „Ich hab den Eindruck, das wird für mich eine echte Mutprobe werden… Das macht mir Bauchschmerzen jetzt…“

Nina verstand sie auch ohne Nachfrage weiterhin. „Du musst es doch einfach nur zulassen“, drang ihre Stimme sanft zu Constanze vor. „Der Rest kommt dann von ganz alleine.“

Constanze sah wieder auf. „Zulassen, sagst du?“, fragte sie empört gegen. „Ufff… ja, das ist so ein Problem. Wenn es ans Zulassen von etwas geht, das ich nicht will, dann wird es schwierig. Und ihm gefällt das, je heftiger, umso besser, das hab ich eben gespürt.“ Constanze konnte es kaum fassen, dass sie ein Gespräch, das sie eigentlich mit Matt hätte führen müssen, nun gerade mit seiner Sklavin führte, einer Frau, die aus tief empfundener, gebender Liebe in seinem Sinne sprach, die aber auch sie selbst zu mögen schien.

„Ich glaube, ihm geht es da nur darum, dass du die Sklavin in dir zu und herauslässt“, erklärte Nina ihr.

Constanze richtete sich fast kerzengerade im Sitzen auf und sah die andere fast fassungslos an. Aber das, was sie sagte, und die Art, wie sie es sagte, das war alles absolut schlüssig für sie. Und es gab für Constanze nicht den geringsten Grund, der anderen gegenüber unfreundlich zu werden oder sie weniger zu mögen, als sie es jetzt schon tat. Ganz im Gegenteil, ein so loyaler Mensch musste auch sympathisch sein in ihren Augen. „Du, ich brauche einen Moment Pause“, presste sie dann hervor. „Das ist zu viel für mich, ich muss erst einmal wieder von dem Baum herunter klettern, auf dem ich gerade sitze…“

Sie lächelte die andere fast hilfesuchend an und Nina öffnete auch schon den Mund, doch dann ging auf einmal die Tür wieder auf, hinter der Matt vorhin verschwunden war.

**

Matt überblickte die Situation, die er vorfand, mit einem einzigen, langen Blick. Er hatte sich in der Zwischenzeit frisch gemacht und etwas Bequemes angezogen. Er sah Constanzes hilfesuchenden Blick, sie sah ihn so erschrocken und mit so glänzenden Augen an, dass er fast dachte, ihr wären die Tränen gekommen. Und seine Nina war gerade dabei, ihr zur Hilfe zu eilen, er kannte seine Sklavin nur zu gut. Er ging mit ein paar energischen Schritten auf das Bett zu, in dem Constanze noch immer saß. Er trat auf die andere Seite, deckte Constanze einfach ganz auf und schob wortlos seine Arme unter ihre Taille und ihre Knie. Er hob sie in seine Arme wie in der Nacht zuvor, umrundete mit ihr das Bett und setzte sich zu Nina, ließ Constanze in seinen Armen herunter auf seinen Schoß rutschen und umfasste sie dann mit beiden Armen. Er warf einen lächelnden Seitenblick zu Nina, die ihn voller Liebe in ihren dunklen Augen ansah.

„Ihr unterhaltet euch noch?“ Seine Frage war eigentlich mehr eine Feststellung.

„Du bist eine ganz Nette!“, sagte Constanze gepresst zu Nina. Nina wiederum lächelte sie an.

„Danke dir“, sagte sie einfach.

Constanze ließ sich jetzt aufatmend in Matts Arme und an ihn sinken. Er fühlte ihren raschen Herzschlag, sah ihre aufgewühlten Augen, ihre gerötete Haut, fühlte ihre schnelle, flache Atmung. Constanze war voller Angst und Unruhe, das war mehr als offensichtlich, sie rang gerade um Fassung.

„Constanze, Liebes, bitte sieh mich an“, wies er sie leise an. Constanzes Blick irrte zu seinem Gesicht, dann fiel sie in seine Augen. Ihre rasche Atmung wurde etwas ruhiger.

„Liebes, weißt du noch? Ich habe dich auf der Brücke aufgelesen. Denkst du, das wäre ein leichter oder angenehmer Tod dort unten im eiskalten Wasser geworden?“ Er sah ihr ruhig in die glänzenden Augen, sprach mit ruhiger, sanfter und dunkler Stimme, so, wie er mit seinen Frauen sprach. Sie lagen ihm am Herzen, mehr als irgendein Mensch sonst, und wer ihn besser kennen lernen konnte, wusste das auch.

„Nein“, murmelte Constanze erschüttert, „das wohl ganz sicher nicht.“ Er nickte, griff sie mit einem Arm so, dass er mit der anderen Hand ihr Gesicht streicheln konnte.

