Auftragsarbeiten

Matt näher kommen….

Ich schlage mich schon seit etwas längerer Zeit mit dem Thema herum, Auftragschichten zu schreiben. Grund dafür ist, wie wohl leicht zu vermuten, die ein oder andere etwas schüchterne Anfrage. Etwas schüchtern wohl deswegen, weil ich das Ziel dieses Blogs gut umrissen habe und so etwas „Geschäftliches“ darin bisher keinen Platz hatte. Auf der anderen Seite habe ich aber auch die Erfahrung gemacht, dass ein Leserwunsch, wie bei der Geschichte um Constanze nach Neujahr diesen Jahres, mich definitiv zu einer guten Fortsetzung inspiriert hat. Auf der einen Seite mag ich keine Geschichten als Auftrag für Geld schreiben, auf der anderen haben mich manche Kommentare zu zumindest einer guten Fortsetzung einer Geschichte inspiriert.

Ich möchte es mal so formulieren. Matt kann man leider nicht näher kommen als durch diesen Blog. Es gibt vielleicht den ein oder anderen einzelnen Leser (ob nun männlich oder weiblich), der entweder sich selbst oder eine bestimmte Fantasie in Matts Geschichten wieder finden möchte. Ich kann grundsätzlich einfach keine Geschichte schreiben, wenn sich dieser Wunsch oder diese Idee bei mir nicht verfängt, das ist einfach so. Andererseits könnte es aber auch sein, dass ein Wunsch in meinem Denken voll einschlägt und mich zu einer ganz neuen und vor allem guten Geschichte inspiriert, die ich sonst nicht geschrieben hätte.

Ich mache denjenigen unter euch, die an so etwas denken, also folgendes Angebot. Ihr könnt gerne mit einem Wunsch bzw. Auftrag an mich herantreten. Wenn ich mich nicht rühre, dann am ehesten deswegen, weil ich wieder einmal meinen Emailaccount nicht zeitnah gecheckt habe :), das kommt schon des öfteren mal vor. Dann kann man hier eine kurze Bitte in den Kommentaren hinterlassen, dass eine Email auf meine Bearbeitung wartet, den Blog checke ich eigentlich fast täglich. Wenn mir die Idee zusagt und mir dazu etwas einfällt, dann würde ich diesen Auftrag als Geschichte in mein Geschichtengeflecht aufnehmen. Bei einem so explizit geäußerten Wunsch können auch durchaus persönliche Daten (wie zum Beispiel der eigene Name oder bestimmte Örtlichkeiten) aufgegriffen werden.

Zwei Punkte sind dabei für mich etwas schwierig.

Zum einen wäre es etwas schade, wenn ich eine gute Geschichte im Rahmen dieses Blogs nicht veröffentlichen könnte. Wenn so ein Wunsch bestehen würde, könnte ich das aber durchaus verstehen. Zum anderen wäre da die Frage der Bezahlung. Eine gängige Praxis in diesem Rahmen wären 10€ für 500 Worte bei Veröffentlichung im Blog und 20€ für 500 Worte bei Nichtveröffentlichung, so machen es andere. Meine posts, also die einzelnen Teile einer Geschichte, haben so um die 4500 Worte, das nur mal so zur Einschätzung, wie viel 500 Worte sind. Ich lasse das hier einfach mal so unkommentiert stehen, wenn Aufträge eingehen sollten, dann können wir uns immer noch genauer unterhalten, zumal ich die Länge einer Geschichte wortwörtlich nicht immer im Griff habe. Sprich, sie könnte auch länger ausfallen als ursprünglich gewünscht. Bei mir entwickeln sich die Geschichten beim Schreiben, deswegen kommt beim Schreiben bei mir schon durchaus einmal etwas anderes heraus, als ich eigentlich schreiben wollte, und die Länge wird durch diese dynamische Entwicklung beim Schreiben bestimmt. Aber so etwas könnte man dann im Einzelfall besprechen.

Ja, da bin ich ja mal gespannt, was sich da so für mich und für euch entwickelt. Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken….

