Pseudonyme…

Leute, die nächste Geschichte steht schon in den Startlöchern. Ich habe aber ein Problem, bei dem ich vorher eure Hilfe brauchen könnte.

Ihr wisst ja, dass Matthias Wagner mein Pseudonym als Autor für diesen Blog und die Geschichten ist. Jetzt habe ich mit Nina eine Bauchlandung hin gelegt, zumindest so, wie die Geschichte jetzt geschrieben ist. Ich muss mir eh etwas einfallen lassen, wie ich die Vorwürfe bezüglich Gewaltverherrlichung und Vergewaltigung entkräften kann. Wahrscheinlich so wie in der letzten Geschichte angelegt, also mit Träumereien und deren Verwirklichung, und wie das dann genau aussehen könnte. Der Vorwurf einer Vergewaltigung ist ja eh eine Sache, die man von außen gesehen so verstehen kann, von innen gesehen fühlt es sich dann eben nicht so an. Es ist dann eher eine Verwirklichung von Wünschen, die frau nie auszusprechen wagen würde, und von Matt, der ihr diese Wünsche ansieht und darauf entsprechend reagiert. Ebenso ist es mit dem Vorwurf der Gewaltverherrlichung.

Es braucht also für Nina eine entschärfte und abgeänderte Version, das muss ich mir noch mal durch den Kopf gehen lassen. Die Geschichte für die, die das verstehen, steht dann hier im Blog, und die für amazon und Co wäre entsprechend die FSK16-Version…

Dabei habe ich noch ein weiteres Problem. Mein Pseudonym ist aus der dynamischen Zusammenarbeit mit euch geboren worden. Ich habe mir gedacht, wenn ich es nach meinem Protagonisten auswähle, dann muss man doch eigentlich verstehen, dass dieser Mann real nicht existiert. Man darf eben nur etwas mehr träumen…

Jetzt ist mir empfohlen worden, ein weibliches Pseudonym zu wählen. Dagegen sträubt sich alles in mir, aber das könnte manches erleichern. Mir wird geraten, schreibe als Autorin, weil Frauen keine Gewaltfantasien haben. (Dazu sag ich jetzt mal nix, es geht eben um den mainstream.) Schreibst du als Mann, giltst du gleich als ein Psychopath.

Also vielleicht ein Unisexname? Matti, Mattie oder Matty Wagner? Oder ein ganz anderer Name?

Ich weiß es nicht so genau. Was sagt ihr dazu? Wir haben ja hier im Blog im Laufe der Zeit schon so einiges beredet und verändert. Eure Meinung dazu würde mir weiter helfen 🙂

lg, euer Matt

13 Kommentare zu “Pseudonyme…

  1. she sagt:

    Hey.
    Ich finde es ist fast unmöglich auf eine weise zu senden die dann genau, haargenau so wahrgenommen wird wie man selbst denkt. Der Empfänger einer Message hat ja seine eigene Wahrnehmung. Die durch alles mögliche beeinflusst sein kann. Durch 🙂 Hormone z.B. Ja ich sag nur PMS. Durch das Selbstbild z.B. Persönliche Anfeindung. Durch Erlebtes usw.
    Meist muss man sich doch erklären. Nur wer sich sehr nahe steht, weiß wie der andere es meint.
    Das geht bei der Menge an Lesern nicht. Zu viele verschiedene Wahrnehmungen. Deshalb sind in diesem Blog auch so viele Gespräche zu Stande gekommen. Weil wir darüber reden und du dich erklärst.
    Auch glaube ich dass mit weiblichem Pseudonym wird es immer noch viele geben die diese tollen Storys als gewaltverherlichung ansehen, verschreihen.
    Wirklich gut ist, meiner Meinung nach Gewalt in Quentin Tarantinos Filmen dar gestellt. Auch in den Werken von Antony Burgess.
    Vielleicht wenn man den „Opfern“ eine Stimme gibt, das erlebte erklären. Die Veränderung, die Selbstzweifel.
    Bin ich noch normal? Das ist doch pervers! Warum lasse ich das zu? Warum will ich das.
    Oder der Film SM Richter.
    Darin wird dargestellt … Ach guck selbst.