„Du hast es im Käfig zu spüren bekommen, Liebes“, sprach er langsam weiter. „Ich weiß, wie ausgekühlt dein Körper war, ich habe dich erst herausgeholt, als du fast schon das Bewusstsein verloren hättest. Und jetzt denkst du, es könnte schlimmer sein, deine Lust zuzulassen, meine Schöne? Schlimmer als DAS?“

Constanze schluckte einmal trocken und schmiegte aufatmend ihre Wange in seine Hand. Er lächelte sie freundlich an. „Aber da kann ich doch gar nichts tun, meine Reaktion auf so etwas kann ich doch nicht steuern!“ Ihre sanfte, frauliche Stimme hatte wieder einen flehenden Unterton.

„Liebes, denkst du denn, das wäre mir nicht klar?“, erwiderte er und griff nun fest in ihre Haare dicht an ihrer Kopfhaut, so wie in der vergangenen Nacht im Käfig, aber ohne ihr dabei weh zu tun. Er zwang sie nur, ihn anzusehen, und sie war auch voll bei ihm.

„Liebes, höre mir gut zu!“, mahnte er sie leise. Ihre im Sonnenlicht aufleuchtenden grünen Augen waren ganz auf seine gerichtet und weit geöffnet. Er zog ihren Kopf ein wenig zurück, so dass sie ihm ihren Hals in einer grazilen Pose präsentierte. „Du hast dein Leben wegwerfen wollen heute Nacht. Hast du dich noch nie gefragt, warum wir dieselben Fehler immer und immer wieder machen? Gesellschaftliche Regeln haben dich auf diese Brücke getrieben. Denkst du, das war die richtige Reaktion von dir auf die Zwänge der Gesellschaft?“

Jetzt liefen Constanzes Augen tatsächlich über. „Nein, aber ich habe keinen Ausweg mehr gesehen“, bekannte sie ihm leise und mit rauer Stimme, schluckte einmal schwer. Sie versuchte nicht, sich zu verteidigen und sie wollte auch kein Mitleid. Es waren tief empfundene Gefühle, die Constanze so reagieren ließen. Nicht nur Nina und Matt, alle könnten Constanze in diesem Moment ansehen, wie es bei diesen Worten gerade in ihr aussah. Ihr Handeln auf der Brücke war ihr Eingeständnis eines Totalversagens, eines Totalschadens ihres bisherigen Lebens gewesen, und das wusste Constanze auch.

„Hast du dich das niemals gefragt, Liebes? Wieso wir dieselben Fehler immer und immer wieder machen?“, wiederholte Matt seine Frage mit sanfter Stimme. Constanze antwortete ihm nicht, leckte sich nur einmal nervös über die Lippen. Aber er hatte auch nicht mit einer Antwort gerechnet.

„Gesellschaftliche Regeln sind Konventionen, Liebes. Von Menschen für Menschen gemacht. Es gibt keine naturgegebene Ordnung. Alle Konventionen können überwunden werden, wirklich ALLE. Das muss man nur erst begreifen. Was allerdings keine Konvention ist, das ist, dass wir von unserer Geburt bis zu unserem Tod mit anderen Menschen verknüpft sind. Unsere Leben gehören nicht nur uns alleine. Wir sind miteinander verbunden, Liebes, wir alle. Ob wir das nun einsehen oder überhaupt wollen oder eben nicht. Wir können aber selber entscheiden, wie wir diese Verbindung zueinander gestalten wollen. Ich kenne deinen Ehemann, Liebes, er gestaltet die meisten seiner Verbindungen als Konkurrenzsituation. Aber wenn es so aussehen sollte, als würde uns beide so ein Verhalten von ihm voneinander trennen können, dann ist das eine Illusion, meine Schöne. Nur durch die Augen eines anderen ist es uns möglich, uns selbst zu sehen. Du kennst die Spiegelung deiner Persönlichkeit durch deinen Mann, Constanze. Gib dir selber die Möglichkeit, dich durch meine Augen zu sehen.“ Er unterbrach sich und lächelte Constanze an. Sie erwiderte nichts.

„Konventionen sind nichts anderes als Grenzen, Constanze. Du hast dein ganzes bisheriges Leben damit zugebracht, sie zu erlernen. Aber Grenzen sind eigentlich dazu da, um überschritten zu werden. Das Wesen unseres Lebens und unseres Seins liegt in den Konsequenzen unserer Worte und Taten.“ Er hatte den letzten Satz langsam gesprochen und betont, lächelte dabei  in ihre aufgewühlten Augen und ließ seine Worte einen Moment sinken.

