A New Year`s Night Concert, Teil II (Constanze) – Eiseskälte

(Liebe She, ich hoffe, das Netz hat ein Einsehen, es ist jetzt 20:00 am 04.01.2014, und ich bin fertig…)

(nein, leider nicht…)

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Constanze ließ ich von dem Fremden vertrauensvoll durch die Dunkelheit tragen. Er hatte sie gefesselt, doch es war seltsam, niemals hatte sie ein größeres Vertrauen zu einem Mann empfunden als gerade jetzt. Und das war so schön, so erleichternd, dass sie dieses Gefühl auch nicht hinterfragen wollte. Sie wollte es einfach nur genießen, und auch das war ganz neu für sie. Eigentlich schwieg ihr Verstand niemals, aber hier und jetzt tat er das. Der Verstand war ein großartiges Instrument des Menschen, aber sein Gefühl war sein ureigenes, innerstes Wesen, und das größte Geschenk, dass der Fremde ihr machen konnte, war, dass sie ihren Gefühlen nachgeben durfte in seinen Armen. Sie hatte keine Fragen mehr. Sie wusste, die würden wieder kommen, schneller, als ihr lieb sein würde, aber für diese magischen Augenblicke hatte sie keine.

Sie musste auch kein Interesse eines Mannes an ihrer Person entwickeln, ihre inneren Werte zu Schau stellen. Sie brauchte ihn nicht an ihrem eigenen, für ihn interessanten Leben teilhaben lassen, sie musste sich eben indirekt doch nicht nach seinen Vorstellungen richten, wenn auch um drei Ecken und von hinten durch die Brust ins Auge, so dass es niemandem klar war außer ihr selbst. Der Druck, ihr eigenes Leben für einen Mann so zu gestalten, dass er sich wünschte, daran teilhaben zu dürfen, der bedeutete, dass sie ihr eigenes Leben und Wesen eben doch nicht frei ausleben konnte, trotz all ihrer Freiheiten in ihrem Leben. Diesen Druck hatte der Fremde ihr genommen, denn er fragte sie nach nichts, noch nicht einmal nach ihrem Namen. Er fragte sie nicht danach, was ihr denn Spass machen würde, wofür sie sich begeistern würde, was sie erfüllen könnte. Sie musste ihn nicht durch ihre innere Begeisterung von etwas für sich einnehmen. Ein dummer Mann reagierte fast völlig schwanzgesteuert auf sie und richtete seine Begierden nach ihrem Äußeren, das war relativ einfach für sie zu händeln, so eigenartig sich das auch anhören mochte. Ein kluger Mann dagegen war das durchaus auch, aber er verlangte deutlich mehr als eine schöne Hülle. Tatsächlich war einem klugen Mann das Äußere gar nicht so wichtig, er mochte keine Puppe neben sich stehen haben. Ein kluger Mann interessierte sich vornehmlich für ihr Innerstes, und das war eine noch diffizilere Art der Zurschaustellung, wie Constanze es immer empfunden hatte, denn er gab es in der Regel nicht gleichermaßen zurück.

Einmal, in diesem kostbaren Moment, durfte sie fühlen, dass das alles nebensächlich und unnütz war, weil der Fremde es einfach zu wissen schien. Und das war noch so etwas, das sie lieber erst gar nicht hinterfragen wollte. Niemandem war wirklich klar, wie anstrengend es eigentlich war, eine „interessante Frau“ zu sein. Es war Neujahr, eine magische Nacht, da durfte sie die Fragen einfach ruhen lassen.

Das zweite Geschenk von ihm war seine einzigartig kostbare Geige. Er hatte sie ihr in die gebundenen Arme gelegt. Constanze hatte noch niemals eine Geige gehalten und war von den Sinneseindrücken, die ihr das Instrument vermittelte, wie gefangen. Außer der Wärme der weichen Rundungen des Klangkörpers besaß die Geige nämlich auch einen spitzen Steg, gespannte Saiten und einen filigranen, eckigen Hals, der nach oben leicht nach hinten gebogen war. Das kostbar gestaltete und gepflegte Holz strahlte eine innere Wärme aus, als ob all die Musik, die durch sie geflossen war, sie für einen Menschen, der das erkennen konnte, erwärmt hatte.

Sie hatten die Brücke schon zu zwei Dritteln überquert und standen nun im Dunkeln, als der Fremde stehen blieb und sich mit ihr in seinen Armen noch einmal dem Fluss zu wandte.

„Was ist denn mit deiner zerbrochenen Geige geschehen?“, fragte sie ihn leise.

Er sah einmal kurz auf sie herunter, dann ließ er seinen Blick wieder auf dem schwarz gurgelnden, tosenden Wasser ruhen. Schließlich holte er tief Luft. Letzte Feuerwerkskörper erhellten immer noch den Himmel in einer atemberaubenden Pracht, während sie dort standen.

„Es gibt Dinge, die werden durch einen Bruch schöner, durch das läuternde Feuer gereinigt, schöne Frau. Bei einer Geige ist das nicht so.“ Seine melodische Stimme klang entspannt, angenehm tief und nachdenklich. „Eine gute Geige wird sehr kunstvoll und handwerklich außerordentlich geschickt wie organisch aus dem Holz geformt, aus dem sie besteht. Bricht sie einmal, dann ist ihr Klang, ihre Sprache, ihre Seele gebrochen. Sie wird dann nie wieder so rein und voll erklingen wie vor dem Bruch. Ich habe sie in den Fluss geworfen in dieser Nacht, schöne Frau.“

Constanze schwieg für einen Moment schockiert und drückte die Stradivari in ihren Armen vorsichtig noch schützender an sich. „Und was geschah, als du so nach Hause zurück kehrtest?“

Wieder lächelte der Fremde versonnen, sein ganzes Gesicht erhellte sich, wenn er das tat. „Mein Vater war völlig aufgelöst, meine Teure. Er wusste nicht, wo ich hin gestürmt war, deswegen hatte er an der Tür gewartet, die halbe Nacht lang. Mein Vater ist ein sehr kultivierter Mann, ihm war schnell klar, was er getan hatte, als sein Zorn verraucht war. Er bereute es unendlich, er wollte mir eine Neue, noch Bessere schenken, er wollte mir meinen Willen lassen, alles wollte er tun, um seine Tat wieder ungeschehen zu machen.“

„Und?“, harkte Constanze leise nach. „Was das denn nicht das, was du wolltest?“

„Meine Schöne, ich bin ein Musiker, ich habe meine Geige über alles geliebt. Ihr ureigener Klang war meine Stimme. Ich wollte keine neue Geige, jedenfalls nicht in dieser verhängnisvollen Nacht, und auch nicht in der nächsten Zeit. Nein, ich kam meinem Vater ebenfalls entgegen, und mit der Zeit begann mich die Finanzwelt sogar zu interessieren.“

Er stockte, sah jetzt Constanze eindringlich in die Augen. In dieser Dunkelheit wirkten sie fast schwarz. „Aber ich habe mir einen Schwur geleistet. Ich brauche ja kein Haus abzubezahlen.“ Er lächelte bei diesen Worten. „So sparte ich mein erstes, selbstverdientes Geld, konsequent und so lange, bis ich mir eine neue Geige kaufen konnte. Ich hatte bis dahin noch nie eine Stradivari in der Hand gehalten, geschweige denn gespielt. Aber ich wusste, dass dieses wohl kostbarste aller Instrumente gelistet ist, alle noch vorhandenen Stradivaris sind mit ihrem Besitzer verzeichnet. Und dann fand ich eine Besitzerin, eine alte, sehr kultivierte Frau, eine Jüdin, die bereit war, mir ihre eigene zu verkaufen. In ihrer Jugend hatte sie mit ihr die Menschen verzaubert. Sie reichte sie mir wortlos an, und es ging wie eine warme Welle durch meinen ganzen Leib, als ich sie entgegen nahm. Ihr glattes Holz, die liebevolle Pflege, sie war einzigartig, das war mir auf der Stelle klar. Ich wagte es kaum, den Bogen anzusetzen, ich wagte es kaum, zu atmen.“

Wieder lächelte er, diesmal wie entrückt, er weilte mit seinen Gedanken in der Vergangenheit. „Die alte Dame lächelte mich so liebevoll an wie du jetzt, aber mit einer tiefen Weisheit. „Sie hat schon Jahrhunderte überstanden, Matthias“, sagte sie zu mir, „du verletzt sie nicht. Sie ist stark, sie lag nicht immer so gut geschützt in diesem Geigenkoffer. Nur Mut!“ „Wer sind Sie?“, fragte ich sie, so, wie du mich vorhin gefragt hast, Schöne. Sie lächelte nur und meinte: „Spiele, für dein eigenes Herz, deine eigene Seele, denn sie weint. Diese Geige kann sie heilen.“ Wieder unterbrach er sich und sah Constanze an. „In gewisser Weise hast du vorhin dasselbe wie sie zu mir gesagt, meine Liebe.“ Er lächelte sie sanft an.

„Dann trat sie einige Schritte zurück. Ich setzte die Geige wieder an mein Kinn, nahm den Bogen und strich ihn ganz zärtlich das erste Mal über die Saiten. Und ihre vollen, samtenen, getragenen Töne, so absolut vollkommen und einzigartig, nahmen mich sofort gefangen. Ich spielte, was mir in den Sinn kam, ich wurde mit und von meiner eigenen Musik, hörbar gemacht durch dieses vollkommene Instrument, davon getragen, sie verlieh mir Flügel. Als ich inne hielt, sah mich die alte Dame mit ihren verwässerten blauen Augen unverwandt an. Sie musste sich setzen, ein Diener sprang hinzu und stützte sie. Eine Träne lief ihr über die runzelige Wange.

„Ich kenne meine liebste Freundin nun schon mein ganzes Leben lang“, sagte sie dann leise und ergriffen zu mir, „aber so wie eben habe ich sie noch niemals weinen hören. Ich habe nicht mehr viel Zeit, und ich danke Gott, dass er mir rechtzeitig einen Erben für sie geschickt hat. Sie gehört dir, mein Junge, denn sie klingt, als würde sie lachen.“ Der Diener brachte ihr ein Döschen mit Tabletten, so dass ich Zeit hatte, mich wieder zu fassen. Aber von einem Kaufpreis wollte sie nichts wissen. „Diese Geige verkauft man nicht“, sagte sie mit einer immer schwächer werdenden Stimme. „Man reicht sie weiter. Nimm das Geld und tue damit ein paar ausgewählten Menschen etwas Gutes, ein paar, die es wirklich verdient haben, ein wunderbares Geschenk zu erhalten, ein paar Menschen, die bisher im Dunkeln standen. Das ist mein letzter Wille und gleichzeitig meine letzte Bitte an dich. Aber vergewissere dich vorher sorgfältig.“

Der Diener kam und reichte mir den Geigenkoffer, dazu eine Mappe mit Papieren, von denen sie ein paar zuvor unterzeichnet hatte. Die alte Dame schloss ermattet die Augen. „Sie müssen jetzt gehen“, sagte er leise zu mir und meinem Vater. „Madame ist glücklich. Alles Weitere bestimmen nicht mehr wir hier im Raum.“ Wir verließen ihr Anwesen. Mein Vater lächelte mich an, und auch seine Augen waren verräterisch feucht. „Ich fühle mich von einer Last befreit“, meinte er nur leise, „so kann ein Fehler, wie ich ihn damals begann, auch etwas so Besonderes hervor bringen.“ Ich sah ihn einmal leer schlucken. „ Du spielst, so wie du es damals vorgesehen hast, und ich werde anwesend sein. Jedes Mal, wenn du irgendwo auftrittst, werde ich anwesend sein. Ganz gleich, wo dich dein Weg hinführen wird, ich werde dir zuhören.“ Ich lächelte ihn an und nickte, aber das Rad der Zeit konnte er nicht zurück drehen. Er hatte mich in seine Welt geführt. Ich spielte niemals wieder auf meiner Geige, bis heute Nacht.“

„Du hast dein Schweigen für mich gebrochen?“, fragte Constanze ungläubig.

„Ja“, antwortete er schlicht. Dann wandte er sich endgültig vom Fluss und der Brücke ab und ging mit ihr seines Weges.

**

Matt hatte tatsächlich die Vergangenheit wieder zugelassen und fühlte sich erleichtert. Ein Geschenk, dass er der schönen Frau zurück zu geben gedachte. Er sah ihr in die leuchtenden Augen. Sie waren von einer überraschend anziehenden Sanftheit, genauso wie ihre Sprechstimme. Die Frau wirkte wie ein Vögelchen auf ihn, so zart und leicht. Aber sie war keineswegs schwach. Ihm war auch keineswegs entgangen, wie sorgsam und liebevoll sie mit seiner Geige umging, wie sie sie mit ihrem Leib zusätzlich vor dem Regen schütze. Seine schwarze Limousine stand unauffällig etwas abseits der Brücke. Er sah die fremde Frau die Augen aufreißen, als sein Chauffeur ausstieg.

„Nach hinten, Rob“, wies er ihn knapp an, und der Mann öffnete den hinteren Fonds. Matt hatte ihn polstern lassen, so dass eine schlanke Frau ohne Probleme und relativ komfortabel darin liegen konnte. Rob nahm ihr die Geige aus den Armen und verschwand mit ihr im Wagen. Matt sah die Frau in seinen Armen lächelnd an.

„Es geht dem Unbekannten entgegen, schöne Frau“, sagte er sanft zu ihr. „Bist du bereit dafür? Vergiss nicht, diese Nacht und der darauf folgende Tag gehören mir.“ Er sah sie etwas ängstlich nicken. Ohne Umschweife legte er sie in die vorgeformte Mulde in den Kofferraum, sie zog die Knie aus einem Reflex von selber an und lag nun, von zwei Mänteln gewärmt, im hinteren Kofferraum. Sie sah ihn verwirrt an, öffnete sofort den Mund für eine Frage. Er schüttelte nur den Kopf. „Keine Fragen, meine Schöne“, kam er ihr sofort zuvor. „Diese Unwissenheit, die du jetzt verspürst, wird in den nächsten vierundzwanzig Stunden dein Begleiter sein.“ Er sah es ihr an, es war etwas völlig Neues für sie, ihr kamen erste Bedenken, und doch war auch etwas Reizvolles an dieser Situation für sie. Er strich ihr zart die zerzausten, langen Haare aus dem Gesicht. „Lasse dich einfach darauf ein. Versuche, es zu genießen.“

Damit schloss er die Kofferraumtür, und sie lag im Dunkeln.

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Sofort fühlte Constanze sich der Wirklichkeit entrissen. Sie hörte den Fremden in die Limousine steigen, dann schloss sich eine Wagentür, dann noch eine. Dies alles war so schnell über sie gekommen, dass sie kaum etwas hatte beobachten können. Sie war sich ziemlich sicher, dass sie sich nicht in den Händen eines Triebtäters befand, aber `ziemlich sicher` bekam hier drinnen eine ganz neue Bedeutung. Kalt wurde ihr nicht, eine warme Belüftung sprang an. Sie fühlte sofort ihre nassen Haare sich erwärmen.

Etwas perplex galt ihr einziger Gedanke der Frage, wohin sie der Fremde nun brachte und was er mit ihr vorhatte. Sie hielt kurz die Luft an, aber sie war noch nie im Fonds eines Kofferraums gefahren worden, es war völlig sinnlos, eine ihr eventuell bekannte Strecke erraten zu wollen. Und wozu das eigentlich? Der Fremde entführte sie gerade, war das nicht schon immer einer ihrer geheimsten Träume gewesen? War das nicht aufregend? Sie spürte, wenn der schwere Wagen bremste, abbog und gelegentlich beschleunigte. Ihre Anspannung wich. Diese Limousine war sogar im Fonds komfortabel und ausgezeichnet gefedert, so legte sich Constanze so bequem wie möglich hin.

Ihr Zeitgefühl schwand. Sie begann, sich leicht zu fühlen. Sie schwebte und fiel, ihres Sehsinns völlig beraubt, in leichte Gedanken, leicht wie rote Kinderdrachen an einem blauen Himmel. Sie fühlte die Fremdbestimmung durch die Fesseln, und der beengte Raum tat dazu sein Übriges. Sie begann damit, sich fallen zu lassen, sie konnte an dieser Situation eh nichts ändern. Frieden breitete sich in ihr aus, und so konnte sie beginnen, auf das Wesentliche zu hören und zu achten.

Sie versank in Gedanken. Das Wagnis, das sie eingegangen war, wurde immer nebensächlicher, so lange sie so weiter fuhren. Dafür stiegen Assoziationen an das kalt brodelnde Wasser in ihr auf, an ihre panische Angst, herunter zu fallen. Und Gedanken an ihre Verbitterung, an ihr bisheriges Leben.

Sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren, als der Wagen langsamer wurde und dann schließlich zum Stillstand kam. Der starke Motor erstarb leise. Sie waren wohl am Ziel angekommen. Gewiss hatte die Fahrt nicht so lange gedauert, wie es empfunden hatte. Sie lauschte. Außer den Geräuschen, die die beiden Männer machten, hörte sie jedoch nichts. Stille. Rauschender Wind, rauschende Blätter, ein leichtes Knarzen von Baumstämmen. Ein leiser Nachtvogelruf. Es war erstaunlich, wie viel man auf einmal hören konnte, wenn man seines Sehsinns beraubt worden war.

Und dann hörte sie auf Kies knirschende Schritte, die sich dem Kofferraum näherten.

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Matt öffnete die Kofferraumtür und sah Constanze ins Gesicht. Sie blinzelte, geblendet nach der völligen Dunkelheit, aber nicht lange, denn es war auch hier nicht viel heller. Die Augen der fremden Schönheit waren ohne Angst. Das war gut. Er strich ihr wieder über die seidigen Haare, ließ ihr und sich selbst einen Moment Zeit, diese neue Situation auf sich wirken zu lassen. Matt musterte ihre zusammengerollte Gestalt. Sie wirkte entspannt auf ihn, fast hätte er gesagt, angekommen. Aber er wusste nur zu gut, dass dem nicht so war, nicht so sein konnte, und das würde sich auch jetzt sofort schon zeigen. Er fasste sie sorgsam unter den Schultern und dem Becken und hob sie heraus, setzte sie auf den Rand des Kofferraumes. Sie schwankte leicht, wäre wohl gefallen, wenn er sie nicht gestützt hätte.

„Wo sind wir denn?“, fragte sie ihn leise.

