Nina, Teil 9

So, wie im letzten Kommentar versprochen, geht es mit dem letzten Teil der Geschichte um Nina weiter. Dazu habe ich im letzten Kommentar auch schon alles geschrieben. Der einzige Unterschied ist halt der, dass diejenigen, die sich die Geschichte als Ganzes herunter laden konnten in der kurzen Zeit ihrer Veröffentlichung, jetzt die ganze Geschichte in ihrer überarbeiteten Form besitzen :). Etwas für das Geld muss es schon geben! Ich wünsche euch also viel Spaß beim Lesen 🙂 !

Kapitel 9: Gute Pflege, Herr Doktor

Matt zog sich die Boxershorts wieder an, darüber T-Shirt und Hose von vorhin, ging in aller Ruhe zunächst in sein luxuriöses Bad, um ihr eine Badewanne einzulassen, und dann zum Kühlschrank. Er trank den Caipirinha leer, spürte dabei seinen Gefühlen in sich nach, er war tief befriedigt, so zufrieden wie schon lange nicht mehr. Er sah seine neue, durchgewalkte und butterzart gefickte Sklavin lächelnd mit glänzenden Augen an. Jetzt musste er sich etwas erholen, und in dieser Zeit würde er sie säubern, pflegen und in sein Bett legen. Und dann würde er sie zärtlicher nehmen, bis er dann endlich für heute von ihr genug haben würde und sie gefesselt an ihn gedrückt einschlafen würde. Was für ein prachtvoller, durch und durch zufriedenstellender, erfolgreicher Tag mit ihr!

Er bediente ruhig die Kaffeemaschine neben dem Kühlschrank, setzte sich und trank seine erste Tasse Kaffee heute. Er ließ Nina diesmal die Zeit, um von selber wieder zu erwachen, versank dabei in schöne Gedanken an die verstrichene Zeit mit ihr. Ihr Körper nahm sich nun die Auszeit, die er nach den durchgestanden Stunden brauchte, genauso wie ihr Geist.

Dann erhob er sich lächelnd, aß und trank eine Kleinigkeit und ging dann wieder zu ihr.

***

Sie hatte den Kopf zur Seite fallen lassen, ihre Lider waren leicht geöffnet, ihre Pupillen nach oben verdreht. Sie dämmerte vor sich hin. So, wie sie sich jetzt fühlen musste, nach diesen fürchterlichen Stunden mit ihm, konnte er sie aufstehen lassen, sie konnte auf die Toilette gehen und duschen sollte sie auch. Danach würde er sie noch eingehender säubern und pflegen, dabei auch kurz untersuchen, und dann konnte er mit ihr weitermachen. Vielleicht würde er ihr auch noch etwas Zeit lassen. Nachdem sie sich unter der Dusche nachhaltig erfrischt hatte, würde eine Wartezeit ihr sicherlich sehr gut tun, sie hatte sehr viel zu verarbeiten. Und er würde sie jetzt auffangen, ihre Gefühle, die sie ihm jetzt ungefiltert offenbaren würde, ernst nehmen und sich auch die Zeit lassen, genau zu antworten und ihr damit gerecht zu werden. Jetzt war er für sie da und würde ihr beweisen, dass er keineswegs ein Ungeheuer war, sondern planvoll mit ihr vorgegangen war. Und er würde ihr die Nähe schenken, die sie nun brauchen würde, um sich an ihm, seiner Stärke und Kraft, wieder aufrichten zu können.

„Nina, mein Kleines“, sprach er sie mit sanfter Stimme an. Sie sah richtig süß aus, als sie die Augen sofort aufschlug und seinen Blick suchte. Er lächelte ihr in die Augen und holte sich dabei zwei bereit liegende, ungefähr einen Meter lange, feingliedrige Ketten heran, eine etwas länger als die andere. Er rechnete nicht mehr mit Widerstand oder gar einem Fluchtversuch seiner neuen Sklavin, aber er wollte es ihr einprägen, dass sie weiter in seinen Fesseln lag und zu seiner persönlichen Verfügung stand, jederzeit und für alles. Also bückte er sich kurz und verband die Ledermanschetten um ihre Fußgelenke mit der längeren Kette. Das würde sie befähigen, auf ihren High Heels einigermaßen stöckeln zu können, wenn auch nur in kurzen Schritten. Währenddessen war sie wach geworden und schaute ihn mit ängstlichen Augen an, als er sich wieder aufrichtete und zurück in ihr Sichtfeld kam.

Jetzt war nichts mehr von Trotz zu spüren, ihr Widerstand war gebrochen. Er streichelte sanft ihre Wange, lächelte sie zärtlich an und gab ihr Zeit, zu begreifen, dass es jetzt mit ihm anders für sie werden würde. Dass er nun für sie da war und sie sich ihm bedingungslos anvertrauen konnte. Ihre aufgerissenen Augen erinnerten ihn an die eines Rehkitzes. Er hatte ihren Willen brutal gebrochen und sie unter sich gezwungen, nun interessierten ihn ihre Gefühle, die sie dabei gehabt hatte, tatsächlich genauso sehr, wie sie bei ihr an die Oberfläche ihres Bewusstseins gespült werden würden.

Er half ihr umsichtig, sich aufzusetzen. Sie konnte sich kaum bewegen, Arme und Beine gehorchten ihr nicht mehr. Zitternd blieb sie auf der Tischkante sitzen, er setzte sich neben sie und umarmte in einer fürsorglichen Geste ihre Schultern, zog sie leicht an sich und streichelte ihr feines Gesicht, ihre Haare. Sie sah ihn ergeben und schüchtern an.

„Hör mir gut zu, mein Liebes!“ Er lächelte sie an. „Du kannst jetzt auf die Toilette gehen und danach wirst du duschen. Ich werde dir helfen, dich ordentlich zu waschen, auch in der Scheide, ich will dich duftend wie ein Rosenstrauch bei mir haben. Dann sehen wir weiter. Sei freundlich und höflich, ich werde so nett sein und dir alle Fragen beantworten, so weit es geht. Fliehen kannst du nicht, alle Außentüren sind verschlossen. Im Bad einschließen kannst du dich auch nicht, das Schloss ist abmontiert. Also, benimm dich anständig und stimme mich mild.”

Er klinkte die kleineren Karabinerhaken der zweiten Kette dabei in die Ringer ihrer Ledermanschetten ein, so dass sie eingeschränkt ihre Bewegungsfreiheit wieder erlangte. Sie lehnte sich schutzsuchend an ihn, bewegte zögerlich ihre Arme, rieb sie sich in dem unbewussten Versuch, sich ihre Handgelenke zu reiben, die sie ja wegen der Fesseln nicht erreichen konnte.

Er löste sich von ihr. Sie versuchte, sich vom Tisch gleiten zu lassen, aber ihre langen, schlanken Beine wollten ihr immer noch nicht gehorchen, sie rutschte auf den High Heels weg und fiel. Er fing sie gedankenschnell ab, bevor sie schmerzhaft aufschlagen konnte, ließ sie dann aber auf den Boden. Er lachte nur. Mühsam rappelte sie sich auf Knie und Ellenbogen, dann auf ihre Hände auf und kroch auf die Badezimmertür zu.

„Voran, voran, sonst gibt es die Peitsche, dein Hintern ist gerade so schön ausgestreckt!” Er beobachtete sie lächelnd, wie sie gehorsam vor ihm kroch. Es brauchte eindringliche Stellungen und Situationen jetzt, um ihr klar zu machen, wie sehr sich ihr Leben heute geändert hatte.

Sie versuchte sofort, schneller zu kriechen, kam dann mühsam auf halber Strecke mit dem Oberkörper hoch und stand auf ihren Knien. Matt war ihr freundlich behilflich und entsprach damit ihrer wortlosen Bitte, ihr wieder auf die schlanken Füße zu helfen. Und tatsächlich, sie schaffte es nun, von ihm gestützt und schwankend, auf ihren eigenen Füßen bis in das Badezimmer. Wiederum musste Matt ihr innerlich Respekt zollen, sie hatte einen wirklich starken Willen und war auch jetzt noch nicht gebrochen, mit seiner Hilfe konnte sie diese völlig entwürdigende Situation selber beenden. Diese Selbstständigkeit in ihrem Handeln war ihm jetzt wichtig, sie sollte keine Marionette an seiner Seite werden, sondern eine stolze, devote Frau.

Dort im Bad musste er sie aber dann führen, er hätte sie gar nicht allein lassen können. „Setze dich erst einmal hier hin”, sagte er milde und half ihr, sich auf der Brille nieder zu lassen. Er verließ kurz das Bad, ließ sie in Ruhe ihr Geschäft verrichten. Dabei hörte er aber scharf hin, ob sie sich erbrechen musste. Dann wäre er zu hart mit ihr vorgegangen. Aber er vernahm nichts dergleichen und lächelte wieder. Er hatte sie richtig eingeschätzt. Als sie sich gesäubert hatte, ging er wieder zu ihr hinein.

Langsam und unsicher kam sie auf die Füße, als er ihr mit einem kräftigen Griff unter ihre Achsel half.

„Lässt du … lässt du mich jetzt gehen, Herr?”

 „Ich fürchte, nein”, sagte er und schüttelte den Kopf über diese Frage, doch er hatte ihr versprochen, ihr auf alles eine Antwort zu geben. „Du bist jetzt eine meiner Sklavinnen. Am besten gewöhnst du dich schnell daran.” Sie fiel fast gegen ihn und kam nicht umhin, festzustellen, wie schützend er sie an sich zog, wie behutsam er mit ihr jetzt umging.

„Was meinst du mit ‘Sklavin’, Herr?”, fragte sie zaghaft, ermutigt durch seine Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit.

„Du bist meine Sklavin”, antwortete er ihr geduldig und lächelte sie wieder in seinem Arm an. „Meine Frau, die erste Frau direkt an meiner Seite.” Er verschwieg ihr damit nicht, dass er sie für mehr als nur für eine seiner Sklavinnen hielt, er wollte, dass sie sich ihm auch geistig völlig fügte und sich von ihm führen und lehren ließ. Und dass sie akzeptierte, dass er ihr keinerlei Rechenschaft schuldig war, dass er jederzeit mit ihr tat, wonach ihm gerade war. Das war brutal klar und einfach.

„S … S-Sklavin?” Nina gab ein erschrockenes Stöhnen von sich.

„Ja, genau.” Er schenkte ihr einen freundlichen Blick, setzte sich dann mit ihr fest in seinem Arm auf eine Bank. Das musste auf sie verheerend wirken nach dem, was er sie hatte durchleiden lassen. Er wollte sie nicht brechen, deswegen half er ihr jetzt, mit dieser brutal einfachen Tatsache umgehen zu lernen. „Hab keine Angst. Es ist nicht halb so schlimm, wie es sich anhört. Naja, anfangs ist es schon ziemlich gewöhnungsbedürftig für deine Art, dich zu sehen, aber nach einer Weile wirst du dich nicht nur daran gewöhnen, sondern diese Haltung auch mit Stolz einnehmen. Glaube mir, ich weiß das.”

„Aber … ich will keine Sklavin sein!” protestierte Nina schwach. „Kannst du mich denn so einfach aus meinem Leben reißen, Herr? Ich habe einen Mann, einen Job….“ Ihre Stimme erstarb.

„Tja, aber du bist es jetzt und du kannst nichts dagegen tun”, entgegnete er ihr geduldig. „Du gehörst jetzt mir. Deutlicher kann ich es dir wirklich nicht mehr sagen, Kleines.“ Er war wirklich geduldig mit so schwer von ihm durchgenommenen Frauen. Er wusste, Ninas Geist war jetzt sehr aufnahmebereit für seine Worte, aber sie war auch völlig verwirrt, weil er ihr alles vorhin ausgeprügelt hatte. „Und aus deinem Leben reißen kann ich dich sehr wohl, ich habe es heute schon getan, schon, als ich dich an mich genommen habe!“ Er streichelte mit kräftiger Hand sanft ihren Rücken.

„Und ich bin jetzt sehr nett zu dir!” Sie sah zu ihm auf, sah ihm in die Augen. Sie schwammen in Tränen, er streichelte sanft ihre Wange.

„Aber das wird für mich die Hölle werden, Herr!“, flüsterte sie fast tonlos. Er verstand sie und fühlte mit ihrem schwer gebeutelten Geist. So eine Aussage kannte sie nur theoretisch, nicht aus ihrem Erleben, und es war für sie nur mit Negativem verbunden, ausschließlich. Er hielt ihr bebendes Gesicht in seiner Hand zu sich angehoben.

„Es tut mir leid, Nina”, antwortete er ihr mit einem ehrlichen Unterton echter Zuneigung, die er nun auch immer stärker für sie fühlte und die sich von seiner Lust in den Stunden vorher völlig unterschied. „Ich habe nicht vergessen, dass du an solche Dinge noch nie herangeführt worden bist. Ich werde es dir erklären, immer und immer wieder, bis du verstanden hast, was ich dir eigentlich genau anbiete. Dann wird es dir auch gefallen!“ Er wusste, wie sehr sich diese eigentlich sehr harten Worte jetzt in ihren sensiblen Geist gruben. Für Jahre…

„Wenn du dein Schicksal akzeptiert hast, dann wird es für dich einfacher werden, Nina. Das gibt mir aber nicht das Recht, zu meinem neuen Mädchen gemein zu sein!” Er lächelte sie wieder an. „Du wirst nur mit mir Schwierigkeiten bekommen, wenn du mir nicht brav auf das kleinste Wort gehorchst, Kleines.”

„Was willst du denn mit mir tun?” fragte Nina hilflos. Wieder musste er lächeln. Eigentlich wusste sie das sehr gut, schließlich hatte sie gerade eine sehr einprägsame erste Sitzung hinter sich.

„Nun, jetzt zum Beispiel dusche und bade ich dich. Du wirst doch sicher ein Bad wollen nach einigen solchen Stunden in diesem Zimmer.”

 „Oh ja!”, gab sie mit zitternder Stimme zurück. Er zog ihr nun die High Heels aus, bevor er sich mit ihr im Arm wieder erhob. Er führte sie zu der großen Dusche und schob sie darunter, wartete wortlos, bis sie sich an der Stange selber aufrecht halten konnte. Dann machte er die wohltemperierte Regenfalldusche auf, was Nina ein wohliges, wenn auch schmerzgepeinigtes Stöhnen entlockte. Er wusch sie rasch und gründlich, ließ sie warme, kräftige Hände fühlen, die sanft massierend über ihre Haut glitten. Hände, die wussten, wie man eine Frau berühren musste, damit sie sich wohl fühlte. Sie hatte vor ihm jede Scheu verloren, schämte sich überhaupt nicht mehr wegen ihrer Nacktheit vor seinen Augen, ein deutliches Zeichen, wie groß der Wandel schon war, der sich in ihrem Geist vollzogen hatte. Erst, als Matt zu dem stabförmigen, metallischen Spezialkopf für ihre Scheidenreinigung griff, wurde sie unsicher und sah ihn mit großen Augen wortlos an. Aber er lächelte sie wieder beruhigend an und führte den Duschkopf so vorsichtig in ihre Scheide ein, dass seine leichte Kühle sie erleichterte. Die Strahlen des Wassers waren so dosiert, dass sie ihre empfindlich angeschwollene Schleimhaut dort nur reinigten, nicht weiter reizten. Genauso umsichtig reinigte er danach mit sanften Händen ihre Rosette, bereitete ihr keine Schmerzen. Vertrauensbildende Maßnahmen, er wollte, dass sie jetzt wirklich vertrauen zu ihm fasste. Deswegen behandelte er sie nun und überließ sie nicht einfach sich selbst. Das tat er eigentlich nie nach so einer Sitzung, egal, was er mit der Frau auch gerade vorhatte.

„Das Bad ist bereits für dich eingelassen, Sklavin. Dann entspanne dich langsam mal und mache es dir gemütlich. Was fällt dir als erstes auf?“ Er half Nina währenddessen in das leicht dampfende Wasser und gab ihr etwas Zeit, um ihm zu antworten.

Sie sah mit großen, feucht glänzenden Augen zu ihm auf. „Du- du bist so fürsorglich, Herr“, antwortete sie ihm dann leise.

„Und das mit gutem Grund! Du  hast dich fabelhaft geschlagen, meine Schöne. Du hast dir dieses Bad verdient. Heute und jetzt ist der Erziehungsteil, zumindest der handgreifliche, für dich beendet! Du hast nichts Schmerzhaftes mehr von mir zu befürchten.“ Er sah ihr tief in die Augen dabei und beobachtete, wie in die ihren wieder Tränen stiegen, aber diesmal Tränen der Erleichterung. Der Schock, der sie bis eben noch fest im Griff gehabt hatte, löste sich langsam.

Die Badewanne war riesengroß, und nach ein paar Minuten stöhnte Nina schon vor Schmerzen leise auf.

Matt nickte und verließ sie kurz, öffnete einen Wandschrank und holte ein Päckchen heraus. Er drückte sich eine Tablette in die Hand aus. Nina hatte mit ziemlicher Sicherheit noch nie ein starkes Opiat genommen und heute war sie wohl auch noch nüchtern, hatte auch wenig getrunken und viel geschwitzt. Deswegen gab er ihr nur eine kleine Dosis eines starken Opiates. Er schätzte, dass das ausreichte, um ihr ihre Schmerzen deutlich zu nehmen, sie auch etwas schweben zu lassen, etwas high, leichter im Kopf. Aber nicht zu sehr, sie sollte noch gut ansprechbar bleiben und er hatte ja auch noch so einiges mit ihr vor. Er gab ihr die Tablette mit einem großen Glas Wasser. Sie sah ihn mit Tränen in den Augen unsicher an, er nickte ihr nur befehlend zu, erläuterte ihr sein Handeln nicht. Sie hatte sofort zu gehorchen. Sie nahm sofort die Tablette und trank das Glas Wasser leer. Er nahm es ihr ab und drückte sie dann zurück, so dass sie in dem angenehm temperierten Wasser lag.

Mit einer gewissen Nervosität und Unsicherheit ließ Nina es zu, dass er ihren Körper erneut von oben bis unten mit sanften, erfahrenen Händen säuberte. Sie wurde rot, als er so selbstverständlich und erfahren ihre Vulva wusch. Und es brachte sie noch viel mehr in Verlegenheit, als er sich noch einmal mit der Reinigung ihres Anus beschäftigte. Er lächelte über ihre schamrot brennenden Wangen schließlich hatte er sie heute schon ausgiebig betrachtet und genommen. Aber sie sollte seine erfahrene Hand auch mit Ruhe überall auf ihrem Körper fühlen können, ganz besonders auf ihren intimsten Stellen.

Eine weitere Frage brannte Nina auf der Seele.

„Warum muss ich eine Sklavin sein, Herr?”

Er schloss seine Säuberung gerade ab, wandte sich kurz zu einer bereitstehenden breiten, gut gepolsterten Liege und breitete ein Handtuch aus. Dann umarmte er sie kraftvoll und hob sie wie ein Fliegengewicht aus dem Wasser, was sie für ihn ja auch war. Er setzte sie auf die Trage und wickelte sie in das Handtuch ein, nahm sie wieder auf und setzte sich mit ihr so eingewickelt kurz auf die Bank. Er zog dabei geschickt mit einer kurzen, routinierten Handbewegung einen Stopfen, und das Wasser floss gurgelnd durch zwei Abflüsse ab. Er entlastete ihr schmerzendes Gesäß, sah aber an ihren glänzenden Augen, dass das Opiat schon seine Wirkung tat.

„Nun, weil ich es sehr mag, dich derart an mich zu binden, Nina”, sagte er dann zu ihr und rieb sie dabei ab. „Und es wird sich zwischen uns eine sehr enge Bindung entwickeln, die auf sehr viel Vertrauen basiert, auf beiden Seiten, nicht nur auf deiner, mein Liebes. Ich habe es dir vorhin schon versprochen, sollte das nicht der Fall sein, werde ich dich gehen lassen. Ich bin weder ein Sklavenhändler noch ein Entführer. Ich behalte dich nur, wenn du es selber auch willst. Aber um das herausfinden zu können, musst du eine Zeitlang bei mir gewesen sein und erkennen, was ich damit genau meine.“

„Aber das ist doch pervers”, warf Nina vorsichtig ein. Er ging davon aus, dass das Opiat ihre Zunge jetzt derart lockerte. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das jemals gutheißen werde, was du getan hast heute!“

„Nun, ich würde es nicht als pervers bezeichnen”, stellte er das für sie klar. „Nur als eine sehr direkte, konsequente Umgehensweise mit Frauen. Du wirst von mir hart und konsequent unterworfen, Liebes, so, wie es im Grunde ihres Wesens viele Frauen gerne haben würden. Natürlich bist du jetzt davon erschrocken und abgestoßen. Aber ich kenne dich gut, du wirst es noch verstehen und annehmen lernen. Das ist ein Lernprozess, Liebes, aber ich habe viel Erfahrung mit so schwer verwirrten Frauen wie dir, ich werde dir helfen dabei. Du wirst eines Tages für jeden deiner bisher gemachten Fehler bezahlt haben. Aber du musst unbedingt tun, was ich dir befehle. Wenn du gehorchst und tust, was ich von dir will, dann wird es nicht so schlimm, Nina.”

„Und wie soll es mir jemals gefallen, wenn du mir den Hintern auspeitschst, Herr?”, fragte sie ihn mit einem Beben in ihrer Stimme. „Das ist doch unmenschlich! Und wer weiß, was dir noch so alles einfällt.” Sie sah ihn mit bebenden Lippen an. Er sah ihr nur aufmerksam in die Augen und schwieg für einen bedeutsamen Augenblick.

„Für dich bin ich dein Meister, Nina!” Seine ruhige Antwort auf ihre Befürchtungen war einfach und hart formuliert, aber seine Augen funkelten die junge Sklavin belustigt an. „Du gehörst mir. Und für gewöhnlich kümmere ich mich um mein Eigentum sehr gut. Du würdest von mir niemals ernsthaft ausgepeitscht werden, wie es zum Beispiel damals auf Schiffen der Fall war. Ich werde erkennen, wo deine Belastungsgrenzen liegen, und deine Grenzen bezüglich des Ertragens von Schmerzen nach und nach erweitern. Aber ich werde dich niemals stärker belasten, als du es ertragen und verpacken kannst. Ich möchte, dass du eines Tages mit Stolz an meiner Seite stehst, Nina, Stolz darüber, meine Sklavin sein zu dürfen. Du bist eine kluge Frau, und ich würde dir nicht gerecht werden, wenn es anders kommen würde. Und das würde es, wenn ich dich so auspeitschen würde, wie du das gerade befürchtest. Verstehst du den Unterschied?“

„Wirst du mich wirklich peitschen, Herr?” fragte sie weiter, und ihr Gesicht zeigte deutlich ihre Angst. Die Peitsche war tatsächlich das zentrale Thema ihrer Angst, ihre Gedanken kreisten ruhelos um sie, obwohl er sie bei ihr gar nicht eingesetzt hatte. Das schwerste Züchtigungsmittel heute für sie war der Kochlöffel gewesen, und mit dessen dosierter Anwendung war er mehr als zufrieden gewesen. Sie zeigte deutlich weniger Angst bei seiner stereotyp sich wiederholenden Erklärung, dass er sie bei sich behalten würde, als seine persönliche Sklavin. Das empfand er als sehr positiv, Nina schien anzufangen, ihm in einem gewissen Maße zu vertrauen, trotz dem, was er sie heute hatte erleiden lassen.