„Wie besiegt man eine Idee, Liebes?“, fuhr er dann mit eindringlichen Worten fort. „Die Idee von Liebe und von Freiheit in deinem Geist und deinem Herzen?“ Er hielt einen Moment inne. Als Constanze noch immer nicht antwortete, fuhr er fort. „Eine Idee kann man nur mit einer anderen Idee besiegen. Wenn du also Liebe und Freiheit suchst, dann suchst du sie im Tod vergebens. Mit meiner Geige habe ich dir auf der Brücke und im Käfig eine andere Möglichkeit gezeigt, dich über diese Grenzen hinweg zu setzen. Und diese Möglichkeit heißt Vertrauen, fallen lassen. Ich führe dich über deine Grenzen hinweg. Ich weiß, dass sie da sind, ich werde behutsam und mit der vollen Verantwortung mit dir umgehen. Aber die echte Liebe und die Freiheit findest du erst jenseits deiner Grenzen. Und Nina und ich, wir beide wissen das.“

Wieder schluckte Constanze nur hart. Seitdem Matt sie gestern Nacht angesprochen hatte, hatte er sie in Erstaunen versetzt, fortwährend, hatte sie um ihre Fassung gebracht und in ihren Anschauungen schwankend werden lassen. Und jetzt fasste er quasi zusammen, was er sich gestern Nacht schon gedacht haben musste. Er nickte nur, als habe er ihre Gedanken lesen können. Wahrscheinlicher war, dass er sie gerade nachvollzog.

„Wenn du Nina nach dem Überschreiten ihrer Grenzen fragen wirst, dann wirst du von ihr hören, welchen Kampf das für sie bedeutet hat.“ Wieder unterbrach er sich, legte seine Hand einen Moment um Ninas Wange, sie lächelte ihm wieder zu und nickte nur.

„Jeder Mensch muss dabei kämpfen, Constanze. So ganz ohne Kampf kann es niemand. Ich habe vor, dir heute dabei zu helfen, Kleines. Das haben wir beide gestern Nacht so ausgemacht. Aber du bist nicht meine Gefangene. Wenn du gehen willst, dann steht dir das jetzt und hier frei. Aber bedenke, bevor du antwortest: Gestern Nacht haben die Klänge meiner Geige deinen Geist erfüllt, im Moment sind es wohl eher Pauken und Trompeten. Was hättest du lieber in deinem Herzen?“

Wieder schluckte Constanze. „Du bleibst bei mir, Matt?“, fragte sie ihn dann leise. „Du zwingst mich zu nichts, was mir Schaden zufügen würde?“

„Was hätte ich denn davon?“, hielt er lächelnd gegen. „Du wirst kämpfen müssen heute, soviel ist sicher. Aber wenn du diesen Kampf beendet hast, dann habe ich dich gelehrt, dich wirklich ganz fallen zu lassen, in meine Hände. Bei mir bist du gut aufgehoben, du kannst mir völlig vertrauen, ich weiß genau, was ich tue. Wo du jetzt noch keine Lösung siehst, wird deine ganze Weltsicht sich verändert haben. Ein neuer Weg für dich am Neujahrstag. Ich wüsste kein passenderes Datum. Und wenn du es geschafft hast, eine andere Konsequenz aus deinen Worten und Taten zu ziehen als bisher, letzten Endes als in der letzten Nacht, dann kannst du fürs erste hier bei mir bleiben. So lange du möchtest. Wir informieren deinen Mann, aber daran ändern wird er nichts können. Du bist hier völlig sicher. Du wirst alle Zeit der Welt haben, um dein Leben zu überdenken und das Wesen deines Lebens zu ändern.“

„Und du meinst, das muss so sein, wie du es mir angekündigt hast?“, fragte Constanze ihn.

„Mein Liebes, du hast Kräfte tief in dir, die bisher allen verborgen geblieben sind, sogar dir selber. Die will ich frei legen. Wir werden beide sehen, was dabei zu Tage tritt. Du bist eine leidenschaftliche Frau, und genau das hat dich bis auf die Brücke getrieben. Es kommt nicht darauf an, was für ein Bild du selber von dir hast, Liebes, vertraue einfach auf das Bild, das ich von dir habe. Ja, und genau deswegen muss es so sein und nicht anders. Du musst aufhören, um Beherrschung um jeden Pries zu kämpfen, und du musst es lernen, dein wahres Wesen zuzulassen. Und du bist an mich geraten. Ich persönlich glaube nicht an Zufälle im Leben. Ich kann sehen, dass sich dieser Kampf um deine Seele lohnt.“

„Aber ich habe Angst“, flüsterte sie. Matt nickte nur.

„Wenn du die nicht hättest, dann wäre es keine Grenze, Liebes. Angst gehört dazu. Denke an das, was ich dir gesagt habe. Du hast auf einer Brücke gestanden, als du eine Konsequenz ziehen wolltest, eine endgültige. Und das Wesen deines Lebens liegt genau in diesen Konsequenzen, die du aus dem ziehst, was dir widerfahren ist. Eine Brücke ist eine Querung, und sie ist gut zu verteidigen gegen angreifende Feinde. Du darfst jetzt nicht nachgeben. Wenn du im Kampf um deine Brücke wirklich unterliegen solltest, dann war es zumindest ein ehrenvoller Kampf. Aber du wirst nie wissen, was du eigentlich verteidigt hast, wenn du jetzt einfach aufgibst. Wir sind alle eingebunden in die gewaltigen Kräfte unseres Kosmos. Wir bestehen alle aus Sternenstaub, das macht uns alle wertvoll. Unsere Bestimmung ist die Freiheit, nicht die Begrenzung. Wenn eine Sonne stirbt, wird sie zu einem leuchtenden Diamanten am Himmel. Alles ist endlich, nicht nur unsere Leben, nicht nur unsere Sonne, selbst unser Universum ist das. Aber spätestens, wenn es so weit ist, dass die Lichter am Himmel eines nach dem anderen verlöschen, dann solltest du wissen, wer du wirklich bist, mein Liebes. Diese Erkenntnis kannst du mitnehmen, wenn du einmal stirbst. Den Kampf, den du um diese Erkenntnis und um die Freiheit gekämpft hast, der wird zu einem Teil von dir, ein untrennbaren. Was dann kommt, wenn die Dunkelheit einsetzt, das weiß ich auch nicht. Aber ich weiß, dass wir uns jetzt, wo unser Himmel noch voller Lichter ist, gegenseitig helfen können. Und ich weiß, dass genau das auch im Grunde unsere Daseinsberechtigung hier auf dieser Erde ist. Kannst du das glauben, mein Liebes?“

