Lebenszeichen, Teil II….

Tja, und kaum hab ich hier im Blog wieder einen Pieps von mir gegeben, kommt auch gleich direkt ein zweiter hinterher, es ist schon eigenartig 🙂 ! Das kommt vielleicht daher, dass ich zwar im Titel die Thematik dieses Blogs sehr deutlich beschreibe, damit niemand sich hierher verirrt, der hier nicht lesen sollte (aus welchen Gründen auch immer), gleichzeitig habe ich aber niemals von meinem Blog als einem „Erotikblog“ gesprochen. Das liegt vielleicht daran, dass ich ihn auch gar nicht so empfinde. Erotik gehört für mich so zum Leben wie das Atmen, man kann versuchen, sie aus seinem Leben heraus zu diskutieren, aber die Tatsache bleibt bestehen, dass die Erotik das Leben eines jeden Einzelnen prägt, in welchem Sinn und in welcher Ausprägung jetzt auch immer. Freisprechen kann sich hier niemand. Und deswegen fallen mir wohl auch so viele andere Kommentare ein, die mit der eigentlichen Thematik dieses Blogs eigentlich nichts zu tun haben und dementsprechend hier auch nichts zu suchen hätten. „Hätten“, wohl gemerkt, ich verwende bewußt den Konjunktiv, weil es für mich diese Trennung nicht gibt.

Auch auf die Gefahr hin, Hinweise auf mein Lebensalter zu geben, hat sich meine Laune heute Abend enorm gehoben, und Schuld daran war der 5. Teil der Bruce Willis-Saga „Die Hard“. Warum ist das so? Nun, Bruce verwendet wieder einen Satz, der für meinen Partner und mich Kultstatus annehmen wird. Er sagt zu seinem Sohn: „Und ich dachte, du wärst ein Problemkind!“, als die Tochter eines hochrangigen russischen politischen Gefangenen ihren Vater für Geld verrät. Ich habe den Film noch nicht einmal zu Ende gesehen und hatte schon ein deja-vue. Kurz bevor Bruce als Supercop, (der er ja nun mal trotz der Tatsache ist, dass er ein ganz normaler Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika ist), in diesen riesigen russischen dekadenten Hotel das Glasdach zerschießt, habe ich zu meinem Partner gesagt: „Ja, der Bruce ist hart im Nehmen, der kann sogar über Glasscherben mit nackten Füßen gehen, erinnerst du dich noch an den ersten Teil?“ Und dann, als hätte ich es vorher weisgesagt, tut er das wieder. Das hat auf mich eine enorm tröstliche Wirkung gehabt, es hat mir bewiesen, dass seit dem Erscheinen des ersten Teils von „Die Hard“ das Rad nicht wieder neu erfunden wurde. Vorher war ein als normaler Personen-Lastkraftwagen getarnter Panzer von einer Brücke gesprungen, und wo habe ich diese Szene das allererste Mal gesehen? Im zweiten Teil des Terminators mit Arnold Schwarzenegger. Seitdem ist diese Szene unglaublich oft kopiert worden, aber das erste Mal hab ich sie im Terminator Teil II gesehen. Ich habe meinen Partner nur gefragt: „Und welche Stadt haben sie diesmal für diese Szene demoliert??“ 😀

Warum wirkt das auf mich denn jetzt tröstlich? Mein Partner beschäftigt sich gerade mit der Neuerscheinung von Alien, Teil I, die sich fälschlicherweise als „directors cut“ bezeichnet. Wer Alien 1979 bei seinem Erscheinen nicht gesehen hat, der kann nicht verstehen, dass dieser Film auf eine gewisse Weise mein ganzes weiteres Leben begleitet hat. Die Fans wissen, wovon ich rede. Diese blaue Leere, in der das Alien auf Ripley lauert, war damals einzigartig und wegweisend für die ganze weitere Filmindustrie dieses Genres.

Was gibt es noch für Sätze und Szenen, die unser weiteres Leben derart begleitet haben? Da fällt mir spontan die Frage: „Sarah Connor?“ aus dem ersten Teil des Terminators ein, und dann sagt der Terminator im 2. Teil zu ihr: „Komm mit mir, wenn du leben willst.“ Diesen Satz haben wir sicherlich tausende Male in tausend verschiedenen Augenblicken zitiert. Was war noch so prägend? Sicherlich diese eben schon erwähnte Szene, in der Bruce Willis in „Die Hard“, Teil 1, über Glas mit nackten Fußsohlen geht. Damals haben wir mit großen Augen zugesehen, und wir haben es direkt fühlen können, wie sich diese unglaublich vielen Glasscherben in unsere eigenen Fußsohlen geschnitten haben, wir sind aber mit Bruce weiter gelaufen. Das erste Mal, dass ich ein Feuer habe springen sehen, war auch in einer Folge von „Die Hard“, nämlich dem zweiten Teil, wenn mich nicht alles täuscht. Da startet ein Flugzeug, dem Bruce vorher den Tankdeckel geöffnet hat, und Benzin läuft aus einer Tragfläche aus. Bruce steht ganz lässig da und sieht der startenden Maschine mit einem süffisanten Lächeln nach, so, wie nur er es kann, und dann zückt er ein Streichholz und zündet das Ende der Benzinspur an, das genau vor seinen Füßen liegt. Das Feuer ist schneller als die startende Maschine und überbrückt die Distanz zu der bereits in der Luft befindlichen Maschine mit einem Sprung, und das Flugzeug explodiert. Bruce hat es wieder geschafft, und wir mit ihm, und das haben wir ihm nicht vergessen. Und das ist übrigens auch die erste Szene, in der ich gesehen habe, wie ein einfaches Streichholz zu einer tödlichen Waffe wird. 🙂 Wer jetzt über den 5. Teil lacht, hat den ersten nicht gesehen, denn Bruce hat das Filmemachen nicht verlernt, er ist heute noch so gut wie damals und „Die Hard“, Teil 5 ist noch immer gute, solide Unterhaltung mit viel Witz, Spannung, Humor und Action. Man kann gar nichts verkehrt machen, wenn man sich diesen Teil ansieht, weil man sich ja unweigerlich an den ersten Teil dabei erinnert, und der war damals großartig, ein echter Kracher. Die Zeit geht weiter, aber das ist geblieben, jedenfalls für uns. Unvergessen ist auch Bruce als Harry Stamper in „Armageddon“, wie er auf dem Kometen auf dem Weg zur Erde im Raumanzug bohrender weise in einem Spezial-Kometen-Bohrfahrzeug sitzend, nach einem für damalige Verhältnisse unglaublich spannendem Flug durch den Asteroidenschweif, in sein Funkgerät brüllt: „Ich habe noch immer meine Tiefe erreicht!“ Wie oft haben wir diesen Satz zitiert! Und ich liebe diesen Film!! 😀