„Oh ja, das werde ich“, ging er auf ihre Frage dann ein. „Aber nur, wenn deine Ausbildung es erforderlich macht, Ich bin kein Freund der Peitsche, ich bevorzuge meine Hand. Das heißt, wenn du dich gut benimmst und tust, was ich dir sage.”

Nina schüttelte sich.

„Ich habe Angst, Herr”

Er öffnete das Badetuch und streichelte ihr über die nun zart warmen Brüste, nahm sie nacheinander in die Hand, abwiegend, aber nicht grob oder schmerzhaft. „Ja, ich weiß. Am Anfang haben alle Frauen Angst. Aber so wird es immer für dich sein. Es gibt für dich keine Sicherheit vor mir, vor gar nichts, was ich mir für dich so ausdenke. Du wirst alles, was ich von dir erwarte und dir befehle, sofort tun und über dich ergehen lassen müssen. Das ist dein neues Leben, das sind die Regeln dafür unter mir. Du bist meine persönliche Sklavin. Du stehst aber auch unter meinem persönlichen Schutz. Ich bin dein Beschützer, vor dem du dich nicht schützen kannst, aber du wirst immer zu mir kommen können, und wer etwas von dir will, der muss erst einmal an mir vorbei. ” Er streichelte ihr sanft über den Kopf. „Okay, und jetzt setz dich dort hin!” Er zeigte auf eine kleine Bank, die in die jetzt leere Wanne eingelassen war.

Nina gehorchte, stand mit seiner Hilfe mühsam auf wackeligen Beinen und ging die paar Schritte zurück zu der großen Wanne, gestützt von ihm. Er wusste nur zu gut, dass es nach der Tortur, die hinter ihr lag, schon sehr gut war, dass sie überhaupt noch gehen konnte. Ihr Arsch und ihre Oberschenkel waren hinten schön düsterrot und nur leicht angeschwollen. Striemen zeichneten sich wie ein komplexes Muster auf ihrer zarten Haut ab, wie Körperschmuck, und er empfand sie auch als schmückend für seine Sklavin. Gute Pflege, Herr Doktor, sagte er bei diesem erfreulichen Anblick lächelnd zu sich selber und half Nina in die Wanne zurück. Auf der breiten Bank sitzend war sie bereit für ihre erneute Spülung. Auf seine ruhige Anweisung hin spreizte sie zaghaft und nervös ihre Beine.

„Was tust du da, Herr?”

„Ich werde deine Scheide noch einmal kurz spülen, Kleines, wie in der Dusche schon. Als meine Sklavin mag ich dich immer schön sauber. Später wirst du das selber tun können”, erklärte er. „Du hast Glück, dass du nicht so viele und vor allem kurze Haare hast. Da werde ich gleich nur ein wenig Hand anlegen müssen. Du wirst dich eine ganze Weile lang nicht rasieren müssen.” Was er ihr nicht sagte, war, dass er beide Male das Spülwasser auf Blutspuren untersucht hatte, sehr scharf hingesehen hatte, und froh war, auch beim zweiten Mal keine finden zu können. Er war ja auch nicht so hart zu Werke gegangen, dass so etwas zu befürchten war. Dennoch, es konnte passieren, und deswegen würde er sich ihre Scheide gleich noch kurz ansehen, das war nicht nur eine Eingewöhnungsmaßnahme. Er hatte keine Lust, seine neue Sklavin heute Nacht irgendwann ins Krankenhaus bringen zu müssen.

Er hatte die Spülung währenddessen wie eben unter der Dusche schon beendet, hob sie in das Handtuch gewickelt wieder hoch und legte sie diesmal auf die Liege. Er ließ das dicke, weich duftende Handtuch auf ihrem Körper noch für einen wärmenden Moment geschlossen, während er eine scharfe Rasierklinge, ein Metallschüsselchen mit Wasser und einen Rasierpinsel mit Rasierschaum heran holte. Er setzte sich neben ihre Beine. „Bitte öffnete mir deine Beine und stelle das an der Wand hoch“, befahl er ihr mit einer ruhigen, sanften Stimme. Nina gehorchte ihm sofort, zeigte erste Zeichen der Ergebung und des Gehorsams, die er an ihr sehen wollte. So etwas musste er natürlich sofort belohnen. Tatsächlich belohnte er es schon dadurch, dass er diese Verrichtungen niemals bei einer Frau, die ihm etwas bedeuten könnte, einem anderen Menschen, sei es Mann oder Frau, überlassen würde, aber das konnte sie ja nicht wissen. Und er hielt es auch für ausgesprochen wichtig, dass sie jetzt ihre Fragen alle in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre stellen konnte.

„Obacht, ich werde deine Scheide mit einem abschwellenden und entzündungshemmenden Gel behandeln, Liebes“, warnte er sie. „Es wird also noch einmal kühl, aber das Therapeutikum wirkt wirklich gut und du bist mir ja nun wahrhaftig auch nicht mehr fremd, so dass Scham jetzt völlig unangebracht ist!“ Er sah ihr bei seinen Worten wieder tief in die Augen, sie nickte nur mit großen, glänzenden Augen. Er trug das Gel reichlich auf seinen Finger auf und führte ihn dann so in ihre offene Scheide ein, verrieb das Gel in ihr sorgfältig und so tief, wie er kam, holte noch zwei Mal nach. Blut sah er auch jetzt überhaupt keines, sie fühlte sich nur weiterhin sehr geschwollen an. Er war jetzt doch deutlich beruhigter.

„So, dann kommt jetzt nur noch die Rasur!“ Nina blieb weiter so entspannt liegen, als er ihre Vulva mithilfe des Rasierpinsels überall einschäumte. Er schob vorsichtig und sanft zwei Finger in ihre vordere Scheide, um sie bei der Intimrasur nicht zu verletzen. Sie fühlte sich durch die Schwellung samtig warm und weich dort an. Die Rasur hatte er blitzschnell verrichtet, er zog seine Finger wieder heraus und sah Nina dabei tief in die Augen. Abscheu vor ihm und seinen Fingern konnte er keinen mehr lesen in ihrem Gesicht, stattdessen sah sie ihn deutlich verunsichert an. Er lächelte ihr in die Augen, bevor er den Blick kurz senkte. Wieder kein Blut auf seinen Fingern. Er beschloss, es bei diesen Vorsichtsmaßnahmen zu belassen und ihr den Entenschnabel jetzt nicht mehr zuzumuten. Er rasierte genauso schnell ihre Achselhöhlen, mit ihren Beinen hatte er keine Arbeit.

„Dann drehe dich bitte einmal, meine Schöne“, bat er sie mit sanfter Stimme. Wieder gehorchte sie sofort, drehte sich auf den Bauch. Er behandelte wortlos ihr hochrotes Gesäß und ihre Oberschenkel ausgiebig mit der abschwellenden Salbe, die er schon vorher genommen hatte. Dann nahm er sich aus einem Spender, der vorgewärmte Öle enthielt, warmes Öl und massierte ihre Rückenmuskulatur damit kräftig auf, bis er spürte, dass Nina sich unter seinen kräftigen Händen zu entspannen begann. Sie schloss die Augen und begann tief und regelmäßig zu atmen. So ließ er sie wortlos für einen Moment liegen, in dem er sich umkleidete für die Nacht und das Bad wieder reinigte. Er war doch nasser geworden, als er es vorgehabt hatte, eigentlich hätte er gleich mit ihr zusammen duschen können, dachte er erheitert. Aber es war ihm wichtig, dass Nina ihn als ihren neuen Herren nicht direkt so intim sah.

Als er mit diesen Verrichtungen fertig war, waren die Salbe und das Öl eingezogen und ließen ihre Haut sanft schimmern.

„Dann mal wieder auf mit dir!“, weckte er sie aus einem leichten Dämmerschlaf. Schon deutlich agiler kam sie wieder hoch und setzte sich aufrecht hin. Er zog ihr ein schlichtes, weißes Nachthemd über, das so gerade eben ihre Blößen bedeckte. Dann hob er ihr Gesicht zu sich empor. „Das ist die Belohnung für dein Verhalten jetzt“, machte er ihr klar. „Wenn du dich mir ergibst, kann ich dich sehr glücklich machen! Vielleicht kannst du dir das jetzt schon ein wenig besser vorstellen.“

Er ließ ihr leicht umfasstes Kinn wieder los und hob sie in seine Arme. Sie duftete nun wirklich wie ein Rosenstrauch, zart und blumig. „Mach die Augen zu, Kleines!“, bat er sie. Sie legte den Kopf an seine Schulter und gehorchte ihm wieder unverzüglich, eine schlichte Geste, die ihn anrührte. Er trug sie mit raschen Schritten durch das Zimmer, in dem er sie sich eben vorgenommen hatte, und betrat mit ihr das angrenzende Schlafzimmer. Er legte sie ins Bett, deckte sie gut zu. Ihr fielen dabei schon die Augen zu.

Er nahm noch einmal ihr Kinn. Sie öffnete ihre großen, grünen, jetzt ruhigen Augen wieder und sah ihn ohne Angst an. „Ich werde dich nicht an das Bett fesseln, Kleines! Wir werden deinen Gehorsam mir gegenüber jetzt schon einmal austesten. Normalerweise würde eine so behandelte Frau mit allen Mitteln zu fliehen versuchen. Ich räume jetzt das Nebenzimmer auf und lege mich dann zu dir. Vertrauen muss man sich erst verdienen, und das gilt für beide Seiten, für dich wie für mich. Also enttäusche mich bitte nicht und entspreche dem Vertrauen, das ich jetzt in dich setzte. Ich bin gleich wieder bei dir!“ Er küsste sie sanft auf die Nasenspitze und lächelte ihr aus dieser Nähe in die Augen. Dann stand er auf und ließ sie ungefesselt im Bett zurück. Er drohte ihr mit keinem Wort, er sagte ihr nicht, wie schnell er sie wieder eingefangen haben würde, weil ihr Nachthemd einen Peilsender trug und sie es wohl kaum auf einer Flucht ausziehen würde. Er drehte sich an der Tür nur noch einmal lächelnd zu ihr um. Sie folgte seinen Schritten mit schläfrigen grünen Augen, irgendwie verträumt. Er lächelte sie noch einmal liebevoll und anerkennend an, dann verschwand er für ungefähr zehn Minuten und brachte das Nebenzimmer wieder in Schuss.

***

Als er zurückkehrte, war seine Nina nicht geflohen. Sie hatte die Augen geschlossen und lag noch so da, wie er sie hingelegt hatte. Ihr Atem ging ruhig und regelmäßig, aber er wusste, sie schlief noch nicht. Er zog sich bis auf seine Boxershorts wieder aus und legte sich aufatmend zu ihr. Auch für ihn war das ein anstrengender, wenn auch überaus schöner Tag gewesen. Er nahm sie warm unter der Decke in die Arme und küsste ihr zierliches Gesicht mit vielen kleinen, zärtlichen Küssen.

„Erst dachte ich, ich würde unmöglich hier liegen bleiben können und nicht versuchen, zu fliehen, Herr“, bekannte sie ihm dabei leise.

„Und warum hast du es dann nicht getan?“, fragte er sie neugierig.

„Ich weiß es selber nicht“, antwortete sie ihm schläfrig und kuschelte sich vertrauensvoll an ihn. „Vielleicht, weil du mich mehr beeindruckt hast, als ich es vorhin geahnt habe, Herr? Ich möchte es versuchen, ich möchte versuchen, deine Sklavin zu werden, wenn du das Versprechen, was du mir eben gegeben hast, auch einhältst.“

„Meine Frau, Nina!“, entgegnete er ihr leise lächelnd. „Du wirst nicht immer als Sklavin angesprochen werden. Das tun wir nur in intimen Momenten, so wie in diesen jetzt. Du bist eine starke, kluge und bewundernswerte Frau, ich habe mich in dir nicht geirrt und werde dich nicht entwerten. Für alle Fremden wirst du meine Frau sein!“ Sie kuschelte sich stärker in ihn hinein, und das löste in ihm ganz besondere Gefühle aus, solche von liebevoller Fürsorge und Beschützen-Wollen, die sich so völlig von denen unterschieden, die er bisher gehabt hatte, seitdem Nina in seiner Gewalt war. Er merkte es jetzt schon, das hier machte auch etwas mit ihm, nicht nur mit ihr. Er hatte bisher noch nie so ausgeprägt den Wunsch verspürt, eine Frau zu beschützen, und was sollte er dazu sagen? Es gefiel ihm sehr, so erstaunt er darüber auch war.

Sie atmete tief durch, atmete den Duft seiner Haut tief ein, die Augen geschlossen. „Das ist gut“, murmelte sie schläfrig. Sie war zu Tode erschöpft und ihr Körper verlangte nun energisch Ruhe. Sie schlief übergangslos in seinen Armen ein, während er noch einige Zeit wach blieb, sie sanft streichelte und nachdachte. Sie hatte ihn beeindruckt heute. Sehr beeindruckt. Und darüber war er sehr froh.

***

 ©Matt

All the beautiful sounds of the world in a single word, Maria, Teil 4

 „Das Versohlen deiner prallen Arschbacken ist phantastisch für mich, Kleines“, sagte er leise über ihr. „Auch dein Anblick ist das. Phantastisch, wie du mir nur deinen strammen wackelnden Arsch präsentierst! So gefällst du mir am besten, mein Kleines, nur dein Arsch und meine laut klatschenden Schläge!“ Sie heulte nur weiter, konnte sich aber trotz seiner harten Worte immer mehr fassen. Er glitt mit seiner Hand wieder vorsichtig tastend tiefer, sie fühlte sie auf einmal wieder in ihrem Schritt. Sie stöhnte weinend auf, er streichelte ihren Schritt mit vorsichtigen Fingern und fuhr dann mit einem Finger tastend wie bei einer Untersuchung in ihre Scheide, schob ihn tief vor. Er bewegte ihn leicht tief in ihr, tastete ihre Scheide ruhig und vorsichtig tief innen ab. Alles ok da drinnen, konstatierte er ruhig für sich, er hatte sie nicht verletzt. Sie war sogar relativ wenig angeschwollen aber er hatte sie ja auch noch nicht richtig hart durchgevögelt. Ihr weißglühender, heiß brennender Hintern und seine Untersuchung ließen sie erstarren. Ihr Kopf hing immer noch fast auf dem Boden und ihre strammen Schenkel hielt er immer noch eisern zwischen seinen Oberschenkeln eingeklemmt.

„Nun, mein Kleines, was hättest du denn jetzt gerne? Willst du durchgefickt werden oder darf es noch eine Tracht Prügel mehr setzen?“ Er lächelte auf ihren jetzt immer dunkler rot leuchtenden Arsch herab, der langsam richtig anschwoll und damit immer praller wackelte, sah auf seinen Finger tief in ihrer Scheide. Als ob sie da eine Wahl hätte! Aber ihre stotternden Worte und ihr hilfloses Heulen erregten ihn maßlos, er lächelte, seine Augen blitzten auf, als ihre mühsam gestammelten Worte von unten herauf zu ihm drangen. Er schob einen weiteren Finger in sie vor und begann, sie wieder mit zwei Fingern zu ficken, gleichzeitig streichelte er mit der anderen Hand bedeutungsschwer ihre glühend heißen Bäckchen.

„Du- du- durchficken, Herr“, stammelte sie heulend. „Nur nicht mehr schlagen, bitte! Diese Schmerzen ertrage ich nicht mehr!“ Er streichelte weiter ihren heiß brennenden Arsch und nickte dann. Er fickte sie aber einfach schweigend so weiter, die andere Hand schwer streichelnd auf ihren Backen, über ihnen schwebend wie ein Damoklesschwert, sein Einverständnis hatte sie ja nicht sehen können. Er ließ sie wortlos bewusst im Ungewissen, fickte sie mit den Fingern durch und streichelte ihre heißen Bäckchen. Das hatte er so bisher noch nicht tun können, ihre angespannten, kernigen Backen versohlen und sie gleichzeitig ficken. Er streichelte ihr einmal lang den tief gesenkten Rücken hinunter, immer noch schweigend.

„Mein Liebes, ich entscheide hier, wann du die Schmerzen nicht mehr ertragen können wirst, die ich dir zufüge!“, stellte er diesen wichtigen Sachverhalt für sie dann mit leiser, überlegter Stimme klar. „Mit Schmerzen kenne ich mich aus, und du glaubst ja gar nicht, was du an Schmerzen ertragen können wirst, bis das dann wirklich nicht mehr geht!“ Ihr Körper erstarrte, ihr leises Heulen brach unvermittelt ab, er sah es ihr an, sie hatte seine bewusst hart gewählten Worte sehr gut verstanden. Er nickte zufrieden.

Dann verstärkte er ruckartig seine Fickbewegungen, fickte sie jetzt kräftig mit seinen Fingern ruhig auf seinem Oberschenkel herab hängend durch. Dann setzte er die nächsten Schläge, bewusst schmerzhaft und schwer klatschte seine Hand furchtbar hart auf ihre strammen, nachfedernden knallroten Backen. Links, rechts, links rechts, immer methodisch aufeinander und mit vollem Körpereinsatz seinerseits setzte er sie jetzt, fickte sie dabei immer härter durch. Er ignorierte ihr verzweifeltes Aufheulen völlig, seine Schläge, jetzt sehr rhythmisch, waren so hart, dass sie ihren zierlichen Körper erschütterten und ihr die Luft aus den zarten Lungen trieben. Ihr Heulen wurde zu einer rhythmischen Sirene, die von unten zu ihm herauf stieg. Er lächelte, er liebte dieses Heulen an ihr, das zeigte ihm, dass er sie völlig im Sack hatte. Sie wehrte sich nicht mehr, ließ sich von ihm den strammen Arsch ohne jede Gegenwehr durchprügeln und heulte nur zum Steinerweichen. Er wollte sie lauter heulen hören, fickte sie deswegen jetzt immer härter und tiefer, lauschte dem lauten Knallen seiner Hand Haut auf Haut auf ihrem wackelnden Arsch, genoss diesen prachtvollen Anblick, wie ihre elastischen Backen nachwackelten, sah genau auf seine Finger, die immer tiefer in sie stießen. Er betrachtete genau, wie seine harten Schläge das Blut kurz aus ihrer Haut trieben, seine Hand für einen Moment wie ein hellerer Abdruck auf ihrem Prachtarsch abgebildet blieb, bis das Blut wieder dunkel in die zarte Haut schoss und sie sich ihrer dunkelroten Umgebung wieder anpasste. Als er ihren ganzen Arsch vom Steiß bis tief auf die Oberschenkel noch einmal gründlich so eingedeckt hatte, stellte er seine Schläge dann erst einmal ein und betrachtete lächelnd sein Werk, sie immer weiter fickend. Wieder wartete er geduldig, bis ihr lautes Schreien wieder abebbte. Sein Schwanz sprengte jetzt fast seine Hose, nun war sie definitiv fällig, nun würde er sie durchvögeln, wirklich windelweich ficken. Nun hing sie trotz der maßlosen Schmerzen, die er ihr bereitet hatte, ruhig über seinem Oberschenkel. Seine eigene Handfläche brannte inzwischen von seinen harten Schlägen. Er freute sich schon auf die zukünftigen Sitzungen mit ihr, er würde ihr den drallen Arsch überall strammziehen, auch in der Öffentlichkeit. Jetzt war ihr Arsch zwar durch sein methodisches hartes Versohlen glühend heiß und brannte in ihrem ganzen Unterleib nach, aber er wusste aus Erfahrung, da ging noch etwas heute. Noch konnte er so einiges ab.

„Ich denke, du bist so weit, mein Liebling“, sagte er dann schließlich sanft über ihr und tätschelte ihren schwer versohlten Arsch genüsslich. „Dir ist aber schon klar, was das bedeutet, dass ich dich heute versklavt habe?“

„Ja, Herr“, antwortete sie ihm heulend, gebrochen über seinem Bein hängend.

„Wiederhole es!“, wies er sie scharf an.

„Du hast mich heute Nacht zu deiner Sklavin gemacht, Herr“, wiederholte sie schluchzend von unten herauf. Er nickte ruhig und streichelte ihr durch die zerwuselt herabhängenden Haare. Ihre Stimme war kaum noch zu verstehen. Dann half ihr lächelnd hoch. Er öffnete endlich seine feste Beinzwinge und stellte sie auf ihre wackeligen Füße. Er stützte sie umsichtig, stand auf und sah lächelnd auf seine neue Sklavin herab. Er hielt ihr schweigend sein Taschentuch um die Nase, sie putzte sie sich gründlich und laut schnaubend, schluchzte immer wieder auf.

„Dann komm mit mir“, befahl er ihr ruhig. „Ich will dich jetzt endlich ficken, meine Kleine! Das habe ich mir jetzt redlich verdient!“ Er sah, wie ihr Gesicht erschrocken zu ihm auffuhr und streichelte ihre tränennassen Wangen sanft. „Keine Bange, nach diesem Marathon auf deinem reizenden Arsch wird der Rest für dich eine Spazierfahrt, Kleines!“, beruhigte er sie lächelnd. Er nahm sie um sie Hüfte und führte sie völlig nackt in die Hütte.

Sie ging brav sofort mit ihm, er sah mit Genugtuung auf sie herunter, sie befolgte jetzt jeden seiner Befehle. Mit deutlich sichtbare Angst und unverhohlenem Schmerz zwar, aber immerhin gehorchte sie ihm aufs Wort. Sie ging nur etwas steifbeinig, sie musste ihr Arsch wirklich höllisch schmerzen. Aber trotz dieses schmerzenden Körperteils lief sie neben ihm mit geraden Schultern, den Kopf aufrecht, sie bewegte sich mit einer gewissen Anmut in seinem sie führenden Arm, die aber keineswegs künstlich wirke. Matt war sich sicher, Maria behandelte alle Menschen gleich, sie schenkte einem wohnungslos auf der Straße Lebenden das gleiche Lächeln wie ihrem Professor an der Uni. Sie dachte nicht darüber nach, es allen Recht machen zu wollen, auch ihm jetzt nicht, sie war sich Ihrer selbst so sicher, dass sie einfach DA war.