Constanze nickte nur. Ihr fehlten die Worte, aber sie hatte die Bilder in ihrer Seele. Wieder hatte Matt kräftige Farbstriche auf ihren Himmel gemalt, er hatte sich auf wirklich wunderbare Gedanken bezogen. Und Worte brauchte es in diesem Moment nicht mehr. Aber eine Frage hatte sie dann doch noch, und die hatte sie Matt schon gestern Nacht gestellt.

„Wer bist du?“, fragte sie leise und sah ihm in die blauen Augen.

Er lachte auf, antwortete ihr aber ernsthaft. „Letzten Endes bin ich das, was ich in deinen Augen lesen kann, wenn du mich ansiehst, mein Kätzchen. Ansonsten bin ich vielleicht besonders, aber nicht grundsätzlich anders als alle anderen auch. Vielleicht kann ich nicht nur gut reden, sondern auch gut zuhören, wer weiß? Aber jetzt sollten wir dafür sorgen, dass du dich frisch machen und etwas Wärmeres anziehen kannst. Ich bleibe besser bei dir. Kommst du mit mir?“

Constanze sah an sich herunter und nickte nur. „So?“, fragte sie nur.

Matt nickte. „Also wenn es nach mir ginge, könntest du so bis ans Ende der Welt gehen, Liebes. Du siehst wunderschön aus. Aber wir besorgen dir doch besser etwas zum Anziehen. Und wenn unsere Zeit es heute zulässt, dann können wir heute Abend auf ein ganz privates Neujahrkonzert gehen, eines, wo dein Mann ganz sicher nicht auftauchen wird, genauso wenig wie einer seiner Geschäftsfreunde. Dann könntest du meine Geige einmal eingebunden in ein Orchester hören.“

Matt lächelte Constanze an.

„Und du tauchst da öfter mal mit gleich zwei Frauen auf?“

Wieder lachte er gut gelaunt auf. „Oh, das ist nicht das erste Mal, Liebes, aber ganz sicher ist das auch nicht so häufig, wie es dir vielleicht jetzt erscheinen mag. Gehen wir?“

Er ließ sie los. Constanze stand auf und wartete, bis Matt ihre Hand ergriffen hatte. Zu dritt strebten sie der Tür zu. Matt lächelte Constanze mit blitzenden Augen an. „Aber eines ist sicher, das wird ein spannender Tag heute!“

**

©Matt

18 Kommentare zu “A New Years Night Concert, Teil V (Constanze) – Die Kraft eines wundervollen Gedankens

  1. arabella sagt:

    Eine sehnsucht selbst verstanden zu werden,steht für mich hinter deiner geschichte.dadurch erhält sie tiefe und zieht mich in einen sog,der nach immer mehr verlangt.aufgewacht bin ich noch nicht,was ich im moment aber als genuss empfinde.dankeschön.
    Und,du hast es vlt.schon gelesen,krystan hat einen radiosender benannt.da ich ihn noch nicht kannte,hoffe ich auf neue lieblingslieder.

    • msfestehand sagt:

      Ja, es gibt ja verschiedene Antriebe, die einen zum Schreiben bewegen. Bei mir sind es immer auch Dinge, mit denen ich mich persönlich auseinandersetze, die ich nachvollziehen können muss oder in die ich mich hinein versetzen können muss. Meine Geschichten haben also auch immer etwas mit mir zu tun, das ist dann aber oft übertragen oder nicht vordergründig, d.h. ich packe den Sachverhalt, um den es mir geht, in einen anderen Kontext. Die, die mich persönlich kennen, sehen das dann auch 🙂 . Dann gibt es da ja auch noch die Autoren, die eine ganze Welt erschaffen, die vielleicht etwas mit ihrem Fachgebiet zu tun hat, aber nicht mit ihnen selbst. Tolkien ist da ein gutes Beispiel. Das könnte ich so nicht, solche Autoren kann ich nur bewundern. Bei mir entzündet sich die Phantasie erst, wenn es mich auch etwas angeht. Ansonsten verliere ich schnell die Lust, beziehungsweise es hat dann nicht diese Tiefe, diesen Zug, von dem du sprichst! Aber jetzt brauch ich mal ein kleines Päuschen…lg