    Ich borge Dir auch gerne mein Pseudonym

    Liebst she

    • 😀 Ich danke dir, das ist wirklich lieb von dir!! Aber du verstehst wenigstens mein Anliegen. Erklären tue ich mich ja gerne, damit alle wissen, wie ich ticke. Und Gewalt und Gewalt sind wirklich zwei Paar Schuhe. Dieser Vorwurf der Gewaltverherrlichung fasst mich leider richtig an. Man muss sich das mal vorstellen, wenn ich körperliche Gewalt beschreibe und erkläre (und die weibliche Protagonistin es dann versteht und einwilligt), dann ist das verherrlichend. Wenn ich aber eine Erpressung inszeniere, also Matt erpresst Frau mit irgendetwas und will von ihr dann Sex, dann ist das eine psychische Vergewaltigung, und das geht immer, weil Matt ja dann der Böse ist. Und du kannst ja lesen, wie dieses Thema hinauf und herunter gebetet wird. Das mag ich aber so überhaupt nicht, Erpressung, sexuelle Nötigung durch eine Machtposition, das finde ich so was von verlogen, da hab ich keine Worte mehr.

      Ich glaube, mit dem letzten hast du den Ausweg beschrieben, der Gedanke ist mir auch schon gekommen. Den „Opfern“ eine Stimme geben und sie dann aus ihrer Opferrolle heraus führen. Matt sieht es der Frau an, dass sie auf der Suche ist. So in dieser Richtung. Ich kämpfe damit, etwas schreiben zu dürfen, das mehr der Realität entspricht als dieses ganze Gewäsch von 50 shades oder kleinen Pornogeschichten.

      Übrings hat de Sade ja auch über so etwas geschrieben. Manches von ihm soll auf dem Index stehen und manches soll es noch geben. Da werde ich mal nachschauen, de Sade scheint mir zu Unrecht so verrufen zu sein :).

      Wenn ich das so überlege, dein Pseudonym wäre wirklich nicht schlecht! Nur „she“ als Autorenangabe. Das muss ich mal sacken lassen.

      Aber eines sehe ich schon, die Geschichten im Blog werden immer etwas Besonderes bleiben, deswegen kommen sie ja auch nicht am Fließband, und die für den mainstream müssen geglättet werden. Mal sehen, ob ich da einen akzeptablen Mittelweg finde. Es gibt übrigens eine sehr gewichtige Stimme, die dafür ist, dieses hier zu behalten… 🙂

      Schlaf gut! lg

  2. Hallo Matt,

    das Thema „Gewaltverherrlichung“ beschäftigt mich auch regelmäßig. Man kommt vermutlich nicht darum herum, wenn man Non-Con-Geschichten schreibt, und ich denke, das ist auch gut so. Meine Geschichten sind ja etwas anders gelagert als deine, in meinen Geschichten sind die Täter oft wirklich die Bösen, aber auch ich stelle Schmerz und Vergewaltigung bisweilen als Mittel der Verführung dar, und von daher schlage ich mich mit denselben Problemen herum.

    Du sagst: „Es ist dann eher eine Verwirklichung von Wünschen, die frau nie auszusprechen wagen würde, und von Matt, der ihr diese Wünsche ansieht und darauf entsprechend reagiert.“ Ich vermute, dass genau an dieser Stelle das Problem liegt, weil genau das nun einmal das Argument vieler echter Vergewaltiger ist: „Im Grunde wollte sie es doch auch!“, „Nein bedeutet Vielleicht und Vielleicht bedeutet Ja“, „Frauen stehen doch drauf, ein bisschen härter rangenommen zu werden“ und so weiter. Es ist eine echte Gratwanderung, das überzeugend darzustellen, ohne dabei in das Rechtfertigungsschema realer Vergewaltiger zu verfallen.