Es gibt noch viele andere Filmszenen, die bei uns beiden diesen Kultcharakter haben. Wir haben mit ihnen gelebt, und ich kann überhaupt nicht ausschließen, dass in meine Geschichten nicht die ein oder andere dieser Szenen in einer abgewandelten Form einfließt, weil sie eben so großartig gewesen ist. Und damit ist es mir doch tatsächlich gelungen, den Bogen zurück zu meinem Blog zu schlagen! Aus diesem Grund haben wir diese alten Filme auch alle noch, und wir machen regelmäßig die ein oder andere „session“, in der wir uns so einen Mehrteiler genüsslich ansehen. Dabei denken wir an unser vergangenes Leben, und es ist ein Geheimnis, wenn wir während des Zuschauens zurückdenken, dann immer nur an angenehme Dinge, die passiert sind, niemals an unangenehme. Und auch dieser Satz war wieder ein Zitat. „Warum das so ist? Ich weiß es auch nicht, das ist ein Geheimnis.“ Mir fällt im Moment nicht ein, aus welchem Film dieser Satz stammt, aber ich werde ihn hier nachtragen, es fällt mir aber so was von garantiert wieder ein. Das ist eines der schönen Dinge am Älter Werden. Ich möchte den angesammelten Erfahrungsschatz, den ich in mir habe, um keinen Preis missen. Ich möchte auch nicht noch einmal wieder jung sein und ohne ihn. Ich werde gerne älter, wenn ich auf ihn zurück greifen kann.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine schöne Nacht beziehungsweise einen schönen Tag!

Liebe Grüße, euer Matt.

Nachtrag: Ich habe mir erst gedacht, wen von euch es interessiert, der kann sich die genauen Erscheinungsdaten ja selbst googeln. Jetzt hab ich aber doch fünf für euch herausgesucht, um euch etwas bewußt zu machen. Alien ist, wie von mir richtig geschrieben, 1979 erschienen, Der Terminator Teil 1 1984, Die Hard Teil 1 1988, Armageddon 1998 und ein letzter Film von Bruce Willis, nämlich „Unbreakable“ im Jahr 2000. Mein Gott, ist da viel Zeit vergangen! Das wollte ich euch damit zeigen. Aus dem Film Unbreakable von Bruce Willis stammt ein weiterer dieser Sätze, nämlich seine Frage: „Wie viel hast du runter genommen? — Nichts? — Draufgetan??“ Diese Frage stellt er seinem kleinen Sohn in seinen privaten Fitnesskeller, der seine Langhantel für ihn mit weiteren Gewichten beschweren soll, damit er herausfinden kann, wo sein persönliches Limit liegt. Wie sich herausstellt, gibt es für ihn scheinbar keines…. Unbreakable, auch einer dieser Filme, und noch ein Jungspund dazu, wenn man die Erscheinungsdaten der anderen so ansieht. Und habt ihr es gewußt? Bruce Willis ist 1955 in Idar-Oberstein geboren worden und auch Produzent und Drehbuchautor. Und er hat in ein paar richtig guten Filmen mitgespielt, Da würde ich mich mal als Fan von ihm bezeichnen… lg

4 Kommentare zu “Lebenszeichen, Teil II….

  1. Krystan sagt:

    Schön, dass du uns ein Lebenszeichen da lässt. Wir nehmen was wir kriegen 🙂

    • Hi Krys! 😀 Wie klingt das denn?? Also ich hab das Rad garantiert auch nicht neu erfunden, aber ich hoffe doch, ich kann euch noch immer gut unterhalten… Liebe Grüße an dich und vielen Dank für dein Lebenszeichen hier im Blog, ich hab gesehen, in deinem warst du ja wirklich nicht untätig in der vergangenen Zeit!

      • Krystan sagt:

        Stimmt. Wenn ich untätig bin, dann bin ich tod:-) ich hoffe ja immer noch mal wieder mehr von dir zu hören:-)

      • Du weißt doch, ich tauche unter und dann aber auch wieder auf. Also keine Bange. Das ist so wie mit den vielen Wegen, die nach Rom führen, man geht eine Zeit lang seinen Weg alleine und trifft sich dann an irgendeiner Kreuzung wieder…

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