  2. Krystan sagt:

    Echt umwerfend. Du hast echt einen genialen Lauf.
    Ein Teil besser als der andere.
    Mach weiter 🙂

    • msfestehand sagt:

      Hey, vielen Dank! Leider ist jetzt aber erst mal Pause, ich komme an der Stelle nicht konkret weiter, sprich, ich hab natürlich eine Vorstellung, aber kein konkretes Bild des Ablaufes. Und wie du schon sagtest, das hat ja jetzt schon alleine einen ganz schönen Umfang, mal sehen, was ich damit auf Dauer mache.. lg

  3. she sagt:

    Lieber Matt.
    Bist Du Dir sicher das Ninas Augenfarbe dunkelbraun ist?

    Liebst
    She

    • msfestehand sagt:

      Hmm, ziemlich, liebe she…ich geh noch mal in mich! Dank dir für die Nachfrage, ich glaube, ich verliere ein wenig die Übersicht….*blume*

      • she sagt:

        So ich hab mich nochmal belesen. Teil 5 Abs. 1

        Das ist natürlich nicht das wichtigste, viel erstaunlicher finde ich wie Nina sich Constanze gegenüber verhält. Sie hat ihre Rolle vollkommen akzeptiert und angenommen. Nicht nur die Rolle auch ihren Herrn und zudem liebt sie ihn auch noch, so sehr das sie nicht verletzt ist sondern sich für ihn freut. Und die Ruhe und Zufriedenheit die sie ausstrahlt, 😉 wenn der Herr sich um seine sub gut kümmert ist sich ruhig, ausgeglichen Schlagartig 😀

        Liebst
        She

      • msfestehand sagt:

        Ach das meinst du! Das stört dich, dass sie eine solche Wandlung in ihrer Beziehung zu Matt zeigt? Du musst bitte bedenken, dass ich mit ihrer Geschichte noch in der ersten Nacht stecken geblieben bin, und zwar aus gutem Grund. Sie entdeckt in der kommenden Zeit ihre devote Seite in sich, aber für eine genauere Schilderung dessen, was sie in sich findet, hat mir bisher noch ein zündender Funke gefehlt. Angelegt habe ich das beim Schreiben 2012 in den ersten Teilen auch schon, es sollte auf jeden Fall so und nicht anders mit Nina kommen. Es ist also etwas abrupt, aber als Matt sich Nina griff, war es Sommer 2012, es liegt daher eine ganze Zeit zwischen beiden Erzählungen. Ich lege die Erzählungen ja meistens in die Ist-Zeit an. So schlagartig ist das bei ihr also nicht gekommen.

        Ich hab mit der Constanze-Geschichte vorgegriffen. Das ist auch eine charakteristische Sache für diese Art, in einem Blog zu schreiben. Man entwickelt die Ideen ja nicht kontinuierlich nacheinander weg, an einer Stelle geht es langsamer voran oder stoppt sogar und an anderer schließt sich auf einmal ein Kreis in der Zukunft. Mit Nina hatte ich genau diese Sinneswandlung im Kopf und bin daher auch überhaupt auf dieses Zusammentreffen gekommen. Es ist ja nicht nur Matt, der seine Einstellung überdenkt, sondern auch die Frauen, mit denen er sich befasst. Bei Nina ist ihre ganze Wandlung komplex, und um das nicht nur im Kopf zu haben, sondern auch glaubwürdig rüber zu bringen, fehlt mir noch etwas. Aber Nina ist weder dumm noch naiv. Hab ich mich verständlich ausdrücken können? Oder bezweifelst du Ninas Haltung grundsätzlich?

        Da ich die Fäden zusammenführen werde, kann es schon gut sein, dass ihr in der Zukunft parallel Ninas Entwicklung in den Jahren 2012/2013 lesen werdet und dazu Geschichten, die 2014, also auf jeden Fall nach Nina passieren. Matt hat sich im Jahr 2012/2013 hauptsächlich mit Nina beschäftigt. Aber die Geschichte liegt eben auch seit 2012 angefangen da, und wenn ich so lange warte, bis ich damit durch bin, dann könnte das lange dauern… Und außerdem wird Nina dich wohl noch mehr überraschen, als sie es schon getan hat, wenn ich das so richtig fühle…

        lg

      • she sagt:

        Hey. STOP.
        Alles ist gut und richtig! Ich habe die story Nina so verinnerlicht, dass irgendetwas störte, mich störte. Es war die Augenfarbe. Nachdem ich das, worüber ich womöglich hinweg sehen könnte, dennoch kommentieren musste, wollte ich positiv enden.
        Ich finde das Verhalten, welches du diesem Charakter gegeben hast beeindruckend und schlüssig. Schlüssig da sie seine sub und er ihr „Erziehungsberechtigter“ ist.
        Ich hatte mich auf krystan’s Hinweis hin auf einem online Radiosender eingefunden und dort las ich „Schlag Artig“ und habe zum ersten mal über den Sinn nachgedacht und meine Erkenntnis, als Witz getant, wollte ich unters Volk bringen. Wo wenn nicht hier.