    Was das Pseudonym angeht, so habe ich tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass Frauen Non-Con-Geschichten eher verziehen werden. Eine Geschichte von mir wurde auf einem Portal mal ziemlich kritisch kommentiert. Erst als deutlich wurde, dass es sich um eine weibliche Autorin handelt, schlugen die Betreffenden einen deutlich milderen Tonfall an. Es ist für den Leser offenbar ein Riesenunterschied, ob eine Frau oder ein Mann von ihren Vergewaltigungsphantasien erzählen.Das muss aber nicht zwingend ein Grund sein, sich ein weibliches Pseudonym zuzulegen. Ich kenne auch männliche Non-Con-Autoren, die weiter unter ihrem klar männlichen Pseudonym schreiben (und auch veröffentlichen!) und sich den damit verbundenen Anfeindungen stellen.

    De Sade hat tatsächlich die wildesten pornographischen Gewaltszenarien beschrieben. Seine „Justine“ ist im internet frei zugänglich und das Kapitel im Kloster ist eine einzige Orgie der sexuell motivierten Gewalt bis hin zum Lustmord. Aber da ist das Geschehen derart übertrieben und überzeichnet dargestellt, dass es auf den modernen Leser womöglich schon allein deshalb nicht so bedrohlich wirkt. Außerdem hat sogar Simone de Beauvoir ein Verteidigungsessay für de Sade geschrieben („Soll man de Sade verbrennen?“). Er ist mittlerweile als ernstzunehmender Kritiker der Aufklärung anerkannt, sodass seine Texte heute in einem anderen Kontext gelesen werden als damals.

    Ich wünsche dir, dass diese Auseinandersetzung sich für dich am Ende als fruchtbar erweist und sie vielleicht sogar dein Schreiben beflügelt.

    Ganz herzliche Grüße
    Schattentänzerin

    • Hi Schattentänzerin!

      Ich danke dir erst einmal ganz herzlich für deine Anregungen.

      Es ist ja tatsächlich so, dass ein Sexualstraftäter ähnlich vorgeht wie Matt in der Nina-Geschichte. Er sucht sich eine Frau aus, beobachtet sie, überwältigt sie dann, wenn er ausspioniert hat, wann und wo er ihrer am Besten habhaft werden kann und dann tut er ihr eben Gewalt an. wobei er ihr wahrscheinlich nicht viel erklärt und sie auch wahrscheinlich sofort vergewaltigt. Ein Consens findet da nicht statt, in meiner Geschichte kommt es zwischendurch schon zustande. Ich denke mir mal, ich muss eben doch noch mehr beide Seiten beleuchten, ihre Gefühle dazu wieder geben und das Motiv der Jagd als solches abschwächen. Es ist für mich aber schon sehr tröstlich, dass ich nicht der Einzige mit solchen Vorwürfen bin. Was mich enorm geärgert hat, war die Tatsache, dass mir die Ablehnung überhaupt nicht begründet wurde. Wenn es so offensichtlich war, dann hätte man sich schon die Mühe machen können, mich wissen zu lassen, was daran nun so anstößig war. Ich denke, wenn es Titel gibt wie „die Ehefotze“, „die Schwester wird zur Hure gemacht“, „Zwangsbesamung“, „im Folterkeller“, „das Bumsstück des Chefs“ (wobei bei letzterem von einem con ausgegangen werden muss 🙂 ), dann frage ich mich schon, ob das viel besser ist. Es war auf jeden Fall der Grund, aus dem heraus ich mir gedacht habe, dann kannst du das auch so machen. Bei amazon ist es allerdings auffällig, dass solche Titel jetzt deutlich weniger geworden sind, und im Videoverleih verschicken sie auch nur noch bis FSK 16. Es kann also sein, dass amazon sich einfach strengere Regeln gesetzt hat.

      In meinen darauf folgenden Geschichten wird es ja ruhiger und vor allem erkläre ich mehr, sowohl aus der Sicht der Frau wie des Mannes. Tja, und was ich jetz tmit meinem Pseudonym anstelle, weiß ich wirklich noch nicht. Es ginge ja auch einfach M.Wagner, nur müsste ich dann im Buch selbst genauso von mir als Frau sprechen.

      Mit de Sade hast du mich angeregt, da werde ich mal durchschauen. Mal sehen, was ich davon akzeptieren kann und was nicht.

      Schauen wir mal, auf jeden Fall bin ich jetzt gewarnt!