Sie dachte auch nicht darüber nach, was andere von ihr dachten. Wie viele Frauen hatten ihn an dieser Stelle gefragt, was er in ihnen sah, wie viele! Maria stellte ihm diese Frage nicht. Natürlich wollte sie von anderen Menschen  gemocht werden wie alle Menschen, aber sie machte sich nicht abhängig von der Meinung anderer. Sie wusste offensichtlich, dass die Meinung der anderen mehr davon abhing, was sich in deren Köpfen abspielte, und weniger davon, wie sie tatsächlich war. So hatte sie sich auch im Café schon verhalten, das war einer der Punkte, der ihn an ihr so angezogen hatte.

Er hatte beobachten können, dass sowohl Männer wie Frauen an ihr beides bewunderten, ihren Charme und Ihre Freundlichkeit, gleichzeitig wusste aber jeder, dass man ihre Sympathie weder kaufen noch durch Schmeichelei gewinnen konnte. Sie behandelte mit Sicherheit die Männer so, wie sie es wollte und nicht so, wie es die Männer vermeintlich von ihr erwarten. Gerade das machte ihn nun so richtig scharf auf sie. Er hatte ihr nach allen Regeln der Kunst den nackten Arsch versohlt, und dennoch bewegtes sie sich frei und ungekünstelt neben ihm in seinem führenden Arm, kam gar nicht auf die Idee, ihn nach seinen Vorlieben zu fragen, um ihm alles nun rechtmachen zu können und so weiteren Schlägen entgehen zu können.

Er machte in der Hütte das Licht an und schloss die Tür hinter sich. Dann trat er wieder zu Maria, die brav auf ihn gewartet hatte. Er umfasste jede ihrer prächtigen Möpse von hinten und drückte sie kräftig in seinen großen Händen, die gerade eben noch auf der blanken Haut ihrer wackelnden Backen getanzt hatten. Er fühlte zufrieden, wie sie zusammen zuckte. Er bewegte sich leise wie eine Katze.

„Nun, mein Kleines, du bist meine Sklavin, das heißt, du hast keine eigenen Rechte mehr, weder auf dich als Persönlichkeit noch als Mensch. Du gehörst mir, ich kann dich jetzt stramm durchficken. Mir ist danach, dich gewaltsam zu vögeln, dich zu vergewaltigen. Ich will, dass du das weißt! Das mache ich fast immer so mit jeder meiner Frauen, die ich neu an mich nehme, und mit jeder anderen auch. Für mich ist das völlig normal! Ich will dich stöhnen und heulen hören, wenn ich dich jetzt ficke, ich will sehen, wie es dir weh tut! Ist dir das klar, mein Mäuschen?“

Seine Stimme blieb trotz seiner eiskalt drohend erklärenden Worte freundlich, aber er griff mit einer Hand in eine ihrer heiß glühenden Backen und kniff sie kräftig hinein. Sie heulte auf, sofort packte er mahnend ihre Brust in seiner anderen Hand und quetschte sie warnend zusammen. Wieder kniff er sie in ihre dralle Backe, und er konnte sich wirklich kaum noch beherrschen, ihr seinen schon schmerzenden Schwanz nicht direkt hier hart in den Arsch zu rammen. Aber er wollte sie nicht jetzt im Stehen schon so hart vögeln, etwas Zeit zur Vorbereitung auf das Kommende brauchte sie nun, die wollte er ihr geben.

Er wartete kurz auf ihre Antwort. Dann bekräftigte er seine Worte noch. „Ich will, dass du es weißt, mein Mäuschen, dass ich dich vergewaltige. Das wird kein netter, gemütlicher und komfortabler Fick, wie du es bisher kennen gelernt hast! Ich habe alle Rechte über dich, ich kann dich auch zu Tode ficken heute Nacht. Sei dankbar, wenn ich das nicht tue! Frauen auf der ganzen Welt ergeht es heute Nacht schlechter als dir! Ist das klar?“ Seine letzten Worte waren jetzt scharf geworden, und er kniff sie begleitend noch einmal in ihre stramme Backe.

„Aua, aua! Ja, Herr!“, schluchzte sie auf.

„Gut“, sagte er leise hinter ihr, „dann vorwärts mit dir! In die Fickposition!“ Er führte sie zu einem breiten, schmucklosen Bett mit einem riesigen Spiegel an der Wand dahinter. Sie ließ sich weich führen, ging ohne zu zögern oder mit den Füßen zu tasten blind in die Richtung, in die er sie mit seiner Hand in ihrer schmalen Taille lenkte. Über irgendetwas unvermutet zu stolpern war jetzt anscheinend die geringste ihrer Sorgen, sie hatte seine eindringliche Warnung also verstanden. Direkt vor dem Bett hielt er sie mit beiden Händen um ihre schmale Taille herum fest.

„Dann steige hoch!“, befahl er ihr mit harter Stimme. „Und knie dich einfach direkt auf die Kante der Matratze!“ Sie gehorchte, kniete jetzt demütig und gehorsam vor ihm, die Arme immer noch hinter ihrem Rücken gefesselt. Er ließ sie einen Moment so, trat einen Schritt zurück und zog seinen Mantel aus, legte ihn beiseite, schlüpfte aus seinen eleganten Schuhen und schob sie mit dem Fuß zu seinem Mantel. Dann öffnete er seine Hose, befreite endlich seine steinharte, vor wilder Erregung heiß pochende Erektion und ließ die Hose mit klapperndem Gürtel herab. Er stieg aus, legte sie auf den Mantel und zog sich auch sein teures graues Oberhemd aus. Darunter trug er ein ebenso feines schwarzes Shirt. Dabei sah er im Licht endlich sein Werk in voller Pracht, ihr Arsch prangte schon fast purpurrot, eine phantastische Arbeit. Trotz seiner harten Gürtelhiebe waren kaum Striemen zu sehen, nur ein sehr feines Muster. Das brachte so nur ein Fachmann wie er fertig. Er sah kurz auf seine eigene Erscheinung hinter ihr im Spiegel, er achtete streng auf sich, war gut durchtrainiert. Es hatte seine Gründe, warum er seine Vorlieben so direkt auslebte.

„Sehr gut“, lobte er sie leise. „Jetzt spreize die Beine… weiter… noch weiter, die Knie auseinander, Mädchen! …. ja, so ist es gut!“ Er trat wieder hinter sie, zwischen ihre gespreizt stehenden Füße und fasste sie leicht um die Taille. „So, und jetzt vorbeugen!“ Er hielt sie fest, als sie sich vornüber beugte, bis in die Waagerechte. „Das ist deine Fickposition für mich, Sklavin Maria!“, verdeutlichte er ihr mit kalter Stimme diese Position und ließ sie einen Moment so am ganzen zierlichen Körper zitternd warten, hielt sie nur mit seinen Händen um ihre schmale Taille herum fest. Diese eindringlich demütigende Position sollte sich in ihren Geist brennen. Und er wusste, das tat sie im Moment auch wie ein Brandeisen. Er lächelte auf sie herab. Seine kleine, brave Frau! „Ich werde dich von hinten ficken“, kam seine dunkel ruhige Stimme dann von ihrer Rückseite, er musste sich schlicht und ergreifend zur Ruhe zwingen, deswegen klang sie drohend. Er betrachtete lüstern ihren sich angstvoll anspannenden Körper vor sich im Spiegel, ihre wippenden Brüste unter ihrer schnellen Atmung. Sie begann, kräftiger zu zittern, er fühlte es mit seiner besitzergreifenden Hand auf ihrer schmalen Taille und er sah es im Spiegel.

„Bitte, Herr, vergewaltige mich nicht!“, flehte sie leise fast außer sich vor Angst. Er lächelte.

„Ich habe es dir eben erklärt, Maria! Aber ich will deine Bitte mal deinem glühenden Arsch zuschreiben! Du bist meine Sklavin und du bist dazu da, genau das ist es, wofür ich dich bei mir habe! Klar und deutlich genug jetzt?“

Er nahm seinen schmerzhaft prall erigierten Schwanz ohne Umschweife in die Hand, hielt sein groß angeschwollenes, pochendes Glied bereits gegen ihre Scham gerichtet und hob Maria leicht mit dem Oberkörper wieder an, so, dass sie leicht nach vorne gebeugt verharrte. Dann spreizte er ihre dunkelrot geklopften, prall angeschwollenen Backen und ließ seine Eichel in ihre nasse Scham eintauchen, zwischen ihre inneren Schamlippen. Sie stöhnte bebend auf. Er suchte und fand mit seiner empfindlichen Spitze ihr kleines Loch. Er wollte sie ja nicht verletzen, wenn er sich jetzt in sie hineinrammen würde. Deswegen schob er seine Eichel sensibel vor, bis sie ihren Scheideneingang mit ihrem ganzen Umfang weitere. Er sah noch einen schweigenden Moment auf dieses prachtvolle Bild vor sich im Spiegel. Der bebende, kräftig zitternde zierliche Körper seiner Sklavin, die er schon mit seiner Eichel so weit penetrierte und so weit dabei weitete, dass ihr die Tränen herabkullerten vor Schmerz.

Dann packte er mit dem rechten Arm um ihren Oberkörper, legte seine Hand auf ihre linke pralle Brust, packte sie grob und rammte ihr gleichzeitig von unten seinen Pfahl ganz hinein, gab ihr sofort seine volle Länge zu schmecken. Und es empfing ihn Nässe, eine unglaubliche, warme Nässe, keinerlei Trockenheit, ihre Scheide war nur unglaublich eng. Er ließ seine junge Sklavin aufbrüllen vor Schmerz, fühlte, wie sich ihre enge Scheide schlagartig massiv dehnte und um seinen harten Schwanz herum fast ebenso hart zusammen zog, um ihn aufnehmen zu können. Mein Gott, war ihre Scheide eng!, dachte er noch wie berauscht, dann übermannte es ihn endgültig und er ließ sich gehen, alle Dämme brachen in ihm.

Er legte blitzschnell den anderen Arm stützend um ihren Unterleib und zog seinen Schwanz halb heraus, ramme ihn wieder so tief in sie hinein, dass er tief in ihr hart anstieß und sie brutal innen weitete. Sie brüllte vor Schmerz erneut auf, und er fickte sie brutal in schnellen, harten Stößen, immer halb heraus und sofort blitzartig mit einem energischen Schwung seines Beckens wieder ganz tief in sie hinein. Sie war unglaublich eng, massierte seinen Schwanz wirklich hervorragend, und ihre panisch aufgerissenen Augen, ihr panisches Entsetzen verlieh diesem ersten brutalen Akt eine ganz besondere Note, eine zusätzliche Würze. Das war nicht der erste Schwanz, den sie in sich fühlte, aber es war ganz sicher der längste und dickste, und seine Vorbereitung trug nun Früchte, sie wusste, dass er sie brutal vergewaltigte, ihr bewusst eine unglaubliche Gewalt antat.

Das törnte ihn unglaublich an, er packte sie und stieß sie rhythmisch schnell und sehr hart, ließ ihre prachtvolle Möpse bei jedem harten Stoß in sie hüpfen. Kraftvoll trieb er seinen großen, breiten Schwanz in ihre enge Scheide vor, die durch die panische Angst und die unglaublichen Schmerzen seiner jungen Sklavin noch enger war. Er wusste, für sie fühlte es sich an, als würde er sie in zwei Teile tief in ihr reißen. Das gefiel ihm außerordentlich gut, er hielt seinen Blick fest auf ihren hüpfenden Brüsten und ihrem angstvoll aufgerissenen Mund und nagelte sie eisenhart. Maria schrie ununterbrochen, weinte und flehte, doch all das nutzte ihr herzlich wenig. Für sie musste sich sein Schwanz wie eine glühende Eisenstange in ihrer zarten Scheide anfühlen.

Er nagelte sie nur noch härter und schneller, versenkte seinen Schwanz bis zum Anschlag in seine Sklavin, so dass Haut auf Haut klatschte, und das so schnell, als würde er sie wieder versohlen. Er hämmerte sie schnell und hart, legte seine ganze Kraft in seine schnellen Stöße, fickte die heulende Frau so brutal wie möglich. Ihr mitleiderregendes Winseln stachelte ihn noch mehr an, ihre hüpfenden Brüste, ihr zierlicher Körper, ihm ganz in seinen kräftigen Armen ausgeliefert, der enge Kranz tief in ihr, den er weitete und der sich muskulös um seine Spitze legte, das alles schickte ein glühendes Brennen durch seine Adern.

Er stöhnte schwer auf, fühlte, wie es gewaltig in ihm aufstieg. Und dann biss er ihr hart mit voller Kraft in die völlig verspannte Nackenmuskulatur und ergoss sich relativ rasch das erste Mal heiß und stöhnend in sie, pumpte seinen aufgestauten Saft in mehreren Schüben heiß in das tiefste Innerste seiner laut schreienden neuen Sklavin.

Er verharrte so tief in sie gerammt, bis sein zutiefst entspannendes, befriedigendes und befreiendes Zucken endlich wieder nachließ, genoss ihr Heulen und Flehen wie Musik in seinen Ohren, genauso wie seine nur zögernd abflauende, brennende Erregung, die ihn hatte förmlich zum Tier werden lassen. Entspannung durchflutete seine Adern schwer wie eine Droge, er schloss selig die Augen.

„Das war zum Warmwerden, meine Schöne“, raunte er ihr dann leise an ihrem Ohr zu. „Mann, war das gut! Jetzt habe ich dich aufgebohrt, jetzt bist du wundervoll fickbar und geschmiert wie mit Öl! Stelle dich auf einen wilden Ritt ein! Ich hab noch viel mit dir vor!“

Seine arme kleine Maria stöhnte zum Gotterbarmen. Er lächelte bei diesen Lauten, beschloss aber bei sich, ihr gleich wieder einen wesentlich besseren Grund zum Heulen zu geben.

Er hielt für eine Weile seinen ganz tief in seine Sklavin gestoßen Schwanz in ihr ruhig, genoss es, wie ihre engen Scheidenwände seinen Schwanz massierten. Dann bewegte er seinen nur leicht weicher gewordenen Schwanz tief und langsam weiter in seiner heulenden und wimmernden Sklavin, fickte sie genüsslich in seinen Armen langsam weiter durch, bis sein Schwanz durch ihre Massage schon wieder stramm in sie stieß. Sie bemerkte das natürlich, ihr Heulen wurde wieder lauter und panischer.

Er griff um ihre prachtvollen Glocken und knetete sie hart, fickte sie dabei schon wieder schneller in ihr tiefstes Innerstes, aber noch nicht richtig schnell. Er walkte ihre großen Glocken mit harten Griffen durch, legte sich dabei den Oberkörper seiner Sklavin leicht auf seine knetenden Hände etwas nach vorne zum nächsten Fick bereit. Nun war sie in der besten Stellung, um sie so richtig lange ein zweites, genüssliches Mal so richtig durch zu vögeln. Er griff mit einer Hand in ihren prallen, verwalken Globus und genoss ihr Zappeln und Aufkreischen dabei. Ein harter Schlag folgte sofort darauf, als Strafe, sie heulte auf und er wiederholte das auf der anderen Seite.

Er sah auf ihre hinter ihrem Rücken gefesselten Arme herunter und stieß sie schon wieder schneller. „Ich werde dir mitten in der Öffentlichkeit den Arsch versohlen, Kleines, und dich stramm durchficken, wann immer mir danach ist!“ Er sah auf ihren nach vorne gestoßenen Rücken herunter, hörte ihr lautes Heulen. Er gab ihr ein paar feste, laut klatschende Schläge auf jede straffgezogene Arschseite, versohlte sie so genüsslich ein paar Minuten auf die Randpartien ihrer heißen Bäckchen weiter. Marias Schluchzen vermischte sich mit Aufstöhnern, als er sie immer härter dabei stieß. Ihre prallen Glocken wackelten dabei in seinen Händen.

„Tue ich dir weh, mein Kleines?“, fragte er sie sanft an seinem Ohr.

„Ja, Herr, es brennt wie Feuer“, schluchzte die zierliche, durchgefickte Frau in seinen Händen. Er grinste und stieß sie sofort noch härter. Sie schrie auf, er sah, wie ihr die Tränen herab rannen.

„Du führst dich so jung und unschuldig auf, als wärest du noch eine Jungfrau, mein Kleines! So hat dich wohl noch kein Mann rangenommen? Sprich!“

„Nein, Herr!“, schluchzte sie laut auf. Sofort richtete er sich grinsend etwas auf und verpasste ihr ein paar hart aufklatschende Hiebe auf ihre gerittenen Backen, auf jede ein paar äußerst harte, laut klatschende, vollmundige Schläge, die im Raum knallten wie kleine Explosionen.

„Oh, Gott, ist das gut, Kleines!“, stöhnte er dabei leise an ihrem Ohr auf. „Du bist verdammt eng! Entspanne dich, mein Kind! Lass dich von mir durchvögeln und schreie schön, wenn es dir weh tut! Dann bin ich sehr zufrieden mit dir heute Nacht!“

„Oh Gott, Herr… bitte nicht!“, schluchzte sie laut auf. Ihre flehentliche Stimme war zu viel für ihn und er griff sich hart ihre Brüste. Der wilde Ritt ging in die zweite Runde.

„Ja, nenne mich ruhig deinen Gott, mein Kleines!“, raunte er ihr süffisant zu. „Und stelle mich zufrieden, sonst peitsche ich dich gleich richtig aus!“ Das hatte er nicht mehr vor, zumindest nicht heute Nacht, aber er grinste, als er ihr angstverzerrtes Gesicht im Spiegel beobachtete.

Er stieß seinen wieder prall breiten Schwanz jetzt in seiner ganzen Länge in ihren Leib vor, fühlte wieder, wie er sie brutal dehnte dabei. Kraftvoll trieb er ihn schneller in sie hinein, und es gefiel ihm außerordentlich. Er liebte ihre Anspannung und den Wiederstand, den sie ihm unwillkürlich entgegen setzte, er würde sie heute Nacht noch so windelweich ficken, dass sie das nicht mehr tun würde. Er grinste, beschleunigte seine Fickstoße, als ihr Heulen wieder an Lautstärke zunahm.

„Versuche, zu lernen, dich zu entspannen, wenn du von mir richtig durchgefickt wirst, Kleines“, sagte er grinsend hinter ihr und nagelte sie nur umso härter weiter. „Dann wird es leichter für dich! Ich bin ein kräftiger Mann, keines von deinen Weicheiern, ich nehme dich auch richtig ran. Und außerdem muss ich dich dafür bestrafen, wenn du widerspenstig bist! Das ist dir doch immer klar, mein kleiner, versohlter Schatz?“

Er genoss das sehr stramme Fleisch ihrer Halbkugeln und das Reiben ihrer Nippel in seinen Handflächen. Maria schrie und weinte die ganze Zeit. Nachdem er sie gerade schon das erste Mal überaus befriedigend genagelt hatte, war seine Ausdauer jetzt nahezu unerschöpflich. Er konnte sich lange zurückhalten und fickte seine neue Sklavin sehr, sehr lange so hart weiter. Beinahe zwanzig Minuten hielt er das durch, stieß sie rhythmisch immer wieder hart in seine Hände, vögelte ihr alles aus dem Leib, brutal und kräftig. Ihre warme, nasse Enge machte ihn immer rasender, und er liebte ihr deutliches Unbehagen, ihre unwillkürlich offenbarte Unwilligkeit und ihren noch deutlicher geäußerten Schmerz, stieß sie nur noch härter durch. Er wusste, sein riesiger Schwanz war sehr groß im Vergleich zu ihrer engen Scheide, und er genoss es, sie so hart zu rammeln. Der Herr des Hauses fickte seine neue zarte Sklavin schnell und gleichmäßig, zwickte dabei in ihre Nippel und drehte sie zwischen seinen Fingern. Maria begann, kräftig zu zittern, unter jedem harten Stoß in ihr Innerstes zu japsen, als würde er ihr regelrecht die Luft aus den Lungen rammeln.

Er fickte sie nun noch härter. Marias Scheide war sehr eng und muskulös, ihr Körper war prachtvoll, es war ein vollkommener Hochgenuss für Matt, ihn so hart zu stoßen. Er verstärkte seine Anstrengungen und fühlte nun wieder, wie ihr Innerstes sich um seine Spitze herum eng wie eine muskulöse Glocke presste. Sie kreischte auf, er wusste, wie schmerzhaft das für sie war, wenn er ihren Muttermund so dehnte. Sie wand sich leicht unter seinen auf ihren Arsch knallenden Stößen und machte ihn damit wieder fast gefährlich scharf. Schon fast eine halbe Stunde vögelte er sie nun schon so hart, und so langsam kam es ihm wieder wie eine Sturmflut. Er wusste, dass er sich nun nicht mehr zurückhalten konnte, nagelte sie nun kurz und tief, sehr schnell, lauschte ihrem durchgehenden Kreischen wie Musik. Dann kam es ihm wieder siedend heiß, Feuer durchrollte seine Adern, und er pumpte sein Gold in mehreren Stößen durch ihren Muttermund, schlug sie dabei laut knallend auf die Backen, als gäbe er Pistolenschüsse ab. Er zuckte lange und ausdauernd in ihr, hob sie dabei besitzergreifend an seine kräftige Brust und stieß sie weiter, schlug sie weiter auf die drallen Oberschenkel, die aufreizend nachwackelten.

Das Bild im Spiegel war prachtvoll, seine junge, gefesselte Sklavin von ihm mit beiden Armen fest umschlossen an seine breite Brust gedrückt, und er fickte sie ohne Unterbrechung weiter, er wurde zwar wieder weicher und eine paradiesische Entspannung durchflutete ihn, aber für sie ging der Fickmarathon weiter.

Als er wieder Luft hatte, streichelte er mit einer Hand die Wangen seiner durchgeschüttelten Sklavin. „Nun gut, Maria“, raunte er ihr süffisant grinsend ins Ohr, „ich hoffe, du lernst deine Lektionen heute Nacht! DAS ist richtiges Ficken von einem richtigen Mann! Ich gewöhne dich gerade an dein neues Leben und deine neuen Aufgaben!“

„Ja, Herr“, wimmerte sie erschöpft. Er hielt sie schon fest und dachte mit Vergnügen daran, wie sie nach ihrem Einficken durch ihn auf dem Bett liegen würde, völlig erschöpft und wund angeschwollen, bewegungslos, als hätte er sie tatsächlich lebensgefährlich verletzt. Aber jetzt war es an ihm, sie wieder zum Kreischen zu bringen, seine kleine Maus. Er genoss ihren festen, zierlich an ihn gepressten Körper, in den er sich rhythmisch immer wieder tief versenkte, nun langsam und gemäßigt.

„Du siehst nicht sehr glücklich aus, mein Mädchen!“, raunte er ihr zu, und sie schluchzte leise auf. Er hielt sie mit einem Arm weiter, fuhr aber nun mit der anderen Hand zärtlich über ihre samtweiche Haut, bis er ihren Kitzler fand und ihn sanft rieb. Er fühlte seinen kräftigen Schaft dabei in sie einfahren, regelmäßig und sehr dick.