„Alles zu seiner Zeit“, antwortete er ihr lächelnd und ruhig, wies sie damit gleichzeitig an. „Jetzt erst einmal sollst du das nicht wissen, schöne Frau.“

Er zog einen dritten, schwarzen Schal aus der Tasche und nahm ihr die Sicht wieder vollends. Sie erschrak, begann auch, sofort zu schwanken, rutschte dabei durch ihre hektischen, unsicheren Bewegungen vom Rand  und landete in seinen Armen. Er lachte leise, sah, wie sie ihren Kopf mit den blinden Augen und den wieder trockenen, langen Haaren suchend umherwandte. Eben noch war ihm nach Reden zu Mute gewesen, nach der etwas längeren Fahrt aber war er schweigsam geworden. Jetzt wollte er handeln.

Er trug die gefesselte, unruhige Frau ohne Worte um das riesige Anwesen herum, sein Wohnhaus, das sie im Moment nicht sehen sollte. An der Rückseite befand sich, nicht allzu weit von der Auffahrt entfernt, ein gusseiserner Käfig, dessen Rückseite eine extra vermauerte, gerade Wand aus Backsteinen darstellte, so dass der oder die Gefangene im Käfig befindlich nicht sehen konnte, wo er oder sie sich befand. Robert war vorausgeeilt, als Matt mit der Schönen kam, hatte er gerade eine passgenaue, grobe, aber saubere Matratze hinein gelegt.

„Ich werde dich nicht entkleiden, meine Schöne“, sagte er mit sanfter Stimme zu ihr, in dem Wissen, dass genau dieser Satz ihr eine plötzliche höllische Angst machen würde, dass er für sie völlig überraschend kommen würde, denn er zeigte ihr ja damit, dass er durchaus an so etwas dachte. In diesem Moment begann die Wirkzeit dessen, was er jetzt zu ihr sagte oder mit ihr tat, in ihrem Geist, und genau das wollte er so haben. Er änderte in diesem Moment sein Verhalten völlig.  Ihre erschreckte Kopfbewegung zeigte ihm auch direkt an, dass sie ihm gab, was er von ihr sehen wollte. Sie versteifte sich ruckartig in seinen Armen. Er setzte sie ohne weitere Erklärung in dem Eisenkäfig ab und zog ihr die Augenbinde wieder von den Augen. Er wollte ihr in die Augen sehen können jetzt.

Er griff mit einer Hand in ihr volles, seidiges Haar und zog ihren Kopf an den Haaren ihres Hinterhauptes so weit zurück, dass ihr vor Schmerz unwillkürlich die Tränen kamen. Jetzt erstarrte sie  vom Kopf bis zu den Zehen, mit offenem Mund und großen erschreckten Augen. Er machte jetzt keine Pause mehr, stand groß und übermächtig über ihr. Nachdem er ihre derzeitige Erscheinung so, in dieser ihrer Körperhaltung, mit einem nun deutlich geringschätzigen Blick bedachte, musste er sie weiter mit seinen Worten bedrohen. Er änderte seine Verhaltensweise ihr gegenüber mit einem Mal komplett und gründlich.

„Du bist so erbärmlich, ich würde mich schämen, mit dir irgendwo gesehen zu werden, wenn sich dein Handeln herum gesprochen hätte. Du hast viel zu viel Glück, als du es dir verdient hättest, dass ich das verhindert habe! Du wolltest dem Leben feige entfliehen, es einfach so beenden. Das fasse ich nicht. Du bist dermaßen bevorzugt vom Leben, und du trittst es mit Füßen! Und so etwas dulde ich nicht!“

Um seine harten Worte zu unterstreichen, riss er ihr seinen dicken, schützenden Mantel weg, so dass sie nun nur noch in ihrem leichten da hockte. Wortlos und völlig überraschend für sie gab er ihr eine Ohrfeige, nicht sehr hart, eher laut schallend. Nun war bei ihr definitiv der Punkt für Tränen gekommen, aber die Schnelligkeit seines Handelns hielt sie noch zurück. Und in ihrer Verwirrung begriff sie nicht, dass er ihr Dinge vorhielt, die er von ihr ja unmöglich wissen konnte. Er hatte sie ja noch nicht einmal nach ihrem Namen gefragt, ihr aber seinen vorhin schon genannt. Sie schämte sich und zeigte ihm so, dass er mit seinen Vermutungen zumindest teilweise richtig liegen musste. Ihre Wangen röteten sich auf ihrer ansonsten schneeweißen Haut.

„Du bleibst jetzt hier drinnen und besinnst dich auf dein Innerstes, auf deine Mitte!“, befahl er ihr streng und fast grob. „Hier kannst du schreien, so laut und lange es dir in den Sinn kommt, hier bist du völlig alleine, es hört dich keine Menschenseele.“ Sie sah ihn nun fast so panisch an wie in der Sekunde, als sie auf dem glatten Geländer auszurutschen drohte, jede Form von Gelassenheit oder Ruhe war verschwunden, jetzt zeigte sie keinerlei Vertrauen mehr, weder in ihrem Minenspiel noch in ihrer ganzen Körperhaltung. Er sah ihre großen, wunderschönen Augen feucht werden und leicht anschwellen, aber er überraschte sie so, dass ihre eigene Vergegenwärtigung ihrer jetzigen Lage langsamer war. Und genau so wollte er sie haben, an diesem Punkt wollte er sie stehen sehen. Er wusste, Worte schmerzten mehr als die Ohrfeige, die Ohrfeige war mehr ein demonstratives Mittel. Er wollte, dass sie alleine mit sich war, wenn ihr wirklich klar werden würde, was er da eben gesagt hatte.

Er ließ die obere Käfigtür laut herunter fallen, was sie zu einem tief erschrockenen Keuchen und einem Ducken veranlasste. Insgeheim bewunderte er wieder ihren Kampfgeist, er hatte Frauen hier drinnen gehabt, die in eine blinde Panik verfallen waren. Er verschloss demonstrativ laut rasselnd die schwere Tür ganz, in der Dunkelheit war nicht zu sehen, dass Robert vorher eine durchsichtige Regenplane über die Tür gezogen hatte. Er verriegelte beide gusseisernen Ösen mit großen, kräftig aussehenden Vorhängeschlössern, die so martialisch aussahen, als wolle er einen Bären in diesem Käfig einsperren.

„Gib mir deine Schuhe!“, wies er sie grob an. Ihr erstarb ein Wort in der Kehle, aber sie gehorchte ihm nicht sofort. „Sofort, oder du wirst es bereuen, meine Schöne!“, knurrte er sie an, er musste das mit Nachdruck in seinen Worten und seinem Tonfall erzwingen, weil sie es nicht wollte und gegen ihn aufzubegehren drohte. So zog sie sich mühsam mit ihren vorne gefesselten Händen die High-Heels aus und reichte sie ihm mit zitternden Händen durch das Gitter. Hintergrund bei ihm war der, dass er nicht wollte, dass sie sich mit den scharfen Pfennigabsätzen verletzen konnte, er würde sie natürlich, von ihr völlig unbemerkt, beobachten, wenn er jetzt gehen würde, aber er konnte ihre psychische Belastbarkeit nicht einschätzen, unmöglich, denn es war ja nicht nur er, der sie nun bedrohte, sondern auch ihre ganze Lebenssituation oder auch vielleicht ein bestimmter Vorfall, der sie auf die Brücke getrieben hatte heute.

Er sah ihr ins ihr tief schockiertes Gesicht und gab seinem Minenspiel einen wütenden, dabei aber auch verabschiedenden Ausdruck, einen diskreten Ausdruck des Bedauerns. „Ich lasse dich hier alleine, schöne Frau“, informierte er seine Gefangene mit einer harten Stimme. „Denke über das nach, was ich dir eben gesagt habe. Und versuche, deinen Körper und deinen Geist wieder in Einklang zu bekommen, deine Mitte zu finden.“

Sie öffnete den Mund, aber es kam keine Silbe heraus. Er nahm noch einen letzten Blick auf sie mit, wie sie da saß, in ihrem bezaubernden Abendkleid, dem leichten Mantel, die langen Haare über die Schultern fallend, und auch das tiefe Dekolleté bedachte er, das sie ihm unbeabsichtigt dar bot. Dann  drehte er sich einfach um und verließ sie mit raschen Schritten. Er hörte nichts von ihr, als er einen Mauervorsprung umrundete und die dahinter liegende Tür betrat.

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Dunkelheit umschloss Constanze, kroch in ihre Haut, nahm Besitz von ihr. Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen…die letzten Worte des Fremden gruben sich tief in ihr Hirn. Er hatte ja Recht, das war ja das Verheerende. Er war der erste Mann, der ihr das so schonungslos gesagt hatte, und er hatte Recht damit. Wenn sie auch von unerfüllten Wünschen tief geplagt war, so hatte sie sich heute Nacht, in der letzten Nacht des Jahres, doch vergessen.

Sie sah hinaus in die von Sternen übersäte Dunkelheit, hatte aber kaum Augen für das feenhaft weiße, weiche Licht des Vollmondes, das den Wald, der sich nach beiden Seiten vor ihren Augen ausbreitete, wie eine federleichte Decke überzog. Sie hatte in diesen ersten Momenten keinen Sinn für diese außerordentliche Schönheit der Natur.

Sie fühlte eine kalte, harte Steinmauer, die sich hart und erbarmungslos in die weiche Haut ihres Rückens drückte, durch den Mantel hindurch. Sie betrachtete die saubere Matratze, auf der sie mit dem ausgebreiteten Abendkleid und dem leichten Mantel saß, mit nackten Füßen und Händen. Nichts war zu sehen außer der Mauer, einem Vorsprung sehr weit oben und dem Wald vor ihr, kein Weg, kein Zeichen von Zivilisation.

Kälte umschloss ihren Körper, drang ihr bald in jede Pore. Es war Winter, und ein paar feine Schneeflocken schwebten herab. Sie sah ihren eigenen Atem vor Mund und Nase kondensieren in der stillen Luft. Die Kälte schien von den Steinen auszugehen, von den Eisenstangen, in die Ritzen der Mauer zu kriechen, sich von überall her einen Weg zu ihrem warmen Körper zu bahnen, ihn in Beschlag zu nehmen. Sie begann, zu zittern, erst fein. Sie wusste, ihr eigener Körper erzeugte durch diese unkontrollierbaren Bewegungen Wärme, aber das würde er nicht die ganze restliche Nacht lang in einem ausreichenden Maße tun können. Dazu war es viel zu kalt.

Sie fragte sich, ob sie erst zehn Minuten hier saß oder zwanzig, oder gar länger. Zeit, die Zeit hatte für sie jeden Begriff verloren, wie vorhin im Auto schon. Jetzt aber war ihre Ruhe von eben dahin, sie begann, verzweifelte Tränen zu vergießen.

Wollte der Fremde sie bestrafen? Wollte er ihr bewusst machen, wie kalt das Wasser gewesen wäre, in das sie sich fast gestürzt hätte? Jetzt war sie im Zweifel, wie ernst er es werden lassen würde. Oder hatte er sie gar ganz verlassen? Sie kannte ihn ja überhaupt nicht… Dann würde sie warten müssen, viele Minuten, vielleicht sogar Stunden. Aufmerksam verschärfte sie ihre Sinne. Stets mit der Intention an Informationen zu gelangen. Aber sie hörte nur die Leere, die Geräusche der Natur, aber keines von ihm, also Leere. Sie griff ins Leere.

Sie begann, ihre Beine zu bewegen, ihre Sitzposition immer wieder zu verändern, sich auch hinzuhocken, auch wenn der Käfig dazu fast zu niedrig war. Die Kälte ergriff vollends Besitz von ihr,  ihre Zähne schlugen nun rhythmisch aufeinander und ihr Herz wurde ganz schwer. Dann brach es aus ihr heraus, unbeherrschbar, unaufhaltsam. Diese Situation hier, eingesperrt in einen Eisenkäfig, ihre fast vollendete Tat vorhin, und die ganze Bitterkeit und die ganze Verzweiflung und Mutlosigkeit ihres die letzten zehn oder fünfzehn Jahre verbrachten Lebens. Die Tränen sprangen ihr aus den Augen, hatten im Nu ihr Gesicht völlig benässt und ließen es noch kälter werden. Ihr Oberkörper schüttelte sich, ihr Gesicht rötete sich vor Entsetzen und Scham, und es setzte auch Resignation bei ihr ein, vor allem ob ihrer unklaren Lage, aber auch allgemein, sie konnte nicht glauben, dass sich ihr Leben noch drehen können würde. Es war sowieso alles dahin. Sie war nun völlig verzweifelt. Und sie vermutete, der Fremde würde sie wirklich in dieser Abgeschiedenheit, immer stärker frierend und auskühlend, allein lassen. Sie wusste, ihr Denken war schon nicht mehr rational, aber ihre Gefühle, die waren echt, und sie sprengten ihr förmlich das Herz. Sie gab ein hoffnungsloses, durchdringendes, klagendes Schluchzen von sich. Ihr war schon so kalt, eiskalt, lebensbedrohlich kalt. Und es kam ein Wind auf, ein eiskalt daher wehender Wind. Leicht, aber unwiderstehlich, nahm er ihre Körperwärme mit sich.

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Matt vermutete, sie dachte, er würde sie wirklich in dieser Abgeschiedenheit allein lassen. Sein Herz schlug schneller und schneller, und er starrte geradezu gebannt auf den Bildschirm, um nichts davon zu versäumen. Sie ließ ihren Kopf hängen, wehrte sich einmal kurz gegen ihre Fesselung und gab den Versuch auf, sie lösen zu können. Wenig später setzte das Schütteln ihres Oberkörpers wieder ein. Er hörte über die Lautsprecher ihr durchdringend klagendes Schluchzen. Er schaute auf die Uhr, vierzig Minuten waren vergangen, seit er sie verlassen hatte. Und er fragte sich empathisch, wie lange einem diese Zeit vorkommen mochte, wenn die Kraft schwand und der Mut weg war, weil der Wunsch, aufzugeben, sich anschlich? Er wusste, wenn dieser Wunsch in ihr erst einmal Fuß gefasst hatte, dann wurde es Zeit, sie wieder aufzusuchen, dann konnte er sie nicht weiter belasten. Aber im Moment hatte er keine Eile, weil er sie noch ein wenig in dieser Verfassung haben wollte. Er griff nach seiner Geige.

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Zu viele flehende Bitten in die Leere des Universums gerichtet. Erfolglos. Sie hatte geheult und geschrien, nun lernte sie es, stillschweigend zu warten und das Unvermeidliche hinzunehmen. Ihr war so eiskalt. Sie fühlte ihre Hände und Füße nicht mehr.

Und dann hörte sie die Geige des Fremden. Er spielte für sie, und das traf sie wie ein Schwall eiskalten Wassers, wie ein Fausthieb. Er spielte das „Adagio for strings“ von Samuel Barber. Die tieftraurigen, herzzerreißenden Töne ließen sie in ein wildes Heulen ausbrechen. Dann brach sie zusammen, völlig resigniert, hoffte am Ende ihrer Kraft, dass sie nun sterben durfte, unter den Klängen dieses wundervollen Instrumentes….

Und doch, diese Situationen des eiskalten und einsamen Eingesperrt Seins, die sie gerade erlebte, trieb ihren Körper und ihren Geist an, machte sie tatsächlich scharf, das erste Mal seit langer Zeit fühlte sie wieder so etwas. Sie war völlig verwirrt. Es war das Echte, das sie so empfinden ließ, sowohl an der Situation wie an dem Mann. Jeglicher Kontrolle entzogen und völlig alleine wurde ihr das plötzlich glasklar. Und eine Sehnsucht nach dem Fremden, nach Matthias ergriff sie, so stark, wie sie es nicht kannte, nie gekannt oder auch nur geahnt hatte. Überall lauerten auf sie Gefahren, Verlockungen, Täuschungen und neue Dinge, die sie interessierten oder denen sie am liebsten gar keinen Platz in ihrem Bewusstsein einräumen wollte. Sie konnte auswählen, sie konnte ganz viele aufregende Dinge erleben, sich austauschen, Bilder ansehen, sich herum treiben lassen, helfen, tolerieren, für sich oder andere werben, anklagen oder weg sehen… Aber nichts war so, wie es schien. Matthias war das aber vielleicht, und vielleicht wollte er ihr das so klar machen… Sie wusste nicht, ob ihr vor Kälte erstarrtes Hirn Wahnphantasien produzierte, aber es konnte doch sein…

Eines wollte sie nur noch in dieser eiskalten Neujahrsnacht: In die wartenden Arme von Matthias sinken dürfen.

**

Matt sah sie zusammen sinken und wusste, er musste jetzt zu ihr. Erst kurz bevor den Käfig erreiche, hörte sie überhaupt seine im Kies knirschenden Schritte. Sie rief seinen Namen, doch er antwortete nicht, denn der Klang ihrer Stimme war so verzweifelt. Er blieb erst noch stehen, war jetzt kaum noch zwei Meter von ihr entfernt, er wollte nicht mehr grausam sein, er wollte ihr Zeit geben, sich fassen zu können. Sie aber stimmte ein erschütterndes Wehklagen an, versuchte unbeholfen, sich hoch zu schieben, aber es änderte kaum etwas an ihrer Haltung, auch das Zerren an den gefesselten Handgelenken war vergeblich. Er hörte von ihr ein atemgreifendes Weinen, das tief in ihn hinein drang. Als wäre es seines, spürte er ihre Verzweiflung bis zur Resignation vollständig in seinem Bewusstsein angekommen. Jetzt war sie fast still, und er lauschte ihrem Schluchzen, das kaum hörbar, ganz leise war, so wie sie seinen ihr näher kommenden paar Schritten lauschte. Dann war er am Käfig, öffnete die Schlösser und hob die Tür knarrend hoch, durchschnitt mit einem Messer wortlos ihre Fesseln an Hand- und Fußgelenken, ohne sie dabei aber zu berühren.

Er schob  beide Arme unter sie, hob sie in seine Arme und trug sie rasch ins Warme. Er griff sich eine bereit liegende, vorgewärmte Decke, setzte sich rasch und ließ sie auf seinen Schoß sinken, während er selbst noch unbequem auf der Kante des Stuhles hockte. Er hatte den Eindruck, sie hatte noch gar nicht wahrgenommen, dass er es war, der sie hielt, und so streichelte er ihr das Haar aus dem Gesicht, so wie vorhin noch. Er wickelte sie rasch in die Decke. Sie schaute ihn an und versuchte, seinen Namen zu sagen, wurde dabei aber von ihrem wieder aufkommenden Schluchzen unterbrochen. Er zog sie ganz dicht an sich heran, sah ihr in die Augen, wollte sie an sich spüren dabei, wollte hören, was sie ihm nun zu sagen hatte.