      Ganz liebe Grüße, Matt

  3. b sagt:

    Hallo,

    zunächst mal ich bin weiblich und habe bisher einfach nur still mitgelesen.
    Ich kann verstehen, dass es Dir widerstrebt Dir ein weibliches Psydonym zuzulegen, das ist irgenwie wie Betrug.Wie wäre es mit dem kurzen und neutralen M.W.

    Was de Sade betrifft ich habe die 120 Tage von Sodom verbrannt. Ich habe kein Verständnis z.b. für die Passion Kinder vor den Augen ihrer Mütter zu töten. Ich wollte das Buch weder haben noch weiter geben, bin aber auch nicht der Ansicht, dass man es verbieten müsste. Gut, ich bin grundsätzlich gegen Zensur..
    Gegen seine Schilderungen ist Dein Text ausgesprochen gemäßigt.

    Ich lese Deine Texte gern, weil Deiner Hauptfigur die Frauen nicht egal sind. Er tut ihnen Gewalt an und fügt ihnen Schmerz zu, aber sie bedeuten ihm etwas und er will sie nicht zerstören.
    Zwischen einer Geschichte und der Realität sollte man sowieso unterscheiden können. Ich denke mal dass Du nicht gewohnheitsmäßig Frauen entführst die Dir gefallen 😉 und man sollte Deinem Lesewr zugestehen, das auch nicht zu tun, auch wenn ihn die Geschichte anspricht.

    Über das Vorurteil Frauen hätten keine Gewaltphantasien, kann man nur lachen. Es ist natürlich gut, den Unterschied zwischen Phantasie und Realität zu kennen. Vieles was als Phantasie ganz toll ist, erweist sich in der Realität als unschön, deshalb muss man ja nicht auf die Phantasie verzichten.

    Ob es Dir etwas gibt eine gesoftete FSK16 Version zu machen und zu veröffentlichen und ob Die dann noch das aussagt, was Du wolltest musst Du wissen.

    Deinetwegen hab ich mir jetzt Gedanken über ein Psydonym gemacht und mich für ein schlichtes b entschieden.

    Lass Dich nicht ärgern, habe weiter Freude an Deinen Geschichten und danke, dass Wir sie lesen dürfen.

    Liebe Grüße
    b

    • Hi b!

      Das finde ich wirklich ausgesprochen nett von dir, dass du dich zu Wort meldest, wenn du es vorher noch nicht getan hast!

      Bei de Sade muss man wohl wirklich solche Stellen, wie du sie beschreibst, auslassen. Und bei einem Pseudonym mit M.Wagner ist dann eben immer noch die Frage, wie ich mich im Buch selber darstelle. Ich dachte ja eigentlich auch, dass Matt genügend erklärt, es gibt in der Nina-Geschichte ziemlich lange Textpassagen, wo er ihr klar macht, was ihn an ihr so gereizt hat. Ich habe eben nur nicht aus ihrer Sicht geschrieben. Das wird es wohl sein, was ich ändern müsste. Ich weiß es wirklich noch nicht, ob ich die ganze Geschichte jetzt umschreibe, über 80.000 Worte sind nicht wenig, und ich müsste das Grundmotiv ändern.

      Was Scmerzen und Gewalt angeht, so sieht das von außen gesehen oft haarsträubend aus, von innen gesehen, also wenn man sich auf die Geschichte wirklich eingelassen hat, dann wissen die meisten wahrscheinlich schon, dass der Schmerz dann ganz anders empfunden wird und auch zu einer ganz anderen Art von Lust führt. Ich habe persönlich als Reaktion auf meine Geschichten so viele Zuschriften von Frauen bekommen, die genau so etwas gerne mal erleben würden, wie auch immer. Das hat mich wirklich sehr traurig gemacht, weil es mir gezeigt hat, wie viele Frauen eigentlich unerfüllt leben. Gewalt ist in der Erotik eben stigmatisiert, und die Grenze zwischen Pornografie und Erotik ist fließend. Mich macht das so traurig, dass ich eben wenigstens hier im Blog versuche, eine entsprechende Illusion zu schaffen. Und wie gesagt, ich hätte es echt nicht für möglich gehalten, dass es zum Problem werden könnte, dass mein Hauptprotagonist und mein Pseudonym den gleichen Namen besitzen. Man lernt eben nie aus.