„Ooooh“, machte sie leise, und er biss ihr zärtlich ins Ohr. „Das gefällt dir wohl, mein Rehkitz?“, fragte er sie sanft und rieb ihre Perle weiter hoch und prall auf. „Na, magst du das?“

„Ja, Herr“, antwortete sie ihm leise bebend. Er leckte in ihr Ohr, fühlte, wie ihren gestoßenen Körper ein Schauer durchschüttelte. Er fickte seine Sklavin weiter, rieb ihre Perle sanft weiter und fühlte, wie sie sich leicht vor Erregung zu winden begann. Er lächelte, als er sie so im Spiegel betrachtete, aber er wusste, sie würde nicht kommen. Er dagegen wurde schon wieder spitz, als er die Windungen ihres schlanken Körpers unter seinen Stößen in sie fühlte. Er nahm sie wortlos so weiter, ließ sie Zärtlichkeiten fühlen, küsste ihr den salzigen Schweiß von der Haut. Den hatte er ja auch auf ihre zarte Haut gezaubert. Bei den Gedanken an ihre harte Fesselung in der Jagdschlinge war er dann wieder hart. Bevor sie das aber so genau fühlen konnte, entzog er sich ihr rasch.

Er streichelte ihre Perle weiter, beugte sie aber mit der anderen Hand jetzt nach vorne. So kniete sie jetzt vor ihm, von seiner streichelnden Hand in ihrem Unterleib fixiert, und ihr knallroter Arsch leuchtete ihn an. Ihre Backen spreizten sich unwillkürlich. Er fasste ihr zärtlich mit der anderen Hand von hinten zwischen ihre Beine und streichelte sie dort ebenfalls. Das war natürlich viel besser als seine Fickstöße, deswegen entspannte sie sich zunehmend.

Er strich mit seinen nassen Fingern ihre hocherotische Ritze hinauf, machte ihr kleines Arschloch bereit für seinen finalen Fangstoß. Sie ahnte nicht, warum er immer wieder ihre Rosette benässte. Eine erfahrenere Frau hätte das an dieser Stelle natürlich sofort gewusst, aber ihre weiche Entspannung ihrer feinen Rosette und ihres nachgiebigen Körpers ließ ihn wissen, dass sie noch nie anal gefickt worden war. Eine Jungfrau also noch! Er streichelte sie zärtlich weiter, vermied es auch sorgsam, ihre glühenden Arschbacken zu berühren jetzt. Dabei richtete er wie ein Tänzer elegant seinen nassen Speer gegen ihre ebenso nass glänzende Rosette. Das war ein unglaublich erotischer Augenblick für ihn, den er voll auskostete. Ihre prallen, rot versohlten Backen, ihre ganze rot versohlte, anschwellende Kehrseite, ihr weicher, gefesselter, schon stramm eingefickter Körper vor ihm kniend in Fickposition, dabei gehalten und gestreichelt von seinen fingerfertigen Händen.

„Das gefällt dir, meine Kleine, nicht wahr?“, murmelte er sanft.

„Ja, Herr“, antwortete sie leise und süß beschämt, `sehr sogar`, wollte sie fortfahren, aber als er sie fragte, nahm er seinen prall erigierten Penis schon in die Hand. Es brauchte nun eine geübte Technik von ihm und Kraft, um seinen Schwanz mit einem Stoß in ihre hintere Pforte zu treiben. Er hielt mit der streichelnden Hand ihren Unterleib gegen, und dann schlug er mit seinem steinharten Schwanz mit einem Stoß durch ihre Rosette, weitete sie schlagartig auf seine volle Weite und stieß in ganzer Länge in ihren engen Darm vor, bis sein Becken auf ihre malträtierte Haut klatschte. Aus ihrem „see….“ wurde ein brüllender, heller Urschrei, und sie fuhr nach vorne wie vom Blitz getroffen, wurde von seiner harten Hand in ihrem Unterleib aber in Position gehalten. Er zog seinen Schwanz halb zurück und rammte ihn wieder vor. Er hatte trotz ihrer jungfräulichen Enge kein Problem damit, seinen dicken Schwanz so weit, wie es nur ging, in ihren zarten Darm vorzutreiben. Er wusste, sie fühlte ihn gerade, als würde er sie in zwei Teile reißen, nun von hinten, und das enthemmte ihn wieder vollends.

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(Ende des vierten Teils der Geschichte um Maria, ©Matt)

A New Years Night Concert, Teil IV, (Constanze) – Die Kräfte der Sonne

(Ja hallo zusammen!

Für den letzten Teil habe ich jetzt tatsächlich nur 2,5 Tage gebraucht. Ich habe auch den Bogen bekommen, so wie ich ihn vor Augen hatte, aber die Länge für die Entwicklung dieser Gedankengänge habe ich dabei nicht im Griff. Es sind also 5 Teile geworden, dieser ist der vorletzte. Den letzten schiebe ich dann übermorgen hinterher. Damit habe ich für diese ganze Geschichte 22 Tage gebraucht, das ist eigentlich keine schlechte Zeit. Aber wie ich schon sagte, Neujahr ist vorbei, da habe ich zwangsläufig das Nachsehen… Ihr müsst euch also bitte noch einmal zurück fühlen.

Ich habe auch Gedanken aufgegriffen, die in den Posts dazwischen schon angeklungen sind. Das zeigt euch, dass ich diese ganze Entwicklung auch so vor Augen hatte, aber es sind dann doch zwei Paar Schuhe, es grob vor sich sehen und es dann auch schriftlich zu entwickeln. Ich will euch ja keinen Bären aufbinden 🙂 … Und diese Geschichte ist damit erst einmal beendet. Meine Geschichten haben kein wirkliches Ende, das Leben geht ja auch immer weiter.

Eines wollte ich euch noch dazu sagen. Es hat beim Schreiben schon einen gewaltigen Einfluss auf mich, ob ich es nur für mich tue oder auch für euch. Das hätte ich vor Eröffnung dieses Blogs nicht gedacht. Die Geschichten sind also quasi mit eurer Hilfe bzw. Unterstützung entstanden, und dafür danke ich euch allen!

Und noch eines, bei der Ausführung der astronomischen Vorgänge übernehme ich keine Garantie. Ich hoffe, es stimmt so alles…

Viel Spaß beim Lesen!)

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Der nächste Morgen fand beide eng umschlungen vor. Matt war kein Freund von „aus dem Bett geschubst werden“, wenn er das vermeiden konnte,  und zudem war der heutige Morgen der erste Tag des Neuen Jahres, also ein Feiertag, Neujahr. Er konnte heute Vormittag alles langsam und entspannt angehen lassen und tat das auch. Er wartete, bis Constanze von alleine die Augen aufschlug. Sie hatte sich mit dem Rücken zu ihm gedreht im Schlaf und ganz fest an ihn gedrängt, und er genoss ihre vertrauensvolle Wärme und die Weichheit ihres Körpers, selbst im Schlaf drückte sie noch dieses Vertrauen aus, das sie zu ihm gefasst hatte. Er umschlang sie mit beiden Armen und sah in das flirrende Wintersonnenlicht. Die Sonne erinnerte ihn an so manches, und gleichzeitig war ihm klar, dass Constanze noch lange nicht an dem Punkt war, an dem er sie gerne sehen wollte. Bilder von gestern Nacht zogen an seinem inneren Auge vorbei, er ließ sie einfach zu, ohne sie ordnen oder korrigieren zu wollen. Er wusste, sein Unterbewusstes arbeitete so, ihm würde so klar werden, wie er weiter mit ihr verfahren wollen würde.

Er dachte frei schwebend an alles und gar nichts, er sah nur in den blauen Himmel und das Sonnenlicht, bis er merkte, dass sie sich zu regen begann. Als er dann auf sie herunter sah, wusste er auch, was er jetzt tun würde.

Sie drehte sich sehr vertraut noch enger gegen ihn, so dass sie ihren Kopf zu ihm wenden und ihm einen sanften Kuss geben konnte. Dabei sah sie ihm verschlafen und sehr glücklich in die Augen.

„Es ist wirklich ein Jammer, dass man sich mit dir so überhaupt nicht amüsieren kann!“, meinte sie lächelnd zu ihm und zwinkerte ihm dabei zu. „Du hast ja überhaupt keinen Sinn für Humor!“

Matt musste leise lachen. Er liebte diese Art von sarkastischem Humor  an einer Frau, gerade am Morgen danach. Das zeigte ihm, dass Constanze ihn nicht so permanent ernst nahm, und damit fühlte er sich ausgesprochen wohl, das liebte er. Er war ganz sicher von seiner Persönlichkeit her dominant, aber er war noch lange kein Despot, er sagte bei weitem nicht immer so etwas wie, alles hört auf mein Kommando. Wenn er das dann aber sagte, dann meinte er es wirklich auch so. Man musste ihn eben kennen, um das unterscheiden zu können, und ihm war von sich selbst auch klar, dass er es den Menschen, denen er begegnete, oft nicht so sehr einfach machte.

Aber was war im Leben schon einfach?? Matt musste wieder lächeln. Er liebte die Spannung, die seine Verschlossenheit oft mit sich brachte. Constanze stichelte etwas, Matt sah ihr den Schalk in den Augen stehen, sie fühlte sich entspannt und überglücklich, sie neckte ihn ein wenig, harmlos und lustig. Er lächelte ihr in die Augen. Sie erwartete eine entspannte, vertraute Atmosphäre, so war eine Frau wie sie es sicherlich gewöhnt nach einem solchen Vorfall. Fürsorge und Zuvorkommenheit. Er würde so einige romantische Vorstellungen und Erwartungen an ihn in ihr zerstören müssen, damit er sie überhaupt vor eine Wahl stellen konnte. Die Wahl, wie sie ihr Leben weiter leben wollte. Matt war klar, sie suchte einen Neuanfang, und er hatte gestern viel in ihr sehen können. So erkannte er lange nicht jede Frau. Also würde er heute damit beginnen, es zu versuchen, das aufzudecken, was tief in ihr schlummern musste.

„Du meinst den Käfig, Kleines?“, harkte er sanft und gespielt gutmütig nach. Diese harmlos gestellte Frage baute sofort wieder eine gewisse Spannung zwischen ihnen auf. Die liebte er, gerade am Anfang, aber auch während einer Beziehung immer wieder. Er suchte solche Situationen deswegen auch mit den Frauen, die zu ihm gehörten. Das bedeutete für alle seine Frauen, dass sie bei ihm immer mit entsprechenden Überraschungen rechnen mussten, und das wiederum hieß, dass ihm an einer Frau mit einer schwachen Persönlichkeit nicht gelegen sein konnte. Er stellte seine Frauen auf den Prüfstand. Am härtesten hatte er Nina, seine Sklavin, geprüft, aber genau deswegen war sie nun seine Sklavin und er ihr Herr. Er nahm die Verantwortung, die damit für ihn verbunden war, sehr ernst, und Nina konnte darauf vertrauen. Und als er Nina nach dieser ersten Phase vor die Wahl gestellt hatte, war sie nicht mehr von ihm zu trennen gewesen. Er machte ganz sicher keine seiner Frauen unglücklich. Er nahm sie nur dauerhaft zu sich, wenn ihm auch ganz klar geworden war, dass sie das auch selber wollten. Auch Nina war nicht gegen ihren Willen oder mit einer Art Hassliebe bei ihm, auch wenn sie einen völlig anderen Anfang mit ihm erlebt hatte. Wieder lächelte er. Die Würze in seinem Leben mit seinen Frauen machte gerade diese Abwechslung, er wollte nicht anders leben.

Was nun Constanze anging, wollte er sich ihrer zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht immer und zu jeder Zeit zu einhundert Prozent sicher sein können. So, wie für ihn im Moment die Dinge standen, würde das auf Dauer sein Interesse an ihr deutlich verringern, das wusste er. Wenn sie versuchen würde, es ihm permanent Recht zu machen, würde sie auf Dauer damit bei ihm eher das Gegenteil erreichen. Er hatte aber auch nicht vor, Constanze ihrem Leben zu entreißen. Jede Beziehung hatte ihren eigenen Reiz, die zu seinen beiden Frauen hier im Haus war jeweils eine ganz andere, als die zu Constanze es werden würde. Aber so weit war er mit Constanze auch noch nicht, dass er überhaupt an eine feste Beziehung dachte. Das hing jetzt auch entscheidend von ihr selbst ab.

Im jetzigen Stadium konnte sie noch gehen, noch hatte sie von ihm quasi nichts gesehen. Das würde sich entscheidend ändern, wenn sie tatsächlich mehr vom ihm zu wissen bekommen würde. Dann würde sie erst wieder gehen können, wenn er sich ganz sicher sein konnte, dass sie seine Geheimnisse bewahrte. Er war beileibe kein Superheldentyp, der sein normales Leben schützte, aber in dieser Sache verhielt er sich irgendwie doch ähnlich.

Er grinste. Er liebte Batman seit seiner Kindheit, vielleicht hatte dieser düstere Superheld seine Entwicklung sogar beeinflusst. Was ganz sicher war, war, dass er gerne die Fahr- und Flugzeuge von Batman hätte, das Batmobil, das Batpod, den Tumbler, das Batwing. Batman konnte selber fliegen, zumindest gleiten, hatte jede Menge körperliche Fähigkeiten, und trotzdem schien er Fahrzeuge zu lieben. Das sah Matt ähnlich wie Bruce Wayne, was Bruce allerdings an Schulterpolstern nicht brauchte, brauchte er selbst nicht an Stimmenverstärkern. Matts Grinsen vertiefte sich, das war wohl die verspielte Seite an ihm.

Constanze erwiderte sein Grinsen schelmisch und verschlafen lächelnd. „Du hat mir eine unglaubliche Angst damit gemacht“, antwortete sie ihm und schloss dabei ihre Augen wieder, „und dann war der Gedanke an dich plötzlich wunderbar, wie die einzige Rettung aus meiner ganzen Misere.“ Matt hatte keine Ahnung, was sie mit „ihrer Misere“ wohl meinen könnte, sie machte ihn neugierig, schon wieder, aber er harkte noch nicht nach.

Er küsste sie nur nacheinander auf beide Augenlider, eine zärtliche und liebevolle Geste. Sie lächelte wieder, strahlend und doch noch sehr müde. Der vergangene Tag war für sie ja auch wirklich anstrengend gewesen, er musste ihr noch in den Knochen stecken. „Soll ich dir erzählen, was ein wirklich wunderbarer Gedanke ist?“, fragte er sie lächelnd. Sie nickte nur, kuschelte sich ganz fest in ihn hinein und presste ihren grazilen Rücken fest an seinen Leib, ließ ihren Hinterkopf in seine Achsel sinken, so dass ihr Gesicht zu ihm aufgerichtet blieb. Eine Geschichte schien für sie im Moment genau das Richtige zu sein, aber ihr schien nicht danach zu sein, ihm das auch wörtlich mitzuteilen. Matt sah ihr lächelnd ins entspannte Gesicht  mit den geschlossenen Augen, dann irrte sein Blick ab in den Sonnenschein, der in die riesigen Fenster flutete.

**

„Licht bedeutet Leben“, hob er leise an. „Diese Weisheit kennt jedes Kind. Aber wer weiß schon, was es damit wirklich auf sich hat?“ Er unterbrach sich und lächelte Constanze an. Sie schwieg nur und hörte ihm aufmerksam zu. Er küsste ihre entspannten Züge mit leichten Küssen, fuhr den Linien ihres Kinns nach, wartete auf eine Antwort, aber ihr war weiter einfach danach, ihn nicht in ihre Gedanken mit einzubeziehen. Damit tat sie genau das Gegenteil von dem, was sie gestern Nacht so dringend gewollt hatte, sich ihm umfassend mitteilen. Er musste wieder lächeln, sie wirkte auf ihn in diesem Moment ein wenig geheimnisvoll, mysteriös, das war etwas, das den meisten Frauen schlichtweg fehlte. Ihm gefiel es im Moment sehr, er fand die schöne Frau einfach reizend. Also sprach er unaufgefordert weiter.

„Unsere Sonne ist nicht besonders groß, auch, wenn unser Planet ungefähr eine Million Mal in sie hineinpassen würde“, dozierte er leise und vertraut in einem entspannten, nachdenklichen Tonfall dicht über ihrem Ohr.  „In ihr kämpfen zwei Kräfte miteinander und liegen in einem labilen Gleichgewicht, das es der Sonne erlaubt, diese Form bei zu behalten. Die Gravitation presst die Atome der Sonne zusammen und die Kräfte der Kernfusion würde sie explodieren lassen.“ Er musterte ihr entspanntes Gesicht, er wollte wissen, ob er sie für dieses Thema interessieren konnte. Sie lächelte wieder. „Diese beiden Kräfte sind also miteinander verbunden in einem Stern“, sinnierte sie leise. „So wie Gut und Böse, wie Yin und Yang. Kraft und Gegenkraft.“

„Zumindest für die Existenz unserer Sterne in unserer Galaxie ist das der Fall“, bestätigte er. Sie schien sich für dieses Thema erwärmen zu können, er erzählte es ihr also nicht umsonst. „Nun solltest du wissen, dass alle Elemente, die es im Universum gibt, aus einem einzigen aufgebaut sind: Aus Wasserstoff. Ein Proton im Kern, ein Elektron in der Schale. Kannst du mir so weit folgen?“ Constanze nickte nur.

„In der Sonne findet eine gewaltige, anhaltende Fusion von Wasserstoff zu Helium statt“, fuhr er entspannt fort und sah jetzt in das strahlend helle Sonnenlicht. „Helium besitzt zwei Protonen, entsteht also aus zwei Wasserstoffatomen. Das nennt man eine Fusion, und die dabei frei werdende Energie strahlt die Sonne auch in Form von Energie ab, also Wärmeenergie und Lichtquanten. Nun, wir befinden uns in der Lebensspanne unserer Sonne, in der sie diesen Prozess im Überfluss in sich trägt. Es entsteht in ihr also immer mehr Helium. Wenn aber ihre Lebenszeit sich dem Ende nähert, dann heißt das nichts anderes, als dass jeder Wasserstoff verbraucht ist.  Die Gravitation zwingt die Sonne aber zum weiteren Fusionieren von Atomkernen, sie ist eine unbezwingbare Kraft in unserem Universum, wenn ihr die Sonne nichts entgegen zu setzen hat. Also fusionieren dann die Heliumatome. Aus jeweils drei Heliumatomen entsteht ein Kohlenstoffatom, also sechs Protonen im Kern und sechs Elektronen. So weit mitgekommen?“ Wieder musterte er ihr entspanntes Gesicht. Sie öffnete leicht die rauchgrünen Augen, die sofort im Sonnenlicht leuchteten, und zwinkerte ihm wieder zu. „Ja, bin ich“, flüsterte sie.

Er küsste ihr entspanntes Gesicht. „Da hat jetzt nur noch die richtige Anrede gefehlt bei deiner Antwort, mein Liebes“, kommentierte er ihre Antwort mit leiser Stimme.

„Du meinst, ich hätte dich mit Herr ansprechen sollen?“, fragte sie lächelnd nach. Man hörte es ihrem leicht neckenden Tonfall an, sie sagte auch jetzt wieder genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich meinte.

„Ja“, antwortete er schlicht und er meinte es auch so. Wieder öffnete sie die Augen und sah in seine. Sie hielt für einen Moment seinen Blick wie eine Sphinx, ließ sich nicht anmerken, was in ihr vorging. Dann schloss sie die Augen wieder, blieb ansonsten regungslos an ihn gekuschelt liegen. Er musste grinsen, aber das sah sie nicht.

„Das Problem, das die Sonne nun hat, ist das, dass Kohlenstoff jeweils drei feste Bindungen zu einem anderen Kohlenstoffatom eingeht. Damit entsteht ein stabiles, reaktionsfreies Gitter. In der Mitte der Sonne entsteht also ein fester Kohlenstoffkern, in dem jeglicher Fusionsprozess unwiderruflich zum Stillstand gekommen ist. Die äußere Schale der Sonne bläht sich auf, und die Sonne wird zu einem Roten Riesen. Das alleine überlebt unsere Erde schon nicht mehr. Schon lange, bevor die Sonne unseren Planeten verschluckt, ist er verbrannt, die Weltmeere sind verdampft, die Temperatur ist auf mehrere hundert Grad angestiegen.“ Wieder schwieg er für einen Moment. Constanze öffnete wieder die Augen und traf seine, ihr Blick war schon wesentlich aufmerksamer, und sie schloss sie auch nicht mehr, als er nun weiter sprach.

„Aber das ist nicht das, was ich dir erzählen wollte.“ Matts Stimme war noch immer leise und ruhig, tatsächlich hatte er das Innere einer Sonne vor seinen Augen, als befände er sich darin. „Wenn dieser rote Riese, der unsere Sonne dann geworden ist, seinen größtmöglichen Umfang erreicht hat, dann sprengt die Sonne ihre äußere Schale komplett ab, in einer gewaltigen Explosion. Übrig bleibt ein Blauer Zwerg, eine Sonne so groß wie unsere Erde, nur eine Million mal heißer und gänzlich ohne Fusionsprozesse. Damit hat die Gravitation keine Gegenkraft mehr, das macht den Blauen Zwerg so klein und die Gravitation, die auf ihm herrscht, so gewaltig. Und in Inneren dieses Blauen Zwerges ist ein Kern entstanden, ein gigantischer Kohlenstoffkern. Die Kohlenstoffchemie ist sehr kompliziert, aber du weißt sicher auch, dass die stabilste Zustandsform des Kohlenstoffs die des Tetraeders ist, eine dreidimensionale Bindung, denn dann ist das Kohlenstoffatom alle seine ihm möglichen Bindungen in Form von kovalenten, also festen Bindungen eingegangen. Der Kern des Blauen Zwerges wird also ein gigantischer, lupenreiner Diamant sein, ein Diamant, der vielleicht ein Viertel der Masse des Blauen Zwergs einnimmt, ein Diamant im Himmel.“

Constanze sah ihn mit glänzenden, großen Augen an. „Das ist wirklich ein wundervoller Gedanke“, flüsterte sie. Er sah es ihren Augen an, jetzt hatte er sie gepackt.