        🙂 so ist das mit Followern, Fans. Sie achten darauf. Jean luc picard trug auch keine grüne uniform.

        Liebst und in Frieden
        She

      • msfestehand sagt:

        Hm *lach*, siehst du, das kommt davon, wenn man sich zu viel auf Google oder Facebookseiten herumtreibt. Jetzt hab ich dich gleich doppelt missverstanden, bzw. jetzt versteh ich es gar nicht mehr…
        Hab ich Ninas Augen nicht als braun beschrieben in den Nina-Teilen? Ich hab so meine Vorstellung von den Frauen, aber es kann ja auch mal sein, dass mich meine Erinnerung trügt. Dann muss ich das ändern, Ninas Augen sind tiefbraun.
        Mit deinem Einwand, dass Ninas Haltung vielleicht ein wenig plötzlich kommt, hast du ja völlig recht. Ich hab mir gedacht, egal, du überraschst sie einfach mal mit einer Nina, die sich schon so entwickelt hat, wie du es im Kopf hast. Ist auch bemerkt worden 😀 . Aber für die Entwicklung dazwischen fehlen mir einfach noch so eindrückliche Ideen, wie ich sie für Constanze hatte.
        Ja, und das mit dem „Schlag Artig“… ach du je, jetzt dämmerts mir, Artig wie artig?? Schlag artig? Ich steh immer noch auf dem Schlauch, ich glaube, das musst du jetzt mal kurz erklären. Und wenn deine Erklärung gut ist, stell ich sie als post von dir ein, wenn du das magst :).
        Ich such immer noch nach einer Möglichkeit, mein Google-Konto auch zu verlinken, ich glaube, ich bin gerade betriebsblind. Es könnte ja auch durchaus im Fall von Nina so sein, dass ich etwas so sicher im Kopf hatte, dass ich euch damit abgehängt habe beim Erzählen, bzw. dass es nicht mehr verständlich ist. Dann müsste ich mehr erklären. Ich bin ja immer offen für so etwas, das weißt du doch.
        lg, und das verdammte google-Konto…

      • she sagt:

        Der Pinzettengriff. Daumen und Zeigefinger einer Hand werden zusammen geführt, der Druck ist variabel. Nun mit beiden Händen synchron versuchen. Prima! Jetzt die Hände zu dem Kopf führen. Die Ohrläppchen im Pinzettengriff in kreisenden Bewegungen massieren. Gus fraba, Gus fraba.
        Tief durch atmen.

        Also Google is nicht so einfach zu händeln. Da ich nur mit dem Handy on gehe habe ich da noch weniger Durchblick als du. Ich probiere selber noch.

        Schlag Artig (übrigens geiles Bild! Krystan)
        Spricht ja jetzt wo der Aha Effekt da war, für sich.
        Es gibt Worte die sind doof wie zusammenreißen. Ergibt doch keinen Sinn. Aber schlagartig benennt eigentlich einen Zeitraum. So wie plötzlich oder sofort. Sofort ist übrigens mit einer Zeitspanne von drei Sekunden definiert.
        Wenn das Kind nicht artig war bekam es zur Züchtigung Schläge auf den Hintern. Dann war es wieder artig. Oder bei Widerworten einen Schlag ins Gesicht, Backpfeife dann war ruhe das Kind war artig. Auf einen Schlag. Du hast einmal geschrieben Popoklatsch grrrr. Dieses mittel der Züchtigung setzte Matt ein um Nina zu züchtigen.
        Artig ist in dem Fall ein von dem Dominanten, Erzieher, Eltern erwartetes verhalten. Das Gegenstück wäre dann unartig oder ungezogen. Wobei dessen Gegenstück dann gezogen von Erziehung ist. Wenn das eigene Kind ungezogen ist so ist es ja Resultat der Unfähigkeit der Erziehung durch die Eltern. Ähnlich wie kultiviert, hier von Kultur im Sinn von pflanzen und ernten einer Frucht, auf die Fähigkeit oder Unfähigkeit der Eltern zurück zu führen. Aber auch unartig impliziert das das Kind nicht seiner Art entspricht. Ja worauf wollte ich hinaus?
        Wörter sind toll. Geschrieben. Gesprochen. Gesungen. Toll. Kommunikation fetzt!