      Was du mit der Phantasie und der unschönen Realität ansprichst, kann dann aber auch genau umgekehrt sein, es kann auch sein, dass die betreffende Frau darauf noch wesentlich mehr abhebt, als sie sich je gedacht hätte. Und ich betone ja immer (und wohl immer noch nicht genug), dass Matt sich genau solche Frauen aussucht, eben nach ihrer Gebärdensprache, ihrem Erscheinungsbild, ihrer Art, zu reden, usw. Daneben handelt er aber auch eher rein intuitiv und lernt im Laufe der Geschichten dazu, verarbeitet also auch immer mehr rational. Das wird wohl zu schwer zu verstehen sein.

      Also wie auch immer ich das jetzt fortsetze, die Geschichten bleiben ja hier so erhalten, wie sie konzipiert sind. Das gibt meinem Blog eine ganz neue Bedeutung, wenn ich manche Geschichten dann für den Mainstream umgeschrieben habe und euch das präsentiere :).

      Ich danke dir für deine Ermutigung, so etwas hilft mir immer, nicht einfach das Laptop gegen die nächste Wand zu donnern… 🙂

      Ich hoffe, das war nicht das letzte Mal, dass du dich gemeldet hast, b! Ganz liebe Grüße an dich. Matt

  4. lostsoul sagt:

    „frauen haben keine Gewahltphantasien“ *schmunzel*

    zum rest des Thema denk ich, es wird schon schwer sein, im breiten publikum fuss zu fassen. und änderungen sind dann eben nicht Matt :/ und weibl. pseudonyme ist dann auch kein Matt. verzerrt das bild. aber vllt empfinde ich es so, weil ich die geschichten hier im blog im original gelesen habe.

    • Ja hi!

      Also unsere Welt spielt ja nicht nach logischen Regeln, und manchmal auch nicht nach nachvollziehbaren :). Was Frauen und deren Fantasien angeht, so ist es hier nur erlaubt, auf Umwegen darauf anzuspielen. Entweder kommt ein Über-Mann (ein Vampir, ein Elferich, etc.) oder die Wünsche und Neigungen werden verklausuliert. (Wobei mein Matt ja schon genügend tolle Eigenschaften hat, aber er ist halt ein normaler Mann und lernt, verändert sich, etc.) Also mit Stichworten wie dark desire, dark passion usw. Und genau das mag ich nicht tun, das empfinde ich als unehrlich und vor allem als hinderlich. Deswegen werde ich wohl dieses Pseudonym beibehalten, trotz dieser Probleme. Es ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen. 🙂 Ich versuche es das nächste Mal mit einer sanfteren Geschichte, da kann dann niemand etwas sagen. Und dieses Spiel um Matts Identität möchte ich eben auch in die ebooks mitnehmen können. Und das geht eben nicht als Frau 🙂

      So weit ich mich erinnere, bist du tätsächlich eine/einer der ersten Leser, gell? Dann sehe ich das ganz genauso wie du, wenn ich plötzlich ein weibliches Pseudonym nehme, verzerrt das das Bild und zerstört die Fantasien darum herum. Mein Partner rät mir übrigens auch dazu, dieses Pseudonym nicht zu wechseln.
      Änderungen werde ich im vertretbaren Maß durchführen (es soll ja auch für euch noch spannend bleiben), aber was die Nina-Geschichte angeht, da weiß ich es echt noch nicht. Die ist einfach zu gradlinig, da müsste ich eben alles umschreiben. Dann ist es eine andere Geschichte, eben mehr in Richtung 50 Shades, wobei das ja immer noch ich bin, der das geschrieben hat… Mal sehen!

      Ich danke dir auf jeden Fall für deinen Ratschlag. Ich brauche euch wirklich in dieser Sache, und ich freue mch sehr, dass ihr mir auch zur Seite steht!

      lg, Matt

  5. Hi Matt,

    ist es denn wirklich so wichtig, welches Pseudonym du wählst? Mir erscheint es viel wichtiger, dass du in der Beschreibung/im Klappentext sagst, worum es geht, damit möglichst die Leser abgeschreckt werden, die dann „Vergewaltigung“ schreien, wenn eine Frau Gewaltphantasien hat.