Liebe Grüße, euer Matt (17.08.2014)

***

Gut gebrüllt, Löwe! (oder Tiger!)

Ja, so ganz bin ich mit diesem Thema immer noch nicht durch. Auftragsgeschichten. Fast überall sprießen Angebote für sie wie Gras aus einem gut gedüngten Boden. Was sollte dich dazu bewegen, überhaupt eine Geschichte in Auftrag zu geben?

Du hast eine Idee, eine Vision, eine Vorstellung. Sie kann dich aus den verschiedensten Gründen interessieren, nicht nur alleine aus dem heraus, dass sie dich geil macht, rattenscharf. Wäre das nicht auch etwas einseitig? Aber seis drum. Du hast so eine Idee.

Dann würde ich dir zunächst einmal raten, damit in den (noch freien) Seiten des Netzes auf die Pirsch zu gehen. Du glaubst ja gar nicht, wie viele Portale eröffnet haben, die die verschiedensten Geschichten anbieten, kostenlos zum Hineinstellen und zum Hineinlesen. Wenn du deine Idee unter den ebooks noch nicht gefunden hast, dann findest du sie vielleicht dort irgendwo. Die Auswahl ist gigantisch.

Okay. Du bist es müde, weiter nachzusuchen, weil du so viel Müll lesen musstest, das kann ich gut verstehen. Heutzutage schreibt ja fast jeder seine Gedanken auf, und nicht alle unter ihnen sind Schriftsteller. Du schlägst also wieder hier auf.

Warum tust du das? Weil wir ein Grüppchen sind, das sich zusammen gefunden hat, um einen Teil des Lebensweges Geschichten betreffend gemeinsam zu gehen. Du bist schon etwas länger in unserer Gruppe, deswegen kennst du unser Reiseziel, unsere Reisegeschwindigkeit und unsere Eigenwilligkeiten. Das gefällt dir, deswegen bist du auch immer noch dabei.

Du erzählst mir von deiner Idee. Meine erste Reaktion wäre: Schreib sie doch selber! Versuchs doch einfach mal! So bin ich auch zum Schreiben gekommen. Vielleicht hast du diesen Versuch ja aber auch schon hinter dir, und dir hat das Ergebnis nicht gefallen, warum auch immer.

Du liest eine Geschichte von mir, und du findest, deine Idee könnte dort gut hineinpassen. Dann meldest du dich einfach bei mir und beschreibst sie mir. Ich kann mir nicht vorstellen, dass niemand von euch da keine Ideen hätte, so fantasielos seid ihr garantiert nicht. Ich sehe mir die Idee an, und wenn sie bei mir zündet, dann ist das für mich eine Bereicherung und für dich ganz umsonst. Dann nehme ich deine Idee in meine Fantasien mit auf und mache sie zu meiner. Das ist dann völlig okay so.

Natürlich kann es aber auch sein, dass du deine eigene Idee nicht wieder erkennst, wenn ich damit fertig bin :). Das gehört zum Spiel, ich habe deine Idee gerne übernommen und sie beim Schreiben zu der meinen gemacht, ich habe das Schreiben an ihr genossen. Deswegen schreibe ich ja, weil ich das Schreiben genieße.

Hoppla, denkst du dir, so haben wir aber nicht gewettet! Das ist nicht mehr meine Idee! Auffallend gut erkannt, das ist dann meine. Du hast mir den Startschuss für sie gegeben, der hat mir gefallen und ich habe mich in ihr wohl gefühlt.

Und damit sind wir bei dem Knackpunkt an dieser Sache. Dich interessiert jedoch, wie ich deine Idee verarbeiten würde, weil dir meine Geschichten gefallen. Aber du willst nicht, dass ich sie nehme und mit ihr meine eigenen Wege gehe. Du möchtest von mir, dass ich deine Wege mit ihr gehe. Deswegen schreibst du mir auch deine Idee bis zu einem gewissen Rahmen zumindest vor, vielleicht läßt du mich danach deine Idee vollenden, aber du bindest mich an deine Vorstellung von deiner Idee.