        Schlagartig im Zusammenhang mit körperlicher Züchtigung, SM oder BDSM ergibt einen anderen Sinn. Das Prädikat ist ein anderes. Das fand ich witzig über sowas freue ich mich. So bin ich.
        Ich wage mal zu behaupten : hätte Google, facebook u.a. Dich heute nicht so geärgert hättest du es auch gelesen. 😉

      • msfestehand sagt:

        😀 Hi du! ich hab gestern total entnervt das Laptop zugemacht, ich hatte keine Lust mehr. Da werde ich Hilfe brauchen… 🙂 , nein, im Ernst, sonst sitze ich da Tage dran. Was da für eine Zeit bei draufgeht…

        Tatsächlich wäre ich auf diesen Zusammenhang ohne weitere Hilfe (Bild, Text, etc.) oder eben deine freundliche Erklärung nicht gekommen. Schlag-artig. Und das wahrscheinlich deswegen, weil ich genau diesen Kontext massiv ablehne, gerade bei Kindern und Tieren. Massiv heißt, ich werde bei diesem Gedanken sogar wütend. Ich denke, das ist der Grund, warum ich meinen Focus da einfach sozusagen weggeschwenkt habe. Ich kritisiere es aufs Schärfste, wenn man schlägt, um einen anderen (Mensch oder Tier) zu einer plötzlichen Ruhe zu zwingen, die man dann auch noch als artig verniedlicht. Gerade das Wort artig bezeichnet ja (laut wiktionary) das Verhalten eines Kindes mit lieb, nett und vernünftig, veraltet: höflich, wohlerzogen, angenehm wirkend. Das hab ich jetzt nachsehen müssen :), aber vom Bauch her, also von meinem Sprachempfinden, war mir das auch vorher schon klar. Ich empfinde das Wort artig in diesem Zusammenhang sogar etwas lachend bzw ironisch, so wie ein Stärkerer eben einen Schwächeren auslachen würde, wenn der auf einmal artig ist, also ihm zu Willen. Das Kind ist ja auch nicht artig im wahren Sinne des Wortes, es nimmt eine Schutzhaltung ein, nämlich die erwünschte. Und die hat es durch Versuch und Irrtum erlernt.

        Im Bereich BDSM gehe ich ja von ganz anderen Grundvoraussetzungen aus. Ein Erwachsener kann seinen Schmerz, der ihm zugefügt wird, umdeuten, sublimieren, was auch immer, er hat auf jeden Fall erlernt, mit ihm umzugehen. Man kann ihm also Schmerz in dosiertem Maß auch zumuten. Matt will Nina ja nicht so erziehen, wie er ein Kind erziehen würde. Er will in ihr etwas freilegen bzw. provozieren, eine von ihm erwünschte Haltung. Deswegen würde ich in diesem Zusammenhang das Wort schlagartig auch nur im Sinne von plötzlich benutzen, ansonsten würde Matt zu Nina sagen: Schau, ein paar hinter die Löffel, und schon bist du artig! Das würde er tun, wenn er mit Nina ein gefestigtes Verhältnis hat, aber nicht in dem ersten Stadium, da klänge es dann genauso ironisch. Meine unbewusste Gegenwehr kannst du schon daran erkennen, dass ich dich gestern gefragt habe: Schlag – artig? Versteh ich immer noch nicht. Ich hab diesen Zusammenhang wirklich erst jetzt kapiert. Dieses Wort HASSE ich in jedem Zusammenhang, der artig mit erziehend gleichsetzt. Eine Erziehung ist eine echte erzwungene Verhaltensänderung und damit ein echter Eingriff. Bei einem erwachsenen Menschen sollte man etwas freilegen wollen, das schon angelegt ist.

        Witzigerweise hab ich das von dir verhasste Wort „Popoklatsch“ aber so empfunden, also bildlich, im wahrsten Sinne des Wortes, als ich es genommen habe. Matt war erregt, will sagen, geil, und er hat sich an den klatschenden Schlägen erfreut. Er hat das einfach gerne gehört. Und da Nina weibliche, sanfte Rundungen hat, ist die Ironie, die ich sonst empfunden hätte, bei diesem Wort verniedlichend geworden im Sinne von Schutz gegenüber einer Frau. Ist dir diese Gedankenkette eingängig? Popo statt Arsch, das ist klar, und klatschen als Beschreibung statt artig. Er hat das eigentlich liebevoll gemeint, da er aber auch geil war, hat er es schärfer formuliert. Ist bei dir schlecht angekommen, ich nehme es auch nicht wieder. Manchmal hat man eben eine persönliche Assoziation, aber genau das stand bei mir dahinter.

        „Wörter sind toll. Geschrieben. Gesprochen. Gesungen. Toll. Kommunikation fetzt!“ – wir beide verstehen uns!!, find ich auch!! 😀 Wobei ich da noch einen weiteren Unterschied mache, denn Sprache ist für mich insbesondere auch ein recht fehlerhaftes und simples Mittel, zu kommunizieren. Ungefähr so, als wolle man einen in ein Brett geschlagenen Nagel mit den Fingernägeln statt mit einer Zange herausziehen. Gedankensprache, also Telepathie, ist natürlich nicht mehr vergleichbar, so anders wäre unsere Kommunnikation dann. Das wäre so, als wenn ein Surfer einen Mann am Strand stehen sieht, der nicht schwimmen kann. 😀

      • she sagt:

        Hey
        Prügelfreie Erziehung da gehe ich mit. Gewaltfreie Erziehung gibt es nicht, da wie du festgestellt hast, gegen den Willen des Kindes gehandelt wird. Sei es nur haribo als abendbrot zu verneinen.
        Habe auch nur Kinder als Beispiel genommen um es zu erklären, …erklärte sie sich.