    Ich gestehe, dass ich mich lieber auf Mainstream-BDSM beschränke, als eine solche Diskussion vom Zaun zu brechen. Die Grenze ist sehr scharfkantig zwischen Rechtfertigung eines Gewalttäters und dem „Erfühlen der Bedürfnisse“, zu scharfkantig für viele, die dann schnell den Hang in Richtung Vergewaltigung abrutschen.

    Schreib weiter, unter welchem Namen auch immer!

    LG, Margaux

    • Hi margauxnavara!

      (DAS nenne ich mal einen Namen…) Erst einmal herzlich willkommen hier und vielen Dank für deine Anmerkung zu diesem Thema. Ich hoffe, dass du dich hier wohl fühlst!

      Es ist so, dass mir geraten wurde, für die Veröffentlichungen von Ebooks ein weibliches Pseudonym anzunehmen, weil es Autorinnen eher abgenommen werden würde, dass sie keine Vergewaltigungen beschreiben würden. Also mit anderen Worten: Frauen traut man so etwas nicht zu, Männern dagegen schon eher, so als wenn die Autoren ihre eigenen Handlungen beschreiben würden. Das ist natürlich Quatsch, aber es gibt ja vieles auf der Welt, was Quatsch ist!

      Ich hänge so an diesem Pseudonym, weil ich eine eigene Phantasiewelt aufgebaut habe, zu der eben auch das Pseudonym unentbehrlich dazu gehört. Ich dachte anfangs, gleicher Name vom Autor und vom Helden der Geschichten, da sollte es doch eigentlich klar auf der Hand liegen, dass das ein Pseudonym ist. Das ist aber scheinbar alles andere als selbstverständlich. Nun habe ich ja meine erste Geschichte, also die um Nina, schon wirklich pornografisch geschrieben. Meine folgenden Geschichten gehen sowieso immer mehr in den psychologischen Bereich. Das ist von mir nicht ein erzwunenes Schreiben wegen dieser ersten Ablehnung, sondern es kommt völlig natürlich so.

      Alle, die sich hier geäußert haben, wollten eher, dass ich dieses Pseudonym auch beibehalte. Ich tue ja immer, was meine Leser mir raten :), also werde ich das für diesen Blog und die Ebooks, die ich daraus veröffentlichen will, auch weiter verwenden. Wenn ich jetzt einen Frauennamen als Pseudonym für die Ebooks nehme, dann verflüchtigt sich der Zauber, den ich insgesamt gewoben habe.

      Mit dieser scharfen Kante hast du sehr Recht, zwischen der Rechtfertigung eines Gewalttäters und dem Erfühlen von weiblichen Wünschen liegt wirklich nicht viel, besonders wenn man nur eine Geschichte als Auszug aus dem Ganzen liest. In meinem Blog erklärt sich das tatsächlich mehr durch das große Ganze. Wer immer mitgelesen hat, dem ist die Person von Matt auch klarer. Ich wollte das in die Ebooks herüber transportieren und habe festgestellt, dass es da eine Menge zu beachten gibt. 🙂

      Aber man lernt ja immer dazu, sowohl durch einen Erfolg wie auch durch eine Bauchlandung!

      Dein Post legt nahe, dass du auch schreibst. Wenn dem so sein sollte, dann lass mich das doch mal wissen, du kannst mir ja auch eine Email schreiben.

      lg, Matt

  6. wildkatze sagt:

    Hallo Matt,
    ich denke auch, dass Du bei Deinem Synonym bleiben solltest. Du würdest die Handlung komplett umschreiben müssen und Du würdest dann auch eine ganz andere Zielgruppe als bisher ansprechen. Für mich als Frau ist es gerade spannend zu lesen, dass Du Dich, bzw Dein männliches Synonym so in Frauen hineinversetzen kannst. Zum Beispiel in meiner Lieblingsgeschichte um Julia, oder auch eigentlich in fast allen Deiner Geschichten, da eröffnest Du sogar noch mir als Frau meine eigene Gefühlswelt, wo ich dann fassungslos bin und denke: ja genau so ist das, so fühle ich auch. Du erklärst mir mich. Dafür bin ich Dir sehr dankbar.
    Was ich immer mehr merke in letzer Zeit ist, dass Dich die Ablehnung von Amazon sehr getroffen hat. Nun versuchst Du mit Synonymen Dich um so eine Ablehnung „herumzuschummeln“ und die Geschichten unverändert zu lassen. Vielleicht ist da der Haken. Ich schätze Deine Geschichten sehr und auch und besonders Deinen Schreibstiel (für Julia würde ich Dir sofort den Literaturnobelpreis verleihen wenn ich zu entscheiden hätte),aber vielleicht ist das auch ein ganz guter Hinweis den Inhalt noch einmal zu überdenken. Du hast angefangen, die Geschichten für Dich zu schreiben, das war privat. Nun bist Du in der Öfffentlichkeit und mit z.B. Amazon auch im juristischen Bereich. Es ist eine absolute „non con“ Geschichte, also wie der Name sagt nun mal nicht einvernehmlich ist, also eine Vergewaltigung. Non con ist doch auch nur eine blöde Abkürzung um sich dieser Tatsache nicht stellen zu müssen. Klar kann ich auch in einem Roman einen Mord beschreiben und es ist keine Straftat und darf gedruckt werden, aber die Frage ist doch wie ich schreibe. Bei Julia (und auch bei Maria) gehst Du finde ich zu weit für die Öffentlichkeit. Es ist eine Entführung und Vergewaltigung und Matt hatte keine Anhaltspunkte, dass es schlussendlich für Nina gut ist und sie es zumindest im nachherein legitimieren würde wie z.B. bei der Geschichte im Bahnhof.
    Du schreibst z.B. Matt nahm den Frauen niemals jegliche Hoffnung, aber dass sehe ich hier gar nicht.
    Meiner Meinung (und danach fragst Du ja hier) nach solltest Du ein bißchen mehr auf „Zustimmung“ von Nina oder zumindest eine „merkliche Leere in ihr, etwas wonach sie sich sehnt“ setzten war er ahnt als er sie im Fernsehen sieht. Dann könnte er und somit die Geschicht es legitimieren in dem er sie rettet oder es ihr nach dem Treffen mit ihm unterm Strich besser gehen läßt als voher.
    Wenn Du am Anfang z.B. schreiben würdest, dass Matt sie nur gefangen nimmt, weil er die Unerfülltheit in Ihrem Blick sieht und sich dies letztendlich auch bestätigt, wäre es dann schon viel konformer und Du könntest auf Synonyme verzichten. Für mich persönlich ist die Geschicht dann auch im weiteren Verlauf nicht mehr akzeptabel, wenn Matt sich in seinen Gewaltexessen z.B. Prügelorgien ab Teil 6/7 verliert. (Nebenbei so viel Manneskraft bringt mich eher zum lächeln und wirkt für mich unglaubwürdig).
    Er hat meiner Meinung nach auch nicht das Recht z.B. allein zu entscheiden, dass sie kein Kind gebären wird und mit der analen Vergewaltigung hört es dann für mich ganz auf. Spätestens hier finde ich es dann sogar ganz gut von Amazon Deine Geschichte so nicht zu veröffentlichen. Ich weiß, dass findest Du jetzt nicht gut. Die Sache ist die, dass in den Kommentaren immer nur Leute schreiben, die alles super finden oder sich an einem speziellen Ausdruck stören (bzw Dich wüst bechimpfen). Ich finde es aber ab Teil 6 soetwas von unversöhnich gewaltexsessiv, dass es sich sich nicht mehr rechtfertigen lässt auch wenn jeder Leser für sich Geschichte und Realität trennt.
    Soweit mein Nicht-Mainstream-Kommentar. Hoffe, ich habe Dich nicht vergrätzt.
    P.S. Warum überlegst Du nicht die ganzen Geschichten in chronologischer Reihenfolge als Roman drucken zu lassen? Ich würde mich freuen!
    Alles LIEBE (ich weiß Matt liebt auch) Wildkatze

  7. wildkatze sagt:

    Hey Matt, alles gut bei Dir? Habe ich Dich geplättet? Ich verspreche, das nächste Mal schreibe ich zu den einzelnen Geschichten und nicht jedes Jahr einmal, was ich Dir immer schon mal schreiben wollte.