„Matthias“, versuchte sie flüsternd, mit zitternder, bebend bittender Stimme, seinen Namen auszusprechen. „Matt“, stellte er sich ihr ernst vor und sah ihr aus dieser Nähe in die Augen. Er hielt ihren Kopf mit seiner Hand, wärmte mit der anderen ihre tauben Fingerspitzen, fühlte ihr immer noch feines Zittern am ganzen Leib. „Lass das hier den Beginn von etwas Neuem sein.“ Ihre leise Stimme war für ihn kaum vernehmbar, aber er verstand sehr gut, was sie ihm damit sagen wollte.

„Dann lasse es doch einfach geschehen“, flüsterte er, „nichts ist leichter als das, so, wie das Neue Jahr gekommen ist, kommt auch das, lasse dich treiben, vertraue mir.“ Und die Kälte, die ihr Herz betäubt hatte, wich und kam nicht wieder.

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©Matt

A New Year`s Night Concert, Teil I (Constanze) – Die Brücke

A New Year`s Night Concert – eine Geschichte in einem oder in zwei Teilen? Was denkt ihr?

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Sie stand auf der Brücke. Sie wusste nicht, wie lange sie schon hier stand und in das dunkle, gurgelnde Wasser unter ihr starrte. Die Zeit hatte für sie keine Bedeutung mehr. Die Welt hatte für sie keinen Sinn mehr. Sie war um ihr Leben betrogen worden, und das war eine ganz normale Sache. Niemanden scherte es. Niemand machte sich die Mühe, sie zu fragen, was sie alles eingesetzt hatte, um hierher zu kommen. Vierzig Jahre war sie alt, und schon am Ende ihres Lebensweges.

„Was soll ich denn noch hier?“, dachte sie aufbegehrend und bitter und zog die Nase hoch. Der kalte Wind blies ihr direkt ins Gesicht, doch sie bemerkte es nicht einmal mehr. Die Tränen waren versiegt. Nur die Verzweiflung war geblieben, der Schmerz – und die Einsamkeit.

Es war eine gefühlte Ewigkeit her, dass sie ihn wirklich heiß geliebt hatte. Aber sie hatte ihm immer vertraut, bis heute noch. Und da stand sie nun, mit ihrem Vertrauen in eine für sie leere Hülle, Vertrauen in ein Leben ohne Inhalt mehr, sinnlos. Ihr Vertrauen war nicht berechtigt gewesen.

Sie fühlte sich leer und ausgenutzt. Sie glaubte ihm immer noch, selbst jetzt noch, sie konnte gar nicht anders. Sie war froh, jemanden gefunden zu haben, der ihr in ihrer Sinnkrise half. Und nun stellte sie fest, dass er in Wahrheit ganz weit weg von ihr war. Er meldete sich einfach nicht mehr, er ließ den Dingen einfach ihren Lauf. Wenn ihre Gefühle für ihn zur Bedrohung wurden, dann reagierte er abwehrend, er trug keine Schuld daran, dass sie von ihm emotional abhängig geworden war, dass sie ohne ihn nicht mehr leben wollte und konnte. Er sagte dann gerne, dass er ja gar nichts daran tat, dass er völlig passiv blieb. Es geschah ihm einfach alles. Er tat nichts daran.

Wenn Constanze etwas wusste, dann, dass das Gesetz von Actio und Reactio unumstößlich war, und umkehrbar. Niemand tat einfach nichts, und es geschah ihm dann alles.

Sie seufzte.

Was sich tief im Unterbewusstsein eines Mannes abspielte, und warum er einen so schleierhaften Bezug zu seinen Gefühlen hatte, war wiederum ihr völlig schleierhaft, aber sie musste es nehmen, wie es eben kam. Was meinte er wirklich, wenn er manche Dinge zu ihr sagte? Wieso taten die Männer das überhaupt? Wieso kreierten sie solche völlig unlogischen Sätze, die bei genauerer Betrachtung überhaupt keinen Sinn ergaben? Es war ja tatsächlich so, dass er sie mit solchen Aussagen nicht verletzen wollte, aber warum verstand er es denn nicht, dass er es gerade damit tat und sie vor allem auch noch zweifelnd und grübelnd zurück ließ?

Er zog sich dann zurück auf seine „Insel der Unschuld“, wie sie das nannte. `Ich bin kein schlechter Mensch, ich will dich nur nicht verletzen.` Das wusste sie ja, bewusst und willentlich wollte er sie ganz sicher nicht verletzen. Manchmal überbot er sich regelrecht in der Zuhilfenahme solcher Erklärungen. Er war ihr Mann. Er war stark, erfolgreich, er war wahrhaftig kein Weichei. Aber wenn er zu verstehen glaubte, dass sie emotional von ihm abhängig zu sein schien oder zu werden drohte, dann ergriff er die Flucht, wich ihr aus, zog sich zurück.

Und es war ihm völlig egal, ob sie das nun war oder nicht. Emotional abhängig von ihm. Er überprüfte es gar nicht, es war, als hätte er ein ausgeprägtes Frühwarnsystem dafür, und wenn das ausschlug, dann reagierte er weder kopf- noch schwanzgesteuert. Constanze wusste nicht, welcher Teil seines Hirns ihn dann steuerte. Vielleicht sein Kleinhirn, viel mehr konnte sie ihm da nicht mehr zugestehen.

Wenn sie ihn zum Beispiel fragte, ein völlig harmloser Satz: `Warum hast du das Wochenende mit deinen Freunden verbracht statt mit mir?`, hatte das meistens zur Folge, dass er sie als die Schwächere von oben herab ansah. Bildlich gesprochen und auch ganz physisch, die Höhe seines geraden Wuchses brachte es mit sich, dass er dann auf sie herab sah. Und das Beste daran war dann auch noch, dass sie sich auf einmal auch noch so fühlte. Und andererseits wollte sie sich gerne einmal in seine starken Arme fallen lassen. Wollte sich so gerne einmal auffangen lassen von ihm, wollte, dass er der Stärkere war. Und er empfand für sie dann nur Mitleid, Mitleid, das hasste sie wie die Pest. Mitleid war die denkbar schlechteste Grundlage für eine Beziehung, Mitleid, da ging sie die Wände hoch…

Ihr eigener Mann war ihr manchmal einfach ein Rätsel. Wieso kreierte er manchmal so unlogische Sätze? Heute wieder, am 31.12. des Jahres 2013. „Ich liebe dich zu sehr, um dir Vorschriften zu machen.“

Sie hatte ihm geglaubt, damals. Hatte sich gefreut, jemanden gefunden zu haben, dem sie vertrauen konnte. Sie war froh gewesen, ihn gehabt zu haben. Und nun musste sie feststellen, dass er sie auch noch belog, die ganze Zeit belogen hatte. Sie verstand ihn nicht nur nicht, er war auch noch spielsüchtig … und das hatte er die ganze Zeit vor ihr verheimlicht. Er hatte ihr Vertrauen so gründlich gebrochen, wie ein Mann es bei seiner eigenen Frau nur tun konnte.

Er hatte sich verspekuliert an der Börse. Nichts war mehr übrig, auch von ihrem eigenen Eigentum nicht mehr, auch an dem hatte er sich schadlos gehalten. Sie kam sich so ungeheuer beschmutzt und entehrt vor, fühlte sich so ausgenutzt, so hilflos preisgegeben. So hatte sie sich das Neue Jahr nicht vorgestellt, das in ein paar Minuten beginnen sollte.

Doch nicht mit ihr. So nicht. Damit war sie nicht einverstanden.

Wieder sah sie hinunter in das kalte, rauschende Wasser. Der Winterwind zerrte an ihrem Mantel, schlug ihn mehrfach zur Seite, ließ ihre wohlgewachsene Figur zum Vorschein kommen. Lange, bis tief in den Rücken reichende, dunkelblonde Haare flatterten im aufkommenden, stürmischen Wind, und ein tiefes Schluchzen wurde mit dem Windstoß davongetragen.

Langsam beugte sie sich über das Geländer, stellte sich auf die Zehenspitzen. Mit ihren verdammten High Heels war sie denkbar schlecht für ihr Vorhaben ausgerüstet, aber sie hatte zu Beginn der Silvesterparty auch noch nicht geahnt, wie es heute enden würde. Zögerlich stieg sie mit ihren glatten Schuhsohlen die Gusseisenstreben hoch. Der Regen machte sie so glitschig, dass sie fast schon von alleine vornüber gekippt wäre, wenn sie sich nicht mit wild klopfendem Herzen an einer Laterne festgehalten hätte. Sie war eine entschlossene, tatkräftige Frau. Heute war ein guter Tag zum Sterben, zumindest für sie. Sie atmete nochmals tief durch, als sie plötzlich eine männliche Stimme neben sich hörte.

**

Matt war von der Silvesterparty geflüchtet. Eine Party der oberen Zehntausend, einflussreiche Menschen, funkelnder Champagner in geschliffen funkelnden Sektkelchen, kostbar funkelnde Juwelen, unglaublich teure Abendgarderobe, doch heute war ihm überhaupt nicht danach. Menschen waren so unwichtig, ihre Lebensspanne so beschränkt, ihre Absichten so klein, ihre Ränke so müssig. Heute konnte er das alles nicht ertragen. Er fuhr mit seinem Mercedes langsam durch die Stadt, sein Chauffeur war ihm eine bessere Gesellschaft als all diese aufgeblasenen und zurecht gemalten Figuren dort. Er ließ den Wagen langsam durch die alten Gassen der Innenstadt rollen, die jetzt, so kurz vor Mitternacht, wieder voller wurden. Das Feuerwerk stand so langsam an. Das Neue Jahr näherte sich unaufhaltsam. Der Mercedes kam an eine alte Brücke. Matt sah den Regen auf dem Kopfsteinpflaster in allen Regenbogenfarben schillern, ein wundervoller Anblick, beleuchtet von einer einsamen Laterne. Und an der hielt sich eine Frau fest.

Matt ließ den Wagen anhalten und betrachtete sie. Sie balancierte mit schwarzen High-Heels auf den Gusseisenstreben des Geländers, stieg noch eine höher. Ihr Mantel schlug zurück und enthüllte ihm eine wohlgeformte Figur in einem geschmackvollen, schlicht stilechten Abendkleid, ihre langen, dunkelblonden Haare schlugen wie eine Fahne im Wind. Sie konnte wohl auch diese aufgeblasenen Menschen um sich herum nicht ertragen, dachte er sarkastisch bei sich. Noch jemand, dem das zu öde war. Aber das war kein Grund, sich in den eiskalten Fluss zu stürzen…

Er richtete sich ruckartig auf. Das hier war kein Scherz, wurde ihm auf einmal klar. Die junge Frau dort wollte springen, und die Sache mit Julia war noch nicht lange her. Er erinnerte sich noch zu gut an ihre Not, er hatte sich verändert seitdem. Und wenn diese Schönheit dort gerade nichts anderes vorhatte, als ihrem Leben ein Ende zu setzen, dann konnte sie es auch ihm überlassen… Denn wie es der Zufall so wollte, hatte auch er gerade nichts anderes oder gar besseres vor.

Eilig stieg er aus dem Wagen und näherte sich der Frau. Der Wind blieb ihm ins Gesicht, so konnte sie ihn wohl auch kaum heran kommen hören. Sie sah von ihm weg, zur Laterne hin, balancierte unsicher und ungeschickt auf dem Geländer, hielt sich fest. Noch.

Ein kleines Stück entfernt von ihr, einen gewissen Abstand einhaltend, stützte er sich ruhig auf das Geländer.

**

„Sie müssen tief ausatmen, meine Teure“, hörte Constanze plötzlich eine ruhige, etwas über das Tosen des Windes erhobene männliche Stimme. „Und dann unter Wasser tief Wasser einatmen. Dann geht es schneller, wenn Sie vorhaben, sich zu töten.“

Sie fuhr herum und wäre nun wirklich fast herunter gefallen. Erschrocken klammerte sie sich fest, ihr Herz tanzte einen fast unmöglichen Rhythmus, und starrte den so unversehens neben ihr erschienen Fremden an. Er trug wie sie einen teuren, schwarzen Mantel, hatte die braunen Haare in einer modischen Frisur zurückgelegt. Er wirkte auf den ersten Blick auf sie von einer zurückhaltenden Vornehmheit, aber nichts, was er trug, war billig oder gewöhnlich. Er stützte sich mit beiden Unterarmen gelassen auf das Geländer und sah über den schnell dahin fließenden Fluss, als sei das bei diesem Wetter und hier das Normalste der Welt.

„Was wollen Sie denn von mir?“, knurrte sie ihn an. „Lassen Sie mich gefälligst in Ruhe!“

Er sah auf, sah sie an mit unwahrscheinlich blauen Augen, die sich in ihre brannten. „Ich wollte Ihnen nur dabei behilflich sein, es kurz und schmerzlos für Sie zu gestalten“, sagte er ungerührt, ließ ihren Blick wieder los und sah weiter in das schwarze, tobende Wasser unter sich. „Damit es schneller geht, meine Teure, und Sie nicht so lange leiden müssen.“

„Lassen Sie mich alleine!“, fauchte sie den Kerl unbeherrscht an. Sie hatte gar nicht wirklich vor, unfreundlich zu sein, er stand nur so unerwartet neben ihr.

„Das könnte ich wohl tun, aber das will ich nicht“, versetzte er freundlich und ruhig. „Geben Sie mir fünfzehn Minuten von Ihrem Leben, das Sie wegwerfen wollen.“

„Für was denn? Finden Sie denn in dieser Nacht keine willigere Gespielin für Ihren offensichtlichen Hormonüberschuss?“  Ihre Stimme sollte eiskalt klingen, doch das tat sie nicht. Sie klang einfach nur verunsichert.

„Nein“, schmunzelte er leicht, nicht überheblich, nur belustigt. „das ist es nicht. Ich will dir eine Geschichte erzählen. Nur fünfzehn Minuten, mehr verlange ich nicht. Dann lasse ich dich alleine und du kannst dich anschließend töten. Ist das ein faires Angebot?“

Sie zuckte mit den Schultern, was sie schon wieder gefährlich ins Rudern brachte. Sah den Fremden unschlüssig an. Er machte einen kultivierten, besonnenen Eindruck. Und dass er soeben einfach vom förmlichen „Sie“ auf das persönliche „du“ gewechselt hatte, hatte eine eigenartige Wirkung auf sie in diesem Moment.

„Gut, ich höre“, antwortete sie ihm leise und suchte seine unwahrscheinlich blauen Augen. Sie sah den Fremden kritisch an. Im Schein der Straßenlampe konnte sie sein Gesicht besser sehen, als er nun zu ihr aufsah. Auch war es gerade völlig windstill geworden und somit nicht mehr so kalt. Sofort fielen ihr wieder seine tiefblauen, klaren offenen Augen auf, die umringt waren von langen dunkeln Wimpern. Sie fiel wieder in seinen Blick, betrachtete seine Augen. Gelegentlich fingen sich sehr kleine Schneeflocken in seinen Augenwimpern und schmolzen zu kleinen Regentropfen, die herunterfielen, wenn er zwinkerte. Seine nassdunklen Haare lagen ihm glänzend über dem Kopf, seine Schultern zeichneten sich muskulös durch den Mantel ab, dessen schweren, teuren Stoff der Wind nur schwerlich bewegen konnte.

„Dann solltest du aber vom Geländer heruntersteigen, schöne Frau“, sagte er leise und sah zu ihr auf. „Du fällst mir sonst noch unabsichtlich ins Wasser und ich muss hinterher, um dich zu retten. Und dazu hab ich in dieser Kälte wahrhaftig keine Lust.“ Sein Tonfall verwirrte Constanze, er war befehlend, ruhig, dabei aber freundlich, und das so völlig selbstverständlich, dass sie sich tatsächlich ruhiger fühlte. Langsam setzte sie einen ihrer schlüpfrigen High-Heels ein Geländer tiefer und rutschte sofort weg. Der Fremde reagierte überraschend schnell und hielt sie schon fest am Oberarm.

„Siehst du?“, fragte er sie leise lächelnd, wieder war ein sicherer, fast befehlender Tonfall in seiner Stimme. Mit seiner kräftig stützenden Hilfe und der Laterne auf ihrer anderen Seite kletterte Constanze langsam wieder zu Boden. Sie atmete unwillkürlich tief durch und sah nun zu zum Fremden auf. Er lächelte sie wieder leise an. „So schnell stirbt es sich nicht, meine Schöne“, sagte er sanft und musterte sie im Licht der Laterne von Kopf bis Fuß. Er hielt ihren Blick einen langen, schweigenden Augenblick.

Nun wandte er sich ab, sah hinaus auf den dunklen Fluss und hinüber zu der Stadt, deren Lichter zu ihnen herüber blinzelten. Es war still um sie herum. Fast beschaulich. Leise und dünn fielen kleine Schneeflocken, Constanze sah zu, wie sie auf der warmen Haut der Hände des Fremden schmolzen.

Dann begann er, mit dunkler, weicher Stimme zu erzählen.

**

„Ich bin reich geboren worden, meine Teure“, hob Matt mit seiner dunklen, weichen Erzählstimme an. Er hatte sehr wohl gesehen, dass sein Tonfall ihre Gesichtszüge entzerrt und beruhigt hatte, doch er verlor kein Wort darüber. Seine intensive Musterung ergab, dass die Fremde schön war, sowohl körperlich, schlank und zierlich, wie auch geistig, das gefiel ihm an ihr noch besser, ihr Kampfgeist, als er sie ansprach. Sie war ganz sicher aus einem wohl behüteten Nest gefallen, den Kleidungsstücken nach zu urteilen, die sie trug. Das schwarze Abendkleid war von einer erlesenen Qualität und offenbarte ihm ein tiefes, volles Dekolleté, eine schmale Taille und ihre langen, schwarz bestrumpften Beine, wenn der Wind ihren leichten Mantel hochwehte. Dieser Mantel, den sie da trug, der machte ihm ganz klar, dass sie selten zu Fuß durch die unwirtliche Kälte ging. Und die High Heels hatten ganz sicher über zweitausend Euro gekostet.