„Nun gibt es aber noch sehr viel größere Sterne als unsere Sonne, Liebes“, fuhr er deswegen fort. „Der größte bisher entdeckte Stern ist eine Million mal größer als unsere Sonne. Diese Sterne leben heller und schneller, sie werden nicht so alt wie unsere Sonne, die gleichmäßig vor sich hin fusioniert. Und in ihr entstehen auch ganz andere Elemente, Atomkerne mit einer Vielzahl des Wasserstoffprotons. Stirbt ein so gigantischer Stern, dann beginnt sein Sterben damit, dass er Eisen in seinem Kern produziert. Eisen ist ein leitendes Metall, und es fusioniert ebenfalls nicht weiter. Wenn in diesem Stern ein Eisenkern entstanden ist, dann dauert seine Existenz nur noch Sekunden, eine unfassbar kurze Zeitspanne für die Zeitspannen, die in unserem Universum normalerweise vorherrschen. Der Stern pumpt verzweifelt seine Masse in den Eisenkern, um eine Fusion erneut anzutreiben, gezwungen von den gewaltigen Kräften seiner Gravitation. Auch er bläht sich dabei auf, dann aber explodiert er schlagartig in einer Supernova, wenn sein Kraftfeld dann zusammen bricht. Alle Elemente, die wir kennen, sind in ihm auf diese Weise entstanden, und er verstreut sie wieder zurück ins Universum. Die Quintessenz ist also, dass wir alle, alles, was hier auf unserer Erde existiert, quasi jedes einzelne Atom, aus dem Inneren eines Sternes stammt. Wir sind also im wahrsten Sinne des Wortes Sternenkinder, denn wir bestehen aus Sternenstaub.“

Matt sah Constanze lange schweigend an. Sie wusste dazu nichts zu sagen, dieser Gedanke war einzigartig wunderbar, und Matt erschien ihr auf einmal wie ein Magier. Matt holte schließlich tief Luft.

„Aber auch die Lebensspanne unseres kompletten Universums ist endlich. Das wissen viele nicht. Das Universum erkaltet, seine Elemente driften, vom Urknall einmal angetrieben, immer weiter auseinander. Irgendwann wird aus dem freien Material, das es in unserem Universum gibt, kein neuer Stern mehr entstehen können. Dann gehen die Lichter an unserem Himmel langsam aus, eines nach dem anderen. Die größten Sterne sterben zuerst. Dann kommen die mittelgroßen, solche wie unsere Sonne. Dann die kleinen und die ganz kleinen. Und am Ende unseres Universums ist es so dunkel, wie es vor seiner Entstehung gewesen sein muss.“

„Die große Dunkelheit“, sagte Constanze langsam und schmiegte sich fest in Matts Arme.

„Macht dir dieser Gedanke Angst, Kleines?“, fragte Matt sie sanft.

„Nein“, antwortete sie ihm versonnen, „ich denke, es gibt verschiedene Qualitäten der Dunkelheit. Von der absoluten Leere bis in die absolute Fülle.“ Matt nickte nur. Das war eine kluge Antwort, die sie ihm da gegeben hatte, sie gefiel ihm immer mehr.

„Aber jetzt leben wir noch im Licht, jetzt ist unser Universum noch sehr, sehr produktiv, nicht wahr? Jetzt entstehen noch jede Menge an Sternen?“ Constanze sah ihn mit wachen Augen an. Jetzt hatte er sie sanft ganz geweckt, und das liebte er sowohl für sich selber als auch für die Frau, die bei ihm lag.

„Ja“, antwortete er ihr nachdenklich, „so ist es. Am Anfang und am Ende steht die große Dunkelheit. Und die Bemerkung, dass wir das nicht erleben werden, ist bedeutungslos für mich. Für mich zählen diese wunderbaren Gedanken. Denke ich sie, geben sie mir Kraft.“ Er lächelte auf Constanze herunter und wechselte ruckartig die Sichtweise, den Sehwinkel.

„Und das ist der Grund, warum du deine Brücke gut verteidigen musst, meine Liebste, und sei die Zahl der anstürmenden Feinde auch noch so groß. Eine Brücke ist eine Überquerung eines Hindernisses, wo es sonst keine andere Überquerung gibt. Sie ist gut zu verteidigen, denn sie ist schmal. Ich denke mir, du hast unterbewusst aus gutem Grund eine Brücke gewählt, denn eine Brücke ist ein großartiges Bild, ein kräftiges Symbol. Du alleine kannst dein Wesen, dein Sein und alle diese wunderbaren Gedanken gegen eine Überzahl von Feinden an diesem einen Punkt verteidigen. Und solltest du dann überrannt werden, dann war dieser Kampf deinen ganzen Einsatz wert. Nichts ist ehrenvoller, als für ein derartiges Gut zu sterben, das uns Menschen eigentlich ausmacht.“

**

Constanze sah Matt mit riesigen Augen in seine. So hatte sie ihre Brücke noch nie gesehen, so hatte sie generell die Welt noch nie betrachtet. Sie verstand, was Matt ihr damit sagen wollte, sie erkannte die Kraft, die hinter so großen Gedanken steckte.

Matt küsste sie sanft auf die Stirn. „Ich sehe, du hast mich verstanden, mein Liebes“, sagte er lächelnd und legte sie sanft ab, erhob sich auf seinen Ellbogen. „Es ist schon weit fortgeschrittener Vormittag, kleine Katze, wir sollten frühstücken. In deinem Abendkleid von gestern Nacht kannst du nicht hier herum laufen, es muss erst wieder gereinigt werden. Ich werde meine Sklavin Nina, eine meiner beiden Frauen, bitten, dir auszuhelfen. Dann können wir frühstücken und uns gemeinsam überlegen, was wir nun tun mit unserer Freundschaft, die uns beiden so unversehens in den Schoß gefallen ist.“

Matt wechselte das Thema so unvermittelt, wie er es begonnen hatte. Er übernahm damit ganz natürlich die Führung, riss das Ruder bildlich gesehen herum und führte ihr gemeinsames Boot rasch in einen stetig wehenden, kräftigen Wind, nahm sozusagen plötzlich Fahrt auf. Constanze blinzelte ihn überrascht an und atmete dann tief durch. Sie fühlte sich, als hätte er sie plötzlich mit einem Schwall kalten Wassers aufgeweckt aus dieser wohligen Entspannung, in der sie sich bis gerade eben noch befunden hatte. Die Gedanken und Erinnerungen an das, was gestern alles geschehen war, kehrten mit Wucht in ihr Gedächtnis zurück. Aber Matt ließ ihr erst gar keine Zeit, darüber wieder nachzudenken beziehungsweise zu grübeln.

Er lächelte sie an, dieses Mal war er es, der ihr rätselhaft erschien, alleine schon sein Lächeln und seine glitzernden Augen drückte aus, dass er die ganze Zeit etwas im Schilde geführt hatte, sowohl mit seiner Erzählung wie auch jetzt gerade.

Constanze sah zu ihm auf und ihm dann nach, als er schwungvoll aufstand. Sie sah kaum auf sein Äußeres, das, was er gesagt hatte, ging ihr wesentlich eindringlicher durch den Sinn. Er hatte also wohl zwei Frauen, die sich als seine Sklavinnen bezeichneten. Nun, Constanze konnte sich Matt gut in einer solchen dominanten Position vorstellen, er hatte so etwas wie ein natürliches Potential in ihren Augen dafür, das hatte er sie gestern ja auch schon wirklich unverblümt spüren lassen. Und Constanze war auch auf dem Laufenden, was es so alles an Formen menschlicher Interaktionen und Beziehungen zueinander gab. Sie persönlich hatte solche Strukturen zwar noch nie selbst erlebt, sie besaß aber eine relativ vorurteilfreie, unabhängige Denkweise. Es gab durchaus auch in der modernen Zeit Frauen, die sich als Sklavinnen eines Mannes bezeichnen wollten und das so auch leben wollten. Der Unterschied lag im Zweck der Sklaverei, früher war es ein ökonomischer, heute eher ein zwischenmenschlicher. Jedem Menschen das, was er sich zu leben wünschte, fand Constanze, das war ein freies Land. Und warum sollte Matt nicht so leben? Constanze konnte diesen Gedanken zu ihrer eigenen Überraschung sehr gut akzeptieren.  Und auch, wenn ihr die großen Farbstriche, die Matt ihr gerade an ihren Himmel gemalt hatte, noch durch den Sinn zogen und sie jetzt durcheinander brachten, passte das alles für sie gut zusammen. Matt beugte sich leicht vor und sprach etwas in eine Gegensprechanlage, die Constanze an jeder der drei aus diesem Raum führenden Türen sehen konnte. Dann drehte er sich zu ihr zurück und lächelte sie fast schelmisch an.

„Ich habe Nina Bescheid gesagt, Liebes. Sie kommt sofort und wird dir helfen, dich für heute einzukleiden. Ich denke, ihre Kleidung wird dir gut passen.“

**

Constanze sah ihn sprachlos an. „Warte mal, Matt!“, hielt sie ihn sofort zurück, „Sekunde mal. Ich komme ja gar nicht mehr zum Nachdenken. Ja, wird es Nina denn nicht stören, wenn sie mich hier so sieht?“, stotterte sie fast. „Ich meine, in deinem Bett?“

Matt lächelte sie an. „Liebes, sie ist meine Sklavin. Sie ist glücklich, wenn ich es bin. Und wenn ich mit einer anderen Frau in dieser Nacht glücklich war, dann ist sie es auch. Warum sollte sie also?“

Constanze war nicht nur sprachlos, ihr entzog sich absolut jedes einzelne Wort. Matt suchte nach ein paar Hausschuhen und sah ihr dann wieder bedeutsam lächelnd in die Augen. Auf einmal verstand Constanze auch, was er eben mit seiner Bemerkung gemeint hatte, es würde ihm noch die richtige Anrede fehlen. Auf einmal verstand sie es wirklich, sie sah es Matt an. Er forderte nichts von ihr ein, er lächelte sie nur an, aber dieses Lächeln sagte ihr mehr als tausend Worte. Ihr wurde fast schwindelig, so rasch hatte er sie in einen völlig anderen Geisteszustand versetzt. Sie sah ihn mit großen Augen an und setzte sich beunruhigt auf, sah an sich herunter. Sie trug immer noch ihr hauchdünnes Unterkleid und darunter ein Nichts von BH und Höschen.

„Ja, aber, wird es sie denn nicht verletzen, wenn sie sieht, dass wir uns geliebt haben gestern Nacht?“

„Du meinst, dass wir beide Lust aneinander hatten, Liebes? Dass wir Sex hatten?“, brachte er es wieder so unverblümt auf den Punkt und hielt ihren Blick so wie gestern Nacht, eindringlich und unwiderstehlich.

„Ja“, stotterte sie und nickte nur etwas hilflos.

„Mein Liebes“, er kam noch einmal auf sie zu und nahm von oben ihr Kinn in seine Hand, hob ihr Gesicht zu sich empor. Sie registrierte wieder kaum etwas anderes als seinen Blick, sie hätte später nicht sagen können, welche Farbe seine Boxershorts gehabt hatten. „Wenn wir gefrühstückt haben, dann lege ich dich hier in ihrer Gegenwart auf dieses Bett zurück. Ich habe nämlich noch immer Lust auf dich, meine Schöne. Ich spreize deine Beine und bereite dir Lust, und ich will diese Lust sehen, im Licht und an deinem ganzen Körper, nicht nur in deinen Augen.“

„Und sie soll dabei zusehen?“, fragte sie ihn völlig verwirrt. „Dann kann ich keine Lust empfinden!“

Matts Lächeln vertiefte sich, er streichelte ihr mit den Fingern über die Wangen. „Wenn du keine Lust empfinden oder dich schlichtweg weigern solltest, sie anzunehmen und dich ihr hin zu geben, wenn ich mir das von dir wünsche, mein Liebes, dann wirst du eben zur Zuschauerin. Dann bereite ich Nina Lust, und du siehst uns dabei zu.“

„W-was sagst du da? Du willst sehen, wie ich Lust empfinde, wenn du Nina vor meinen Augen liebst?“

„Oh ja, mein Liebling“, antwortete er ihr sanft. „Ganz genau! Ich weiß, wo ich dich abholen muss, meine Schöne. Du sollst dich mir ergeben und du wirst mir gehorchen. Du wirst mir geben, was ich von dir verlange, du wirst es einfach zulassen, wenn ich mir das von dir wünsche. Ich sehe, dass du dir genau das tief in dir vergraben wünschst. Und zu einfach soll es für dich ja nicht sein, das ist ja der Zweck der Übung. Ich möchte, dass du es mir gestehst, dich mir unterwerfen zu wollen, aus eigenem Antrieb, und dass du deine Lust gegen alle deine inneren Wiederstände offen und frei auslebst. Dann wird die Lust, die du empfindest, für dich keine Angst oder Qual mehr mit sich bringen.“

„Ich weiß nicht, Matt“, antwortete Constanze verunsichert, „so leicht, wie du dir das vorstellst, kann ich mich nicht umstellen, und auch, wenn du gestern auf der Brücke von mir vielleicht ein anderes Bild hattest, eigentlich kämpfe ich, das ist meine wahre Natur.“

„Oh, das habe ich gestern Nacht sehr wohl sehen können, mein Kleines. Beides, sowohl deinen Kampfgeist wie deine inneren Wiederstände.“ Matt lächelte sie undurchsichtig an. „Das kannst du sehr wohl heute und sofort. Du erbittest dir von mir, dass ich deine Lust wecke und befriedige? Dann sage mir, dass du bereit bist, dafür zu tun, was immer ich will. Und ich will, dass du dich in meine Hände fallen läßt, ohne zu denken, ganz und gar und ohne Rückhalt.“

„Matt!“, Constanze war nun mehr als verunsichert. „Du wirst mich erst überzeugen müssen, dass ich das tun soll!“

„Deinen Körper habe ich schon überzeugt, mein Liebes“, fuhr Matt ungerührt fort. „Ich will mehr, ich will deine Lust, ich will, dass du sie mir darreichst. Es wird mich nur erregen, dich gegen deine eigene Lust ankämpfen und verlieren zu sehen, und das wird so kommen. Du wirst dich mir nicht entziehen, versuchst du das, dann denke an gestern Nacht. Ich will deine Lust sehen können, alles an dir!“

Constanze wurde es heiß im Gesicht, ihr Herz begann, zu klopfen. Adrenalin schoss ihr ins Blut. „Wenn du mich dazu zwingen willst, dann werde ich dagegen ankämpfen. Das kannst du doch nicht wollen, dass ich dich bekämpfe!“ Ihr Tonfall bekam eine bittende Note.

„Ich habe gestern Nacht, als ich dich ausgezogen habe, schon bemerkt, dass du in Wahrheit wirklich heiß bist, wie man so schön sagt …. du wehrst dich zwar noch dagegen, aber dein Körper hat mir etwas anderes gesagt. Ich muss dich nicht zwingen, und zum Kampf gegen mich muss ich dich schon gar nicht zwingen! Was hätte ich auch davon? Du wirst es von selber tun, du wirst ganz von alleine zu mir kommen.“

„Matt, du wirst es bereuen, mich dem ausgesetzt zu haben!“, warnte Constanze ihn nun fast verzweifelt. Sein Lächeln vertiefte sich.

„Nein, mein Liebes, wenn du dich so sehr wehrst, dann wird es dich nur noch stärker an mich binden, wenn du dich mir dann ergibst. Nichts davon wird passieren!“

„Oh ja, das stimmt!“, bestätigte Constanze ihm ehrlich und völlig verwirrt, was sie gerade fühlte. „Aber die Betonung liegt auf dem „wenn“, Matt! Du wirst mich fesseln müssen, ich denke nicht, dass ich es schaffen werde, das zuzulassen!“

„Ich werde dich nicht ein einziges Mal fesseln müssen dafür, Kleines. Ich habe schon einen Zugang zu deinem Geist, zu dir, meine Worte werden reichen.“

„Ja, wenn du diesen Zugang zu mir erst einmal hast, dann reichen deine Worte, Matt!“ Constanzes Gesicht begann, zu brennen, sie rang nach passenden Worten, um ausdrücken zu können, was sie gerade fühlte. „Denn dann ist das ein völlig freier Zugang, den du dir zu mir geschaffen hast. Dann würde ich mich dir völlig ergeben, das würde das heißen. Aber den wirst du dir erzwingen müssen!“

Matt schüttelte lächelnd den Kopf. „Nein, nicht im Mindesten, Liebes. Du kannst dich frei entscheiden, auch gegen die Lust deines Körpers. Ich zwinge dich zu gar nichts. Ich offeriere dir lediglich das, was ich mit dir tun werde, wenn du dich wirklich für das entscheidest, was ich mir von dir wünsche. Es ist ein Angebot, Liebes, mehr nicht. Du kannst es dir ansehen, in aller Ruhe. Wenn du nachgibst und dich entscheidest, dich deiner Lust hinzugeben, es einfach passieren zu lassen, dann gibst du dich mir erst richtig hin. Und es ist dein Schoß, der die ganze Zeit brennen wird vor Lust und Verlangen, Liebes, es wird dein Verlangen sein, das nach Befriedigung schreit, nicht meines…“

„Matt, ich weiß, du bist wirklich kein Anfänger, du machst so etwas vielleicht dein ganzes Leben lang schon,  und du warst vielleicht auch schon in lebensbedrohlichen Situationen, in Situationen, die keinen Fehler erlauben….“ Constanze flehte ihn jetzt regelrecht an. „Ich weiß, ich bin dir hoffnungslos unterlegen. Aber du bist ein Ungeheuer, wenn du das tust!!“ Sie wurde unwillkürlich lauter bei ihren letzten Worten.

„Warum das denn, Liebes? Etwa, weil ich deinen freien Willen akzeptiere?“

„Nein, weil du ihn gegen mich einsetzt!“

„Mein Liebes, da verstehst du etwas grundsätzlich falsch!“  Matt schüttelte nachdrücklich den Kopf und setzte sich zurück auf den Bettrand, aber seine aufrechte Stellung verriet schon, nicht für lange.

„Du bist mir keineswegs unterlegen, wieso sollte das auch so sein? Du hast nur ein Leben lang Blockaden aufgebaut, die dich direkt auf diese Brücke getrieben haben. Die gilt es, wieder einzureißen. Deine Emotionen sind dein wahrer Motor. Und diesen Kampf deiner anerzogenen Scham gegen deine Lust entscheidest du frei und ganz alleine! Ich biete lediglich die Plattform dafür an. Erzwingen werde ich von dir gar nichts, ich provoziere nur eine stumme Bitte von dir, mehr erwarte ich gar nicht.“ Er sah Constanze tief in die Augen, sah, dass ihre Augen zu glänzen begannen. Er atmete tief durch.

„Schau, Liebes, du erlebst meinen Wunsch gerade wie eine Fessel, du denkst, ich mache dich wehrlos und lasse dir keine andere Wahl. So ist das nicht! Du kannst es dir im Moment nur nicht vorstellen, das zulassen zu können. Aber wenn du für mich so viel empfindest, wie du glaubst, dann wirst du das können. Du musst lediglich erkennen, dass deine jetzige Denkweise dich fesselt, das bin nicht ich, der das tut. Dann kannst du dich auch dagegen entscheiden, und ich bin ja da! Ich fange dich auf, wenn du das tust, du fällst nicht ins Leere. Ich habe dich gestern Nacht schon aufgefangen. Und mir war auch gestern Nacht schon klar, was dich wirklich auf diese Brücke getrieben hat. Wenn ich dir also wirklich helfen will, dann musst du einfach nur zulassen. Mehr nicht. Und dann warte einfach ab, was passieren wird.“

„Du benutzt meine Liebe zu dir?“, fragte Constanze fassungslos.

„Liebe ist ein großes Wort“, antwortete Matt langsam. „Aber ja, Liebes, ich nutze sie dazu, dich verstehen zu lassen, was in dir passiert. Wenn du es verstehst, es dir wirklich bewusst machst, wirst du es ändern können. Du bist eine kluge Frau, du wirst das regeln können. Deine Gefühle und dein Verstand helfen dir dabei. Und du musst nicht mehr tun, als loszulassen. Aber ich nehme mir nichts von dir. Nicht in dieser Situation. Alles, was ich mir von dir nehmen werde, kann ich auch jetzt und hier haben, und das sofort. Und das wissen wir beide, Liebes.“

„D-das ist kein Spass, Matt!“, brachte Constanze gerade noch so heraus.

Matt nickte. „Nein, ist es nicht. Was du spürst, ist die Kraft, die solche Gedanken haben. Versuche einfach, deine Angst und Abwehr in den Griff zu bekommen. Dann schaffst du das auch. Du stehst vor einer Grenze, und ich helfe dir hinüber.“ Constanze blieb stumm. Matts Logik war bestechend, wenn sie es aus dieser Warte heraus sah, verstand sie, was er von ihr wollte. Aber sie konnte sich das dennoch unmöglich vorstellen.

Matt lächelte sie an. „Du wirst heute ein ganz neues Universum entdecken, mein Liebes“. Sein Tonfall war abschließend, Constanze hörte heraus, er würde diese Diskussion nicht fortführen. „Und danach reden wir weiter über das, was du nun tun solltest oder möchtest.“ Er sah ihr in die weit aufgerissenen Augen. „Nina wird nur am Anfang mit dabei sein, Liebes. Sie wird dir helfen, dich mir wirklich zu öffnen und dich mir hinzugeben. Du sollst mir deine Lust geben, sie mir überlassen. Du sollst alles loslassen, dich fallen lassen. Du sollst alles wirklich fallen lassen, so wie gestern Nacht im Käfig. Wenn du das getan hast, dann geht sie wieder.“

Constanze sah ihn wieder absolut sprachlos an. Matt lächelte sie verabschiedend und wieder rätselhaft an und nickte ihr zu. „Dann bis gleich, mein Liebes. Ich mache mich kurz frisch. Nina ist gleich bei dir!“

Und damit ließ er sie einfach im Bett zurück und verschwand durch eine der drei Türen, die dieses große Schlafzimmer hatte.

**

©Matt

Zufällige Begegnung (Julia), Teil 4

Wieder senkte sie den Kopf in seinen Fingern leicht, schlug die großen, goldbraunen Augen nieder. „Nein, wirklich nicht“, flüsterte sie tonlos. Er senkte sein Gesicht noch näher an ihres, um sie überhaupt noch verstehen zu können. „Du hättest mich sofort los gemacht und beruhigend in deine Arme genommen. Ich wäre aber so in Panik gewesen, dass du mir damit nicht wirklich etwas Gutes getan hättest, du bist ja auch ein Mann, und ich wäre innerlich in deinen Armen explodiert. Dann wäre die Polizei hier gewesen, sie hätten mich mitgenommen und hier alles auf den Kopf gestellt. Dann hätten sie mich auf dem Revier befragt und auch untersucht, nach Spermaspuren. Die Nachbarn hätten den ganzen Auflauf hier gesehen, und im Nu hätte es diese ganze vornehme Spießerstraße gewusst, alle hätten mich in den nächsten Tagen angestarrt und sich ihren Teil dazu gedacht, hätten betont weggesehen. Mein Rock wäre ja auch zu kurz, und so. Und meine Wohnung wäre wie ich entweiht gewesen, nicht nur dieser Kerl hätte sie dann beschmutzt, sondern auch noch die Polizei mit ihrer Spurensuche. Vielleicht hätte ich ganz von hier wegziehen müssen, aber ich liebe diese Wohnung und diese Wohngegend. Und ich hätte immer einen Schatten hinter meiner Schulter gehabt.“

Sie schwieg eine Weile lang, er sah, wie sie mit der Sache zu kämpfen hatte, es liefen auch wieder verzweifelte Tränen, Tränen aus Wut geboren. Aber Wut war besser als Angst. Sie war ziemlich sicher um die zehn Jahre jünger als er, wenn nicht noch mehr, und hatte völlig andere Vorstellungen von ihrem Beziehungsleben. Ein Freund bedeutete für sie sicherlich auch noch gewisse Vorzüge in ihrer Clique, ihrer Lebensweise, ihres Erwachsenwerdens, ihrer allgemeinen Orientierung in ihrem Leben. Und aufregenden, aber sehr egoistischen  Sex, Sex, bei dem sich der Freund ebenfalls von ihr nahm, was ihn anmachte, nur eben liebevoller. Sie ahnte noch nicht viel von der Tiefe eines Seelenlebens. Aber sie hatte auch eben erst eine wirklich kalte Dusche bezüglich der ihr bisher bekannten Formen des Zusammenseins mit einem Mann abbekommen.