Das ist dann der Punkt, an dem dein Vorschlag zu einem Auftrag wird. Ich muss mir deine Idee durchlesen und versuchen, mich in sie hinein zu versetzen. Gelingt mir das, nehme ich deinen Vorschlag an. Gelingt es mir nicht, dann muss ich dir leider eine begründete Absage erteilen. Vielleicht kannst du mit meiner Begründung etwas anfangen und wir variieren deine Idee. Aber eines passiert dann bei mir nicht mehr. Ich kann mit deiner Idee nicht mehr meine Wege gehen, ich muss deine wählen. Und genau deswegen musst du mich dann fürs Schreiben bezahlen. Vielleicht stelle ich ja dann beim Schreiben fest, dass mir deine Idee großen Spass macht. Vielleicht ist das auch nicht so, aber das interessiert in diesem Rahmen nicht. Du hast mich vor deinen Karren gespannt.

Wie ist das mit Handeln, wenn ich vor deinem Karren laufe?? Handeln ist grundsätzlich möglich, das hängt ganz maßgeblich auch von dir ab, aber ich werde meine Arbeit nicht unter Wert verkaufen. Und was ist, wenn dir meine Arbeit sehr viel mehr wert ist, als du zahlen kannst? Wenn das wirklich die Wahrheit sein sollte, dann können wir verhandeln.

Und worin besteht eine begründete Absage? Sind die Gedanken und Fantasien nicht frei? Oh doch, das sind sie, und das müssen sie auch immer bleiben. Aber es gibt Themen, die mir so unbehaglich sind, dass ich sie schriftstellerisch nicht umsetzen kann. Das ist dann keine Wertung deiner Idee, ich bin nur nicht in der Lage, dir eine gute Geschichte darüber zu schreiben. Bewerten werde ich deine Idee generell nicht, das ist dein Vorteil bei dieser Sache, bewerten tue ich nur meine eigenen Ideen.

Und wenn du nicht gezielt diesen Wunsch hast, deine eigene Idee aus meiner Feder, dann brauchst du ganz sicher auch keine Auftragsgeschichte. So einfach ist das.

qed 🙂

Liebe Grüße, euer Matt (23.08.2014)

2 Kommentare zu “Auftragsarbeiten

  1. wildkatze sagt:

    Hallo Du,
    ich wollten mich einfach Mal wieder melden. Mhm, und ich wollte Dir sagen, dass ich häufiger an Dich denke. Ich würde mich sehr freuen, wieder etwas von Dir zu lesen.
    Kann ich etwas für Dich tun, damit Du weiter schreibt? Häufiger Kommentare schreiben, Dir für eine Fortsetzung bezahlen? Bist Du einfach müde oder hast ein anderes Projekt?
    Ganz liebe Grüße! wildkatze

    • Hi wildkatze! (07.08.2017)

      Habe ich dir auf diesen Post jetzt schon geantwortet? Egal, ich tu´s noch einmal :). Matt ist tatsächlich in meinem Geist in den Hintergrund gerutscht, aber er ist noch da. Kommentare animieren mich tatsächlich, weil ich daran ablesen kann, wie sehr euch eine Geschichte unter die Haut gegangen ist. Das animiert mich wirklich, weiter zu schreiben. Für bezahlte Geschichten habe ich hier irgendwo sogar eine Seite, aber es ist wirklich so, so etwas wie Poesie oder gute Literatur läßt sich nicht zwingen. Müde war ich nicht, aber ich hatte ein paar ganz ekelige Probleme zu lösen, das wird wohl die wahre Begründung für meine lange Pause sein. Ein anderes Projekt? Hm, jaein, das liegt auf Eis. Also nichts Aktuelles. Aber die Matt-Geschichten hängen nicht von anderen Projekten ab, die werden aufgeschrieben, wenn sie kommen. Also hab bitte noch ein wenig Geduld, Wildkätzchen, ich habe hier nichts wirklich vergessen.

      Ganz liebe Grüße an dich, dein Matt

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