Sie sah ihm forschend in die Augen, was Matt seinerseits in die angenehme Lage versetze, in ihre sehen zu können. Lange, schwarze Wimpern umrahmten große, leuchtend grasgrüne Augen mit einem rauchgrauen Ring um die Iris. Die Fremde war leicht geschminkt, die kümmerlichen Reste wichen nun vollends dem herabströmenden Regen. Aber das machte sie in seinen Augen nur noch begehrenswerter, sie trotzte dem Sturm und den Elementen, und wahrscheinlich auch dem Leben.

Auf ihren langen, wahrscheinlich goldblonden Haaren lag ein irisierender Schimmer, fast wie auf dem Kopfsteinpflaster. Diese Frau suchte den Tod so entschlossen? Das weckte Matts Neugier, er wollte von ihr wissen, warum das, was sie dazu trieb, und was sie davon hielt, wenn er ihr Leben, das sie eh abschütteln wollte, an sich nahm. Er sah ihre vollen Lippen leicht bläulich anlaufen, die Nacht war wahrhaftig nichts zum Herumstehen auf Brücken. Aber sei`s drum.

Er öffnete seinen Arm und legte ihn vorsichtig um ihre recht breiten Schultern. Als sie sich nicht gegen ihn wehrte, zog er sie sanft ganz dicht an sich heran, legte den Mantel um ihre zierliche Gestalt, so dass sie vom Regen etwas geschützter war. Nun sahen sie wohl aus wie ein Liebespaar, sinnierte er, aber ihr Zittern ließ langsam nach, sie entspannte sich in seinem festen, ihr Halt gebenden Griff und lehnte den Kopf leicht und erschöpft von einem ganz offensichtlich in ihr tobenden Kampf an seine Schulter.

„Nun, das alleine ist wahrlich kein Verdienst“, fuhr er dann leise fort. Er fühlte mehr, als er sah, wie sie nickte. „Ich habe alles bekommen, was ich benötigte, auch eine strenge Erziehung meines liebevollen Vaters. Nur einmal, einmal lag er daneben in dem, was er tat. Ich trage es ihm nicht nach, aber es hatte die von ihm erwünschten Folgen für mein Leben. Mein Leben nahm damals eine andere Richtung.“

Er schwieg einen gedankenverlorenen Moment, fasste die Fremde fester. Dann sprach er langsam weiter. „Ich selbst war musikalisch sehr begabt. Die Musik bedeutete mir mehr als Geld und Geschäfte. Und ich glaubte an mich und an meine Begabung. Ich konnte mit meiner Geige die Menschen zum Lachen oder zum Weinen bringen. Meine Geige war eines meiner überzeugendsten Mittel, zu kommunizieren. Wie oft habe ich nur für mich selbst gespielt, neu komponiert. Den Menschen und besonders den Frauen um mich herum mit Musik gesagt, dass ich sie liebte. Doch mein Vater sah diese meine Entwicklung mit wachsender Besorgnis. Ich bin sein einziger Sohn und sollte einmal sein Erbe antreten. Ich sollte in die Finanzwelt eingeführt werden, nicht in die Musik. Und so nahm er mir meine Musik, für Geld und ein gesichertes, reiches Leben. Wir hatten einen fürchterlichen Streit, er vergaß sich völlig im Zorn, bezeichnete mich als Versager, als Schwächling, als Träumer, und dann zerbrach er meine Geige.“

Matt musste für einen Moment aufhören, zu sprechen. Die Emotionen, die er so lange tief in sich verschlossen hatte, brachen wieder durch und überwältigten ihn schier mit ihrer so lange tief in ihm wütenden Kraft. Verzweiflung, Zorn und Sehnsucht nach der Musik, die er so sehr liebte. Er schluckte einmal schwer und fühlte, wie die Fremde scheu einen Arm leicht und wie tröstend um seine Taille legte. Das half ihm dabei, weiter zu sprechen, ihr sein Herz zu öffnen.

„Traurig wanderte ich durch diese Stadt, meine Heimatstadt, die du dort drüben siehst. Ihr ist viel von ihrem Flair geblieben. Das Kopfsteinpflaster, die alten Häuser, das stuckverzierte Rathaus am Marktplatz und natürlich die alte Kirche.“ Er lächelte auf sie herunter, in seinen Augen stand Schmerz, als sie ihren begegneten. „Dann kam ich zu der Brücke. Es ist immer noch die gleiche, sie sieht immer noch aus wie damals. In der Hand hielt ich meine zerbrochene Geige, streichelte sie immer wieder. Es war der letzte Tag des Jahres, wie heute. Eigentlich hätte ich meinen ersten Auftritt vor einem kleinen Publikum gehabt, doch ich hatte den Termin nicht eingehalten. Wie konnte ich auch, meine geliebte Geige war ja nicht mehr. In diesen Minuten hier auf der Brücke war das für mich eine mehr als willkommene Ausrede.“ Er sah sich über den Kopf der Fremden auf der regenglänzenden Brücke um, die einen so wichtigen Moment seines Lebens gesehen und bewahrt hatte für ihn, wie es sich nun zeigte. Das war ein tröstlicher Gedanke. Die Fremde schwieg, störte ihn nicht.

„Traurig stand ich hier oben“, sprach er schließlich von alleine weiter, „auf der Brücke an dieser Laterne hier, und starrte in das dunkle Wasser unter mir, fragte mich, was wohl auf mich warten würde, wenn ich hineinspringen würde. Ein kurzer Kampf, doch dann sollte doch Frieden auf mich warten. Kein Kampf mehr, kein Schmerz, keine Zwang, zwar ohne meine Geige, aber ich wäre unerreichbar für sie alle. Ich wollte nur diese eine Geige, sie war mir wie eine Geliebte, und als mein Vater sie zerbrach, zerbrach er auch mein Herz. Fast war es mir, als hätte mein alter Herr mir ein Messer durch mein Herz gejagt, so schmerzte es mich, den abgebrochenen Hals meiner Geige sehen zu müssen, etwas, das niemals hätte sein dürfen.“ Wieder schwieg er einen langen, gedankenversunkenen Moment. Wie lange hatte er an seine geliebte Geige nicht mehr gedacht! Und wie jung war er damals gewesen, wie drangvoll, wie lebendig! Und wie sehr hatte er die Klänge seiner Geige geliebt!

„Lange stand ich da, alles war ruhig um mich herum. Ich begann, mich immer weiter nach vorn zu beugen, stand schon auf den Zehenspitzen, als mich ein Gedanke wie eine Hand zurück riss. „Wer hat mir das Recht gegeben, mein Leben zu beenden?“, fuhr mir ein Gedanke glasklar durch den Sinn.“

Er unterbrach sich, als sie ihm antwortete, voller Schmerz und Trotz: „Was schert die denn dein Leben? Es gehört dir alleine und du kannst damit machen, was du willst!“ Ihre Stimme klang zornig. Er lächelte nur.

„Nein“, sagte er zu ihr und nahm sie bei beiden Schultern, drehte sie sanft zu sich herum. „Dieses Leben gehört nicht mir allein. Hast du einmal daran gedacht, wie vielen Menschen du begegnen wirst, wie vielen Menschen du helfen kannst, wenn du weiterlebst? Hast du einmal daran gedacht? Ich weiß, dass ich ein Musiker bin, denn nur ein Musiker weint um sein Instrument. Das hat mir geholfen, wieder diese Brücke zu verlassen und ohne meine Geige nach Hause zu meinem Vater zurück zu kehren, dieser wunderbare Gedanke.“

**

Der Fremde sah Constanze fest in die Augen, als er das Letzte sagte. Sie sah es ihm an, was ihn diese Einstellung an Kraft gekostet haben musste, und wie schwer es für ihn gewesen sein musste, sein Leben nach anderen Maßstäben auszurichten. Sie standen sich so dicht gegenüber, dass nur noch ein Hauch von Nichts sie trennte. Dieser Mann beeindruckte sie. Machte ihr Hoffnung, sie konnte nicht anders, obwohl sie sich selber schalt, wie dumm das war. Er hielt weiter ihren Blick.

„Ich bin in zwei Minuten wieder hier. Zwei Minuten ist alles, worum ich dich bitte, schöne Frau. Dann darfst du dich frei entscheiden, von mir weiter nicht mehr beeinflusst.“ Sein Blick hatte so etwas Eigenartiges, etwas Angespanntes, etwas Erwartungsvolles, fast Fiebriges. Constanze nickte, sie konnte es ihm gar nicht abschlagen.

„Dort drüben steht eine Bank, da ist es etwas geschützter als hier, wenn du nichts dagegen hast.“

Ohne auf ihre Antwort zu warten, drehte er sich mit ihr im Arm um, ging auf die Bank zu, entfernte das Wasser notdürftig, das darauf lag, und legte ihr seinen eigenen, warmen Mantel zusätzlich um die Schultern, fürsorglich und freundlich. Constanze kamen bald die Tränen. Dabei machte er eine einladende Handbewegung. Sie folgte zögernd, setzte sich und sah den Fremden etwas hilflos an.

Er ließ sie wortlos allein, und sie starrte weiter in das Wasser, überlegte sich, ob sie nun springen sollte oder nicht. Doch wäre das nicht ein Verrat an dem Vertrauen, das dieser Mann scheinbar in sie setzte? Und warum hatte dieser Mann diesen so eigenartigen Einfluss auf sie? Ihre Gedanken von vorhin waren vergangen, abgezogen wie Rauch. Wer war er nur? So etwas wie ein Engel? Und wo war er denn jetzt so plötzlich auf einmal hin? Sie war ihm nicht mit den Augen gefolgt.

Tief in Gedanken versunken hörte sie ihn deswegen auch nicht wieder kommen und erschrak, als auf einmal die ersten tiefen, vollen, getragenen Töne einer Geige über den kleinen Fluss schallten. Sie sah zur Brücke und erblickte den Fremden, der die Geige an sein Kinn gehoben hatte, den Bogen wieder nahm, ihn vorsichtig ansetzte und die erste Melodie über den Fluss klingen ließ.

Traurig, weinend… anklagend.

Der Fremde, der Musiker wurde davongetragen in einer Musik, die aus seiner Seele kam. Alle seine Emotionen machten sich Raum, verborgene Wut, Enttäuschung, verdrängte Bitterkeit schwangen in jedem Ton mit, den er spielte.  Und Constanze saß hier auf dieser Bank und hörte ihm zu. Wusste, dass sein Herz heilte, mit jedem weinenden Klang, der zu ihr herüber drang. Wusste, dass auch ihr Herz zu heilen begann. Nach einer Weile stoppte er, wandte sich um und sah sie lange an.

„Danke“, sagte er nur schlicht. Constanze zuckte leicht zusammen, als er bei ihr war und sie seine Hand auf ihrem Oberarm spürte. Sie fuhr etwas zu ihm herum, sah ihn aus geröteten, tränenfeuchten Augen an. Er hatte wirklich eine Geige. Er hatte sie dabei, und nach seinen Worten war es das erste Mal, dass er sie wieder spielte, nur für sie als Einzige in einem eigentlich viel größeren Publikum, dass ihm hätte lauschen sollen. Er setzte sich dicht neben sie und hielt ihr wortlos die Geige entgegen. Es war ein wunderschönes Musikinstrument, eine Stradivari, wundervoll gepflegt. Das glatte Holz schmiegte sich warm in ihre Hände. Und noch wärmer schmiegte sich dieser Sinneseindruck in ihr Herz. Eine Geige, die von seinen Schmerzen erzählen konnte, die mit ihm weinte und mit ihm lachte, so, wie es das alte Musikinstrument getan hatte. Und er ließ sie sie halten, er vertraute ihr, dass sie sie nicht ein zweites Mal zerbrach.

„Wofür denn?“, fragte sie ihn.

„Dafür, dass du die Musik in mein Herz zurück gebracht hast, schöne Frau.“

Constanze schluckte. Dieser Satz war magisch. Sie wusste keine Antwort, also lächelte sie nur und meinte leise: „Spiel, spiel für die heute Nacht, deren Herz weint, wie deines.“ Er lächelte nur, nahm seine Geige wieder an sich wie das Kostbarste, das er hatte.

„Wer bist du?“, fragte sie ihn. „Ein guter Geist?“  Er lachte laut auf, fast fröhlich.

„Wäre es denn so unwahrscheinlich, anzunehmen, dass dir ein guter Geist erscheinen wird, wo du doch dein Leben einfach wegwerfen willst? Nein, ich bin kein Engel. Oder doch, ein Engel der Nacht vielleicht“, endete er leise.

„Ein Engel der Nacht?“

Noch immer verstand die einsame Frau nicht.

„Ja, ein Engel der Nacht.“ Er schob seine Geige vorsichtig unter ein festes Tuch, sorgsam, um sie vor der Feuchtigkeit zu schützen. Und genauso sorgsam holte er ein Tuch heraus, einen langen, schwarzen Seidenschal.

Nun sah sie ihn mit ihren grünen, wundervollen Augen an, öffnete leicht ihre Lippen, und auf einmal verstand sie, was er mit dem Tuch vorhatte. Erschrocken wich sie ein wenig zurück.

„Was ist, schöne Frau? Hast du nun Angst um dein Leben, welches du doch vor einer Stunde noch achtlos wegwerfen wolltest? Antworte mir! Somit hängst du doch mehr daran, als du gedacht hattest.“

Beschämt senkte Constanze den Kopf, und als sie wieder aufsah, hatte er sich wieder erhoben und stand nun dicht vor ihr.

**

Matt konnte ihr Parfum riechen, das ihn umschmeichelte und wie für sie geschaffen war. Er sah ihr aus dieser Nähe in die großen, weit aufgerissenen Augen, dann setzte er sich ruhig wieder neben sie.

„Ich schlage dir einen Handel vor, schöne Frau. Du wirst mit mir gehen für diese eine Nacht und den folgenden Tag. Was immer dich umtreibt, ich werde anwesend und für dich da sein. Ganz gleich, wo dich dein Weg hinführen wird, ich werde dir zuhören. Ich werde mich um dich kümmern, ich werde deine Wünsche erkennen und wahr werden lassen, und das nur in dieser einen Nacht schon. Und nach Ablauf des morgigen Tages kommst du wieder hierher zurück, zu dieser Brücke. Und wenn du es dann willst, werde ich dir deinen Willen lassen. Aber den Tod werde ich dir nicht bringen, den du dir so sehr herbeisehnst. Wenn du es dir gut überlegt hast, werde ich für dich tun, was nötig ist, um dich von diesem Abgrund fort zu schaffen, an dem du gerade stehst.“

Die Frau sah ihn sprachlos an. Was er ihr offerierte, war so ungewöhnlich wie selbstlos, das wusste er sehr wohl. Aber auch, wenn er sie mit diesem Schal fesseln wollen würde, einer, der so auf einer Geige spielen konnte, dem traute sie einfach nichts Böses mehr zu. Er hatte ihr Herz für sich eingenommen, und das sah er in ihren großen, strahlenden Augen, die zu ihm aufsahen.

Noch drei Minuten bis Mitternacht. Sie sah sich aufatmend um. Die Menschen kamen von allen Seiten auf die Straßen, lachend, jubelnd, feiernd. Und der Fremde hob erneut die Geige an sein Kinn, und als die alte Turmuhr Zwölf schlug, spielte er erneut für sie, und nur für sie. Und er spielte so wunderschön auf seiner Stradivari, eine sehnsuchtsvolle Melodie diesmal, keine traurige mehr. Die Töne drangen in ihr Herz, sagten ihr, dass er sie irgendwie liebte. Sagten ihr, dass auch er diesen Tag als etwas ganz Besonderes ansah, diesen letzten Tag des Jahres.

Sie sah zu ihm auf und seine Augen liebkosten ihr Gesicht. Erhaschten jede Kleinigkeit. Hinter ihm sah sie das Neujahrs-Feuerwerk in der nun regenfreien Nacht den Himmel erleuchten, filigran, farbenfroh wie ein Regenbogen, voller wilder Energie, wunderschön. Feuerwerke hatte sie immer schon geliebt. Minuten, die für sie wie die Ewigkeit waren.

Dann ließ das Feuerwerk wieder nach und er hörte zu spielen auf. Er legte die Geige vorsichtig auf seinen Schoß und holte den schwarzen Seidenschal wieder hervor. Vertrauensvoll reichte sie ihm beide Hände, und er umwickelte sie fest mit dem Tuch vor ihrem Leib, verknotete das Tuch so sorgfältig, dass ihr völlig klar sein musste, sie würde diesen Knoten niemals alleine wieder öffnen können. Aber hätte sie das gewollt, hätte sie ihm ihre Hände nicht gereicht.

Der hochgewachsene Mann legte die kostbare Geige vom Tuch gut geschützt in die nun gefesselten Arme der schönen Frau. Dann stand er auf und kniete sich vor sie, fesselte ihr auch die schmalen Fußgelenke. Matt lächelte sie von unten herauf an, als ihre Blicke sich trafen, und ihre Blicke versanken ineinander, konnten sich nicht mehr trennen. Er hob sie einfach mit beiden Mänteln um sie herum zu sich in seine Arme, die zierliche Frau, die ihm so unversehens die Musik, und, noch wichtiger, seine Geige wieder geschenkt hatte. Dann verschwanden beide im Dunkel der Nacht zurück über die Brücke, beleuchtet nur von dem schwachen Licht der Laterne und den letzten Resten des ersterbenden Feuerwerks. Der letzten Nacht des Jahres.

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©Matt

(Die Geschichte ist so geschlossen. Wollt ihr dennoch wissen, wie es weiter geht? Überzeugt mich doch davon! Einiges hab ich absichtlich offen gelassen… lg)

Nina, Tag der Gefangennahme, Teil 2: Inaugenscheinnahme

Er warf die Tür zu und setzte sich hinter das Steuer. Er hatte sie im Sack, ein gutes Gefühl! Ihren Wagen würde er nachher noch holen, wenn sie ihre erste Pause in seiner langen ersten Durchnahme bekam. Aber als weiterhin kein Wagen weit und breit in Sicht war, fuhr er kurz noch an ihren abgestellten Wagen heran, stieg aus und nahm ihre persönlichen Sachen schon einmal an sich. Da nahm er es sehr genau, das waren schließlich die Dinge seiner Frau. Er tauschte auch kurz schon die Kennzeichen des flotten kleinen silbernen Flitzers aus gegen solche eines genau baugleichen Modells einer ähnlichen Frau, legte sorgfältig gefälschte Papiere und eine präparierte teure Handtasche gut sichtbar in den kleinen aufklappbaren Stauraum vor dem Beifahrersitz. Er hatte wirklich alles gut planen können, das war der Vorteil der langen Wartezeit gewesen, die sie ihm aufgenötigt hatte.