Er ließ sie nachdenken, denn diese Entscheidung musste sie ganz für sich selbst treffen. Das war besser für sie beide. Auch, wenn Matt sich inzwischen seiner eigenen Motivation nicht mehr sicher war, auch, wenn er nicht mehr wusste, was er im Falle eines Einverständnisses mit ihr denn nun tun würde, das ersparte ihr Tränen und Traurigkeit.

„Woher soll ich denn wissen…“, setzte sie schließlich an und schlug die Augen wieder auf. „Überhaupt nicht“, fuhr sie dann selber fort und beantwortete ihre eigene Frage. „Es ist dann so wie in einer Beziehung oder ganz normalen Freundschaft auch. Es gibt keine Garantien. Und würdest du welche geben, dann wären es Lügen. Das stimmt doch?“ Sie sah ihn wieder hilfesuchend an.

Er lächelte sie liebevoll an und ließ seine andere Hand langsam wieder tiefer sinken. Er ließ sich Zeit mit seiner Antwort, streichelte diesmal fest ihre kleinen Brüste und fuhr dann unter dem Seitentuch über ihren Bauch, diesmal direkt und ganz offensichtlich ganz nach unten, betastete wortlos ihre angeschwollenen äußeren Schamlippen. „Aber denk einmal über das Folgende nach: Ich hätte dich gar nicht ansprechen müssen. Ich könnte bereits bei meiner Frau sein, ich lasse sie gerade warten.“

Sie rührte sich auch unter seinen tastend streichelnden Fingern nicht. „Du wärst überhaupt nicht mehr hier, wenn ich dich nicht interessieren würde, ja?“, wollte sie von ihm mit leicht gekrauster Stirn wissen und stellte ihm damit die Gewissensfrage, mit der er sich sowieso schon herum schlug. Sein Lächeln ließ sie jedoch inne halten, und sie folgte dem Wink seines Nickens zu ihren immer noch angebundenen Handgelenken.

„Zumindest das würde ich dann nicht tun“, beantwortete er ihre Frage nur indirekt. Schon als sie wieder angefangen hatte, zu sprechen, wusste er natürlich, wie ihre Entscheidung aussah. Ihre eigentliche Intimzone, ihr Heiligtum, das soeben auch noch so entweiht worden war, verspannte sich nicht unwillkürlich unter seinen federleichten Berührungen, blieb weiter offen für seine Finger liegen. Nun lenkte er ihre Aufmerksamkeit darauf, was er dort eigentlich genau tat. Und sie nahm es mit großen Augen zur Kenntnis.

Nachdem er ihre Haut mittlerweile eine ganze Zeit zärtlich und doch mit relativ sanfter Kraft massiert hatte und keine Stelle verschont geblieben war, hatte sie sich an das Gefühl der sanften, beruhigenden Reibung gewöhnt. Sie hatte die Veränderungen nicht mehr zur Kenntnis genommen.

Als sie dann nicht mehr unangenehm bemerkte, dass er ihre äußeren Schamlippen streichelte, war das ein Zeichen dafür, dass sie sich entschieden hatte. Aber es war auch eine unmittelbare Auswirkung seiner Massage. Und eine eindringliche Vorführung der ganz besonderen Art, er verführte sie nicht, aber seine Zärtlichkeit vermittelte ihr viel mehr als Begehren, sie vermittelte ihr scheinbar erfolgreich Beruhigung und seinen Schutz, unter dem sie stand, sein Verständnis und eine überaus große Nähe.

Er konnte deutlich erkennen, wie Julia erschauerte, als sie auf seinen Finger starrte, der sich ganz langsam immer wieder in ihre rot geschwollenen Schamlippen schob.

„Du wirst dich dein Leben lang fragen, ob du diese Gelegenheit nicht hättest ergreifen sollen“, sagte er leise. „Und wenn du jetzt ehrlich zu dir bist, dann wünschst du es dir, dass ich damit nicht aufhöre. In deinen Augen steht kein Feuer, Liebes, aber der verzweifelte Wunsch nach Hingabe nach diesem entsetzlichen Erlebnis.“ Sie starrte ihn nur an, er hatte wohl ihre Gedanken laut ausgesprochen. „Und ich will ehrlich zu dir sein, mein Interesse an dir erwacht immer stärker. Hingabe kenne ich von meinen Frauen, sie alle empfinden sie, aber du schenkst sie mir, ohne dass ich dich davon überzeugen müsste. Dir reicht meine Anwesenheit. Und du bist intelligent, du reagierst auf das Vorgefallene bedacht, weil ich bei dir bin und du das auch tun kannst. Sonst hätte ich auch kein ehrliches Interesse an dir. Und ich denke, ich habe dir alles gesagt, was du wissen musst. Aber dennoch ist es dein Leben, ich zwinge dich zu nichts. Und wenn dein Herz dir sagt, dass du bei mir wieder deinen Frieden findest, dann sollte dich keine Regel davon abhalten, jede Konvention ist dann eine dumme Konvention.“

Julia antwortete nicht mit Worten. Sie sah ihn nur weiter mit großen, schimmernden Augen an, und das war ihm Antwort genug. Aber er benötigte selber noch einen Moment Bedenkzeit, diese wunderschöne, gebrochene junge Frau rief in ihm Emotionen wach, die er an sich noch gar nicht kannte. Er wollte selber an der Luft einen klaren Kopf bekommen, und er wollte Julia auch noch einen letzten Moment geben, sich doch noch anders zu entscheiden.

„Julia, ich muss dich ein wenig behandeln, bevor ich dir deinen Seelenfrieden wieder geben kann“, sprach nach einer kurzen Pause weiter, in der er ihr über die Haare gestreichelt und seine sorgfältige Untersuchung ihrer Schamlippen abgeschlossen hatte. „Ich habe draußen im Wagen ein paar Dinge für so etwas. Magst du einen Moment hier auf mich warten?“

Sie nickte nur und schenkte ihm ein scheues, kleines Lächeln.  Er erhob sich und zog sich rasch den schwarzen Mantel über. „Ich bin sofort wieder da, Kleines. Ich lasse die Tür angelehnt, wenn du es dir in der Zwischenzeit doch noch anders überlegen solltest, musst du nur rufen, es hört dich bestimmt ein Nachbar.“ Er hätte noch ein paar Kleinigkeiten hinzugefügt, aber sie nickte schon, gab ihm stillschweigend ihr Einverständnis. Er brach bewusst ihre intime Zweisamkeit auf und begab sich zur Tür. Julia sah wunderschön so aus, mit den flirrenden, schwerelosen Farben um ihren halbnackten Leib. Matt wusste, wie das nun normalerweise laufen würde. Wenn sie ihn nicht mehr sah, war dieser Moment vorüber, die Gelegenheit ebenso, und Julia würde vermutlich  in ihren gewohnten Denktrott verfallen und sich Hilfe holen. Der menschliche Geist war schwach, wenn ihm die Versuchung nicht direkt angeboten wurde. Und dann hätte jeder Versuch von ihm, sie zurück zu erobern, einen recht verzweifelten Eindruck gemacht. Aber er wollte für sie mehr als nur eine Versuchung sein, wenn er das wirklich tat, er wollte, dass sie es auch wirklich herbei sehnte. Er mochte und konnte sich nicht belügen.

Er nahm elastisch federnd zwei Stufen auf einmal nach unten dabei, betrat die Straße und begab sich zu seinem Mercedes. Dort hatte ein spezielles Erste-Hilfe-Kästchen für Frauen, die er überraschend in seine Hände genommen hatte. Er war erstaunt, dass er sich ehrlich zugestehen musste, dass er Julia wirklich sehr gerne jetzt beigewohnt hätte. Aber es wäre unfair ihr gegenüber, ihr nicht alle Zeit dieser Welt zu lassen nach dem, was sie bereits durchlitten hatte. Er wäre ihr dann auch nicht böse, aber er musste sich gestehen, dass ein wenig Eifersucht bei ihm aufkommen würde, ein wenig wäre da sogar untertrieben, und so etwas wie Eifersucht bei dem Gedanken, sie mit einem anderen in ihrem Bett zu wissen,  sogar ein dringendes Bedürfnis, auch den Kerl seine Faust spüren zu lassen. Verdammt noch mal, er erkannte sich selber nicht wieder. Er, der er sich an den Rundungen von Frauen und den Schlägen auf sie, viele, satte Schläge, erfreute, er, der er die Gefühle der Frauen manipulierte und veränderte, freute sich auf einmal richtig unschuldig darüber, dass sie seinen Worten Glauben geschenkt hatte. Julia hatte sein Herz erreicht, genauso wie Nina, genauso wie Charlene. Sie saß da, mit ihren gefesselten, ausgestreckten Armen, und sie begann, ihm dennoch zu vertrauen. Nach dem, was er vorhin gesehen hatte, brauchte das eine ungeheure mentale Stärke. Julia war für ihn nicht nur wegen ihrer beginnenden Ergebenheit interessant, nein, eine Frau, die so handeln konnte, die dazu in der Lage war, war innerlich wertvoll, sie war eine beachtenswerte, großartige Frau. Er konnte sich nicht helfen, aber er wollte ihr wirklich gerne aus diesem Trauma heraushelfen und er wollte darüber hinaus herausfinden, wie sie sich ihm gegenüber weiter verhalten würde, gerade auch dann, wenn er sie sich nicht griff, übermächtig und direkt, gerade dann, wenn er es ihr erlaubte, ihm auszuweichen.

Matt ging mit raschen Schritten zurück, während er mit seinen Eindrücken und Gedanken dazu selber im Clinch lag. Im Treppenhaus Leere, alles totenstill, die Tür im ersten Stock wie eben ein Stückchen geöffnet. Sie hatte nicht gerufen. Er war erleichtert, auch das war in diesem Zusammenhang für ihn neu. Bisher hatte er bestimmt, und erleichtert waren höchstens die Frauen gewesen, wenn er sie das hatte fühlen lassen wollen. Und ihm war auch klar, dass er sie nicht damit berühren würde, wenn er ihr jetzt sagen würde, was er mit ihr vor hatte. Sie war völlig unerfahren, sowohl im Spiel mit der Liebe wie auch allgemein, sie war darauf angewiesen, ihn erst kennen zu lernen. Er würde bestimmt, aber behutsam handeln müssen.

Matt betrat ihre Wohnung wieder und schloss rasch die Tür. Julia hatte sich im Kissen bequem zurück gelegt und hob bei seiner Ankunft ihren Kopf wieder. Er zog den Mantel wieder aus und holte sich in der Küche eine kleine Schüssel mit einem sauberen Lappen und warmen Wasser und ein Trinkglas mit kaltem Wasser. Dann setzte er sich zu ihr, stellte alles neben ihr auf ihrer Bettkommode ab, streichelte ihr sanft über die Wange, die Haare. Ihre goldbraunen Augen suchten die seinen, aber nicht aus Angst, soviel war sicher. Nein, ihr Blick war weich und doch aufmerksam, eine umwerfende Mischung für ihn, nur seine eigenen Frauen hatten keine Angst vor ihm, die fremden sollten das ja haben. Und nun berührte es ihn, dass Julia ihm zunehmend vertraute, dass sie ihm zutraute, einer zu sein, mit dem für sie ein vernünftiges, vertrauliches Gespräch möglich war, und darüber hinaus noch viel mehr, er war für sie jemand, der ihr vielleicht mit seiner männlichen Zuwendung helfen würde. Und tatsächlich war er auch so einer.

„Mein Liebes“, er lächelte ihr in die ruhigen Augen, so ganz anders jetzt als vorhin war ihr Blick. „Wie stehst du zu Wasser?“

Sie begann, leicht zu lächeln. „Ich liebe es“, antwortete sie ihm einfach.

„Beschreibe mir, was du im Wasser fühlst, Kleines“, bat er sie sanft.

„Ich fühle mich sicher im Wasser, besonders, wenn es warm ist und türkisblau“, ihr Blick schweifte dabei aber nicht ab, trotz ihrer leisen, schwärmerischen Worte blieb sie ganz bei ihm. „Ich genieße es immer sehr, mich unter Wasser zu drehen, die Beine anzuziehen und zu kugeln, vornüber, so schnell, bis Oben und Unten verschwunden sind, Dann gibt es diesen kleinen Moment der Schwerelosigkeit, den ich so liebe, den Moment, wo ich orientierungslos bin und doch sicher geborgen. Das seidige Gefühl des Wassers auf der Haut, die Art, wie es mich trägt, die Leichtigkeit meiner Bewegungen, die Sicherheit, die mir das Wasser gibt. Wenn ich ruhig auf der Wasseroberfläche liege, dann muss ich nur tief einatmen, um etwas nach oben zu kommen, und ausatmen, um etwas abzusinken. Im Wasser kann mir nichts passieren.“

Er nickte und lächelte sie an bei ihren gefühlvollen Worten, und für einen Moment hatte er mit ihr empfunden, hatte mitempfunden, was für sie diese Sicherheit bedeutete. Er löste kurz den Blick, holte eine Tube und eine Schachtel Tabletten aus dem Täschchen, das er mitgebracht hatte. Er reichte ihr eine einzige der kleinen Tabletten an und ließ sie sie mit dem Glas Wasser trinken. Julia war durstig, sie trank das ganze Glas leer. Dann nahm er die kleine Tube und wärmte sie mit einer Hand.

„Liebes, ich muss dich kurz untersuchen“, informierte er sie leise. „Warst du denn schon einmal in hohen Wellen? Mit einem  Bodyboard vielleicht?“ Sie lächelte wieder und nickte.

„Erzähle mir davon“, bat er sie.

„Ja, die Wellen waren viel größer als ich“, begann sie mit leuchtenden Augen, sah dabei zu ihm herunter. Wenn er aufsah, trafen ihre Augen sich, sie beobachtete nicht sein Tun, sondern ihn, ob er ihr folgen konnte. Und so begeistert, wie sie ihm das schilderte, konnte er das auch, sie nahm ihn mit sich. „Wenn du an Land stehst, siehst du das nicht. Du musst erst hinein, und dann ist es nicht ganz einfach, sich richtig zu verhalten. Ist die Welle zu groß, musst du sie untertauchen, sie läuft dann auf der Wasseroberfläche über dich hinweg. Ist sie noch so groß, dass du sie überspringen kannst, dann solltest du das tun. Du musst die Tragkraft des Wassers miteinbeziehen. Du schaffst so höhere Wellen, als du denkst. Das Wasser hebt dich hoch. Und dann kommt direkt die nächste Welle. Schwierig wird es, wenn du dich überschätzt….“

Matt hatte derweil  eine Hand auf ihr ihm zugewandtes, aufgestelltes Knie gelegt und, als sie nicht zurück zuckte, seine Hand langsam weiter die weiche Innenseite ihres Oberschenkels herunter gleiten lassen. So öffnete er ihre Scham, und was er sah, bestätigte ihm, dass der Kerl nicht gerade zimperlich mit ihr umgegangen war. Ihr Schritt war gerötet, die großen und kleinen Schamlippen rot angeschwollen. So sah eine Frau nicht nach seiner triebhaftesten Durchnahme aus, dachte er ärgerlich bei sich. Er stellte die Schüssel mit Wasser zwischen ihre Beine und wusch sie dort erst einmal gründlich sauber. Zwischendurch sah er immer wieder auf und begegnete ihren braunen, lebhaften Augen.

„Tue ich dir weh, Kleines?“, fragte er sanft zwischen, als sie stockte. Sie nickte und schüttelte gleichzeitig den Kopf, sie war verwirrt. „Ich muss dich noch mit Salbe abtasten, Liebes, damit ich weiß, dass du nicht verletzt bist. Erzähle weiter, was passiert, wenn man sich überschätzt?“

„Wenn die Welle zu hoch ist, musst du springen“, fuhr sie leicht lächelnd fort. Matt sah, jetzt begann die Wirkzeit ihrer Erzählung, sie entspannte auch ihren Unterleib. „Tust du es nicht, reißt sie dich mit einer Urgewalt von den Füßen, du kannst ihr absolut nichts entgegen setzen. Sie wirbelt dich um und um, du weißt nicht mehr, wo oben und unten ist, denn die Bläschen wirbeln ja auch. Du hoffst nur noch, dass du deinen Kopf nicht an einem Stein stößt. Du weißt, bei dieser Kraft ist das sehr gefährlich. Dann lässt die Welle dich wieder los. Du musst schnell sein dann, dich zur nächsten Welle drehen und wieder springen, sonst reißt sie dich erneut um. Die Waschmaschine, so haben wir das genannt.“

Matt hatte derweil die pflegende Kortisoncreme genommen und damit ihre äußeren und inneren Schamlippen sanft streichelnd eingecremt. Er sah Schwellungen, rot und recht ödematös, Rötungen dort, wo der Mistkerl auf ihr Becken geschlagen hatte, aber keine Abschürfungen. Als Julia davon sprach, wie die Welle sie durchwirbelte, schob er einem Finger und viel Creme vorsichtig tastend in ihre Scheide vor, cremte sie ein und betrachtete erst kurz die Öffnung ihrer Scheide, die ebenfalls rot verschwollen war, und dann Julias Gesicht, auf dem sich die Begeisterung für die Kraft der Wellen malte, keine Schmerzen. Er tastete eine überall weich aufgeriebene Schleimhaut, nahm mehrfach Creme nach und fand an seinem Finger kein Blut. Er war erleichtert, sie war nicht verletzt. Er erregte sie nicht, fühlte aber ihren Blick auf sich ruhen. Er wusste, seine sanft mit ihr hantierenden Finger in diesem intimen Bereich berührten sie, nach diesem entsetzlichen Vorfall öffneten sie ihm das Tor in ihre Seele, ihre geheimen weiblichen Gefühle, denn er hatte Zugang in ihr Allerheiligstes, er zwang sie nicht, er kümmerte sich um sie, sowohl um ihren Körper wie auch um ihre Seele, die genauso verwundet war. Weder in ihrem Minenspiel noch ihre Körperhaltung spiegelte sich Gelassenheit, und sie ließ ihn weiter nicht aus den Augen.

Er griff sich ein seidiges, schwarzes Tuch. „Laufe durch die heiße Mittagssonne zum Strand, Liebes“, griff er dieses Thema wieder auf, „lasse dich vornüber fallen lassen und tauche unter, ist es auf einmal still, wie aus weiter Entfernung ist das Platschen der Tropfen auf der Wasserfläche über dir zu hören. Schwimme mit geschlossenen Augen“, er unterbrach sich und wartete, dass sie seiner Anweisung folgte, und das tat sie auch. Er zog ihr die Augenbinde über den Kopf. „Das ist so schön wie früher, als du noch unbefangener warst, nicht wahr?“ Sie lächelte und nickte nur, ihre Körperhaltung weiter entspannt. „Lasse deine Schwimmbewegungen flach werden, denke nur noch an die türkisfarbene Weite in dir.“ Teufel, ihre Lippen waren wunderschön, wenn sie so verträumt lächelte und den Kopf jetzt leicht schräg legte.

„Und nun denke dich in den Fischotter hinein, der schnell und verspielt ist, lebensfroh, tauche als Fisch auf der Suche nach anderen Fischen, drehe dich auf den Rücken, um dich auf den Wellen treiben zu lassen, mit geschlossenen Augen und ausgebreiteten Armen, halte ganz still und genieße das Brennen der Sonne auf deiner Haut. Dir kann nichts passieren.“

Mit diesen leisen Worten ging er zur Tür und verließ das Schlafzimmer, schloss die Tür mit einem hörbaren Klicken und öffnete sie gleichzeitig wieder, so dass sie lautlos wieder aufschwang. Julia hatte ihn nicht in der Tür stehen hören können, sie dachte, die Tür wäre hinter ihm geschlossen worden. Er beobachtete sie. Sofort wurde sie unruhig, sah mit ihren blinden Augen in verschiedene Richtungen, ihr Gesicht rötete sich, ihre schönen Züge verzerrten sich. Entsetzen vielleicht, und vielleicht sogar schon einsetzende Resignation. Er würde das Versprochene nicht wahr machen, sie hier alleine und gefesselt nackt auf ihrem Bett ihren Gedanken und ihrem Finder überlassen. Ihre zunehmende Verzweiflung ob dieser unklaren Lage war deutlich zu erkennen. Sie war rasch schon wieder verzweifelt, und er vermutete, sie dachte, er würde sie wirklich in dieser Abgelegenheit allein lassen. Sein Herz schlug schneller, er starrte sie an, um nichts davon zu versäumen. Sie ließ ihren Kopf hängen, aber er hatte keine Eile, weil er sie noch ein wenig in dieser Verfassung haben wollte. Er machte ein paar kleine, fast lautlose Schritte auf das Bett zu, da hörte sie überhaupt erst, dass es neben ihr Bewegungen gab. Sie rief seinen Namen, doch er antwortete nicht, denn der Klang ihrer Stimme war leise und doch so verzweifelt, und er blieb erst noch stehen, wo er war, war nun kaum noch einen Meter von ihr entfernt. Sie konnte ihn nicht hören und stimmte für ihn völlig unerwartet ein erschütterndes Wehklagen an, ein atemgreifendes leises Weinen, ein Weinen, das sie ihres Atems beraubte.

Er empfand ihre Verzweiflung, als wäre es seine, spürte ihre wieder neu aufkommende existenzielle Not, bis ihre Resignation vollständig in ihrem Bewusstsein angekommen war. Jetzt war sie fast still, und er lauschte ihrem verzweifelten Schluchzen, das kaum hörbar, ganz leise war, bis er dann an sie heran trat und ihrem Brustkorb wortlos mit beiden Händen umfasste, ihn anhob und sämtliche Kleidung der Länge nach ihren schmalen Körper herunter streichelte, den zerrissenen Stoff vor seinen Händen her schob, ihren Körper immer in seinen kräftigen Händen und angehoben dabei. Es war eine sehr sinnliche Art und Weise, eine sehr gefühlvolle, als er ihren leichten Körper so hochhob, ihn dabei leicht streckte. Seine Berührung kam unerwartet für sie, sie erstarrte für einen kleinen Moment, war nun ganz Tier, das mit allen Sinnen sicherte, ob wieder Gefahr für sie drohte. Dann ließ sie zitternd ihren Atem entweichen, als sie ihn erkannte. Sie streckte sie sich in seinen Händen, als würde sie sich in der Schwerelosigkeit des Wassers strecken, lang und grazil, und ihr Sein wurde ebenso schwerelos. Ihre letzten Schluchzer verklangen, als er ihre zerrissene Kleidung wegwarf.