        Gedankensprache ist etwas sehr intimes. Hey klar organisch, aber dieser Augenblick wenn Du Deinem Partner in die Augen schaust, egal zu welchem Thema und ihr denkt ja! Das kannst Du hier nicht erwarten. Dann eben die normale Kommunikation. Geht ja auch nicht anders, nicht mal nonverbal. Hä? NEE.
        Der Surfer der den Mann am Strand sieht… ich kann schwimmen!
        Du warst halt noch nicht mit mir schwimmen!
        Aber wie gesagt Blickkontakt und ich weiß was du denkst und du weißt was ich denke. Das gibt’s und ist sehr intim. Mit dem Rest wird gesprochen.

        Aber wir können es ja versuchen.
        . ?
        . ! .

        Ok du surfst nicht am gleichen Strand. 😀
        Liebst she

      • msfestehand sagt:

        Hi she! Entschuldige meine verspätete Antwort, ich hatte jetzt viel um die Ohren. Was soll ich dir jetzt darauf antworten *amkinnkratz* 😀 Wir haben es eben beide mit Worten und mit der Sprache, ich wollte dir nur erklären, dass für mich ein Wort wie schlag-artig in diesem Kontext gar nicht geht. Aber da wird Sprache eben auch individuell. Und Gedankensprache, na ja, ich komme aus dem Science-Fiction-Bereich, und ich meinte die Telepathie. Ich geb dir Recht, wenn zwei sich gut verstehen, auf einer Wellenlänge sind, reicht ein Blickkontakt. Und wir versuchen das auf jeden Fall, wir surfen ganz sicher an demselben Strand, und der ist groß…lg

      • she sagt:

        Ja und der Zeitpunkt ist ja glaub. Ich so gar nicht genau geklärt, Sylvester. Welches Jahr? Bleibt doch offen. Da matt ja sehr erfolgreich ist, spreche ich es ihm auch nicht ab Nina so zu formen wie er möchte. Wer weiß schon wieviel zeit vergangen ist? Wenn es dir nicht wichtig ist, die emotionale Entwicklung zu dokumentieren dann nicht. Im Film käme dann “ fünf Monate später „

      • msfestehand sagt:

        Doch, der Zeitpunkt bei der Constanze-Geschichte ist von mir genau geklärt, Sylvester 2013/2014. Die Nina-Geschichte auch, Sommer 2012, da hab ich sie geschrieben 🙂 . Da es da diesen Blog aber noch nicht gab, hab ich es nicht dazu geschrieben. Jetzt im Blog muss ich die Geschichten zusammenführen, damit es für mein Empfinden realistisch und logisch bleibt, also muss ich den Zeitpunkt in der Nina-Geschichte nachtragen. Das hat Matt also eineinhalb Jahre Zeit gegeben. Und der Grund, warum ich diesen Zeitraum noch nicht beschrieben habe, ist keinesfalls der, dass mir die Entwicklung nicht wichtig wäre, im Gegenteil. Die Geschichte geht in grobem Zügen geschildert noch etwas weiter. Sie beschreibt den weiteren Verlauf der ersten Nacht und ein Treffen ein paar Tage später. Aber darüber hinaus fehlt mir noch dieser Bogen, den ich immer geschlagen sehe, wenn ich weiß, wie es weiter geht. Also eine echt gute Idee, zündende Gedanken. Und Matt ist zwar sehr erfolgreich, das heißt aber noch lange nicht, dass Nina da kein Wörtchen mitzusprechen hätte. Das hat sie auch getan, das zeigt ihr Auftreten in der Constanze-Geschichte 🙂 . Aber da kommt mir gerade ein Bild…

        Ich sag ja, dieses im Blog-Schreiben setzt besondere Anforderungen. U.a. kommen die Geschichten oder Teile wie geschrieben, ich lege damit einen Handlungsablauf fest, wo ich ihn vorher noch hätte umbauen können. Das macht die ganze Sache vom Schreiben her besonders.

        Aber das hast du doch nicht ernst gemeint, es könne mir nicht wichtig sein, die emotionale Entwicklung zu dokumentieren?? Ausgerechnet mir ist das extrem wichtig, das grenzt meine Geschichten ja auch von Porno-Geschichten ab, finde ich. Mich interessiert am allermeisten, was in den Charakteren vorgeht, die Lust kommt erst danach. Aber in der Nina-Geschichte ist Matt voller Erregung und Lust, er hat sie lange beobachtet und eine Menge Kopfkino gehabt. In der Julia- und der Constanze-Geschichte war das genau anders, da hatte er anfangs gar keine. Aber während ich das hier so schreibe, fällt mir ein Stück des Bogens ein, mal sehen….

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