Er setzte sich zurück ans Steuer und fuhr leise summend und vor sich hin lächelnd weiter. Nina schwieg jetzt brav, er hörte nur ihren schweren, keuchenden Atem. Nach zwei Stunden entspannter Fahrt hatte er die große, umgebaute Jagdhütte erreicht. Hier kam um diese Jahreszeit nie jemand vorbei, das riesige zugehörige Waldgrundstück gehörte ihm, Betreten war verboten und den Wagen konnte er in der angebauten großen Garage verstecken. Jedenfalls konnte sie hier so laut schreien, wie sie wollte (oder wie er sie durch Folter dazu zwang), niemand würde sie hier hören außer ihm, hier war sie ihm ganz und gar ausgeliefert. Er freute sich darauf, wie sie sich unter seinen Händen winden würde.

Er stieg aus, streckte sich und sah sich um. Der dichte Wald rauschte mit milliardenfachem Blätterwispern im sommerlichen Wind, die alten, hohen Bäume filterten das strahlende Sonnenlicht, so dass es grün gesprenkelt bei ihm am Waldboden ankam. Vögel sangen, er sah eine große, gelbgrün schimmernde Libelle, die sich vom nahen See hierher verirrt hatte. Es war wirklich ein perfekter Sommertag, und es war wunderschön hier. Matt wusste diese strahlende Schönheit zu schätzen. Aber Schönheit lag im Auge des Betrachters, sinnierte er, und er freute sich auf die Schönheit, die er in seinem Wagen verstaut hatte. Er wandte sich zu seinem schwarzen Mercedes zurück, der ruhig wie eine Sphinx da stand und vor allen Augen verbarg, was er transportiert hatte.

Er öffnete die hintere Wagentür, riss die Decke mit einem harten Ruck von ihr und sah mit einem zufriedenen Grinsen, wie sie sofort am ganzen Leib zusammen zuckte. Sehr gut! Er entfernte die Stangen und zerrte die erstarrte Frau grob ins Freie. Ihre Angst vor ihm sollte sich bis ins Unermessliche steigern, alles war von ihm nun sorgfältig für sie geplant. Da ihre Fußgelenke noch gefesselt waren, konnte sie nicht alleine stehen. Er löste die Fußfesseln nicht, er nahm sie am Becken hoch und warf sie sich einfach wie einen nassen Sack über die Schulter, hörte dabei wieder zufrieden grinsend, wie ihr mit einem harten Ruck die Luft aus den zarten Lungen gepresst wurde, als sie hilflos und schwer auf seinem muskulösen Rücken aufprallte.

Er schloss die Tür auf und betrat mit ihr den Raum, griff als erstes nach der Fernbedienung und schaltete die Beleuchtung und die Innenkameras ein. Die Außenkameras hatten sich automatisch durch eine Lichtschranke in Gang gesetzt, als sein Wagen hier anrollte. Er wollte alles für sie und weitere Freunde auf Band festhalten, das würde einen schönen, gemütlichen Fernsehabend mit seinen Freunden und ihr geben, und er würde sie darüber hinaus zwingen, sich diese Aufnahmen immer wieder anzusehen, sie regelrecht zu studieren und darüber auch ein Exzerpt für ihn zu schreiben. Das würde ihre Erziehung maßgeblich unterstützen.

So erstarrt wie bis eben blieb seine Gefangene nicht, aber das hatte er von ihr auch nicht anders erwartet. Sie versuchte, sich zu wehren, trat mit beiden Beinen hilflos nach ihm. Er musste lächeln, ihre Tritte waren beherzt, aber auf seiner Schulter völlig nutzlos. Er klopfte ihr nur mit seiner ihre festen Oberschenkel haltenden Hand mahnend und bedeutungsschwer auf ihr angespanntes, festes Fleisch.

„Ja, Nina, Liebes, ich fürchte, dafür werde ich dir jetzt sofort deinen Arsch versohlen müssen!“, sagte er in einem fast bedauernden Tonfall. „Jetzt verstehst du das natürlich noch nicht, aber du wirst mir später noch dafür danken. Als meine Sklavin hast du als erstes zu lernen, dass du mir niemals, aber auch wirklich niemals nicht sofort blind gehorchst oder gar wiedersprichst. Und je eher du das verstehst, desto besser wird es dir bei mir ergehen. Dafür wird dein kleiner, knackiger Popo jetzt brennen! Und glaube mir, ich habe noch ganz andere Möglichkeiten, dir diesen Sachverhalt wirksam nahe zu bringen! Das, was jetzt kommt, ist eigentlich eher mein Schongang. Es ist wichtig, dass du das direkt verstehst, deswegen werde ich dich gleich danach fragen. Du solltest mich nicht durch unbelehrbares Verhalten zu der Annahme verleiten, dass es besser wäre, mit dir diesen Raum wieder zu verlassen und deine Erziehung in dem angrenzenden fort zu führen. Es wäre wirklich unklug von dir, mich zu härteren Maßnahmen mit dir zu zwingen! Ich erkläre es dir deswegen jetzt schon so genau, denke darüber nach! Jetzt bist du noch ruhig und kannst nachdenken, später vielleicht nicht mehr. Nutze die Zeit also, die ich dir jetzt noch gebe!“

Sein Tonfall mit ihr würde freundlich und ruhig bleiben. Sie sollte wissen, dass er bei allem, was er mit ihr heute anzustellen gedachte, immer noch besonnen mit ihr umgehen würde. Sie hatte ihn ja immer noch nicht gesehen, und das sollte auch vorerst so bleiben. Erst, wenn ihr Arsch dunkelrot glühen würde, dann würde sie ihn vielleicht sehen dürfen, erst, wenn er ihren Wiederstand definitiv völlig gebrochen hatte. Es gefiel ihm besser, wenn sie sich als erstes nur auf seine Hände und seine Stimme konzentrieren würde. Er grinste angesichts ihrer Verzweiflung, mit der sie sich auf seiner kräftigen Schulter wand.

„Nun, meine Liebe, ich will dich auch gar nicht weiter warten lassen”, sagte er milde und süffisant. „Es ist schön, dich nach all den Stunden und Tagen geduldiger Wartezeit endlich auf mir fühlen! Du bist mir hochwillkommen, meine Schöne! Du glaubst ja gar nicht, was es mir für eine Freude ist, mir meine Frau endlich genauestens anzusehen, während ich sie jetzt auch endlich zu einer wirklich erwachsenen machen kann! Bis jetzt bist du ein kleines, arrogantes Mädchen gewesen … und schau dich jetzt an!”

Er ließ diesen letzten Satz grinsend im Raum hängen.

„Bitte … bitte, tun Sie das nicht mit mir! Bitte … hören Sie auf … helfen Sie mir!” Nina schluchzte hilflos, als sie ihren Peiniger anflehte.

„Na, na, na, Nina, mein Schatz”, sagte er mit einer beruhigenden Stimme, griff nach oben und tätschelte ihr das über seine Schulter hochgereckte Gesäß mit seiner kräftigen Hand. „Du solltest es möglichst schnell lernen, dich dem Kommenden zu beugen, ohne Wenn und Aber. Denke an meine Worte, du wirst sehen, dass dein Flehen und Bitten es nur noch schlimmer macht für dich! Nutze dein schönes Köpfchen ab jetzt zum Denken, Liebes, denn jetzt geht es wirklich um deinen Arsch!“

Wieder fühlte er zufrieden, wie sie auf seiner Schulter zusammen zuckte. Er musste daran denken, ihr jeden Beherrschungsversuch ihrer Reaktionen auszutreiben. Er liebte es, so spontane Reaktionen von ihr fühlen zu können.

Er ließ sie von seiner Schulter elegant in seinen um ihre Hüfen greifenden Arm rutschen, fühlte dabei, wie sie heftig erschrak, als sie unvermittelt blind zu fallen schien. Er setzte sich aufseufzend auf einen einfachen Stuhl ohne Lehnen und legte die sich wehrende Frau immer noch gefesselt und bekleidet über seine Oberschenkel. Sie konnte nicht mehr als 60 Kilo wiegen, dachte er anerkennend bei sich, 60 Kilo eines Prachtweibs! Er strich Nina durch das Haar, strich ihr die Tränen von den Wangen. „Hab keine Angst. Es ist gar nicht mehr so schlimm, wenn du es erst einmal akzeptierst. Dafür sind Frauen schließlich gemacht. Ihr seid dafür geschaffen, Männer mit euren Mösen und allen anderen Mitteln zu befriedigen. Ich helfe dir jetzt bei deiner weiteren Erziehung! Du kannst das!” Sie zuckte bei seiner Wortwahl zusammen, und er lächelte wieder. Er hatte ihre volle Aufmerksamkeit.

Er verschwendete keine weitere Zeit.  Der besonders stabile und verstärkte Stuhl stand fest montiert auf einem schmalen Podest, extra so hoch bemessen, dass sowohl ihre langen Beine wie auch ihr immer noch gefesselter Oberkörper in der Schwebe frei nach unten hingen. Er hatte wirklich keine Kosten und Mühen gescheut. Dieser Stuhl war DER Stuhl, das Modell, auf dem er sie immer versohlen würde.

Durch ihre verzweifelten Bemühungen, ihn mit ihren Tritten zu treffen, hatte sich ihr Rock weit über ihre fabelhaften Schenkel hochgeschoben, gab ihre glatten Beine fast bis zu ihrem Schritt frei. Auch ihr Ausschnitt war verrutscht, und er konnte den Träger eines einfachen, schlichten Büstenhalters sehen. Er drückte sie mit seiner rechten Hand auf ihrem unteren Rücken fest auf seinen rechten Oberschenkel, hielt mit dem rechten Oberschenkel erfahren gegen, so dass er sie fest einklemmte. Ihr Arsch war nun links vor ihm, er schlug immer mit der linken Hand, alle Frauen legte er sich so auf seinen Schoß, das war seine Arbeitsposition mit ihnen. Er war Beidhänder, aber seine linke Hand war betonter, damit fühlte er die Schläge besser und konnte auch kräftiger zuschlagen. Die Frauen fürchteten seine harte Linke ebenso wie Boxer. Wieder grinste er, sah auf Nina herunter. Sie zappelte und wand sich, konnte aber seiner Zwinge nicht entkommen.

Durch diesen Anblick wuchs seine Erregung an ihrer Hüfte weiter, er war versucht, sich auf sie zu stürzen, ihre Kleider herunterzureißen und sie zu nehmen. Er streichelte einfach ihre bereits entblößte Haut hinauf, ließ sie nur wissen, wie viel er sich von ihr schon jetzt ansehen konnte.

Alles andere war gegen seine Regeln. Es galt, subtiler vorzugehen. Zuerst musste er ihr weiter die Gelegenheit geben, sich von dem Schock etwas zu erholen. Sie musste nachdenken können, in ihr musste die Vorstellung wachsen, was ihr bevorstehen würde. Dabei musste ihre Angst sich steigern, ihre Verzweiflung wachsen, aber auch die Hoffnung, dem allen, was sie sich vorstellte, doch noch irgendwie entkommen zu können.

Deshalb galt es als erstes, ihr ihre Wehrlosigkeit und Machtlosigkeit vorzuführen und sie dabei zu demütigen, sie hilflos in einer Lage zu lassen, die ihr klarmachte, dass sie ihm ausgeliefert war.

„Laß mich los, du Schwein!”, stöhnte es jetzt von unter hervor. „Laß mich los, ich habe dir nichts getan!”

Er zog die Augenbrauen hoch und antwortete ihr nicht direkt, für Erziehung war noch Zeit genug. Nachdenklich schweigend betrachtete er sie, wie sie sich über seinen Oberschenkeln wand. Diese Frau war eine wirkliche Schönheit. Ihr Gesicht war gleichmäßig geschnitten, die Lippen ganz leicht aufgeworfen, was den Eindruck eines leichten „Schmollmundes” hervorrief. Sie war groß und schlank, ihre Brüste voll und fest, hingen nicht nach unten, sie brauchte nicht die Arme über den Kopf zu heben, um eine gute Figur zu machen. Ihre Hüften waren schlank, fast knabenhaft, ihr Po klein und fest und ihre Beine unendlich lang.

Er streckte wortlos die rechte Hand aus und packte eine Hand voll von ihren schwarzen, feinen Haaren dicht an ihrem Kopf. Er hielt sie fest genug, um ihr klar zu machen, dass jeder Versuch der Gegenwehr äußerst schmerzhaft werden würde. Nina hielt aufkeuchend still, er zog ihren Kopf leicht hoch, so dass sie ihren schlanken Rücken unwillkürlich durchbog und ihm ihren Hintern noch schöner präsentierte. Tränen rannen ihr über die Wangen.

Er fasste zwischen ihre Beine und berührte ihre Schamlippen, was die Frau auf ihm am ganzen Körper zusammenzucken ließ. Er lächelte, sie benahm sich wie eine Jungfrau. Er ließ seine Finger zwischen sie gleiten und streichelte sie langsam. Sie waren nass. Er legte seine Finger auf sie, drückte ihr Intimstes sensibel pulsierend und rieb ihren Kitzler mit zarten, kreisenden Bewegungen. Sein Lächeln vertiefte sich bei dem, was er von der Frau über seinen Oberschenkeln so schon fühlen konnte. Er spielte mit dem Intimsten der Frau auf ihm wie auf einem Instrument. Die gefesselte Frau auf seinen muskulös trainierten Oberschenkeln stöhnte leise und gequält auf. Er umspielte mit den Fingern ihren Eingang, fuhr immer wieder leicht mit streichelnden Bewegungen in ihre Scheide, dehnte ihren Eingang. Er ließ sich Zeit mit diesem ersten Spiel mit ihr, ließ ihr die Zeit, die sie brauchte, um ganz zu sich zu kommen und zu fühlen, wie machtlos sie war.

„Du hast ja gar keine Haare da unten, Nina“, sagte er dann leise und milde besorgt über ihr. „Ich weiß, du bist eine erwachsene Frau, aber du solltest wenigstens etwas Haar dort haben.”

„Ich … ich rasiere es ab”, flüsterte Nina jetzt fast unhörbar. Er nickte zufrieden. Ihre Aufsässigkeit von eben hatte sie schon abgelegt, sie antwortete brav. Fabelhaft. Was ein wenig Bedenkzeit doch schon ausmachte!

„Oh tatsächlich? Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass du Gefahr läufst, die falschen Signale an die Männer zu senden, Liebes. Ich bin froh, dass ich nun die Gelegenheit habe, dich vor dir selbst zu schützen. Ich sehe, dass diese Lektion bitter notwendig für dich ist, und ich hoffe, du wirst etwas daraus lernen.”

Er fuhr mit einem Finger zwischen ihre Schamlippen tief in ihre Scheide vor und streichelte sie langsam von innen. Sie war auch dort jetzt richtig nass. Er lächelte zufrieden.

„Siehst du, mein Liebling, wenn du dich wie ein billiges Flittchen benimmst, werden Männer genau das auch mit dir tun wollen.”

Er fand ihren kleinen Kitzler und zwickte ihn ganz sachte, womit er Nina zum Stöhnen brachte.

Er sah dabei auf die bereitliegenden breiten ledernen Manschetten, die auf einem einfachen Holztisch neben ihm schon für sie vorbereitet waren, wie auch so einiges andere für sie. Sie waren mit Schnallen und Metallringen versehen, die auf der Außenseite befestigt waren. Er wollte jetzt ihren prachtvollen Globus prangen sehen und beschloss, dass es an der Zeit war, ihn zu enthüllen. Er griff sie unvermittelt wieder um die Hüften und stand mit einem festen Griff um sie herum auf, legte sie bäuchlings auf den Tisch. Er packte sie einfach grob an ihren Fesseln im Genick und hob sie an, strangulierte sie beinahe damit, und als er sie auf den Tisch zurücksinken ließ, rang sie keuchend nach Luft.

Sie stöhnte, als sie seine Hand weiter gewichtig auf ihrem Rücken spürte. Um die immer noch im Genick gefesselten Handgelenke schnallte er ihr in aller Ruhe die Armbänder, während sie keuchend Luft zog. Dann drehte er sich herum und befestigte die zwei letzten Bänder um ihre Fußgelenke. Einen Schuh hatte sie verloren. Er nahm ihn und zog ihn ihr wieder an. Ihre Beine würden in den Pumps hübscher aussehen, und er hatte jetzt auch noch High Heels für sie, wie sie sie mochte. Verzweifelt versuchte sie, sich zu wehren, aber seine Hand in ihrer Taille vereitelte diese Versuche. Er hob sie noch einmal an, wartete, bis ihr die Luft qualvoll ganz wegblieb, und löste dann ruhig die Fesselung ihrer Arme im Genick, während sie wieder panisch Luft zog. Er fesselte ihr die Arme im Rücken aneinander mithilfe der Bänder und eines einfachen metallischen Karabinerhakens, ebenso die Knöchel. Mehr brauchte es für ihn nicht, um jetzt fortzufahren mit ihr, nur noch eine bedeutsame Kleinigkeit.

Erschrocken zuckte sie auf der Tischplatte zusammen, als sie hörte, wie er kurz ein paar Schritte vom Tisch und damit von ihr wegtrat. Sie folgte lauschend mit einer Drehung ihres Kopfes seinen Schritten, die er in die Ecke des Raumes lenkte. Dort öffnete er das Eisfach des für seine Zwecke dort bereitstehenden Kühlschrankes und ließ ein paar Eiswürfel in eine kleine Silberschale fallen. Das klingelnde Geräusch musste sie zwar gehört haben, eventuell konnte sie sogar identifizieren, was es zu bedeuten hatte. Sie würde annehmen, er wolle sich einen Drink zubereiten, die Bedeutung für sie selbst konnte sie unmöglich erahnen. Er lächelte zu ihr hin, als sie ruhig und brav liegen blieb.