Er entkleidete sich nicht vollständig, zog sich nur rasch und möglichst leise Hemd und Hose aus. Sie sollte diese Geräusche eines Mannes, der sich entkleidete, nicht mit dem eben Geschehenen assoziieren. „Ich… ich dachte….“, wimmerte sie leise, und er unterbrach sie sofort.

„Ich weiß, Kleines. Nicht mehr denken, fühle nur noch, und ich habe dich nicht fühlen lassen, dass ich dich verlassen wollte. Vertraue deinen Gefühlen jetzt, denn jetzt kannst du das auch“, mit diesen leisen Worten legte er sich vorsichtig auf sie, schützte ihre Nacktheit mit seinem Körper, schützte sie vor der Welt.

Ihr Körper wurde weich und nachgiebig, überließ sich vertrauensvoll seinem Körper, seinen Händen, die sie gleichsam wieder nach oben trugen, der Wasseroberfläche und der Luft entgegen, und sie hielt still, als sie seine Hände spürte, die ihren Bauch berühren, ihren Rücken, ihre Brüste, warm, fest, beruhigend und besitzergreifend. Dann schlangen sich seine Arme um sie, die Stille um sie herum ließ sie ihn ganz spüren, nur er und sie waren hier, nur noch Körper auf Körper. Seine Hände ertasteten ihr Haar, weich lag es um ihren Kopf, er strich sanft hindurch, dachte daran, dass dieser Kerl sie daran über den Fußboden gezogen hatte. Sie spürte seinen Mund, der sich warm und fordernd über ihre Lippen legte, ihre Brüste pressten sich an seine mit seinem Hemd bedeckte Brust, und sie bedauerte es auf einmal, dass es nicht immer so bleiben konnte.

Er spürte sie, ihr Körper lag weich und vertrauensvoll an den seinem gepresst, sie schlang ihre schlanken Beine lockend um sein Becken, öffnete ihm so ihren Schoß. Und wie von selbst schob sich sein Schwanz in den Eingang ihrer Scheide, schmiegt sich in sie, warm, zuckend, und sie hörte wieder seinen Atem, schneller diesmal. Sie war vertraut mit dem Wasser, es fiel ihr leicht, sich dem Wasser hinzugeben, und so fiel es ihr auch leicht, sich ihm hinzugeben. Vorsichtig erkundeten sie sich, teilen miteinander die Ruhe des Wassers, er gab ihr sicheren Halt an seiner Haut, sie schnupperten und atmeten einander, ihre Augen verschlossen, seine ebenfalls. Seine Zunge fing Tränen aus ihrem Gesicht, seine Lippen fuhren mit fliegenden kleinen Küssen über ihr Gesicht, haschten dann nach ihrer Unterlippe, und sie wich nicht aus.

Und dann schlüpfte er langsam in sie hinein. Es war nicht ganz einfach, ihr Eingang war zwar weit offen und bereit, aber auch sehr angeschwollen, genauso wie das Innere ihrer Scheide, und er war nicht eben klein gebaut. Er schob sich langsam vor, Millimeter um Millimeter, keine schnelle, heißblütige Vereinigung, wie er sie sonst so liebte, diesmal ließ er sich unendlich viel Zeit, wusste er ja, alles andere würde sie weiter verletzen. Und nun war sie für ihn auch wirklich bereit. Nach ihrer wieder ausgestandenen Angst, diesmal aber der, dass er wortlos fort gegangen sein könnte, so unerwartet, wie er auch aufgetaucht war, dass er sie nicht mehr auffangen würde, wie er es bisher getan hatte, dass es nicht mehr seine Arme sein würden, die sie halten und umschließen würden, drückte sie ihren ganzen, nackten Leib an den seinen, suchte seine Nähe, so dicht, wie es ihr nur möglich war. Heiß war es in ihr, und eng, willkommen nach den letzten fürchterlichen Ereignissen. Er zog ihren filigranen Leib fest an den seinen, er wollte sie fühlen. Und dieses langsame Vorschieben löste in ihm ganz neue Empfindungen aus. Sie umschloss ihn, massierte ihn, presste ihn. Er konnte sich nicht schnell bewegen, auch, als er ganz vorgeschoben war, nicht. Aber dazu hatte er diesmal auch keinen Impuls. Er spürte ihre Anspannung, ihre Hingabe, er hielt ihren Kopf mit den verbundenen Augen und wusste doch, in ihnen stand nichts als Hingabe zu ihm. Langsam, ganz langsam bewegte er sich, kurz und tief, wenn die Spannung sich weiter aufbauen musste, wenn sie unruhig zu werden drohte, wenn ihre Lust explodieren wollte. So hatte er es noch nie getan, so hatte er noch nie die Lust einer Frau kontrolliert, aber so hatte er auch noch nie die völlige Hingabe einer Frau gefühlt. Lag es daran, dass er sie gerettet hatte vor einem schlimmen Schicksal, dass sie sich ihm so hingab? Oder hatte er das bei anderen Frauen noch nicht bemerkt, einfach damit nicht gerechnet? Er wusste es nicht, aber er fand es wunderschön, diese langsame, tiefe, innige Form der Verschmelzung. So schön, dass er ihre Augen dabei sehen wollte,  deswegen zog er ihr die Augenbinde wieder herunter. Ihre großen goldbraunen Augen waren dicht vor seinen, sie tauchte in seinem Blick ein, er konnte in ihnen die Sehnsucht nach ihm deutlich lesen. Sie umschmeichelte ihn, hörte ihn an ihrem Ohr schwer atmen, versuchte mehrfach, ihre Arme anzuspannen, um ihn zu erforschen, seinen Körper, seine Haut, ihn zu verwöhnen. Aber weiter ließ er das nicht zu, sie sollte es fühlen, wie schön es für sie sein konnte, von einem Mann gefesselt zu werden in jeder Beziehung, nicht nur körperlich von ihm dazu gezwungen zu werden, passiv zu bleiben, sondern sich auch geistig von ihm führen zu lassen. So entlud sich ihre ganze Zärtlichkeit in Hingabe, und gemeinsam stieg die Erregung in ihnen beiden weiter an, als sie wieder abtauchten in ein Meer aus Ekstase. Er blieb gedanklich in diesem Bild, das er zu ihrer Entspannung heraufbeschworen hatte, jetzt entspannte es auch ihn. Er bewegte sich, stieß langsam zu, und sie stieß zurück, im Einklang mit seinen Bewegungen, immer heftiger. Er spürte an ihrer Körperspannung, ihrem nur noch stoßweise kommendem Atem, wann es Zeit für den Gipfel war, und als er ihn nicht mehr bei ihr verhindern konnte, kam er tief in ihr, sein Körper und seine Seele waren von Feuer erfüllt. Ihre Schreie mischen sich, als sie die Oberfläche dieses Meeres wieder durchbrachen, er spürte ihre Scheide kräftig zucken, unkontrolliert, sie wollte nicht mehr aufhören, stemmte sich mit aller Macht gegen ihre Gedanken, ihre Augen waren verschleiert. Sie bog ihm ihren Körper vertrauensvoll entgegen, bäumte sich gegen seinen harten Körper auf. Dann wurden ihre Augen aber wieder klar, richteten sich auf seine, sie versuchte, seinen Namen zu sagen, immer noch von Schluchzern unterbrochen. Und auch er war tief erregt, angespannt, er legte eine Hand unter ihren Nacken und küsste sie lange und innig. Nur langsam fanden sie so gemeinsam in die Wirklichkeit zurück. Es war für ihn auch jetzt anders als sonst, liebevolle Berührungen, Küsse, Haut auf  Haut, seine leise, beruhigende Stimme, seine Hände, die sie weiter umschmeichelten und lustvoll erfühlten. Sie war nicht alleine. Jetzt erst löste sich bei ihr endgültig der Schock, bis zu diesem Zeitpunkt war sie noch auf der Adrenalinwelle geritten. Seine Zärtlichkeiten ließen sie in leise Tränen ausbrechen, er zog ihr Gesicht an seinen Hals und ließ sie weinen.

Schließlich hob er den Kopf. Er sah ihr lächelnd in die Augen, fokussierte sie, drang in sie ein. Er hatte ihre Fähigkeit gewaltig unterschätzt, sich ihren Ängsten, ihrem real erlebten Horror stellen zu können. Und er las in ihren Augen, dass er sich, obwohl er ihr völlig fremd war, für sie als tragfähig erwiesen hatte. Wasser, so hatte sie erzählt, war ihr tragendes Element, dort fühlte sie sich sicher und geborgen, und ihre strahlenden Augen verrieten ihm, dass er sich, gerade weil er in ihren Augen eben noch nicht vertraut und damit nicht tragfähig war, jetzt für sie trotzdem so anfühlte. Diese glücklichen, wieder unbelasteten, freien Augen, noch nie hatte er einen solchen Ausdruck in den Augen seiner Frauen gesehen. Vielleicht lag es daran, dass er seine Frauen führte und begleitete, nie alleine ließ, Julia dagegen hatte ganz alleine Todesängste ausgestanden, vernichtende Ängste, die gewaltige Kräfte in ihr mobilisiert zu haben schienen. Matt war tief berührt. Er löste rasch die Fesseln, ließ sich von ihr fest umarmen und umarmte sie ebenso fest. Für eine ganze Zeit dachte er nicht mehr, er fühlte nur noch. Er zog ihre Decke über sie beide, damit sie sich trotz seiner Bekleidung kuschelig warm fühlte, und trieb zusammen mit ihr in einen sanften Schlummer, immer noch miteinander vereinigt. Matt ließ seine Gedanken treiben. Hatte der brutale Eindringling sich auf ein Augenduell mit ihr eingelassen und verloren? Unwahrscheinlich, ihn hatte nur das interessiert, wofür er eine ihr überlegene Stärke besaß, geistige Stärke interessierte ihn wohl kaum. Matt hatte ihr nur helfen wollen, aber ihm schenkte sie freiwillig etwas, was er sich von ihr erwünscht hatte, ohne dass ihm das so bisher bewusst gewesen war. Reine, pure Hingabe. Das Leben ging manchmal schon wirklich seltsame Wege.

©Matt

Zufällige Begegnung (Julia), Teil 1

Es war alles an diesem Tag reiner Zufall, wenn man denn an Zufälle glaubte. Matt hatte seinen schwarzen Mercedes zwei Straßen weiter abgestellt und befand sich auf raschem Weg zu einer seiner devot ihm zugehörigen Frauen. Die Ärztin kannte er schon eine ganze Weile und besuchte sie regelmäßig oder bestellte sie seinerseits an ihm genehme Orte, auch in die Waldhütte hatte er sie schon kommen lassen. Er wusste, die hart arbeitende Frau liebte ihn, man konnte getrost sagen, sie war ihm im Spiel um Macht, Dominanz und Ergebung verfallen. Er hatte ihr befohlen, alles zu besorgen und bereitzuhalten, was er für sie benötigen würde, er hatte also selber nichts als seine Schlinge dabei, die er immer bei sich trug. Er ging nicht leichtfertig mit den Gefühlen der Frauen um, die er in seiner weiteren Peripherie hatte, auch Charlene besuchte er regelmäßig, er wusste, sie würde sonst wirklich leiden. Er hatte seine Frauen gezähmt und an sich gewöhnt, nun war er auch für sie verantwortlich, und dieser Verantwortung stellte er sich gerne. Er war nicht verheiratet, er fühlte sich frei und damit mächtig, denn er war es nicht nur geschäftlich, sondern damit auch privat. Keine Frau auf diesem Planeten hatte Macht über ihn, aber das hieß nicht, dass er für diese Frauen nicht eine starke Zuneigung hegte, die manchmal sogar er als Liebe bezeichnete. Die Frauen wiederum hatten ihre Selbstkontrolle an ihn abgegeben, zwei bisher völlig und ein paar wenige weitere in Teilbereichen, sie hatten sich ihm in Liebe ergeben, ein Gefühl, dass noch wesentlich stärker werden konnte als in einer normalen Liebesbeziehung, das war Matt klar, und das war auch sein Ziel bei manchen Frauen. Er konnte es in ihren Augen lesen, manchmal bettelten sie ihn um Schläge geradezu an, auch wenn sie sich gegen ihn heftig wehrten. Die Psychologie der menschlichen Lust war komplex, ein ausgewogenes Maß an sadistischem Zwang und liebevollem Umgang war für manche der Frauen ein einzigartiges Erlebnis. Matt wusste nicht, wie er das bezeichnen sollte, auch vor sich selber nicht. Aber dann war es, als würde er nicht nur in seinem Bewusstsein, sondern auch in dem der Frau weilen und genau fühlen können, was sie wirklich brauchte, wonach sie sich wirklich sehnte unter all den Schichten der gesellschaftlichen Anpassung und Erziehung. Wenn er selber eine devote Seite in sich besaß, dann war sie so gering ausgeprägt, dass er sie nicht als solche wahrnehmen konnte, und er stieß seinerseits auch in aller Regel auf Frauen, die sehr devot veranlagt waren, die er in dieser Hinsicht nur noch befreien musste. Aber er besaß auch eine sehr liebevolle Seite, er konnte seine Frauen wirklich gut auffangen nach einer Sitzung mit ihm. Vielleicht war das das Devote in ihm selbst, das wusste er nicht. Manche Frauen hatte er nur für einige Monate, dann führten ihre Lebenswege wieder auseinander. Manche Frauen führte er als sein Eigen für Jahre, Jahre, in denen sie noch nicht einmal seinen wahren Namen kannten. Er wusste nicht, wie er das bezeichnen sollte, aber bei manchen Frauen handelte er, als wären er und sie ein gemeinsames Bewusstsein, dann konnte er auch erfühlen, wie sehr die Frau noch wirklich an ihm hing. Er mochte diese ihm eigene Fähigkeit nicht einfach benennen als Empathie, er beließ es lieber bei dieser selbst für ihn vagen Umschreibung.

Matt wechselte in Gedanken versunken mit raschen, weit ausgreifenden Schritten die schmale Wohnstraße in Düsseldorfs vornehmer Stadtwohngegend direkt am Rhein, in Oberkassel. Mit leicht vorgebeugten Schultern und gesenktem Gesicht wirkte er, als würde er sich gegen einen Sturm stellen, aber er war nur in seine eigenen Gedanken und Reflexionen versunken. Er hatte ein gutes Geschäft abgeschlossen, im Finanzbereich war er geschickt und risikobereit, ein Raubfisch ganz sicher. Er wusste, sein Testosteron versetzte ihn in die Bereitschaft, ein Risiko über alle Vernunft hinweg anzunehmen. Gerade im Finanzwesen, das nach wie vor von Männern dominiert wurde, war Testosteron eine überaus wichtige Triebfeder, und das männliche Sexualhormon war dafür im Bewusstsein der Gesellschaft noch nicht einmal so bekannt. Ein Erfolg einer Aktie motivierte die Börsianer, es dem Glücklichen gleich zu tun und es mit dieser Aktie ebenfalls zu versuchen. Diese Risikobereitschaft bei der einzelnen Transaktion war die Auswirkung des Testosterons, diese Aktie stieg und stieg, sie weckte die Begehrlichkeiten der beteiligten Börsianer wie eine schöne Frau. Die Männer in Anzug und Krawatte, die so kühl geschäftsmäßig wirkten, verhielten sich in Wahrheit nach demselben Beuteschema, mit dem sie eine schöne Frau ansahen. Oft ersetzte der risikoreiche Handel mit dem An- und Verkauf von Aktien sogar den entsprechenden Umgang dieser Männer mit den von ihnen begehrten Frauen, den sie sich vielleicht nur erträumen konnten. Oft waren diese Männer in der Wirklichkeit nicht in der Lage, sich eine begehrenswerte Frau auch zu greifen. Die gesellschaftliche Normierung, private Kompromisse und Verpflichtungen und sehr häufig auch einfach mangelnder Mut oder grundsätzlicher, tief sitzender Zweifel an der eigenen Manneskraft, das alles waren Gründe für so ein Verhalten der Überzahl der Männer auf diesem Parkett. Das tiefsitzende Schönheitsideal, das fest im kollektiven Empfinden der Gesellschaft verankert war, tat sein Übriges. Matt kannte viele der Börsianer persönlich, er wusste das aus eigener Anschauung. Der Handel mit Aktien ersetzte ihnen den Fick mit einer begehrenswerten Frau. Fand so etwas in großem Stil statt, dann nannte man das eine Blase, der Wert der Aktie auf dem Börsenparkett überstieg dann manchmal weit ihren realen Wert. Untersuchungen nach dem Börsencrash 2008 hatten genau diesen Mechanismus frei gelegt, und daraus hatte auch Matt gelernt. Er musste lächeln. Frauen besaßen wenig Testosteron, das war manchmal ihre Stärke und manchmal auch ihre Schwäche.

Matt besaß unter anderem auch einen Börsenschein, er war also berechtigt, direkt an der Frankfurter Aktienbörse zu spekulieren. Er hatte von einem seiner Geschäftspartner einen Wink bekommen und gehandelt, mit Erfolg. Der Erfolg, so sinnierte er, bestand darin, diesen eigentlich fiktiven Wert einer Aktie zu mehren und ihn in klingende Münze umzuwandeln, bevor die Aktie abstürzen konnte. Das war ihm wieder einmal gelungen, aber das war bei weitem nicht immer so. Matt empfand sich als nicht den Regeln der Gesellschaft unterworfen, auch in diesem Bereich bedeutete das für ihn eine gewisse Überlegenheit. Er handelte gewiss risikobereit, aber er musste seine Triebe nicht unterdrücken. Das befähigte ihn dazu, auch im hitzigsten Handel auf dem Börsenparkett einen kühlen Kopf zu bewahren. Seine Fähigkeit, komplexe logische und nichtlineare Muster zu erkennen, tat ihr Übriges, genauso wie seine blitzschnelle Auffassungsgabe dabei. Er hatte die Aktien rechtzeitig abstoßen können heute Vormittag, er roch es quasi, sie würden heute Nachmittag schon fallen. Dieser Handel bedeutete auch für einen wie ihn den Erwerb von Geld in einem Maße, wie er dafür vielleicht einen Monat harter Arbeit hätte ansetzen müssen. Er war also bester Laune und hatte beschlossen, sich nach Düsseldorf zu begeben und seiner Chilly einen Besuch abzustatten.

Matt musste unvermutet einer alten Dame mit Hündchen an der Leine ausweichen und sah stirnrunzelnd auf. Er stand noch immer unter Strom, der erfolgreich abgeschlossene Handel versetzte ihn quasi in einen Testosteronrausch. Er hätte die alte Dame fast überrannt.

Dabei fiel ihm etwas weiter vor ihm eine junge Frau auf. Sie sprang gerade elastisch von ihrem Fahrrad ab und führte es geschickt bis an die Eingangstür in eines der alten, stuckverzierten Reihenhäuser aus der Barockzeit. Ihre geschmeidigen Schritte und der Sprung hatten ihren sehr kurzen Rock leicht verschoben, Matts Augen fanden ruckartig ins Hier und Jetzt zurück. Sie setzte ihre schlanken, ansehnlichen Beine so mit einer unabsichtlich wirkenden, natürlichen Grazie in Szene, sie warf die langen, schwarzen Haare energisch zurück, ihren ganzen schlanken Körper erfüllte eine gespannte, fröhliche Energie. Matt sah ihr lächelnd hinterher. Sie war alles in allem einfach interessant, leuchtend, eine junge, lebensfrohe Persönlichkeit strahlte aus ihren dunklen Augen, er brauchte das Lächeln auf ihren Lippen nicht zu sehen, ihr ganzer Körper strahlte diese unverbrauchte Frische aus.

Sie verschwand in dem Gebäude, und die schwere Holztür hatte sich noch nicht ganz wieder geschlossen, da hielt ein Mann sie fest. Ein unauffällig in schwarz gekleideter Mann, der genauso schnell, wie er in Matts Gesichtsfeld aufgetaucht war, auch schon fast verstohlen wirkend ebenfalls im Haus verschwand. Matts Sinne registrierten diese Handlung blitzschnell, er wusste es sofort und sicher, da stimmte etwas nicht. Und seine Reaktion war ebenso unvermittelt und sicher, er handelte rein aus dem Bauch heraus, intuitiv, er spürte die Gefahr förmlich dräunend um sich selbst herum. Vielleicht hatte die junge Frau ihn mit ihrem natürlichen Charme bezaubert, vielleicht war es ein Schutzreflex, wie er ihn gehabt hätte, wenn er ein Rehkitz im hohen Gras versteckt gefunden hätte. Später wusste er das selber nicht mehr, aber er handelte sofort.

Matt war nur wenige Sekunden später an dem Haus angelangt. Normalerweise steckte er seine Nase nicht in fremde Angelegenheiten, aber irgendetwas ließ ihn hier und jetzt anders handeln. Er besah sich kurz und scharf das Schloss der Haustür und fand, dass es ein altmodisches Türschloss war. Dabei angelte er schon in seiner Manteltasche nach seinem Schlüssel, an dem er einen kleinen Dietrich hängen hatte. Er brauchte ein paar Minuten konzentrierter und unauffälliger Arbeit, dann sprang die Zarge zurück und die Tür war offen. Er schlüpfte rasch in die Dunkelheit des Treppenhauses.

Noch während er die schwere Tür leise hinter sich zu fallen ließ, hörte er Geräusche aus dem ersten Stock. Leises Schreien, schwere Schritte, dann ein Poltern. Eine Tür fiel zu. Diese Geräuschkulisse genügte seinen angespannten Sinnen, er sah förmlich vor sich, was da passierte, wenn es auch in schwarz-weißen Bildern vor seinem inneren Auge vorbei raste. Blitzschnell spurtete er die Treppe übers Eck nach oben und verhielt vor der jetzt gerade geschlossenen Eingangstür in eine Wohnung. Er neigte sein Ohr gegen die Tür, und was er hörte, war eindeutig, eindeutiger konnte es nicht mehr werden. Ein Fahrrad fiel klappernd auf einen Holzboden und rutschte ein ganzes Stück. Eine Frau schrie auf, eine helle, junge Frauenstimme, er hörte die schweren Schritte eines anderen, eindeutig eines Mannes. Er hörte, wie er die Frau anfuhr, wie er sie hochzureißen schien, ihren Schreien nach an ihren Haaren. Er schleifte sie über den Boden und warf sie auf etwas Nachgiebiges, ein Bett oder ein Sofa. Matt hatte die Situation vor seinem inneren Auge, als wäre er in der Wohnung, immer noch in schwarz-weiß, als wäre seine Phantasie eine Kamera mit einem entsprechend eingelegten Filmmaterial. Während er seinen Dietrich erneut einsetzte, hörte er das gepeinigte Schluchzen der Frau, jetzt an derselben Stelle bleibend, ihr leises Zappeln durch die Tür. Er hörte, wie ihr ihre Kleidung mit einem lauten Knirschen vom Leib gerissen wurde. Sie schrie auf, oder zumindest versuchte sie es, denn dann war ihr Schreien nur noch sehr gedämpft zu hören, der Mann musste sie sofort geknebelt haben. Dann wurde ihr Schreien lauter durch den Knebel, panischer, und sie schrie einmal so gepeinigt auf, dass es Matt kalt überlief, der Mann tat dieser jungen Frau gerade eine entsetzliche Gewalt an, und in diesem Moment sprang vor Matt die Tür mit einem leisen Klicken auf.