    • Hi Wildkatze!

      Aber nein, du hast mich nicht geplättet, wie kommst du denn darauf? Ich habe mir deinen letzen Kommentar hier im Blog gut durchgelesen, und damit meine ich, ich ändere meine Schreibweise oder Standpunkte auch, wenn ihr mir schreibt und Recht habt. Hier haben sich schon schöne Dirkussionen ergeben, schön deswegen, weil sie sich doch von der üblichen Szene abgesetzt haben.

      Ich persönlich kann imemr nur wiederholen, Erotik und Sexualität, auch harte, sind und bleiben fast der wichtigste Teil unseres Lebens, und wir haben uns als Gesellschaft nur derart konditioniert, dass wir das nicht mehr wahrhaben wollen. Hier in Deutschland ist es sehr schwierig, darüber zu schreiben, in anderen Ländern geht das wesentlich einfacher. Natürlich ist das ein immer schmaler Grad zwischen Verbechen und einem „Verbrechen mit gutem Ausgang“, oder wie soll ich das nennen? Also extreme Dominanz von Seiten des Mannes her. Aber gerade diese Grenze reizt mich eben auch. Und dafür ist es eben auch wirklich nötig, dass Matt eben kein Schurke ist!, sondern dass er vielmehr die Sumissivität im Verhalten einer Frau sehen kann und auf sie eagiert.

      Fakt ist ja, sehr viele Frauen träumen von so etwas und werden es niemals erleben. Das ist so und das macht mich traurig, und deswegen schreibe ich auuch weiter in diesem Blog.

      Es stehen sowieso ein paar Änderungen an. Der Blog wird wahrscheinlich als Seite weiter laufen, aslo mit einer eigenen Domaine. Dann wird es dazu einen Shop geben, wo ihr die Geschichten wie die von Nina mitz allem Drum und Dran für kleines Geld erwerben könnt. Wenn ihr mir nachweisen könnt, dass ihr ein eigenes Konto besitzt, dann seid ihr ja wohl auch völljährig :). Für die Sache mit dem Kinderschutz ist mir bisher nur diese eine Lösung eingefallen, eine Willkommensseite vor die Seite zu setzen und da noch einmal explizit zu warnen. Dann könnten diese riesigen roten Schilder vor jeder Geschichte wieder weg, die finde ich wirklich scheußlich.

      Na, mal sehen. Ich könnte es auch so machen, dass ich die nicht so deutlichen Geschichten in einen Blog setze und die härteren dann in einen anderen, in den ihr aber nur kommen könnt, wenn ihr mit beweist, dass ihr volljährig seid. Das geht ja mit einem Bankkonto eigentlich problemlos. Dann könnten die Leser weiter hierher kommen und auch etwas lesen können, und bei Interesse kommen sie dann in den zweiten Blog. Ist eine überlegenswerte Lösung.

      Mal sehen, mit dem Jungendscutz muss auf jeden Fall eine gute Lösung her, den nehme ich auch sehr ernst. Und du, Wildkatze, schreibe bitte so weiter! Hier hat sich echt schon viel getan, weil ihr mir geschrieben habt, selbst Waldfee hat seinen Beitrag dazu geleitet. Ich schreibe ja extra hier in dieser Form für die Rückkoppelung, die ich bei euch finde. Deswegen ist das bei mir echt kein leeres Gerede.

      Ach ja, und zur Geschichte um Nina gibt es eine zweite, nachfolgende, die hat es aber in sich. Weil Nina sich härtnäckig an der Spitze hält, würde ich sie euch vielleicht heraurücken, wenn diese 2-Blog-Methode wirklich geht. Ich weiß ja selber nicht so ganz genau, aus welchem Winkel meiner Seele so etwas wohl kommt…

      Liebe Grüße an dich und an euch alle!

      Matt

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