Tatsächlich mixte er sich einen Tequila sunrise und trank, an den Kühlschrank gelehnt, entspannt ein paar erfrischende Schlucke davon. Sie lauschte angespannt seinen winzigen Bewegungen und er grinste. Ihn hatte das Eis darin erfrischt. Er stellte das Glas auf dem Kühlschrank ab.

Auf dem Kühlschrank standen auch ein Paar High Heels für sie bereit. Sehr hoch, sehr sexy, sündhaft teuer und sie würden ihr nicht von ihren schmalen Füßen fallen. Sie waren eine Spezialanfertigung für ihre zarten Füße, auch wenn sie strampelte, würde sie sie nicht verlieren. Das machte doch den Reiz eines strampelnden Frauenbeines aus, der Schuh am Ende!

Mit unhörbaren Schritten kehrte er zurück, stellte lautlos die kleine Schale auf den Tisch auf die andere Ecke neben sie und trat dicht vor sie hin, stellte die High Heels ebenso leise neben sie. Angestrengt versuchte sie, zu erlauschen, wo er sich befand, ahnte jedoch allerhöchstens, dass er nur auf halbe Armeslänge entfernt vor ihr stand.

Plötzlich griff er hart um eine ihrer prallen Backen. Sie keuchte entsetzt auf, wand sich erschrocken wieder hilflos. „Keine Sorge, mein Liebling, wenn ich dich versohle, dann bist du bei mir und bleibst es auch. Ich peitsche dich nicht aus, jedenfalls nicht, wenn du nicht meinen dich haltenden Körper fühlen kannst um dich herum!“ Er lachte leise, als sie bei dem Wort „Auspeitschen“ wieder zusammenzuckte. Aber er kommentierte sein melodisches Lachen diesmal nicht, ließ es bedeutungsschwer im Raum verhallen.

Er zog ihr einen Pump aus. Sie fuhr auf und wollte sich wehren, als gälte es, ihre Unschuld gerade jetzt zu verteidigen, wo er das tat. Er lächelte. Gehe nie einer Frau an die Schuhe, was? Er stellte den Schuh ab und holte ein kleines Gerät heran. Es war ein einfaches Elektrostimulationsgerät, wie es auch in der Medizin verwendet wurde. Ein Kabel mit einer kurzen Vaginalelektrode war daran angeschlossenen. Er legte das Gerät neben ihre Hüften und fasste mit der Hand auf ihre Vulva, sucht in Ruhe mit sanften Fingern ihre Scheide und ließ die kleine, in seiner Hand inzwischen körperwarm gewordene Elektrode in die Scheide der sich windenden und stöhnenden Frau gleiten, schob sie recht tief vor. Sie würde sie kaum bemerken.

Sie kämpfte, sie hatte Feuer im Blut! Gut so! Er stellte das Gerät neben sich, als er wieder zu ihren Füßen trat. Er hatte das Stimulationsgerät auf Burst eingestellt, einen kurzen Rechteckimpuls, aber sehr niedrig. Es würde ihr kaum wehtun, er sollte sie nur bestrafen und ihre Angst schüren. Sie würde die Impulse spüren, aber noch keine Schmerzen dabei haben, und sie würde wissen, dass Stromstöße eine ihm mögliche nächste Folter sein könnten.

Er griff an ihren zweiten Fuß, wieder trat sie. Er drückte zeitgleich mit der anderen Hand den Knopf, und sie keuchte plötzlich auf, streckte zuckend die Beine durch, fing dabei an, sich in ihren Fesseln zu winden, so, als wolle sie der in ihr steckenden kleinen Elektrode, die sie kaum noch fühlen konnte, entkommen. Sehr gut, sie war dort sehr sensibel, das bestätigte ihm, was ihm seine Finger schon verraten hatten. Er lächelte und wartete, bis sie sich keuchend wieder beruhigte. Der Schreck löste ihre Zunge.

„Bitte, laß mich los, ich kann Schmerzen nicht aushalten! Bitte, bitte, ich flehe dich an, bind mich wieder los, ich tue auch alles, was du willst! Aber nicht meine …. Bitte! Ich halte das nicht aus!” Ihre Stimme hatte einen weinerlichen Unterton, den würde er ihr auch austreiben, und zwar schnell und gründlich. Den mochte er an ihr gar nicht.

Ein kurzes ironisches Auflachen musste ihr als Antwort von mir genügen. Sie würde noch ganz anders betteln und flehen an diesem Tag.

Er nahm einen der schwarzen High Heels und griff sich wieder ihren Fuß. Unwillkürlich trat sie wieder, wieder drückte er sofort den Knopf, und wieder zuckte ihr ganzer Unterleib zusammen. Sehr gut, er würde sie vaginal nicht richtig foltern. Das kleine Teil machte ihr scheinbar eine nicht rationale Angst, sie schien grundsätzlich Angst vor Strom zu haben, mehr als vor seinen Schlägen, schätzte er mal, wie viele Frauen. Das würde er noch eindrucksvoll für sie nutzen. Er ließ den Knopf los und drehte die Stromstärke ein wenig hoch. Sie begann, leise zu heulen.

Er griff ungerührt wieder nach ihrem Fuß. Sie hatte sich nicht im Griff, war in ihrer Angst und Wut gefangen, deswegen trat sie erneut. Er lächelte, das hatte er von ihr erwartet, er wäre von ihr enttäuscht gewesen, hätte sie das nicht getan. Wieder drückte er zeitgleich den Knopf. Ihre Zuckungen wurden stärker, und sie schrie leise auf. Diese Frau war immer gut behandelt worden, keinerlei Schmerztoleranz, dachte er bei sich. Das würde er natürlich berücksichtigen.

Er griff wieder nach ihrem Fuß. Diesmal hielt sie schwer atmend still. Er zog ihr schweigend in aller Ruhe den High Heel an, dann ungestört auch den anderen. Jetzt hatte sie es kapiert.

Er sah schweigend und lächelnd auf die schwer keuchende, zierliche Frau vor sich herunter, auf ihren prallen Arsch, die schon entblößten Oberschenkel. Die Art, wie ihre Wirbelsäule sich grazil durchbog und ihre zarten Schulterblätter etwas hervorstanden, war wirklich wunderschön. Sie lag auf ihren großen, dicken Brüsten wie auf Kissen, hatte den Kopf auf die Stirn gelegt. Eine unwillkürlich verführerisch schöne Haltung, in der sie sich ihm da darbot. Die Versuchung war groß für ihn, sie jetzt zu nehmen, zu lecken, irgendetwas. Aber er durfte er sich im Umgang mit ihr nur langsam steigern, die Abfolge der Folter musste ausgewogen sein, sonst brach sie ihm zu schnell zusammen. Und eine stärkere Strafe würde er ihr zunächst auch als solche ankündigen. Das hier war mehr eine Konsequenz ihres Verhaltens und ein Test seinerseits gewesen, noch keine Strafe.

Er riss sich nach einer schweigenden Minute zusammen und nahm sie wieder schwungvoll auf. Die kleine Elektrode zog er dabei einfach und geschickt, fast unmerklich für sie wieder aus ihr heraus. Wieder zuckte sie zusammen, sie war wirklich klug, sie hatte sein Schweigen richtig gedeutet und ängstlich verharrt in Erwartung seines Handelns. Er setzte sich zurück auf den Stuhl und ließ sie wieder auf seinen Schoß sinken. Er streichelte schweigend über ihren hoch emporgereckten Hintern.

Noch war sie bekleidet, aber auch jetzt musste ihr diese ausgelieferte Stellung bereits zutiefst demütigend vorkommen. Sie musste nun spüren, dass er jede Stelle ihres Körpers betasten konnte, dass sie ihre Schenkel nicht würde schließen oder ihre Brüste nicht mit den Armen oder Händen würde bedecken, geschweige denn schützen können.

Er betrachtete sie von oben wieder eingehend. Ihr Haar war schwarz und etwas mehr als schulterlang, ihr Körper schien kein Gramm überflüssiges Fett zu besitzen. Auch wenn sie noch einen BH trug, so schienen ihre Brüste doch perfekt geformt zu sein, ihre Beine waren schlank, lang und gerade, sie reizten dazu, sie zu spreizen und sich dazwischen zu legen.

Ein fester Druck in ihre warmen, weichen Kniekehlen und ein gleichzeitiger Stoß auf ihren gebeugten Rücken ließen sie sich noch weiter über seine Oberschenkel beugen. Er balancierte dabei geschickt und mit viel Erfahrung ihr Gewicht über ihm aus.

Amüsiert beobachtete er, wie sie ihre Fesseln durch Zug prüfte, versuchte, sich zu winden und den ihr gelassenen Spielraum zu vergrößern.

„Was haben Sie mit mir vor? Warum bin ich hier?”

Er antwortete ihr nicht. Er sah, wie sie den Kopf drehte, in den Raum zu lauschen versuchte, bemüht, irgendein Geräusch wahrzunehmen, welches ihr verriet, was er eventuell gerade tat.

„Wo sind wir? Was wollen Sie von mir?” versuchte sie es erneut.

Er registrierte befriedigt, dass sie nun bei dem höflichen „Sie” blieb. Das „Du“ eben war also eine einmalige Entgleisung gewesen. Damit war er zufrieden. Der erste Schritt war also getan.

Immer noch amüsiert betrachtete er sie weitere zehn Minuten, ohne sich zu rühren oder einen Laut von sich zu geben. Er hielt sie nur mit der rechten Hand fest auf seine Oberschenkel gedrückt und streichelte mit der anderen sanft, aber mit deutlichem Druck ihre noch bekleidete Kehrseite. Ihre ängstliche Anspannung erleichterte ihm jetzt schon ihr Festhalten. Deutlich war zu spüren, wie ihre Unruhe zunahm, keine Antwort, keine weitere Aktion, nur diese wehrlose Stellung, die sich immer weiter in ihr Bewusstsein grub. Erneut drehte und wand sie sich in dem engen Raum, den er ihr in ihren Fesseln ließ. Ihre hübschen Wangen brannten hochrot, schamrot, ihre Lippen zitterten, ihr Kinn bebte.

„Nun sagen Sie mir doch bitte endlich, was Sie von mir wollen!“, bat sie ihn dann leise. „Meine Schultern und Arme schmerzen, das ist alles sehr unbequem. Das ist doch sicherlich ein Missverständnis! Sicherlich meinen Sie eine andere Frau! Binden Sie mich los, ich bitte Sie, und wir können uns vielleicht verständigen!”

Also ein weiterer Versuch! Wenn sie wüsste, dass Losbinden das letzte war, was er im Sinn mit ihr an diesem Tag hatte! Sie würde ihre Fesseln noch lange tragen.

„Was meinst du wohl, warum du in dieser Stellung auf meinem Schoß liegst?“

Seine Frage kam nach der Stille für sie plötzlich und unerwartet.

„Ich weiß es nicht!“

„Keine Vermutung, keine Ahnung, keine Vorstellung oder Idee?“, fragte er grinsend nach. Natürlich wusste sie das inzwischen sehr genau.

Sie schwieg.

„Du bist so vollkommen wehrlos und völlig in meiner Gewalt! Deine Titten sind absolut ungeschützt und auch deine Möse ist frei zugänglich!“ Ihre Angst vor seinen drohenden Schlägen war dermaßen gewachsen, dass er ihr die übrigen Feinheiten ins Gedächtnis rufen musste.

Er hatte absichtlich diese rohere Ausdrucksweise gewählt, ein weiterer kleiner Schock.

„Ich kann jetzt schon deine Titten kneten und dich hart mit meinen Fingern ficken! Und wenn du erst einmal vollkommen nackt bist, bist du auch meinen Blicken hilflos ausgeliefert! Dann kann ich mich an dir berauschen, dich rannehmen, bist du schreist und bettelst, und dich schließlich auch vergewaltigen. Du wirst mir eine tolle Aussicht dabei bieten, nicht wahr, davon bist du doch auch überzeugt? Dafür hast du schließlich selber jeden bisherigen Tag deines Lebens gesorgt! Du weißt doch sicher, wie prachtvoll dein Arsch und deine Brüste sind! Du wirst eine Augenweide sein, weniger für dich als für mich! Und solltest du keinen Spaß an einer Vergewaltigung haben, werden deine Schmerzen dich eines Besseren belehren! Ich will, dass du kommst, wenn ich dich nehme!“

Erneut ruckte und zerrte sie an ihren Fesseln. Es war Zeit, eine Stufe weiter zu gehen, sie musste eine erste Steigerung zu spüren bekommen, ausreichend, um ihr klar zu machen, wer hier das Sagen hatte. Und er konnte sich beim Anblick ihres prallen Gesäßes auch einfach nicht mehr beherrschen.

Er schob ihren engen Rock über ihren Arsch hoch, spreizte ihre Beine trotz ihrer Gegenwehr, fuhr mit den Fingern unter ihren Slip in ihrem Schritt und streichelte wieder ihre Schamlippen. Jetzt konnte er sehen, was er tat, und er merkte an ihrer verzweifelten Gegenwehr, dass sie das auch wusste. Sie versuchte, sich ihm zu entziehen, wand sich in ihren Fesseln und versuchte, nach ihm zu treten, während er ihre Beine auseinander zwang. Genüsslich strich er über die Innenseite ihre Schenkel hinunter, ganz leicht nur, mit den Fingerspitzen, näherte sich mit sanften Bewegungen wieder immer mehr ihrem Schritt,  vermied es jedoch sorgsam, sie dort grob oder brutal zu berühren. Er vermied es auch sorgsam, sie fühlen zu lassen, was er jetzt genau vorhatte. Sie sollte nie wissen, was er als nächstes tun würde. Der erste Griff an ihre Scheide war nicht brutal gewesen und würde es auch nie werden, sie sollte es mit Wohlbehagen assoziieren, wenn er sie dort berührte, oder zumindest mit einer sicheren, bedachten Berührung. Es würde sie deshalb umso mehr schockieren, wenn er sich jetzt erst einmal ihren Arsch vornahm, und außerdem mochte er malträtierte weibliche Geschlechtsteile nur, wenn er sie selber wundgefickt hatte. Seines Erachtens war ein Quälen oder gar Verletzen dort zum Zweck der Folter völlig fehl am Platze, und er liebte den Anblick ihrer zarten Schamlippen auch viel zu sehr für eine solche rohe Vorgehensweise. Er ging wirklich verantwortungsvoll mit ihr und ihrem Körper um, und er war ein Kenner der weiblichen Anatomie. Schließlich gehörte ihr Körper ihm ja auch jetzt. Sie wand sich unter seinen Händen und Blicken, und ein weiteres Stöhnen drang zwischen ihren Lippen hervor.

Ja, so war es gut!

Nina, Tag der Gefangennahme, Teil 1: Vorfreude

Matthias fuhr ihrem kleinen Sportwagen nach, als er aus der Tiefgarage kam. Nina wandte sich dem Stadtausgang zu.

Er kannte sie aus einer Sendung im Fernsehen. Eine schöne, gebildete, kultivierte Frau, verheiratet mit einem erfolgreichen Rechtsanwalt in Ravensburg. Nun, sie war sicherlich sexuell nicht erfüllt, das würde er jetzt ändern. Und sie war sicherlich sehr von sich selber überzeugt und eingenommen, hielt große Stücke auf ihren eigenen schönen Körper und seine Wirkung auf die Menschen um sie herum. Sie hatte sich in der Sendung ja auch nur allzu verführerisch gezeigt. Kein Zweifel, sie sehnte ihn auch herbei, sie musste ihn nur noch kennen lernen.

Keine Schminke, die brauchte sie nicht, ihr Lächeln war schalkhaft verführerisch und ihre dunklen Augen blitzen. Sie wusste, dass sie schön war, und sie forderte die Welt um sich herum gerne heraus. Das gefiel ihm an ihr sehr. Sie brauchte nicht viele Klamotten, aber dafür exquisite, Kleidung, die ihr wirklich gut stand und die sie kombinieren konnte. Nun, er hatte sie schon für sie komplett besorgen lassen, alles lag bereit.  Er würde ihr Aussehen dann durch seine harte Erziehung komplettieren und kommentieren, eventuell auch verbessern, aber sie hatte auch selber einen wirklich guten Geschmack. Das würde er ihr dann schon lassen müssen.

Ja, sie war die Frau, die er für sein Vorhaben immer vor Augen gehabt hatte. Sie war siebenundzwanzig, recht groß, schlank, hatte schmale, fast knabenhafte Hüften und schlanke, lange Beine, die bis in den Himmel zu gehen schienen, besonders, wenn sie High Heels trug. Das wichtigste für ihn war, dass sie auch mit vollen, festen Brüsten und einem apfelförmigen, knackigen Hintern gesegnet war, und das bei einer ausgesprochen schmalen Taille. Er liebte einen festen, prallen Arsch bei einer Frau, und er liebte es, ihn ihr so richtig zu versohlen. Das war sozusagen sein Fetisch, der Arsch einer Frau hatte dunkelrot zu prangen, wenn er ihn bearbeitet hatte.

Sie konnte nicht kochen, hatte damit in der Sendung immer wieder kokettiert. Eine schöne Frau wie sie brauchte nicht wirklich kochen zu können. Nun, bei ihm würde sie das lernen, es lernte sich wunderbar mit der Unterstützung von satten Schlägen mit dem Kochlöffel auf ihren nackten, prallen Arsch, da war er sich ganz sicher. Er lächelte leicht bei diesem Gedanken.

Nina hatte inzwischen die Stadt verlassen und befand sich mit ihrem Sportwagen auf einer ruhigen Landstraße. Felder zogen vorbei, dann öffnete sich ein kleiner Wald für die einsame, wenig befahrene Straße. Nina verlangsamte die Fahrt. Matthias wusste, hier in der Nähe befand sich eine exklusive Villensiedlung, Wollte sie dort etwa hin? Er verfolgte sie schon ein ganzes Weilchen, aber heute schien ihm das Jagdglück endlich gewogen zu sein. Sie verlangsamte die Fahrt weiter und hielt auf einem kleinen Parkplatz am Rande der Straße ganz an.  Er fuhr an ihr vorüber und ließ seinen Wagen dann ungefähr fünfzig Meter weiter ausrollen, sah in den Rückspiegel. Hier irgendwo musste ein unbefestigter Waldweg direkt in die Villensiedlung führen. Wollte sie den tatsächlich nehmen? Dann täte sie vielleicht genau das, was er im Moment von ihr am dringendsten brauchte: Sie würde zu Fuß auf der rechten Straßenseite auf ihn zukommen. Und tatsächlich, da sah er sie auch schon aussteigen und auf die Straße herauskommen. Perfekt. Der heutige Tag war nicht nur ein Jagdtag, sondern auch ein Fangtag.