Er öffnete die Tür und konnte sofort die Lage übersehen. Die Frau war grob und hastig mit ausgebreiteten Armen an ihrem Bett fixiert worden, auf das er durch einen Wohnraum mit dem umgeworfenen Fahrrad und eine geöffnete Tür hindurch in einem Schlafzimmer sehen konnte. Der Mann hatte sie mit Drähten um die schmalen Handgelenke an ihr eigenes Bett gefesselt und sich massig über ihren nackten, nur halb entkleideten, schmalen Leib geworfen. Er war bereits in sie eingedrungen, wie ihr Schrei es Matt bereits hatte wissen lassen, und stieß sie nun rhythmisch hart nach oben.

Matt war für einen Moment nicht in der Lage, sich zu bewegen. Sie hatte ihren Kopf zur Seite gedreht, starrte blicklos ins Leere, sie erschien ihm nicht mehr von Leben erfüllt zu sein als eine Puppe. Matt hatte niemals in einem Krieg gekämpft, aber ihm war auf der Stelle klar, dass die Frau sich in ihr ureigenes Innerstes zurückgezogen hatte, in ihr letztes Zuhause, dass diese Form der Gewalt gegen ihren Leib und ihre Seele in ihr verwüstetes Land schuf. Als er die Geräusche gehört hatte, hatte er den Schrecken kognitiv schon begriffen, aber erst jetzt, da er es auch mit eigenen Augen sehen konnte, erfasste er das wirkliche, reale Grauen, das die junge Frau fest gepackt hielt. Er musste nicht in ihre Gesichtszüge sehen, die leblos erstarrt und bar jedes Ausdrucks waren, er sah es an ihren fest angespannten Gliedmaßen, ihrer ungeheuer flachen und schnellen Atmung. Von Verstandesseite her wusste er sehr wohl, dass er an ihrem jetzigen Schicksal keine Schuld trug, aber sein Bauch sagte ihm etwas völlig anderes. Sein Bauchgefühl schaltete die Logik aus. Er verstand etwas von Lust und Angst, von Gewalt und Zwang, aber er würde dennoch niemals verstehen, wie ein Mann an einer so unter ihm liegenden Frau Gefallen finden konnte und darüber hinaus sogar eine triebhafte Befriedigung seiner sexuellen Gelüste. Die Angst war ein starkes Stimulans, sie bewirkte, dass jede Menge Hormone ausgeschüttet wurden, aber eine derartige Panik war wie ein verheerender flächiger Großbrand aller ihrer lebenserhaltenden Systeme, angefangen bei ihrem Geist und ihrer Seele. Der Mann hatte zugegriffen, bediente sich brutal an ihrer Mitte, am Mittelpunkt seines Interesses an ihr, hielt ihren panikstarren Leib auf Spannung, genoss diese Art ihrer Spannung sogar. Und die Frau unter ihm haushaltete sichtbar mit ihrer noch verbliebenen Energie, aber lange würde sie ihm und seinem Wüten in ihr nicht mehr standhalten können. Gleich würde ihr Leib brechen, weich werden, und damit auch ihr Geist. Gleich würde er zu ihrem innersten Kern durchdringen, den sie noch beschützte, und dann würde die Gewalt ihre weiche Seele verschlingen.

So eigenartig es sich bei Matts Vorlieben und Ansichten, bei seinem Tun, seinem Handeln an Frauen  auch anhörte, Matt war noch niemals Zeuge einer solchen Szene geworden. Wenn er eine Frau in seinen Händen hielt, in seiner Gewalt hatte, dann war er sich ihrer Schönheit, sowohl ihrer inneren wie ihrer äußeren, ständig bewusst, bei allem, was er mit ihr auch tat. Er schonte sie keineswegs, und die Grenze, an der er sich zusammen mit der Frau entlang bewegte, war haarfein, aber er kannte sie genau, und es würde ihm wirklich niemals in den Sinn kommen, diese Schönheit zu brechen. Es war für ihn schwer, es einem anderen zu erklären, aber er trat in eine Art Synergie, Koexistenz mit der unverwechselbaren Schönheit der Frau, die er nahm. Er war gemeinsam mit ihr dort, wo er sie hin brachte, er lebte und atmete in diesen Momenten dort genauso wie sie. Es war wirklich niemals sein Ziel gewesen, die Frau, mit der er sich befasste, zu zerstören. Soviel war völlig sicher.

Der Mann war so vertieft in sein Handeln, dass er Matt hinter sich völlig überhörte. Matt zögerte aufgrund der Überflutung mit Reizen und Gedanken dazu einige wertvolle Sekunden lang. Er hörte den Mann keuchen, immer lauter stöhnen, hörte, wie er ihr Schimpfworte ins Ohr raunte und sie dabei noch härter stieß, er hörte das Reiben Haut über Haut, das Klatschen Haut auf Haut, wenn er gegen ihr Becken stieß. Sein unartikuliertes Grunzen wurde zunehmend vollends enthemmt. Das riss Matt dann endlich aus seiner Erstarrung. Wie lang hatten sich diese wenigen Sekunden nun für ihn hingezogen? Und wie lang waren diese wenigen Momente wohl für die Frau, jetzt, da sie jeder Mut verlassen haben musste und ihre Kraft nicht mehr ausreichen würde, weil der Wunsch, sich endgültig aufzugeben, in ihr übermächtig wurde? Wie lang kam ihr diese kurze Zeit wohl vor, wo sie, in ihrer vertrauten Umgebung überwältigt, trotz dieses Umstandes nicht mehr stark genug sein konnte?

Matt schloss rasch die Tür und ging leise wie ein Raubtier und ebenso angespannt bis an die Schlafzimmertür. Entsetzte, angstgeweitete Augen, in Tränen schwimmend, und ihr starrer, leerer Blick, im übermächtigen Griff der Panik fest erstarrt, so sah sie in seine ruhigen Augen, ohne dabei irgendetwas zu sehen. Ihr zierlicher Leib wurde hart gestoßen, er nahm die Panik und den Schmerz der Frau so überdeutlich wahr, als würde er das tun. Als würde er sie auf dem Bett vor sich vergewaltigen. Aber so etwas tat er keine Frau an, so wie der Vergewaltiger vor ihm tat er keiner Frau Gewalt an. Er wusste, dieses Erlebnis würde das weiche Gemüt der jungen Frau brechen, sie hatte dem nichts entgegen zu setzen, keine Lebenserfahrung, keine innere Härte, keinen geschulten Verstand oder sichere Emotionen, gar nichts. Er musste nicht lange überlegen.

Er war mit zwei Schritten am Bett und riss den Mann am Kragen mit einem harten Ruck hoch. Der Mann gab ein überraschtes Keuchen von sich. Er war ebenfalls jung und gut trainiert, aber Matts schnelles, entschlossenes Handeln gab ihm den entscheidenden Überraschungsvorteil. Er riss den Körper des fremden Angreifers ganz hoch. Der Kopf fuhr zu ihm herum, der Mann richtete sich unwillkürlich auf seine Knie im Bett auf, riss sein Geschlecht aus der Frau dabei, unwillkürlich in einer für einen Mann typisch aussehenden Stellung über ihrem Körper ein neues Gleichgewicht suchend, halb über sie gebeugt.

„Was, zum Teufel…“, begann er, zu sprechen, und wurde von einem harten Boxhieb von Matt einfach aus dem Bett geworfen. Matt schlug sofort zu, auch da musste er nicht denken. Schnelles Handeln entschied über den Erfolg seines Eingreifens. Am Unterkiefer getroffen fiel der Kerl auf der anderen Seite des Bettes herunter und schlug schwer auf dem Boden auf. Sofort war Matt bei ihm, der überraschte Mann bot ihm ein leichtes Ziel. Matt konnte beileibe nicht überragend gut boxen, für so ein Training hatte er weder Zeit noch Muße genug, aber er war trainiert im Abwehrkampf Mann gegen Mann. Er riss den benommenen Mann wieder am Pullover hoch und versetzte ihm einen weiteren Hieb, der ebenso mühelos sein Ziel an seinem Unterkiefer fand, so hart, dass er seinen Kiefer knacken hören konnte. Der Mann sackte halb zusammen, wurde von Matt aber sofort auf die schwankenden Füße gerissen. Matt konnte sehen, wie der Mann mit der Zunge unwillkürlich prüfte, ob seine Zähne noch alle fest saßen.

„Raus hier, du mieses, feiges Stück Dreck“, zischte er ihn an, „bevor ich es mir doch noch anders überlege und die Polizei rufe. Mach, dass du Land gewinnst, und sollte ich dein Gesicht noch ein einziges Mal wieder sehen, dann gnade dir Gott!“ Der Mann blutete aus einer Platzwunde auf seiner Unterlippe, er rappelte sich mühsam auf und stierte Matt mit umflorten, erschrockenen Augen an. Dann drehte er sich wortlos um und taumelte aus dem Raum, verließ mehr schwankend als wirklich rennend den Tatort seines Verbrechens. Matt ging ihm ruhig hinterher und sah ihm nach, wie er die Treppen herunter hastete, ihm noch einen panikerfüllten Blick zuwarf und dann verschwand. Er schloss ruhig die Tür und wandte sich der vergewaltigten Frau zu.

Matt wusste nicht recht, was er jetzt tun sollte, in einer solchen Lage hatte er sich noch nie befunden. Die Frau lag reglos auf dem Bett, atmete noch immer flach und sehr hochfrequent, die Beine auseinander gezwungen, den Kopf auf die Seite gedreht, ihre Augen starrten blicklos geradeaus.  Er sah sie unschlüssig an und ging ruhig an dem Bett vorbei, sah aus dem Fenster zur Straße hinaus. Er sah den Mann leicht taumelnd die Straße überqueren und dabei noch seine Hose richten. Scheinbar hatte er jetzt erst bemerkt, dass sie noch auf Halbmast gehangen hatte, genauso wie sein Schwanz, als er die Wohnung so überhastet verlassen hatte. Er schüttelte leicht den Kopf und sah ihm nachdenklich nach.

Der Unterschied zwischen dem, was er mit seinen Frauen machte und dem, was sich hier gerade abgespielt hatte, war für ihn mehr als offensichtlich. Er fügte seinen Frauen Schmerzen zu, gewiss, und er jagte ihnen auch bewusst Angst ein, aber er nahm ihnen niemals jegliche Hoffnung. Angst war ein starkes Stimulans für den ganzen Körper, sie bereitete jedes Lebewesen auf diesem Planeten mit einem komplexen Bewusstsein auf eine Kampf- oder eine Fluchtsituation vor. Stresshormone versetzten den ganzen Körper in einen gespannten Erregungszustand, und der Mensch als soziales Lebewesen war darauf konditioniert, diese Angst auch zu kommunizieren, entweder durch seine Reaktionen, seinen Gesichtsausdruck oder durch die Sprache. Er war darauf ausgelegt, im sozialen Sinn um Schutz zu bitten. Matt hatte sich viel mit diesen Dingen beschäftigt, und das aus gutem Grund. Er wollte das Denken der Frauen verändern, und das konnte er nur, wenn ihr Angstniveau so steuern konnte, dass die Frauen zwar ein starkes nervöses Erregungsniveau erreichten, aber in ihrer Handlungsfähigkeit, der Abrufbarkeit ihrer Leistungsfähigkeit, noch nicht zu sehr eingeschränkt waren. Wenn er sich einigermaßen darüber im Klaren war, welche Risiken die betreffende Frau wohl in ihrem Leben schon bewältigt hatte, und darüber hinaus in seiner Einschätzung ihrer Kompetenz, dieser Situation standhalten zu können, nicht ganz daneben lag, dann wurde die Angst produktiv, sowohl für die betroffene Frau wie auch für ihn. Diese Erfahrung der Frau, dass sie sich in einer akuten Gefahrensituation befand, die sie aber bewältigen konnte, wenn sie sich ihm völlig unterwarf, führte dann zu einer von ihm erwünschten Steigerung ihres Lebensgefühls und damit auch seines Lebensgefühls. Der Kick, der Moment, in dem diese starke Stressphase, diese starke Anspannung in ihr umschlug in eine Befreiung von dieser Angstphase, der ließ die Frauen dann fliegen und ihn mit ihr. Matt hatte es gelernt, zu erkennen, wann dieser Punkt bei der Frau eintrat, und er war die ganze Zeit bei ihr und richtete sich nach ihren Reaktionen. Deswegen redete er mit ihnen, machte ihnen ihre Situation kognitiv klar, und deswegen duldete er keinerlei Abschweifung, die Aufmerksamkeit der Frau musste sich immer auf ihn und sein Tun richten. Trotz aller Gewalt und trotz seiner übermächtigen Dominanz verschmolz er mit der Frau.

Hier hatte er nun völlig unverhofft vor Augen, was passierte, wenn ein Mann sich nach diesen Gesichtspunkten nicht richtete und sich einfach von der Frau nahm, was er haben wollte. Die Angst der jungen Frau hatte sich zur Panik ausgewachsen, sie war zu der Überzeugung gelangt, dass sie sich selbst nicht mehr erhalten konnte, und alles, was ihr geblieben war, war, sich in ihr ureigenes Innerstes zurück zu ziehen und diesen letzten Bereich so lange wie möglich vor der überwältigend bedrohlichen Außenwelt zu verteidigen. Der Mann hatte dieser jungen Frau ein schweres psychisches Trauma zugefügt, er hatte ihren ureigenen Intimbereich in mehreren Formen schwerstens verletzt, einmal, indem er sie in ihrem persönlichen Rückzugsort, ihrem Sicherheitsbereich angegriffen hatte, dann, indem er ihren Körper instrumentalisiert hatte und zuletzt, indem er das, was dabei in ihr vorging, völlig ignoriert hatte. Diese Angststarre, die rasende Panik, in der sie sich befand, erlebte sie als unüberwindbar, und das würde sie für immer verändern.

Matt seufzte leise auf. Vielleicht lag es daran, dass er seine eigenen Wertmaßstäbe besaß, dass er sie nicht von der Gesellschaft bestimmen ließ. Vielleicht lag es auch daran, dass er schon viele Frauen an einem Punkt kurz vor diesem erlebt hatte. Vielleicht mochte er die junge Frau auch ganz einfach, er wusste es selber nicht. Aber die Art der Gesellschaft, mit derart traumatisierten Frauen umzugehen, verstärkte ihr Trauma gewissermaßen noch, und auch das war ihm sehr bewusst. Frauen verstärkten mit ihrer mitleidigen oder mitfühlenden Reaktion auf diesen Vorgang das eigene Erleben der Frau, sie sagten ihr damit, dass sie richtig fühlte. Und Männer wandten sich in aller Regel von derart traumatisierten Frauen zumindest innerlich ab, sie distanzierten sich von diesem Vorgang und suggerierten der betroffenen Frau damit, dass die sie umgebenden Männer an diesem Vorgang keine Schuld trugen, dass sie selber so niemals gehandelt hätten. Damit lief die Frau, wenn sie nicht wirklich stark war, Gefahr, sich selbst zumindest als hilfloses Opfer eines einzelnen gewaltbereiten Mannes zu sehen, oder sie gewann sogar unbewusst den Eindruck, dass sie durch eigenes Fehlverhalten die Gewaltbereitschaft des Mannes erst ausgelöst hatte. Die gesellschaftliche Normierung hatte die Männer unfähig dazu gemacht, sich als Vertreter desselben Geschlechtes aktiv und bewusst um die Frau zu kümmern. Es ging sie einfach nichts an, eine fremde Frau ging sie nichts an, das war eine erschütternde Wahrheit.

Die eigentliche Wahrheit dahinter war die, dass alle Männer den Keim für ein solches Handeln in sich trugen, manche mehr, manche weniger, aber es war im Mann als Verhaltensmuster angelegt. Der jungen Frau würde es nicht wirklich helfen, in Schutz, in Gewahrsam genommen zu werden. Wenn er sie jetzt einfach losbinden und trösten würde, die Polizei rufen würde, würde erst einmal eine Institution sie vereinnahmen. In der Zeit, in der sie sich beruhigen konnte, das Ganze sich in ihr legen und sie Abstand gewinnen konnte, würden sich auch diese unbewussten Vorgänge in ihr festigen. Sie würde schwer an diesem Trauma leiden, vielleicht würde sie unfähig werden, jemals wieder ein echtes Vertrauensverhältnis zu einem Mann aufzubauen. Diesen einen Vorfall, auch, wenn er ihn jetzt vorzeitig abgebrochen hatte, würde sie ihr ganzes weiteres Leben lang mit sich und in sich tragen, tief in sich versteckt, ohne dass man sie dort so ohne weiteres erreichen konnte.

Aber jetzt lag sie noch völlig offen vor ihm, beziehungsweise im Moment hinter ihm. Jetzt konnte er ihr als ein Mann, der zu einer solchen Tat ebenso fähig war und der sich dessen auch bewusst war, beweisen, dass er sich im gegebenen Falle anders entscheiden würde. Er konnte einen Kontrapunkt zu dem Handeln seines Vorgängers vorhin setzen, wenn er sich jetzt eben nicht abwandte und weg sah.  Wenn er es jetzt schaffen würde, in ihr Vertrauen zu ihm zu wecken, dann würde sie es vielleicht auch wieder in alle Männer haben können und das eben Vorgefallene als einmaligen, wenn auch schmerzhaften Vorgang ablegen können. Er seufzte leise auf. So etwas hatte er für heute wirklich nicht geplant, er hatte vorgesehen, sich ablenken und ausleben zu können. Aber er war an dem Schicksal dieser Frau nicht mehr unbeteiligt, als Zuschauer und als Eingreifender, als ihr Retter, war er nicht mehr unbeteiligt, hatte er ihr gegenüber auch eine Verantwortung. Und auch, wenn ihm das gerade gar nicht in den Kram passen wollte, wollte er sich dieser Verantwortung auch nicht entziehen. Er würde auf seine Weise versuchen, ihr zu helfen, und vielleicht würde er damit Erfolg haben. Das hoffte er zumindest.

Er senkte seufzend den Blick und zog sein kleines Smartphone hervor. Dabei verzogen sich seine Mundwinkel kurz und leicht nach oben, ein angedeutetes Lächeln, als er daran denken musste, dass so ziemlich jeder Zeuge dieser Szene, ob Mann oder Frau, empört aufschreien würde bei dem, was er nun zu tun gedachte. So etwas sollte man doch nun wirklich nicht tun, man könnte ja über vieles reden, aber bei so etwas… Ja, bei so etwas?, würde er dann ungerührt nachhaken. Er war eben nicht ‚man‘. Seine Bereitschaft zu ‚gesellschaftlich richtigem Verhalten‘ war ohnehin nur sehr schwach ausgeprägt. Doch jetzt einfach zu gehen war keine Option für ihn. Die Frage, die sich für ihn aus dieser unerwarteten Wendung der Ereignisse ergab, war für ihn eigentlich keine. Er drückte eine Kurzwahl. Am anderen Ende meldete sich sofort seine Charlene.

„Herr, wie schön, deine Stimme zu hören“, begrüßte sie ihn mit diesem leicht rauchigen Timbre in ihrer feinen Stimme, eine Frauenstimme mit einer individuellen Klasse, die ihn immer wieder neu anzog. Er schloss leicht die Augen. Er war auf dem Weg zu ihr, weil sie ihn immer wieder neu faszinieren konnte, er hatte ihr Bild vor seinem inneren Auge wie das einer Rose, die in einem Park blühte, für alle Augen sichtbar, aber sie war seine Rose. Das würde morgen immer noch so sein, und es war schon immer so gewesen, seitdem er ihr in die Augen gesehen hatte.

„Liebes, ich werde aufgehalten“, informierte er sie trotz seiner Gedanken sachlich und zügig. „Du solltest bitte deinen Dienst morgen absagen, kannst du das?“

„Ja, Herr, natürlich“, kam ihre Antwort prompt und freundlich. Sie reagierte nie eilfertig, aber fast immer so, wie er es sehen wollte an ihr. Das schmückte sie in seinen Augen ungemein. Er liebte diese ruhige innere Geschlossenheit, die sie ausstrahlte.

„Bleibe bitte am Handy“, fuhr er mit leiser Stimme fort. „es kann sein, dass du mir helfen kommen musst, dann bringe bitte deine Tasche mit, sei so lieb. Ich bin dir ganz nahe, spätestens heute Nacht bin ich bei dir, Liebes.“ Er ballte dabei unwillkürlich seine Faust, mit der er eben zugeschlagen hatte, unwillkürlich mit voller Schlagkraft aus der Schulter. Er hatte es nicht auf einen Kampf ankommen lassen wollen, deswegen war unter seinen präzisen Hieben die Haut auf seiner Hand aufgeschürft und seine Handwurzelknochen schmerzten. Aber andererseits war er auch wieder gottfroh, dass er diesen blöden, verdammten Kerl jetzt nicht bewusstlos hier liegen hatte, hier hätte er ihn nun gar nicht mehr brauchen können, er hätte jetzt nur Umstände mit ihm gehabt. Nach seinem Empfinden hatte er das für die Frau nach Männerart geregelt, der Kerl hatte sie überfallen und trug sich jetzt mit einer Gehirnerschütterung und lockeren Zähnen durch seine Schläge herum. Das, so fand er, war ausreichend als Strafe und auch als Denkzettel.

„Gut, Herr“, hörte er derweil Chillys Stimme durch das Handy kommen. Sie war eine erfahrene, patente Ärztin, sie hatte sehr schnell erfasst, was er wie von ihr erwartet hatte und verhielt sich danach, wie auch jetzt. Er hätte sich jederzeit bei ihr unter das Messer gelegt…. Aber seine Gedanken schweiften schon wieder ab, hin zu ihr. Hinter ihm lag die junge Frau, er konnte ihren schnellen, leisen Atem hören, er musste sich um sie kümmern, und zwar sofort.

„Bis gleich, Liebes“, verabschiedete er seine frei lebende Frau und ließ auch jetzt sein Bedauern, nicht bei ihr sein zu können, nicht durch seine Stimme durchklingen. Sie wusste das, sie brauchte keine Bestätigung von ihm. Er legte auf und drehte sich zurück ins Zimmer.