Er sah schon aus dieser Entfernung, dass Nina heute einen kurzen Rock trug, der sich beim Gehen um ihre Oberschenkel herum spannte. Ihre festen Muskeln zeichneten sich bei ihren raschen Schritten unter dem Stoff deutlich ab und ihre Füße steckten in Schuhen mit hohen Absätzen. Das betonte ihre wohlgeformten Waden und verlieh ihr einen schwingenden, eleganten Gang. Wegen der sommerlichen Temperaturen hatte sie die drei obersten Knöpfe ihrer weißen Bluse geöffnet, was einen durchaus erfreulichen Blick auf ihr Dekolleté und ihren grazilen Hals ermöglichte.

Sie hatte im Fernsehen, also öffentlich kundgetan, dass eine wirklich schöne Frau nur High Heels tragen musste. Er sah genau auf ihre schmalen Füße. Ja, auch heute trug sie die. Er war der gleichen Ansicht. Sie brauchte wirklich nur High Heels zu tragen, wenn er sie versohlen würde. Daran würde er sie vorher erinnern, an diese von ihr getätigte Aussage, und ihr dann nackt in High Heels mit einem großen Kochlöffel den Arsch versohlen.

Ihr Arsch würde sowieso die erste Zeit bei ihm nur scharlachrot prangen, scharlachrot war seine Farbe für schöne, gepflegte Weiberärsche. Und wenn sie dann nur auf dem Bauch bei ihm liegen konnte, würde ihn das pausenlos zu weiteren Strafaktionen verleiten. Davon hatte er sofort ein deutliches Bild, wie er ihr das knappe, schwarze Kleid hochziehen würde und ihren dunkelrot brennenden Arsch und dazu ihre nackten Fußsohlen entblößen würde. Dazu ein schöner Blick in ihre ängstlichen und demütigen Augen, die gehorsam in seine gerichtet waren. Sofort stellte sich sein Schwanz auf. Er atmete tief durch.

Er sah wieder in ihr Gesicht. Einen langen Blick lang studierte er es voller Kenntnis. Sie hatte nicht nur einen prachtvollen Arsch, sie hatte weit mehr zu bieten. Ihr Gesicht war wirklich schön. Sehr symmetrisch, etwas eckig geformt, dabei mit sehr feinen Gesichtszügen. Die Augen waren schon groß unter ihren fein geschwungenen  Augenbrauen, aber sie beherrschten ihr Gesicht nicht so durch einen riesigen Augenaufschlag. Das wirkte in ihrem ebenmäßigen Gesicht natürlich und apart. Sie wirkte trotz ihrer schlanken, zierlichen Erscheinung generell stark und natürlich, überhaupt nicht püppchenhaft,  dabei anmutig wie eine Gazelle. Die Augenbrauen selber waren zart, aber energisch geschwunden, ihre Nase schmal und gerade, und auch ihre Lippen voll, aber dabei eher schmal. Er war sich sicher, auch auf den zweiten und den dritten Blick hin, sie brauchte wirklich keine Schminke, nur hohe Schuhe. Sonst gar nichts. Er lächelte wieder leise. Ihre schwarzen überschulterlangen Haare ließ sie in der Regel ungebunden fallen, sie hatte feine, aber sehr viele. Und wenn sie dazu lächelte, dann tat sie es breit und verschmitzt, mit einem Glitzern in ihren Augen, manchmal sogar in diebischer Freude. Und dann ging die Sonne in ihrem Gesicht auf. Er konnte ihre Augenfarbe in dem Film nicht erkennen, sie waren entweder braun oder von einem tiefen Blau. Das würde gleich die erste Belohnung für ihn werden, der erste Blick in ihre Augen, wenn sie ihm gehörte, und die Überraschung der Farbe.

Sie bewohnte mit ihrem Mann eine Luxuswohnung, bezeichnete sich selbst aber nicht als Luxusweib. Aber natürlich war sie eines. Das konnte er an ihren elegant geschwungenen, selbstbewussten Bewegungen schon sehen. Oh, sexy lady, I like your style, die würde er an ihr lieben, wenn er ihr den Arsch so richtig versohlen würde. Sie hatte einen eigenen Fitnesstrainer, legte sehr viel Wert auf Sport. Nun, Sport hielt auch er für sie für sehr wichtig, dafür würde sie nun ausreichend Zeit bekommen. Er hatte da schon sorgfältig einen ausgezeichneten Trainingsplan für sie ausgearbeitet. Sport mithilfe der moralischen Unterstützung durch eine Bewertung der Ergebnisse durch ein paar Schläge mit dem Kochlöffel, dem eben erwähnten. Er hatte da schon einen für ihren Arsch speziell in der Größe passend ausgewählt, nicht zu groß und nicht zu klein. Und arbeiten musste sie nun nicht mehr für andere, nur noch für ihn. Aber da würde sie alles geben müssen. Zum Beispiel würde sie für ihn wirklich gut kochen lernen müssen, auf Sterneniveau. Und er war ein guter und anspruchsvoller Kritiker, ein Feinschmecker, seit seiner Jugend an schon. Genauso wie seine Freunde.

Er lächelte wieder bei diesem Gedanken.

Sie  würde auch sie bekochen müssen, und auch sie hatten ihre Frauen dann bei sich. Und er würde sie auch zusammen mit ihr besuchen gehen. Das würde dann ihre erste gesellschaftliche Herausforderung werden, eine äußerst stilvolle, sexy gekleidete Frau mit einem knallrot versohlten Prachtarsch. Er und seine Freunde nannten sich den Club der Kochlöffel. Er war sich sicher, dass er mit ihr dort glänzen würde, er hatte sie zu gesellschaftlichen Anlässen zusammen mit ihrem Mann ausgiebig beobachtet. Kein Zweifel, diese Frau brauchte nur noch Zunder unter dem Arsch, und den würde sie von ihm mehr als ausgiebig bekommen.

Sie aß sehr bewusst und nicht viel, exponierte auch damit, dass sie ihre Schönheit bewusst pflegte. Wieder lächelte er. Sie würde nur noch essen und trinken dürfen, wenn er es ihr gestattete und was er ihr dann gab, das würde ihrem jetzigen Verhalten entgegenkommen. Sie würde bei ihm Dankbarkeit dafür lernen, so feine Sachen essen zu dürfen, sie würde sie nicht mehr hochmütig verschmähen, so, als wäre das Beste gerade mal gut genug für sie. Er war sich sicher, es würde für sie auch mit sehr viel Schlechterem und Einfacherem gehen, wenn er ihr auch nur gute Kost, Sportlerkost zukommen lassen würde. Für sie gab es grundsätzlich nur eine rein funktionelle Ernährung, die ihren Körper in Form für ihn hielt.

Wieder lächelte er bei diesen Gedanken. In den nächsten Tagen würde es für sogar nur sehr wenig geben, um das er sie würde betteln lassen wie ein Hund. Und jeder Bissen würde von einem satten Klatscher begleitet werden. Danach, nach dieser Erziehung, würde es für sie schon eine Besonderheit sein, ohne Schläge essen zu dürfen. Sie war für ihre Mäkeligkeit fast noch umsorgt und verpütschert worden, er würde es auch bemerken und sie auf seine Weise dafür umsorgen. Sie konnte sich auch gut auf einer Bühne bewegen und singen. Nun, das konnte er sogar noch besser, und er würde mit ihr zusammen im Club auftreten. Beides Mal würde seine harte Hand auf ihrem tiefroten, brennenden Arsch eine entscheidende Rolle dabei spielen.

Er sah nachdenklich auf seine langen, feingliedrigen Hände auf dem Lenkrad. Er hatte schon oft über Nina nachdenken können auf seinen langen Ansitzen. Das war fast ein Hobby für ihn geworden, eine Bereicherung seines Lebens, schon ohne sie. Das würde sie zu spüren bekommen, davon würde sie profitieren und gleichzeitig lernen, Schmerzen in einem steigenden Maße zu erdulden. Als seine Sklavin war das auch ein Profit.

Er durfte nicht den Fehler machen, sich erweichen zu lassen, wenn sie mit Ergebung oder sogar mit erwachender Liebe auf seine Strafaktion reagierte.  Das tat sie immer so, und damit hatte sie bisher auch immer Erfolg gehabt. Nun, bei ihm würde das anders laufen. War seine Strafaktion sehr hart gewesen, würde es ein kurzes freundliches Zwischenspiel geben. Dann würde die nächste Strafaktion umso überraschender kommen, und er würde sie dann ebenso hart ausfallen lassen. Sie durfte sich niemals sicher sein, dass er auf ihre Liebe mit Liebe reagieren würde. Sie hatte mit Liebe zu reagieren. Er herrschte über sie. Er war ihr keine Rechenschaft schuldig. Entweder er mochte das gerade tun oder eben nicht. Sie würde ihn immer bedingungslos weiter lieben.

Dafür würde er sie konditionieren müssen. Sie würde erfahren müssen, dass er sie sehr hart, bis über ihre Grenzen hinaus quälte und folterte, überaus hart. Darauf freute er sich schon. Dabei würde er sie bei zunehmender Gebrochenheit Zuneigung fühlen lassen. Das würde ihre Gebrochenheit in Ergebenheit veredeln. So etwas musste wachsen. Erst Gebrochenheit, denn Ergebenheit, dann Liebe, dann bedingungslose Liebe.

Wieder lächelte er sanft. Er konnte eine erwachsene Frau an sich nehmen und konsequent erziehen, das war ihm eine Freude und ein Vorrecht. Es war ja beileibe nicht seine erste, aber diese würde etwas Besonderes werden, zumindest hatte sie alle Anlagen dafür. Der unberechenbare Faktor in diesem Spiel waren letzten Endes seine eigenen Gefühle. Die konnte er nicht im Voraus planen. Deswegen musste er daran denken, er musste auch unbedingt hart zu ihr sein, wenn er ihr eigentlich eher Liebe schenken wollte. Ihre Gefühle dagegen waren für ihn vorhersehbar.  Sie war aber auch klug, und sie würde genau da angreifen, an seinen Gefühlen. Das durfte er keinesfalls dulden. Dafür musste er sie hart strafen.

Das war letzten Endes auch nur zu ihrem Besten. Sie musste ihm vollkommen ergeben sein, er musste ihr jede Hoffnung auf Änderung dieser ihrer Beziehung zueinander nehmen. Sie durfte ihre ganze Hoffnung nur auf ihn selber setzen. Hoffnung war lebenswichtig. Er wollte sie nicht richtig brechen, sondern veredeln. Er war ja beileibe kein Unmensch, und er war auch sehr liebevoll. Aber sie sollte vor allem an ihn erst einmal als an ihren Herren denken, dann erst an seine Liebe zu ihr, die er vielleicht entwickeln würde. Das würde sich aber erst noch finden. Bis jetzt war sie für ihn nur ein überaus reizvolles Studienobjekt.

Er sah ihr nachdenklich zu, wie sie auf ihn zukam. Sie sah phantastisch aus in einem kurzen, schwarzen Kleid, hatte einen festen Po und Beine zum Anbeten, schlank und muskulös, dabei aber schmal wie die einer Gazelle und lang, bis zum Himmel. Sie setzte sie beim Gehen immer leicht über Kreuz, wie auf einem Catwalk. Wie würde das erst aussehen, wenn sie mit einem tiefroten, angeschwollenen Arsch so zu gehen in der Lage war! Phantastisch! In einem schwarzen Abendkleid hatte ihn ihr Dekolletee umgeworfen, dazu ihr verführerisch langer, graziler Hals. Und auch im Abendkleid war die Schminke zumindest so dezent gewesen, dass er sie nicht gesehen hatte, und sie hatte keinerlei Schmuck benötigt. Aber auch in einer einfachen Leggings und Röhrenhosen hatte sie eine phantastische Figur gemacht. Auch auf den zweiten und den dritten Blick hatte er an ihr keinen Makel feststellen können.

Er war froh, dass er mit der Anschaffung seiner Hauptfrau noch gewartet hatte. Seine Freunde hatten ihn schon geneckt. Er hatte bereits drei andere hervorragend ausgebildet, aber noch keine zu seiner eigentlichen Frau erkoren. Nun, als er sie in der Sendung gesehen hatte, hatte er auch gewusst, warum das so war. Er hatte auf genau sie gewartet.

Sie hatte eine feine Stimme, in einer höheren Tonlage natürlich, aber hocherotisch. Besonders, wenn sie so langgezogen „ähmmm“ machte.  Dann wirkte sie so verführerisch weiblich und doch hatte sie dann die Situation voll im Griff. Sie gestand einen Fehler mit den Worten „Ich habe schon wieder einen Fehler gemacht“ ein, kokettierte dabei mit ihrer Schönheit und Selbstsicherheit und damit, dass man einer schönen Frau einfach eher verzieh.

Nun, er würde ihre Fehler angemessen bestrafen, wenn sie sie ihm gestand, und noch mehr, wenn sie das nicht tun würde. Er würde sie so lange versohlen, bis sie tagelang nicht mehr sitzen konnte. Das würde ihr gut tun, ihr das kleine Köpfchen ein wenig zurecht setzen. Wieder lächelte er, diesmal breiter. Darauf freute er sich maßlos, jetzt, als er sie endlich auf sich zukommen sah, erst so richtig. Es war ihm, als kam sie endlich zu ihrem eigentlichen Mann nach Hause, als er sie so energisch und schwungvoll auf sein Auto zugehen sah. Fast tänzelte sie ein wenig mit leicht schwingenden Hüften. Sie durfte sich wirklich nicht wundern, wenn sie ein Mann überfallen und vergewaltigen würde, so, wie sie sich jetzt und hier kleidete und gab. Aber das würde er mit ihr sofort, heute noch klären und ausdiskutieren. Wobei, so dachte er lächelnd, ihr Part eher aus Schreien bestehen würde, aus Brüllen. Heute war ihre Erziehung erst dann beendet, wenn sie wund gefickt und halb tot geprügelt von ihm bewusstlos in seine haltenden Arme sinken würde. Heute war ein verdammt wichtiger Tag für sie und ein perfekter für ihn.

Er hatte vor, sie zu behalten. Sie hatte noch kein Kind geboren, und das sollte auch so bleiben. Ihr Körper war noch makellos und gut durchtrainiert, auch vor der Kamera bei ihrer Arbeit hatte man das gut sehen können. Das war albern und unpassend für sie, dass sie solche Einblicke in ihr Privatleben vor so vielen Menschen gegeben hatte, sich dermaßen zur Schau gestellt hatte. Sie sollte das nur noch für seine Augen tun. In der Sendung hatte sie einen feinen Schweißfilm auf ihrer Haut liegen gehabt, der bewies, wie gut sie trainiert war, und der ihn maßlos angemacht hatte. So etwas fand er ebenfalls hocherotisch. Er würde diesen Schweißfilm von ihrer zarten Haut lecken, wenn er sie so richtig ins Schwitzen gebracht hatte.

Er würde sie zu seiner persönlichen Sklavin umerziehen, aber er würde all diese Eigenschaften in ihr natürlich erhalten und formen. Er würde sie nicht zerbrechen, sie war sehr stark, sie würde diese Strecke unter ihm gehen können. Sie war eine phantastische Frau, sie hatte eine natürliche Eleganz, besaß sehr viel Geschmack, hatte ein ungeheuer hohes Niveau, Anstand und Etikette. Sie war eine tolle Frau, der Hammer, eine Wahnsinnsfrau. Er lächelte. Eine Wahnsinnsfrau, ja, das traf es. Aber so eine Frau durfte nicht die Männer in den Wahnsinn treiben, so eine Frau musste immer gut gezüchtigt und durchgeprügelt an der Seite ihres Herren gehen wie eine edle Vollblutstute. Sie musste auf jeden seiner Schenkeldrücke bereits reagieren. So eine Frau brauchte eine fachkundige Hand, und die besaß er.

Er war nur ein wenig älter als sie, Anfang dreißig, aber er hatte seit seinem achtzehnten Lebensjahr die Frauen unter sich gezwungen und erzogen, er kannte alle Tricks, die so etwas nur brauchte. Er war kultiviert, hochgebildet und ausgezeichnet erzogen worden, sein Vater war ihm ein ausgezeichneter Lehrmeister gewesen. Seine erste Frau als Achtzehnjähriger war doppelt so alt wie er gewesen, sie hatte sich in ihn verliebt. Sie war kultiviert und beruflich erfolgreich gewesen, und er hatte dann ihre Erziehung gut abgeschlossen mithilfe und unter der Aufsicht seines Vaters damals noch.

Er lächelte, als er daran zurück dachte, wie er mit seinem Vater zusammen den Arsch der Frau versohlt hatte und dabei nach seinen Ratschlägen immer geradliniger und direkter mit ihr verfahren war. Sie war dabei Nebensache gewesen, ein Erziehungsobjekt ohne eigene Rechte, das war etwas ganz Besonderes gewesen, ihr das so zu zeigen. Das würde er irgendwie auch so mit Nina machen. Er wusste noch nicht genau, wie, das musste sich zeigen, aber er würde ihre fassungslosen Augen deswegen lieben. Das würde er sich nicht entgehen lassen.

Wenn er also etwas konnte, dann einer Frau nach allen Regeln der höheren Kunst den Arsch versohlen, das war sozusagen sein Spezialgebiet, sein Steckenpferd. Damit schützte er die netten, harmlosen, gutmütigen Männer nur vor Frauen wie Nina. Nett war er auch. Er lächelte wieder, diesmal breiter. Eine Frau musste nur seine harte, züchtigende Hand zu schätzen wissen, dann würde sie an seiner Seite sehr glücklich werden und ein wirklich erfülltes Leben führen. Er konnte eine Frau sehr glücklich machen. Ein warmes Gefühl breitete sich in seinen Lenden aus. Und er hatte es gelernt, sich zu beherrschen, bis es wirklich an der Zeit war, die Frau dann auch zu nehmen.

Soviel war ihm klar. Aber er liebte auch. Liebe war ein Gefühl, das aus der Seele und dem Geist kam, nicht aus dem Körper. Er war kein brutaler Folterer, er war nicht ausschließlich auf Quälen aus, sondern auf eine ausgewogene Balance. Er mochte keine Folter um der Triebe alleine, um des sexuellen Kicks wegen. Solche Kicks nutzten sich alle irgendwann ab. Er wollte herrschen und teilen, herrschen und lieben, herrschen und geben. Immer in dieser Reihenfolge. Und er wollte seine Liebste beherrschbar machen, nicht unberechenbar in ihren Gefühlen lassen. Tat er das, dann war es auch seine Schuld, wenn die Frau so reagierte, falsch reagierte. Er war dann dafür verantwortlich, er trug dann daran eine Mitschuld. Deswegen musste er sie vor Schaden, vor sich selber zu bewahren. Er lächelte wieder breit.

Liebe, echte Liebe bedeutete auch Geben. Unabdingbar. Wahre Liebe erfüllte sich erst durch Geben. Er wollte die Frau, der er gab, zu der Richtigen machen, und das vorher, damit er auch wusste, dass sie die Richtige war.

Er hatte lange suchen müssen, bevor er sie endlich hatte ausfindig machen können. Sie hatte in der Sendung geschickt fast jede persönliche Angabe vermieden. Er hatte nur ihr Alter und ihren Vornamen gehabt. Noch nicht einmal ihren Mann hatte sie genau gezeigt oder gar beim Namen genannt, geschweige denn ihr Wohnhaus, sehr geschickt. Sie hatte gereizt, aber Stalker von sich weg gehalten, Reizen ohne Konsequenzen haben wollen, Reizen um des Reizens willen, oder um jemanden Bestimmtes zu beeindrucken. Die Reaktion von potenten Männern darauf hatte sie beherrschen und abwehren wollen. Das würde er noch aus ihr herausprügeln müssen.

Er hatte länger gebraucht und Angaben aus dem Einwohnermeldeamt und über die Rechtsanwälte  Ravensburgs einziehen müssen, umfangreiche. Er hatte sogar die diskrete Hilfe des Club99 gebraucht, und die seines einflussreichen Vaters, was er wirklich nur sehr selten noch in Anspruch nahm. Doch dann hatte er sie gefunden, und ihr kleiner Asch würde auch diese Mühen, die sie ihm gemacht hatte, ausbaden müssen. Das würde sie regelrecht aussitzen müssen. Sie fuhr einen schnellen Sportwagen, brachte wie eine Managerin alles unter einen Hut, Ehemann, Beruf, Haushalt, Familie und ihre persönlichen Vorlieben. Auch das schätzte er überaus an ihr.

Er hatte sie regelrecht erjagt. Sie war viel unterwegs, aber fast immer in Ravensburgs Innenstadt oder geschützt in einem Auto oder in der Öffentlichkeit, am Flughafen, in Cafés, in großen Geschäftshäusern. Er hatte sie geduldig verfolgen müssen. Sie hatte sich so oft vor ihm aufreizend bewegt, hatte getanzt, sich amüsiert und gelacht, und er hatte sie sich nicht greifen können. Und heute war es unvermittelt endlich so weit! Heute wurde seine Ausdauer endlich belohnt. Sie war unterwegs zu einer Freundin in dieser Villensiedlung, hatte ihren Wagen etwas weiter entfernt abgestellt, wollte wohl einen kleinen Spaziergang zur Entspannung machen.

Und jetzt tat sie, was er in dieser Situation am meisten brauchte, sie ging alleine auf der rechten Seite der Landstraße entlang! Diese Situation ergab sich wahrscheinlich nur einmal, aber er hatte für sie geübt, mehr als diese eine brauchte er auch nicht. Er würde ihr Leben heute völlig aus den Angeln heben!

Er hatte sie eben überholt, einen kurzen Blick zur Seite und dann in den Rückspiegel geworfen; die Situation war günstig, weit und breit kein Auto zu sehen und sie hatte bestimmt nicht auf ihn geachtet.

Er entriegelte die Motorhaube und holte sich aus dem Handschuhfach zwei kurzen Stücke eines kräftigen, aber leichten Seils heraus. Sie würden für das erste reichen, und später, in der Hütte, hatte er sowieso alles, was er für die nächsten Stunden, Tage und Wochen brauchte.

Wenn er daran dachte, was er mit ihr vorhatte, konnte er nur noch mit Mühe seine Erregung unterdrücken. In seiner Hose spannte es sich stärker und das Herz klopfte ihm immer schneller. Er freute sich auf die nächsten Stunden!

So selbstverständlich, wie es ihm möglich war, stieg er aus seinem Wagen und öffnete die Motorhaube, beugte sich über den noch ruhig laufenden Motor. Dabei warf er unauffällig einen Blick zurück: ja, sie war nur noch ein paar Meter entfernt, und sie sah noch besser aus, als er es in dieser Sendung, mit den bisherigen Blicken aus der Entfernung auf sie und jetzt mit dem kurzen Blick im Vorbeifahren wahrgenommen hatte. Ehe er es verhindern konnte, sah er sie nackt vor sich, gedemütigt und gequält, von ihm für seine Lust benutzt. Die nächsten Stunden würden herrlich werden.

Er wusste, dass er wirklich gut aussah, athletisch und attraktiv. Auch das würde sie an ihm lieben lernen, wenn er sie bestrafen würde, immer und immer wieder.

Er liebte angeschwollene, feuerrote Ärsche. Er wollte sie lange und hart ficken, ihren zierlichen, zarten Körper dabei immer fester stoßen und sich tief in ihr versenken, aber noch mehr freute er sich auf das Versohlen ihres Arsches. Das war für ihn das Erregendste, sein Fetisch, wenn man so wollte. Wenn er sie nehmen würde, dann fast immer mit einem gepflegt dunkelrot  glänzenden Arsch. Fast immer, sie würde auch seine Zärtlichkeit lieben lernen, seine Finger in ihr, wenn sie zärtlich waren. Fast hätte er bei dem deutlichen Bild vor sich bei diesem Gedanken die Beherrschung verloren.

Er beugte sich in den Motorraum und ließ sie an sich vorbeigehen. Besser konnte es gar nicht kommen. Sie hatte keinen Verdacht durch den noch ruhig laufenden Motor geschöpft,  Als sie gerade an ihm vorbei war, richtete er sich blitzschnell auf, drehte sich um und war mit zwei leisen Schritten hinter ihr. Er hatte den schwarzen Gürtel, einen mehrfachen Dan sogar, er war schnell wie eine Katze. Ehe sie sich auch nur umdrehen konnte, hatte er ihr das kurze Stück Seil von hinten über den Kopf geworfen und ruckartig kurz und hart zugezogen. Sie schnappte nach Luft und fuhr mit den Händen instinktiv zur Schlinge, um sie zu lösen, röchelte nur tonlos.

Damit hatte er gerechnet. Sobald ihre Hände oben waren, legte er blitzschnell eine Schlinge dieses Seils in ihrem Nacken gekreuzt um jedes Handgelenk. Das Überraschungsmoment ausnutzend wickelte er das Seil sorgfältig und gelassen einmal um jedes Handgelenk. Noch einmal kurz angezogen, die beiden Seilenden verknotet und sie war in seiner Gewalt. Für diesen Angriff hatte er geübt, seine Bewegungen schnell wie die einer zustoßenden Schlange werden lassen. Diese Situation jetzt war schon entscheidend für ihr ganzes Verhältnis zu ihm. Sie musste ihn sofort als übermächtig, völlig unerreichbar erleben, von der wirklich allerersten Minute an.

Ihre zarten Handgelenke waren jetzt in ihrem Genick gefesselt und gleichzeitig an ihrem Hals festgebunden. Jede Bewegung der Gegenwehr hatte zur Folge, dass sie sich fast strangulierte. Er legte jetzt aufatmend und besitzergreifend den Arm um ihre hoch gebundenen Unterarme und hielt sie fest. Sie zappelte schwach an seinem kräftigen Körper. Diesen Augenblick hatte er so lange schon herbei gesehnt. Den musste er kurz auskosten.

Der Anblick der gefesselten Handgelenke und ihrer daraus entstehende Hilflosigkeit ließen ihn für einen Augenblick alle Vorsicht vergessen. Seine freie Hand glitt fest und besitzergreifend über ihre Brüste. Mann, waren das pralle Glocken, diese hübschen Hügel ein bisschen ran zu nehmen musste ein besonderes Vergnügen sein. Und ihr praller, fester Hintern drückte sich gegen seine steinharte Erektion, ihr ganzer zierlicher Körper bebte in seinen Armen. Er fasste ganz in ihren Schritt und presste sie fest an sich, fühlte einen Moment ihrem schnellen, mühsamen Keuchen nach, sie fühlte sich wie ein Vogel in seinen Armen an, so zart und zerbrechlich. Nur gut, dass ihr knackiger Arsch so einiges würde vertragen können! Aber ihre Zierlichkeit an seinem kräftigen Körper machte ihn fast rasend, sein Herz klopfte schnell und kräftig. Das Leben war herrlich!

Er rief sich zur Ordnung. Immer hübsch eins nach dem anderen. Im Augenblick stand er mit ihr noch auf offener Straße, und jeden Augenblick konnte ein Wagen auftauchen. Nina konnte noch einen Augenblick warten, und ein bisschen Angst würde sie für ihn nur noch verlockender machen.

Er griff in seine Tasche und holte eine feste Augenbinde heraus. Die hatte er extra zu diesem Zweck eingesteckt. Sie strangulierte sich aus Panik wirklich fast selber, sie konnte sich unter seinen Händen nicht mehr winden und wehren oder um Gnade flehen.

Mit einer Hand schlug er die Binde mit einem kräftigen Ruck auf und stülpte sie ihr dann über den Kopf. Jetzt hatte sie keine Chance mehr, ihn zu erkennen. Er küsste sie mit sanften Lippen den durch gebogenen Hals herunter, schmeckte ein erstes Aroma ihrer exquisiten, zarten Haut und griff dabei um eine ihrer Brüste, quetschte sie hart in seiner Hand. Eine ausgezeichnete Qualität, sehr druckfest! Sie war deutlich größer, als er mit einer Hand fassen konnte, da konnte er so richtig zupacken. Das war einfach perfekt, so liebte er es! Dabei drehte er sie herum und stieß sie in die Richtung der hinteren Wagentür.

Nachdem er diese geöffnet hatte, warf er seine Gefangene einfach und effektiv bäuchlings zwischen die Rückbank und die Rückenlehne der Vordersitze. Alles war für diesen Transport abgepolstert, so war sie von außen nicht zu sehen, und sie war zudem hilflos eingeklemmt. Er hatte die Sitze extra so eingestellt. Um ganz sicher zu gehen, prüfte er noch einmal die Fesselung der Handgelenke in ihrem Genick und schnürte ihr mit dem zweiten Strick die Fußgelenke zusammen. Anscheinend hatte sie sich jetzt vom ersten Schock erholt, denn als er ihr die Fußgelenke fesselte, versuchte sie eine schwache Gegenwehr und stöhnte leise.

Wie sie so hilflos gefesselt vor ihm lag, den Arsch von der Mittelleiste angehoben, die High Heels direkt vor ihm, packte ihn wieder die Erregung. Er ließ eine Hand unter ihren Rock gleiten und befühlte ihre Vulva. Fest und weich glatt rasiert, eine ganz zarte Haut, das würde nachher ein ganz besonderes Vergnügen sein mit ihr, dessen war er sich sicher.

„Bitte, lassen Sie mich los, ich habe Ihnen doch nichts getan”, stöhnte sie unten am Fahrzeugboden.

Sie hatte inzwischen sicherlich eine Ahnung davon, was ihr bevorstand. Die Frau schluchzte leise und hilflos auf, ja, sie wusste, was ihr bevor stand, sie war ja auch eine wirklich kluge Frau. Sie war beinahe starr vor Schreck, so, wie sie es vielleicht bei ihrem ersten Mal gewesen wäre. Nun, für ihn war das mehr als in Ordnung. Es war ja auch ein erstes Mal, ein ganz besonderes, das er ihr bereiten würde. Er mochte es, dass sie Angst hatte. Die Angst sorgte dafür, dass sich ihre kleine Scheide nachher noch enger um seinen Schwanz legen würde.

„Also gut, Nina, es ist höchste Zeit, direkt mit deiner Einführung zu beginnen”, sprach er sie ruhig direkt an. Sie atmete erschrocken wieder tief durch, dieser Mann schien alles über sie zu wissen. „Ein kleiner Rat noch: Wehre dich nicht, dann wird es leichter für dich!”

Bei diesen Worten streichelte er ihre zarten, warmen Schamlippen ausführlich. Er drückte dabei seinen Zeigefinger auf ihren kleinen Kitzler und begann, ihn sensibel zu reiben, griff mit dem Daumen hinauf und drückte ihn durch ihren Anus. Ihr Anus war eng wie bei einem noch unberührten Mädchen, und ihre Scheide auch. Wunderbar! Sie würde sich wunderbar ficken lassen, er war ein Kenner. Die Frau wand sich im vergeblichen Versuch, seiner Berührung zu entgehen.

Ihre Schamlippen wurden gegen ihren Willen bereits jetzt feucht. Nina war ein heißes Gerät, das bestätigte sie ihm nun selber schon. Er schob einen Finger in sie hinein und spürte die Nässe. Gut so! Er wollte sie nass und bereit haben. Es war nicht seine Absicht, ihre Scheide zu beschädigen, denn schließlich sollte sie ihm noch ein paar Jahre lang Dienste leisten. Ihre Einführung würde natürlich mit ein paar kleineren Schäden einhergehen, aber das war nichts, was nicht von selbst heilen würde. Nach ein paar Minuten des Reibens und Stimulierens ihres Kitzlers war Nina bereit für ihn. Jedenfalls nach seinen eigenen Maßstäben. Er mochte es, wenn sie weinte und sich wehren wollte, genauso wollte er sie haben.

Dabei streichelte er die Vorderwand ihrer engen Scheide ebenso ausführlich wie ganz in ihrer Tiefe, am Muttermund. Er untersuchte sie erfahren vorab, und er suchte und fand ihren zweiten sensiblen Punkt in ihrer Scheide. Er streichelte ihn, drückte ihn mit sanfter Gewalt. Ihre Scheide reagierte, zog sich schon zusammen. Dabei hörte er ihr leises Heulen. Und ihre Scheide wurde auch nicht weiter, als sie reagierte, sie war so eng, fast wie bei einer Jungfrau! Diese Minuten schon mit ihr waren prachtvoll! Das pralle Leben!

„Du bist jetzt meine persönliche Sklavin, Nina”, sagte er mit freundlicher Stimme. „Also machen wir es jetzt offiziell!” Er gab ihr mit seiner anderen Hand einen einzigen hart aufklatschenden Schlag auf ihre noch bedeckten Backen. Auch die fühlten sich prall elastisch bei seinem harten Schlag an, federten fast nach. Ihre Scheide zog sich um seinen tief in ihr streichelnden Finger herum eng zusammen. Sie heulte erstickt auf, ihre Backen zappelten und wackelten durch den dünnen Stoff. Wirklich eine ausgesuchte, einzigartige Qualität, diese Frau! Er konnte es wirklich kaum noch erwarten, sie über seinen Knien liegen zu haben. Er nahm sie noch einen Moment mit dem Finger, stieß tief und rhythmisch in sie und griff mit der anderen Hand ebenfalls unter ihren Rock und umfasste einen ihrer beiden prallen Globen. Phantastisch! Prall und dick, die würden ihm gleich Freude machen! Das war noch besser, als er es sich in seinen kühnsten Träumen erhofft hatte.

Sie schluchzte laut. „Warum … warum tun Sie mir das an?” jammerte sie erstickt.

„Weil ich es kann!” lautete die knappe Antwort. „Und wenn du nicht willst, dass ich dir hier und jetzt deinen Arsch gleich windelweich prügele, dann solltest du jetzt keinen Mucks mehr von dir geben! Also sei ein kluges Mädchen!“

Sie hielt erschrocken inne und still, er fühlte das mit seinem Finger in ihr. Diesen Gehorsam würde er nachher belohnen. Er nickte nur lächelnd. „Gut“, sagte er. „Gehorche mir, sonst kommt es für dich nur noch schlimmer! Und glaube mir, das ist beileibe keine leere Drohung! Alles, was ich dir sage, meine ich auch genau so!“ Er wusste, was er da sagte, er konnte es für sie wirklich noch viel schlimmer kommen lassen. Vieles, was ein Mann so mit einer Frau tun konnte, um sie zu quälen, mochte er nicht. Das war ihr Glück, wenn sie denn klug war. Denn umgehen konnte er natürlich mit allem, und das würde er ihr auch unter Beweis stellen, am eigenen Leib natürlich.

Der Rock spannte sich nun zwischen seinen beiden kräftigen Unterarmen mit seinen Händen auf ihr unangenehm fest. Er steckte eine Stange über ihrem gefesselten Rücken und über ihren Oberschenkeln fest. Damit kam sie unmöglich wieder hoch. So einfach war es gewesen! Er lächelte, er war überaus zufrieden. Er streichelte noch einmal ihren Arsch, der war definitiv gleich als erstes fällig, und das sollte sie sich während der Fahrt schon ausmalen. Das würde ihre Angst vor ihm von ganz alleine schon ins Unermessliche steigern. Deswegen machte er noch eine kleine diesbezügliche Andeutung.

„Der Arsch ist bei einer Frau ihre natürlich angelegte Erziehungsfläche, darum werde ich dir deinen prachtvollen Globus gleich als erstes so richtig und ausgiebig versohlen, schöne Frau!“ Er lachte leise und melodisch, fühlte über ihre hocherotische Ritze unter dem dünnen Stoff. „Frauen, die  lange und hart genug versohlt werden, sind die glücklichsten und die am besten erzogenen. Wenn ich mit dir fertig bin, wirst du mir alles hinhalten, und zwar freiwillig!“ Er gab ihr noch jeweils zwei harte, laut aufklatschende Schläge zum Mitnehmen. Rechts. Links, rechts, links, mit voller Schlagkraft! Sie wimmerte leise auf, er wusste, da war noch viel mehr Angst als wahrer Schmerz im Spiel bei ihr, seine Schläge waren so laut knallend, aber nicht wirklich schmerzhaft beabsichtigt. Er wollte ihr nur ein warmes Nachbrennen seiner Hand mitgeben auf die etwas längere Fahrt, die ihr nun bevor stand. Er warf eine leichte, schwarze Decke über sie und steckte sie leicht fest, nun war sie quasi unsichtbar, selbst, wenn jemand in sein Auto sah.

(to be continued…)